Welcher Geburtsvorgang ist schonender?

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von werdendemami1987 29.01.10 - 09:08 Uhr

Hallo an alle Muttis und solche die es noch werden!

Ich habe da mal eine Frage! Was glaubt ihr?
Ist eine normale Geburt oder ein Ks für den Körper der Frau besser?
Ich meine eine natürliche Geburt... wie es ja schon heißt ist ja natürlich.. Aber mit Dammriss- schnitt und Blasensenkung im Alter .. was man da alles hört!
Wie sieht es eigentlich beim Ks aus?
Ich meine das ist ja ein richtige OP!
Also ich wenn es mir aussuchen könnte würde ich mich für die normale Geburt entscheiden!
Ihr?

Beitrag von .manduca. 29.01.10 - 09:14 Uhr

Hallo

Natürlich die Normale Geburt,

Beitrag von bine3002 29.01.10 - 09:17 Uhr

Ich denke, dass deine Fragen sehr medizinisch klingt. Eine Geburt ist aber nicht nur ein medizinischer Eingriff (für mich ist sie noch nicht einmal das), sondern hat auch große Auswirkungen auf die Psyche und da ist, wenn Du mich fragst, eine natürliche Geburt auf jeden Fall besser. Für mich zumindest. Ich kann dir auch sagen warum:
Ich konnte mein Kind von der ersten Minute an selbst versorgen. Ich brauchte keine Hilfe beim Aufstehen (nur direkt nach der Geburt war ich etwas "steif"). Ich hatte kaum Schmerzen (nur ein wenig Muskelkater im Beckenboden, aber das war OK). Mir ging es super. Ich war 3 Stunden nach der Geburt zu Hause, hatte mein eigenes Klo, meine eigene Dusche, meine Familie und eine leckere Thunfischpizza. Mir ging es prima. Und das wäre nach einem Kaiserschnitt ganz sicher nicht so gewesen. Schon allein der Krankenhausaufenthalt hätte mich genervt.

Die Sache mit der Blasensenkung, die Du ansprichst, ist übrigens eher ein Problem des geschwächten Beckenbodens. Dieser wird aber schon während der Schwangerschaft arg strapaziert (einfach weil mehr Gewicht als üblich darauf lastet). Und deswegen muss man ihn so oder so trainieren, um eben keine Probleme mit Inkontinenz zu bekommen.

Beitrag von anom83 29.01.10 - 09:22 Uhr

Hallo,

auf jeden Fall bin ich für eine natürliche Geburt, es sei denn es liegt eine medizinische Indikation vor.

Dammrisse bzw. -schnitte machen in der Regel auch nicht mehr Schwierigkeiten als die Narbe eines KS. Und gegen Blasensenkungen etc. gibts ja die RüBi. Viele ältere Frauen haben Blasensenkungen, das ist schon richtig, das liegt aber daran, dass es damals noch keine Rückbildungsgymnastig gab, oder wenn es sie gab, dann nicht Ernst genommen wurde.

Aber mal abgesehen von der Frau ist eine natürliche Geburt auch für das Baby eine wichtige Vorbereitung auf das Leben. Bei einem KS wird der Krümel völlig unvorbereitet aus dem Bauch "gerissen". Deswegen haben viele der Babys auch Anpassungsschwierigkeiten.

Also, ich glaube meine Meinung hab ich deutlich gemacht ;-)

LG und alles Gute

Mona

Beitrag von nadine1013 29.01.10 - 09:35 Uhr

Ich habe meine Tochter normal entbunden und kann mir nichts anderes vorstellen. Ein KS aus medizinischen Gründen - okay, aber sonst niemals!

Die Natur hat sich schon etwas dabei gedacht und da sich seit Jahrtausenden nichts daran geändert hat, ist es wohl auch gut so.

Hab ich grad gestern gehört: "Wenn Gott gewollt hätte, dass die Frauen einen Reißverschluss haben, hätte er ihnen einen gegeben!"

Nein, im Ernst, ne Freundin von mir hatte wochenlang Probleme nach ihrem KS und die Narbe - fürchterlich!

Was einen Dammschnitt angeht - ich merke nichts davon und es war überhaupt nicht schlimm.

Beitrag von wurmologin 29.01.10 - 10:43 Uhr

hi,

mein Körper ist dazu gemacht, ein Kind zu gebären und nicht dazu aufgeschnitten zu werden...

zur Blasensenkung - das sind eher nachwirkungen der Schwangerschaft als Resultate der Geburtsform. 9 Monate Hormone, und das Gewicht von gebärmutter und Kind belasten den Beckenboden nahchaltig. Daher sollte man immer auf gute Rückbildung achten!

