Mache mir Gedanken übers Stillen

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Forum: Baby-Vorbereitung

Die Zeit vor der Geburt ist die Zeit des Nestbauens. Hier könnt ihr gemeinsam überlegen, wie ihr das Kinderzimmer einrichten möchtet, wo das Baby schlafen soll, welche Kleidungsstücke in die Erstausstattung gehören und vieles mehr... 

Beitrag von spatzl778 29.01.10 - 10:12 Uhr

Hallo guten Morgen zusammen,

seit ein paar Wochen beschäftigt mich das Thema Stillen ziemlich.

Viele Schwangere sagen ja, sie wollen unbedingt und so lange es geht stillen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das möchte - aus verschiedenen, teils egoistischen Gründen.

Dafür spricht meiner Meinung nach:
- ist das Beste fürs Baby wegen Nährstoffen etc.
- kostet nix
- immer Verfügbar, weniger schlepperei
- immer richtig temperiert etc.
- für mich selbst: GM zieht sich schneller wieder zusammen, angeblich schnellerer Gewichtsverlust
- und andere bekannten Vorteile

Aber ich überlege die ganze Zeit, dass ich damit ja extrem "angebunden" bin - nicht falsch verstehen... Ich bin nebenberuflich selbstständige Nageldesignerin, da kann ich ja während einer Behandlung nicht eben mal stillen. Ich könnte aber ja abpumpen.
Und dann ist es so, dass ich mir einen gewissen "Freiraum" erhalten will - wo ich eben auch mal Zeit für mich habe, oder mal nen Tag lang Dinge auch ohne Kind erledigen kann und die Kleine bei ihrem Papa lass.

Bin ich ne schlechte Mutter, weil ich solche "egoistischen" Gedanken habe? Für mich würde es auch nicht in Frage kommen, mich in der "Öffentlichkeit" irgendwo hinzusetzen und zu stillen.

Würde mich mal interessieren, wie ihr das hier seht...

LG
Sabine & Bauchmaus (22+5)

Beitrag von rmwib 29.01.10 - 10:21 Uhr

HUHU

um ehrlich zu sein finde ich das ein wenig egoistisch, ja ;-) Aber Du hast ja noch Zeit, vorher hab ich das auch alles anders gesehen. Ich hab ganz kontroverse Gedanken zu dem Thema gehabt und war mir eigentlich zum Ende der Schwangerschaft fast sicher, gar nicht stillen zu wollen. Als er dann da war gab es gar keine Frage dazu, sie haben ihn mir noch im Kreißsaal an die Brust gelegt und das war alles ganz normal, natürlich und hat sich einfach richtig angefühlt.

Ich sag mal so, wenn man die Möglichkeit hat, seinem Kind diese Milch zu geben dann find ich es komisch das nicht zu tun, vor allem wenn der Grund ist, sich selber Freiräume zu erhalten. Man hat die Babyzeit sowieso keine Freiräume bzw. wenig, egal ob man stillt oder flascht. Und man hat sich doch auch nicht für ein Kind entschieden um dann davor zu flüchten oder doch #schein

Ich finde die kurze Zeit, die das Kind so klein ist kann man seine eigenen Bedürfnisse ruhig mal ein wenig hinten anstellen um dem Kind den besten Start zu ermöglichen. Aber das muss jeder selbst entscheiden, das ist ja nicht nur im Bezug aufs Stillen sondern auch auf viele andere Dinge im Umgang mit dem Kind bezogen und manche Menschen sind eben wenig kompromissbereit. Ich finde immer, wer viel erwartet muss auch bereit sein viel zu geben ;-)

GLG

Beitrag von spatzl778 29.01.10 - 10:47 Uhr

Ja, ich weiß ja, dass es egoistisch ist :-(

Ich hab mich ja auch nicht entschieden, aber ich grüble halt ziemlich viel drüber nach.

Meine Cousine hatte sich damals ganz klar gegen das Stillen entschieden, ich weiß aber nicht mehr, warum.

Da ich selbst unter Neurodermitis im Gesicht und diversen Allergien leide, denke ich eben auch, dass hier Stillen ganz gut wäre - wobei ich wurde fast 9 Monate gestillt und hab die Allergien trotzdem ;-)

Bitte nicht verurteilen wegen meinen Gedankengängen...

