Warum ist meine Mutter so?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von strawberry1991 28.01.10 - 23:23 Uhr

Also erstmal Hallo ich bin zum ersten mal hier.

Ich muss damit anfangen das ich vor etwas mehr als 2 Jahren bei meiner Mutter ausgezogen bin und unser Verhältnis auch danach nicht besonders gut war, aber wir hatten Kontakt ( allein schon durch meinen kleinen Geschwister). Aber seid einigen Wochen habe ich das Gefühl als wenn ich ihr vollkommen egal bin. Einige Beispiele sind das sie sich NIE von alleine meldet es sei den sie will was von mir oder an weihnachten, ich habe jedes Jahr dort verbracht aber das letzte Weihnachten (2009) hat sie nicht mal angerufen um zu fragen ob ich und mein Freund bei ihr sind und hätte ich nicht angerufen währe ich bestimmt auch nicht dort gewesen! Es ist nicht so das ich sie nicht Anrufen kann wenn ich Probleme habe aber ich will sie auch so anrufen können…. aber wenn ich einfach so anrufe bekomm ich zu hören, hab keine zeit du weißt ja wie das mit den Kleinen ist. Sie ist total kurz angebunden und wenn ich ihr Sachen erzähle über die sie sich normalerweise freuen müsste tut sie es nicht… so wie als ich ihr erzählt habe dass ich mit meinem Freund im Sommer in den Urlaub fahre und wir den Urlaub schon gebucht haben, ihre antwort war du weißt das ich das nicht toll finde…. Die Begründung: weil wir ja so oft streiten.
Hallo ich wollte nur das sie sich für mich freut aber nein sie muss alles runter machen was ich aufbaue…. Sie hat sich noch nicht mal meine eigene Wohnung angeguckt! Ich mein die erste Wohnung der eigenen Kinder sollte doch was tolles sein auch für die Mama aber nein sie hat nicht mal gefragt ob sie mal kommen darf und auf Angeboten von mir reagiert sie nicht.

Es macht mich einfach traurig und ich möchte wissen ob es jemand kennt das man als Mutter den Kontakt zu der ältesten Tochter so egal ist ?????

Danke für jede Antwort

Tut mir leid für die Fehler im Text…

Beitrag von rosarose85w 29.01.10 - 09:12 Uhr

Hallo, ich kann dich gut verstehen,

genauso geht es mir ach, es wird sich nur gemeldet wenn sie was will,ansonsten mus ich mich melden...

Wenn ich sie anrufe um was zu klären,wird nur von ihren problemen erzählt,was ich erzähle ist völlig egal...

habe auch kein gutes verhältniss zu ihr,kann mit ihr auch nciht reden,das ist mittlerweile so,das ich nciht mal vertrauen habe,würde meinen sohn niemals zu ihr geben,so weit ist das schon.. es klingt hart,aber leider ist es so... muss auch dazu sagen hatte keine schöne kindheit,

wenn du magst können wir uns ja gerne weiter über nachrichten austauschen

lg

jasmin

Beitrag von badguy 29.01.10 - 09:48 Uhr

Warum sind Eltern so, wie Eltern sind?

Welches Selbstverständnis habe Eltern von sich, welches Verständnis von den Kindern?

Oder, wie charakterisiert sich die Eltern-Kind Beziehung?

Du bist vom Verhalten deiner Mutter enttäucht, du bist davon ausgegangen, dass Dinge, die dich freuen, automatisch auch deine Mutter freuen.

Dein Text hört sich so an, als würde deine Mutter mit deinen restlichen Geschwistern alleine Leben, ist das richtig?

Wenn dem so ist, überleg mal: Du hast einen Freund, führst eine Beziehung und du hast eine Wohnung für dich und deinen Freund alleine. Was hat deine Mutter? Ist bei deiner Mutter Urlaub mit den anderen Geschwistern drin?

Beitrag von persephone 29.01.10 - 10:20 Uhr

Naja, also ich seh das nicht ganz so pauschal...

Meiner Meinung nach sollten sich Eltern, auch wenn sie, was man ja betonen muss, aus eigener Entscheidung, viele "stressige Geschwisterchen" produzieren, anteil am Leben ALLER ihrer Kinder behalten.

Klar, hat man natürlich weniger Zeit, kann man ja auch jedem zugestehen, aber 2 Anrufe im Jahr, auf Kontaktversuche des eigenen Kindes nicht eingehen, und schwarzreden wo es nur geht, halte ich für keine besonders glückliche Perspektive, für seine kinder dazusein und alle, auf ihre Weise, gerecht und gleich zu behandeln, wie unterschiedlich die jeweiligen Bedürftnisse auch sein mögen.

Und ob die Mutter nun Urlaub hat, oder nicht, ist für mich kein Argument, schließlich ist sie aus freien Stücken Mutter dieser Kinder geworden und dürfte sich über die Konsequenzen klar gewesen sein...


Lg, Jana

Beitrag von badguy 29.01.10 - 10:42 Uhr

Ich kopier mal deinen Text rein, dann ist die Antwort was leichter...

Naja, also ich seh das nicht ganz so pauschal...

Was ist an meiner Antwort pauschal? Die Verfasserin beschreibt eine Situation und ich habe zwischen den Zeilen dazu geschrieben, dass sie mal überlegen soll, ob ihre Mutter eventuell missgünstig ist.

Meiner Meinung nach sollten sich Eltern, auch wenn sie, was man ja betonen muss, aus eigener Entscheidung, viele "stressige Geschwisterchen" produzieren, anteil am Leben ALLER ihrer Kinder behalten.