Beitrag von anyca 29.01.10 - 12:12 Uhr

Dammriß ist natürlich nicht super angenehm, aber bei KS-Narben haben hier schon einige geschrieben, daß der Bauch hinterher teilweise taub blieb o.ä.

Beitrag von madcat 29.01.10 - 13:58 Uhr

Ich hatte vor 14 Mon. einen geplanten KS. Würd ich nicht mehr freiwillig machen.
Ich hatte die ersten 2-3 Tage echte Schmerzen, und nach einigen Tageneine Nervenentzünund. Die Narbe sieh sch... aus und macht jetzt noch Probleme. Im Nachhinein sag ich: Ich hätte sooooo gerne eine natürliche Geburt erlebt.
Am Sonntag durfte ich das. War bei der Entindung meiner besten Freundin dabei.
Um 6 Uhr Blasensprung und Wehen, 7 Uhr Krankenhaus Mumu 3 cm, 7.30 Uhr Mumu vollständig, 8.27 Baby geboren.

Nur kleiner Dammriss den sie nie wirklich schlimm gespürt hat. Si war am Montag schon wieder zuhause und sagt das war ein krasses Erlebnis aber das schönste überhaupt.

Also anhand von diesem Beispiel: DEFINTIV die natürliche Geburt!!!!!!!!!!!!

Beitrag von nisivogel2604 29.01.10 - 14:26 Uhr

Die normale Geburt ist schonender.

Beim Kaiserschnitt ist die Chance das du später Inkontinent wirst fast genau so groß (Der Unterschied beträgt ca 4%) da der Beckenboden nicht durch die Geburt leidet sondern durch die Schwangerschaft. Wenn man danach an seinem Beckenboden arbeitet wird man später auch nicht Inkontinent nur weil man ein Kind bekommen hat.

Mir war der Dammschnitt und meine 3 Risse lieber als meine Kaiserschnittnarbe.

Ich würde mich IMMER für die spontane Geburt entscheiden.

LG

Beitrag von diamant78 29.01.10 - 19:33 Uhr

Hallo,

ich habe bisher nur "normal" entbunden und beide Male war eine Hausgeburt, bei der ich weder gerissen bin noch geschnitten wurde (wird überhaupt nicht gemacht).

Für mich würde immer wieder NUR eine normale Geburt - also ohne irgendwelche Hilfsmittel wie KS in Frage kommen, denn da kenne ich wesentlich mehr Frauen mit Problemen wie Vernarbungen, keine Gespür in Bauch etc.

Ich habe nach beiden Geburten bis jetzt keine Probleme mit Inkontinenz.

Ganz wichtig - das denke ist, ist die richtige Geburtshilfe einer Hebamme, die wirklich im Sinne der Frau und Ihrer Gesundheit und des Babys entscheidet und nicht nacht irgend einem Krankenhaus Schema. Ich denke viele Frauen könnten so einiges im KH erspart bleiben, wenn die richtige Geburtshilfe angewandt wird und nicht immer gleich geschnitten, Saugglocke etc. eingesetzt wird, denn wirkt sich oft negativ auf den weiteren Geburtsverlauf aus.

Für mich ganz klar - die normale Geburt.

LG

Beitrag von mebsi2010 29.01.10 - 21:14 Uhr

Also ich hatte gerade einen Kaiserschnitt, ging nicht anders, die Kleine rutschte einfach nicht ins Becken:-(

Ich kann Dir sagen, schonend ist daran absolut nichts. Nach der OP bist Du unten rum noch komplett taub, aber dann kommts. Wenn die Narkose nachlässt. kommen die Schmerzen. Dagegen bekommt man was, was die Schmerzen aber allenfalls abdämpft. Naja ich will nicht zu viel erzählen
Jedenfalls ist es jetzt drei Wochen her und ich werde noch lange damit zu tun haben und kann nicht alles tun, was eine natürlich entbundene Frau tun kann nach dieser Zeit. Es ist eine große Bauch-OP und die Beschwerden sind nach der Entlassung nicht weg, wie es in Sendungen wie "Mein Baby" immer propagiert wird.

Beitrag von tweety111 29.01.10 - 21:20 Uhr

Ich hatte vor 6 Wochen nen KS (Kind is nich ins Becken gerutscht und Fruchtblase is geplatzt) und vom Eingriff her fand ich alles nich so schlimm.