LG
Sabine

Beitrag von rmwib 29.01.10 - 13:54 Uhr

Ich verurteile das gar nicht, hab selber vorher auch viel nachgedacht. Beim nächsten Mal ist es einfacher für mich, jetzt wo ich weiß wie es ist ;-) Lass das ganz entspannt auf Dich zukommen, genieß erstmal die Schwangerschaft und der Rest findet sich schon dann ;-)

Beitrag von superschatz 29.01.10 - 10:23 Uhr

Hallo,

ich würde mich mit diesen Gedanken jetzt noch nicht unter Druck setzen und einfach erstmal abwarten. Du hast noch einige Wochen Schwangerschaft vor dir. Letztendlich musst du dich erst nach der Geburt entscheiden. Wer weiß, vielleicht gibt es nach der Geburt plötzlich gar keinen anderen Gedanken, als stillen zu wollen. :-D

Ich habe mir die ganze Schwangerschaft immer gesagt, dass ich unbedingt stillen will und was war? Ich konnte nicht. #schmoll Ich habe dann 2 Wochen abgepumpt, zusätzlich Pre-Nahrung und bin dann ganz aufs Fläschchen umgestiegen. Und ich war sehr enttäuscht, irgendwie gab es gar nichts anderes für mich als Stillen.

LG
Superschatz
http://www.erdnuss-flip.de

Beitrag von thiui 29.01.10 - 10:31 Uhr

wenn wir schon bei egoistischen beweggruenden sind: wie sieht's mti deinem brustkrebsrisiko aus? das reduziert sich bei frauen, die stillen naemlich.
da lohnt es sich eventuiell auch mal ein paar monate angebunden zu sein.

du sagtest ja selber, dass man ja auch abpumpen kann, das habe ich lange gemacht und solange du eine wirklich gute pumpe hast (die kann man sich ja verschreiben lassen, oder mieten) geht das total gut.

probier's doch einfach (ich weurde dir raten, dir eine hebamme zu suchen, die sich mit stilloen gut auskennt, am anfang kann es ien bisschen kniffelig sein, bis man den dreh raus hat) und schau wie du klar kommst. selbst wenn du nicht lange stillst, jeder tag den dien kind gestillt wird, ist auch gut fuer euch.

lg, siiri!

lg, siiri!

Beitrag von mysterya 29.01.10 - 10:40 Uhr

Weißt du ich glaube Du stellst Dir das ein bisschen zu einfach vor, von wegen Freiraum erhalten und mal nen Tag zu Papa.

Es ist eben ein Baby, keine Blumenvase, die man mal wem in die Hände drückt. Babys funktionieren auch nicht so, wie man das gerne hätte oder sich vorstellt.

Gerade im ersten Jahr wirst Du viel zurück stecken müssen. Du kannst nicht erwarten, dass das Baby Verständnis für deine Selbstständige Tätigkeit aufbringt.

Das wird so bestimmt nicht funktionieren bzw. nur wenn du ein ganz liebes Kind hast und ihr beide dass schonend vorbereitet und ganz klaren Strukturen folgt.


Aber das wirst Du schon noch merken, wenn es soweit ist.

Ich habe gestillt,würde es immer wieder tun. Finde es prima und würde jedem dazu raten.


Aber wenn Du ganz grundsätzliche zweifel hast und nicht dahinter stehst. Es dir im tiefsten deines Herzen eigentlich doch nicht vorstellen kannst und dieses und jenes nicht willst, dann ist Stillen vielelicht wirklich nichts für Dich.

Stillen funktioniert gerade am Anfang nur mit sehr viel Geduld und man braucht den absoluten Willen dazu. Es ist am Anfang schwieriger, als wenn man dem Kind einfach die Flasche in den Mund drückt.

Wenn es aber erstmal klappt, hat man nur Vorteile dadurch und dann ist es wiederum viel besser und einfacher als Flasche geben. Es sei denn Du weißt wirklich jetzt schon, dass Du ein Großteil der Stillzeit nur mit Abpumpen zubringen willst. Meiner Erfahrung nach machen das die wenigsten Mütter lange. Es gibt auch nicht wenige Frauen bei denen die Milch am Gerät nicht so fließen will, wie beim Baby. Es gibt Frauen, die können nicht abpumpen. Gut, dass sind die wenigsten, aber ich wollte es nur mal sagen. Mich betrifft das zum Beispiel.

Ich würde einfach sagen, dass Du die Sache auf dich zukommen lässt, über beides nachdenkst und wenn dann das Baby da ist, dann tust du einfach das was dein gefühl dir sagt.

