So, jetzt habe ich mal einen Durchhänger .....

Archiv des urbia-Forums Frühchen.

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von mausmadam 29.01.10 - 02:48 Uhr

Unsere Zwillis kamen bei 36+0, allerdings war das Mädel nicht so weit entwickelt und kam direkt auf Frühchenintensiv.
Sie nahm nicht zu und konnte anfangs die Tempi nicht halten, ausserdem hatte die Herzfrequenzabfälle etc

Dem Jungen gings gut, er wog über 3 kg und kam direkt zu uns auf Station

Also pendelte ich - und das mit Kaiserschnitt! - die Tage danach dauernd zwischen Wöchnerinnenstation und Frühchenstation, meinen Sohn nahm ich immer mit zur Frühchenstation und liess die beiden kuscheln

Das war super anstrengend, zumal eine der Schwestern wirklich ein Drache war, nichts konnte ich richtig machen. Mir gings selber nicht gut, ich bin 7 Stunden nach dem KS aufgestanden ud hatte wirklich noch tagelang heftige Schmerzen, trotzdem saß ich stundenlang dort auf dem Stuhl und habe dort beide Kiddies versorgt, alleine!

Als einmal beide geschrien haben vor Hunger, hat mir auch keine der Schwestern geholfen, ich fühlte mich in der Situation echt an meine Grenzen.

Als wir zu Hause waren, wollte das Mädel auch nicht zunehmen und wir mussten sie richtig peppeln, aber dann nahm sie auch endlich gut zu.
Die beiden sind jetzt 2,5 Monate alt und haben einen Gewichtsunterschied von knapp 1,5 kg.

Beim Jungen wurde festgestellt, dass er eine Lippenspalte hat.

Ausserdem waren die Hörscreenings auf dem linken Ohr auffällig und nach 4 Tests wissen wir, dass er auf dem linken Ohr wohl nicht oder kaum hört.

Bei der letzten Untersuchung kam aber noch heraus, dass auf dem rechten Ohr die Werte auch schlechter wurden :-(

Die Gehörgänge sind frei.

Jetzt muss er Ende Februar wieder zu dem Spezialarzt (60 km von hier!), mus dort kurz schlafen und bekommt einen Hörtest zusammen mit einem EEG.
Ich habe solche Ansgt, dass er taub wird :-(

Ende April muss er dann für 10 Tage in die Uniklinik, dort wird die Lippenspalte operiert.
Davor habe ich auch große Angst. Es ist schlimm, sein Kind in fremde Hände geben zu müssen :-(
Und dann die Zeit im Krankenhaus, ich hab doch noch meine beiden Töchter und mein Mann hat nur 1 Woche Urlaub, wie soll ich das alles bloss schaffen :-(

Mein Kleiner tut mir so leid, er hat soviel vor sich :-(

Könnte heulen ...


Habt ihr auch manchmal solche Phasen? :-(

Beitrag von leahmaus 29.01.10 - 07:33 Uhr

Hi Du,

ich weiss wie du dich fühlst!
man funktioniert einfach nur u will stark sein für die Kiddis.

Bei mir war es auch so!

Habe meine Tochter am 30.12.09 in der 32+2 entbunden.
Auch per Ks.
Nach 4Tagen bin ich freiwillig aus dem Kh gegangen,weil ich auch noch ne 3,5Jährige Tochter zu Hause habe!
Tja,und somit fing der Stress dann bei mir an.

Bin 3x am Tag ins Kh zu der kleinen gefahren.
Meine Tochter war in der Zeit bei der Oma oder halt beim Papa.
Dann kam noch hinzu,dass wir die kinderzimmer neu renoviert hatten.
Und ich habe mir dann noch ne starke Lungenentzündung eingefangen,weil ich mich nach dem Ks nicht erholt habe!(wie denn auch).

So,jetzt ist Hanna seit 1Woche zu Hause u so langsam kehrt hier weider ein normaler Alltag ein....

Aber ich habe auch viel viel geweint....
Weil ich es meiner kleinen Tochter gerecht machen wollte u natürlich der grossen,die Daheim sass u nicht zu ihrer kleinen Schwester durfte.

Habe bis jetzt auch noch dran zu knacken u schnell vergessen werde bzw kann ich es nicht.
Man hat einfach nur funktioniert!

Wünsche euch alles Gute u dass dein Sohn alles gut übersteht....

Stephie mit Lea und Hanna

Beitrag von jessie86 29.01.10 - 09:59 Uhr

Guten morgen!