Die OP war nachmittags und am nächsten Morgen stand ich schon wieder auf den Beinen. Hab so gut wie keine Schmerzmittel gebraucht. Aber jeder hat da n anderes Schmerzempfinden.

Im Nachhinein bin ich nur traurig dass ich nich mitreden kann wenns um Normalgeburten geht #schmoll.

Beitrag von minnie85 30.01.10 - 12:36 Uhr

Hi,

falls alles normal ist, ist eine Spontangeburt für die Mutter risikoärmer (Sterblichkeit beim KS ist ca.6-fach höher als bei normaler Geburt!), auch was Spätfolgen angeht. In Studien kam heraus, dass eine Senkung im Alter unabhängig von einer Geburt stattfindet und eher Veranlagung und individuelles Training ist.

Für das Kind ist auch die Spontangeburt einfacher und gesünder.

Ich habe ein Kind per KS, eines normal bekommen. Der KS ist schmerzhafter und einfach nicht dasselbe. Bei der Spontangeburt war ich selbstbestimmt, wurde nirgends "festgebunden" und mein Kind und ich waren von Anfang an zusammen. Ich hatte einen Dammriss, den habe ich nach 2 Tagen schon nicht mehr gemerkt...ich habe nach 3 Wochen wieder etwas Sport gemacht, nach KS dauerte das 12 Wochen, Schmerzen hatte ich genauso lange immer wieder. Meine Narbe ist bis heute taub.

Ich kann nur die Bücher "Die selbstbestimmte Geburt", "Risiko Kaiserschnitt" und "Der Kaiserschnitt hat kein Gesicht" empfehlen, die sind sehr, sehr gut und fachlich korrekt.

Beitrag von mumpi08 31.01.10 - 16:30 Uhr

Hallo,

ich bin eine Erstgebärende und noch ganz am Anfang meiner Schwangerschaft. Aus Erfahrung kann ich also nicht berichten.
Mein Wunsch ist, mein Baby auf natürlichem Weg zu bekommen und am Liebsten noch nichtmal im Krankenhaus, sondern zu Hause oder im Geburtshaus (kommt auf meine Wohnsituation zum Zeitpunkt der Geburt an :-p)
"Schonend" ist eine Geburt wahrscheinlich nie so wirklich.
Ich betrachte die Geburt allerdings überhaupt nicht medizinisch, solange ich es nicht muss (sollte es bei mir schon im Vorfeld klar sein, dass es Komplikationen geben wird, werde ich wohl auch die medizinische Seite bedenken müssen).
Versteht sich ja dann fast von selbst, dass ich einen KS möglichst nicht haben möchte.
Habe auch bis jetzt keine positiven Geschichten darüber gehört.
Bei den Notkaiserschnitten von Bekannten lief das Ganze auf Grund der Notsituation eher wie beim Metzger ab, also nix mit "schonend" und kleiner Narbe.
Psychologisch ist der Geburtsvorgang ja auch wichtig, für Mutter und Kind. Man er-lebt ja nur dann richtig wie man zu Mutter und Kind wird, in dem man sich langsam körperlich voneinander trennt (immerhin war man neun Monate mit einander verbunden und untrennbar vereint, da ist es doch einfach widernatürlich innerhalb von 10 Minuten auseinandergeschnippelt zu werden).
Außerdem kann man sein Kind bei einem Kaiserschnitt nicht sofort in die Arme schließen (man ist häufig fixiert, hat überall Schläuche, der grüne Vorhang geht einem bis zum Hals).
Für mich ist ein KS eine absolute Horrorvorstellung.

Ich kann Frauen verstehen, die sich für einen KS entscheiden weil sie schreckliche Angst vor den Geburtsschmerzen haben und sich psychisch nicht in der Lage fühlen das durchzustehen, aber ich befürchte, dass es Frauen gibt, die den Vorgang eines KS nicht wirklich zu Ende denken und sich deswegen leichtfertig dafür entscheiden einen KS auf Wunsch durchführen zu lassen. Damit möchte ich natürlich niemandem zu Nahe treten, es ist definitiv nur meine Vermutung!

Ich selbst kann auch noch nicht einschätzen, ob ich nicht auch Angst vor der Geburt entwickeln werde. Aber im Moment kann ich mir das absolut nicht vorstellen.

Ganz liebe Grüße

Mumpi mit #ei (7+3)