Ich würde dir raten, das mit dem stillen erstmal zu versuchen. Aufhören kann man ja immernoch, wenn es einem nicht gefällt.

Am Anfang hatte ich auch Bedenken in der Öffentlichkeit zu stillen. Dann habe ich festgestellt das es halb so wild ist. In jedem Einkaufscenter gibt es Wickelräume mit nem Stuhl wo man ungestört stillen kann und wenn es so etwas nicht gibt, dann geht man einfach in das nächste beste geschäft mit Umkleidekabine, zieht zu, setzt sich auf den Hocker und stillt. Situationen, wo ich sichtabr gestillt habe, blieben eher die Ausnahme undich habe 11 Monate gestillt. Darüber hinaus war es mir bald auch nicht emhr peinlich mich auf eine Bank zu setzen. Man kann sehr diskret stillen, sodass man von der Brust prakisch gar nichts sieht. Das Kind verdeckt eh den größen Teil. Oft ist es den Menschen überhaupt nicht aufgefallen, dass ich gestillt habe.

Es war sehr unproblematisch und überhaupt nicht anzüglich. Und man denkt sich dabei viel mehr, als es dann in Wirklichkeit ist.

Obwohl ich auch sagen muss, dass ich die Atmosphäre eines Nagelstudios allein von der Luft her, auch nicht für die richtige Umgebung eines Babys halte.

Wofür du dich auch entscheidest.

Alles Gute!

Beitrag von spatzl778 29.01.10 - 10:58 Uhr

Ich habe viele Kinder um mich herum, so dass ich weiß, dass ich ein Kind nicht abstellen kann wie eine Blumenvase - das möchte ich ja auch gar nicht. Sonst bräuchte ich ja kein Kind bekommen. Es geht mir halt auch darum, den Papa von Anfang an möglichst viel mit einzubeziehen, und ich würde mein Kind auch nicht irgendjemandem anvertrauen die erste Zeit - dazu freue ich mich viel zu sehr auf die Maus - und mein Mann wird nach der Geburt gute 7 Wochen zuhause sein, damit wir uns gemeinsam an die neue Situation gewöhnen können.

Mich beschäftigt das Thema halt. Und meine Schwester, die unbedingt stillen wollte, hat so ein Gezether gehabt damit, dass mich das schon etwas abgeschreckt hat. Ihre Kleine kam letzten September zur Welt.

Aber lieben Dank für Deine Meinung :-)

LG
Sabine

Beitrag von mysterya 29.01.10 - 12:09 Uhr

Ja, das war auch nicht bös gemeint. Ich habe auch so ähnlich gedacht als ich schwanger war und festgestellt, dass es überhaupt nicht ging. Ich wollte auch mal mich auf mich konzentrieren, bissl mal was für die Uni machen zwischendurch.... Am Ende habe ich mich das erste mal wieder mit der Uni beschäftigt, da war Julie ein Jahr! *lol* Okay, es mag daran gelegen, dass sich ihr Vater als nicht so fürsorglich entpupt hat, wie ich gedacht habe und dass ich dann seit sie 8 Monate war alleine weiter gemacht habe.

Aber Babys sind grundlegend sehr Mama-fixiert. Höchstwahrscheinlich wird es dich für alles Mögliche wollen, auch wenn Papa sich größte Mühe gibt. Darüber jammern viele Muttis im Baby und Kleinkindforum.

Wenn ein baby sich in den Kopf gesetzt hat Mama zu wollen, ist es eigentlich unmöglich es von papa zu überzeugen. Es sei denn man geht wirklich, drückt das Kind Papa in die Hand, aber der hat dann den ganzen Stress von wegen Kind beruhigen...

Naja ihr werdet das schon machen.

Und wegen deiner Schwester. Lass dich nicht verunsichern. Das kann sehr unterschiedlich sein. Manche Frauen geben beim ersten Kind die Flasche, beim zwiten stillen sie... Das kommt immer drauf an, wie es wird.

Es gibt kinder, die machen beim stillen nicht so gut mit. Manche Mütter haben schlimme Schmerzen und Entzündungen dabei. Aber all das muss auch überhaupt nicht sein. Bissl Milchstau und ziepen ist normal, aber das kommt dir nach ner Geburt sowieso wie nix vor.


Mach dich nicht verrückt. Es wird sowieso alles ganz anders als du es planst oder denkst. Lass es einfach auf dich zukommen.

Wer weiß, vielleicht stillst Du ja doch abld begeistert und ohne große Probleme!

Denk positiv!



