eine frage zu lenk- und ruhezeiten...

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von mvtue 29.01.10 - 05:27 Uhr

hallo nochmal!

da ich grad total am kochen bin (siehe vorheriges posting) hab ich mal geguckt, wie sich das mit lenk- und ruhezeiten so in deutschland verhält, weil der chef meines mannes immer meint, er hätte ne ausnahmegenehmigung für seine fahrer (zur genauen erklärung: alle abschleppfahrer sind hauptberuflich in der firma als KFZmechatroniker angestellt und fahren zusätzlich einmal im monat notdienst. der abschleppfahrer muss von 9.00-18.00 normal in der werkstatt stehen und hat dann von 18.00-9.00 am nächsten morgen notdienstbereitschaft. also keine ruhezeiten, wenn einsätze kommen.)

jetzt hab ich das hier gefunden:

http://www.darmstadt.ihk24.de/produktmarken/standortpolitik/Verkehr/Anlagen/Ausnahmen_Lenk-_und_Ruhezeiten.pdf

bei punkt f stehen ja pannenhilfen.
gut, sind ausnahmen.

aber:
http://www.jurablogs.com/de/bersicht-der-lenk-und-ruhezeiten-nach-vo-eg-561-2006

demnach sind ja die ausnahmen zurückgenommen, oder sehe ich das falsch?
das war jedenfalls das aktuellste was ich gefunden hab...

versteht mich nicht falsch, aber nach dem bock von heute nacht reichts wirklich.

auch als arbeitgeber kann man sich nicht alles rausnehmen und die mitarbeiter ausnutzen. trotz wirtschaftskrise...

danke für eure hilfe...

lg

Beitrag von demy 29.01.10 - 09:52 Uhr

Hallo,
dein Mann darf gar nicht so beschäftigt werden.

Es ist gemäß Arbeitszeitgesetz unzulässig 24 Stunden ohne Ruhezeit durchzuarbeiten.

Der Chef hat die Möglichkeit entweder den Abschleppdienst, ODER den Dienst in der Werkstatt machen zu lassen, aber auf gar keinen Fall beides und ich würde beides auch nicht aktzeptieren und den Chef vor die Wahl stellen das eine ODER das andere.

Schaue dir mal das Arbeitszeitgesetz an.
http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/arbzg/gesamt.pdf

Sind nicht so viele Paragarphen, gehe mal in dich und prüfe ob der AG deines Mannes dieses Gesetz inklusive der Außnahmen einhält.

Mach dir nicht so viele gedanken wegen der Fortbildung,die würde er ja nur zahlen wenn er selber kündigt.
Ich würde als erstes den AG für die nicht Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes abmahnen und konsequent dann den Dienst in der Werkstatt einstellen um den Notfall Abschleppdienst nicht zu gefährden.

Gruß
Demy

Beitrag von vwpassat 29.01.10 - 10:43 Uhr

Seh ich ähnlich.

Es geht nur das eine oder das andere.

Beitrag von mvtue 29.01.10 - 12:42 Uhr

hallo demy!

vielen dank!

ja weist, ich bin ja immer die blöde, die nix weis. ich sag seit 4 jahren, dass das unzulässig ist und er die abschleppfahrer für die jeweilige woche vom werkstattdienst freistellen muss. meinetwegen dann halt den ganzen tag auf abruf, sind die beim ADAC ja auch, aber nicht werkstatt UND notdienst.

als er vor ner stunde(!!!!!!!) vom letzten einsatz reinkam, hat schon wieder das telefon geklingelt, er müsse raus, dann bin ich aber die wand hoch.
es sind noch 2 andere mit LKWführerschein in der werkstatt, alle ohne so ne 2 nächte in den knochen.

ich hatte dann den chef am telefon und meinte, dass wir heute um fünf rüberfahren und ich dann auf ein klärendes gespräch bestehe, weil die momentanen arbeitsbedingungen gesetzeswidrig sind und durch eine kündigung seitens meines mannes aufgrund dieser tatsachen auch von der rückzahlung der lehrganggebühren befreit, weil eine beschäftigung in dem fall nicht zumutbar ist.

mal gucken.

mehr als kündigen kann er ihn ja nicht, aber mein mann ist nicht dumm, arbeitet super und hat klasse bewertungen...da wird sich schon was finden...FALLS es zur kündigung kommt.

danke euch zwei!

lg

Beitrag von demy 29.01.10 - 13:13 Uhr

Hallo,
schreibe bitte später mal ein Feedback wie das Gespräch gelaufen ist.

Ich wie gesagt würde den AG ausschließlich vor die Wahl stellen, entweder der AG stellt den Werkstattdienst ein, oder den Abschleppdienst, wählt der AG nicht, würde ich es für ihn tun.

Gruß
Demy

Beitrag von mvtue 29.01.10 - 13:41 Uhr

ja, das mach ich!

gut, wenn er zickt, bleibt nur die kündigung, aber wir müssen uns vorher noch wegen dem knebelvertrag beraten lassen.

die kosten können wir einfach nicht abstottern. da geht ein gehalt im monat komplett drauf...

wenn von der seite alles klar ist und der vertrag durch die bedingungen ungültig ist, dann wird er kündigen.

lg

Beitrag von demy 29.01.10 - 16:05 Uhr

Hallo,
er muss doch gar nicht kündigen und das würde ich auch nicht.

Er muss sich nur durchsetzen das zu machen was auch rechtmäßig ist und was ich jetzt schon zum 3. mal schreibe, nämlich nur eins von beiden, entweder Abschleppdienst ODER Werkstattdienst.
Nicht diskutieren lassen und Ende, einfach vor vollendete Tatsachen stellen und auch zu einem von beiden nicht erscheinen.

Soll heißen, macht er den Abschleppdienst, dann teilt er dem Chef anschließend mit dass er zum Werkstattdienst nicht erscheinen wird und macht das dann auch nicht.
Punkt aus Ende.

Ist doch gar nicht so schwer oder?

Gruß
Demy