So wie du dich fühlst ists völlig normal!

Ich habe zwar keine weiteren Kinder aber verstehe ganz genau wie eigentlich alle hier wie es einem dann geht.

Can wurde bei 27+3 mit 690gr geholt.Das war am 27.2.09.Ab dem 11.2.09 lag ich im KH.Einfach so wg Unterversorgung.(Ohman schon bald 1 jahr ists her)
Naja Can hatte viele viele schwierigkeiten und keiner wusste ob und wie er es schaffen würde.Letzteendlich wurden wir nach fast 6 monaten und 5 Op´S entlassen...
Ich weiss nicht wie ich diese Zeit überstanden habe...Ich hab so viel geweint,gebangt,gehofft usw usf.
Wir können von glück reden das es so gut ausgegangen ist und er heute eigentlich keine probleme mehr hat.
Es dauerte ewig bis wir von Alltag reden konnten.

Wir haben auch noch eine OP zu überstehen in März und dann ists hoffentlich ruhe.

Mir hat Urbia sehr viel geholfen...alle verstehen einem hier und auch wenn Mutti´s drauf antworten die nicht so ne Geschichte hatten tut es einfach gut die aufbauende worte zu hören.

Nimm dir ne Auszeit.Ich wurde vom KH gezwungen 1 tag zu nehmen aber auch nur weil ich krank war...
Die auszeit wird dir gut tun auch wenn du am anfang vll n schlechtes gewissen hast...

Ich wünsche euch viel glück#klee

lg jessie

Beitrag von gille112 29.01.10 - 21:34 Uhr

Hey Du, laß dich erst mal drücken!!Und ob ich solche Phasen habe.gerade gestern hätt ich nut heulen können, Hannah ist seit einer Woche so wahnsinnig anstrengend.Sie klebt an mir wie Kaugummi, weint sobald ich nur kurz das Zimmer verlasse und quengelt nur.
Ich habe auch Angst vor unserer Op im April/Mai, Lara tut mir auch so leid.
Wenn sie sich manchmal so anstrengt beim trinken und ganz stolz ist, wenn es klappt (dann lacht sie), und dann alles wieder erbricht könnt ich nur heulen.meine Maus tut mir auch so leid.
Aber wir sind eben Mamis!!!Und leiden mit!!!
Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit, und das die Hörtests net so schlimm sind.(also die Ergebnisse)

Alles Liebe, Gille#liebdrueck

Beitrag von ena-23 30.01.10 - 10:30 Uhr

Klar solche Phasen sind glaub ich ganz normal. Die hat jeder.
Leon kam in der 26 SSW und wir waren 11 Wochen auf Intensiv mit vielen hoch und tiefs.
Aber unsere Station war auch echt super die haben ein soviel beigebracht und waren echt lieb.

Ich kann dir auch nur empfehlen mal ein Tag Pause zu machen. Ich bin damals shoppen (war ganz schön teuer die Zeit) gefahren und das hat mir wieder kraft gegeben.
Hab dann schöne Sachen für Leon gekauft aber auch mir was gegönnt.

Jetzt ist die Zeit schon ein Jahr her. Leon wird in 10 Tagen 13 Monate.

Wir hatten auch das problem mit seinem linken ohr. Der test war immer negativ. Uns wurde aber gesagt das kann sich noch alles ändern da alles noch so winzig klein ist.

Haben dann noch im Kh eine Bera bekommen (grosser hörtest wo leon schlafen gelegt wurde) und auch da er hört nichts auf dem linken Ohr.

Zuhause ca. 8 Wochen nach der ersten Bera haben wir eine zweite gemacht und siehe da links konnte er 35% hören. Da war dann noch die sprsache vom hörgerät aber erstmal abwarten.

Dann kam nochmal 8-10 Wochen später die dritte Bera. Und Leon hört auf beiden Ohren zu 100%.

Das Ohr brauchte einfach Zeit.
Uns wurde gesagt es kann auch sein das das von der Magensonde/intubieren etc. kommen kann das sich da einfach schmodder abgesetzt hat und das jetzt weg ist.

Hoffe ich konnte dir etwas mut machen.

Hoffe bei deinem sohn verändert sich es auch noch zum positiven.

Drück dir ganz fest die daumen.

Beitrag von mausmadam 30.01.10 - 16:26 Uhr

Danke fürs Mut machen, aber die Gehörgange bei ihm sind frei und erweitert.
Wir hoffen trotzdem, dass es sich zum guten wendet.
Lg