Da decken sich unsere Meinungen. Nur ist das so? Wenn dem so wäre, gäbe es eine Menge Eltern-Kind-Konflikte weniger.

Klar, hat man natürlich weniger Zeit, kann man ja auch jedem zugestehen, aber 2 Anrufe im Jahr, auf Kontaktversuche des eigenen Kindes nicht eingehen, und schwarzreden wo es nur geht, halte ich für keine besonders glückliche Perspektive, für seine kinder dazusein und alle, auf ihre Weise, gerecht und gleich zu behandeln, wie unterschiedlich die jeweiligen Bedürftnisse auch sein mögen.

Ja klar Jana, so sollte es sein, so ist es aber doch nicht!!! Du hast ne Idealvorstellung, diese Idealvorstellung besagt doch nichts anderes, als das das Eltern-erwachsenes Kind Verhältnis von gegenseitigem REspekt geprägt sein sollte. Respekt und Achtung vor dem Leben des Anderen.

Und ob die Mutter nun Urlaub hat, oder nicht, ist für mich kein Argument, schließlich ist sie aus freien Stücken Mutter dieser Kinder geworden und dürfte sich über die Konsequenzen klar gewesen sein...

Für dich kein Argument, für mich auch nicht. Jetzt verlass aber doch einfach mal den Punkt, wo du deine Meinung als Maßstab setzt und dann wirst du sehen, dass gar nichts selbstverständlich ist.

Kleines Beispiel: Ich lebe seit 7 Jahren getrennt, zahle Unterhalt für zwei Kinder und habe definitiv keine Kohle, um mit meinen Kids in Urlaub zu fahren. Trotzdem freue ich mich von ganzem Herzen für sie, wenn sie mit meiner Ex in Urlaub fahren. Ich weiß, die Beiden freuen sich und mir geht es gut, wenn es den Beiden gut geht.

LG Volker

Lg, Jana

Beitrag von persephone 29.01.10 - 11:00 Uhr

Hallo.

Also ich werd nur einen Teil reinkopieren, sonst wird mir das zu kompliziert ;-)

Was soll man den in einer öffentlichen Plattform, die ja ansich skurril genug ist, anderes tun, als an den, wie Du es nennst, "Idealvorstellungen" festzuhalten, die man selbst, sowohl als Elternteil, wie auch als Kind in einer Eltern-Kind Beziehung, auch privat umzusetzen versucht?!

Wenn ich mich dahingehend äußere, tu ich das mitunter auch nur zu dem Zweck, Menschen über ihre sozialen "Verpflichtungen" und die sozialen "Verpflichtungen" anderer Menschen ihnen gegenüber zu informieren. Ich denke, die meisten Menschen, die hier Probleme formulieren, haben schlicht und ergreifend oft nicht die Kenntnis oder das Bewusstsein, wie eine beziehung zwischen zwei sich nahe stehenden Menschen (zumindest) sein sollte. Ohne dieses Bewusstsein fehlen ihnen oft die Anlagen, aus diesem Wissen heraus die richtigen Schlüsse zu ziehen, bezogen auf sich selbst und ihre Umwelt.

Heisst natürlich nicht, das die jeweiligen Gegenparts (in diesem Falle die Mutter) empfänglich für etwaige Kritik sind, und konstruktiv damit umgehen können. Aber es hilft vielleicht, der Betroffenen Person zu ermöglichen, aufgrund ihres Bewusstseins für ihre Lage, irgendwann eine Entscheidung zu treffen.

Das die Welt nicht rosarot ist, vor allem in der eigenen Familie, das weiss ich gut. Und das das nicht selbstverständlich ist, weiss ich genau so gut.

ABER: Wenn die Ausgangslage so scheisse ist, und man keine gemeinsame Basis finden kann, muss man irgendwann lernen, jenes zu akzeptieren und sich emotional eine Grenze zu setzen, bevor man sich aufgrund ungestillter Bedürftnisse in eine noch unglücklichere Situation begibt. Und ich denke, dass das Ganze mit etwas Reflektionsvermögen besser gelingt.

Nun zur Zitiererei ;-)

"Kleines Beispiel: Ich lebe seit 7 Jahren getrennt, zahle Unterhalt für zwei Kinder und habe definitiv keine Kohle, um mit meinen Kids in Urlaub zu fahren. Trotzdem freue ich mich von ganzem Herzen für sie, wenn sie mit meiner Ex in Urlaub fahren. Ich weiß, die Beiden freuen sich und mir geht es gut, wenn es den Beiden gut geht. "

Das halte ich für ein nobles Motiv. Dir sind deine Kinder und ihr Wohlergehen wichtiger, als Dein Klammern an eine Wunsch- (Ideal-)vorstellung. Aus diesem Grund schaffst Du es dann auch, Dich für sie auf ehrliche Art und Weise zu freuen, was Deinen Kindern wiederum ein positives Gefühl vermittelt, welches dann ja auch positiv auf Dich sebst zurückfällt.

So sollte es sein ;-)


Lg, Jana


Beitrag von strawberry1991 29.01.10 - 11:05 Uhr

Meine Mutter hat wieder einen Mann schon seit über 5 Jahren!!! Sie könnten in den Urlaub fahren wenn sie sparen ( was sie tun) und ich muss auch auf einem menge verzichten um in den urlaub fahren zu können!

Beitrag von badguy 29.01.10 - 11:37 Uhr

Was denkst du denn, warum deine Mutter so sein könnte?

Ich denke, sie wird deinen Verzicht nicht als solchen erkennen, sondern sagt ja, dass sie das nicht so toll findet.