Beitrag von mias.engel 29.01.10 - 15:52 Uhr

Ich finde du hast vergessen zu erwähnen, dass es auch Kinder gibt, die die Flasche verweigern.

Beitrag von februarmama2005 29.01.10 - 10:45 Uhr

Hallo!

Ehrlich würde ich mir jetzt noch nicht so viele Gedanken machen denn wenn das Baby dann da ist denkst du ganz anders als jetzt. Das ist aber normal denn wie soll man wissen wie es ist wenn man noch kein Kind hatte :-)

Ich finde das Stillen sehr praktisch und "gebunden" habe ich mich gar nicht gefühlt. Wenn ich raus musste oder wollte habe ich einfach vorher abgepumpt. Du kannst die Milch im Kühlschrank aufbewahren.

Gekauft Milch finde ich ganz unpraktisch. Wenn ich mir vorstelle in der Nacht runter zu müssen, Wasser abkochen, warten bis es abkühlt und das Baby schreit während dessen - NEIN DANKE - aber das muss jeder für sich entscheiden.

lg

Beitrag von xjessy-85x 29.01.10 - 10:51 Uhr

Also, ich finde das absolut nicht egiostisch. Ich denke genauso. War auch lange Zeit sehr hin und her gerissen, wegen dem "angebunden" sein. Aber ich habe mich jetzt für den Versuch des Stillens entschieden, da die Vorteile ja doch überwiegen. Und da ich ja nicht nur Mutter sein werde sondern auch immer noch Frau und es sicherlich auch mal Tagen geben werde, an denen ich nicht 24h mit meinem Sonnenschein zusammen bin, werde ich zusätzlich dann noch abpumpen.
Vorausgesetzt ist natürlich, dass das Stillen klappt. Wovor ich ehrlich gesagt, auch ein wenig Angst habe (Schmerzen etc.). Aber das lasse ich jetzt einfach auf mich zukommen.:-)

Beitrag von carana 29.01.10 - 10:57 Uhr

Hallo Sabine,
ich versteh nicht, dass man immer sagt, wenn ein Kind da ist, müsse man zurückstecken. Hab mich da eben gestern noch mit meiner Freundin unterhalten, die kurz nach mir Mama geworden ist und wir sind der Meinung, dass wir so weiterleben wie vorher auch...

Also, ich stille voll und gebe unser Zwergi dennoch zwei- bis dreimal pro Woche zu Oma und Opa. Sie verweigert zwar die Flasche, aber nur so lange, bis sie richtig Hunger hat. Und meine Hebamme sagt, das sei nicht schlimm - sie nimmt sie ja dann auch und wird auch nicht verhungern.

Ich habe mir meine Freiräume erhalten - und ganz ehrlich: Wieso soll ein Baby mal nicht einen Tag beim Papa bleiben? Papa ist genau so ein Elternteil wie Mama und wenn dein Baby abgepumpte Milch nimmt, dann hat auch der Papa verdammt noch mal seine Elternpflicht zu erledigen.

Gut, ich bin etwas lockerer, was das Stillen in der Öffentlichkeit angeht, aber da wächst man auch rein, glaub mir. Sonst gibt es auch so Stillcover, die kann man sich drüberlegen, da sieht die Umgebung nichts.

Also, ich denke, du kannst stillen - und finde dich gar nicht egoistisch. Ich bin zum Beispiel 8 Tage nach Geburt unserer Kleinen zum Stammtisch gegangen und habe das Baby beim Papa gelassen. Was soll ich sagen, es hat mir gut getan, ich bin ausgeglichen und zufrieden - und der Papa liebt es, seine Maus mal ganz für sich zu haben. Und der Kleinen wird es sicherlich auch nicht schaden, wenn sich Papa und nicht Mama mal für einige Stunden um sie kümmert.
Lg, carana

Beitrag von spatzl778 29.01.10 - 11:02 Uhr

Lieben Dank, Carana.

Genau das mit den Freiräumen meinte ich auch.

Wir werden sehen, wie es sich ergibt. Ich denke, versuchen werde ich es auf jeden Fall...

LG
Sabine

Beitrag von rebeccas1982 29.01.10 - 12:09 Uhr

Ich hab mich auch recht früh mit dem Gedanken auseinandergesetzt ob ich es mit stillen zumindest versuche oder ob ich von Anfang an die Flasche geben möchte, und ich bin froh darum, denn jetzt weiß ich das ich definitiv NICHT stillen möchte, sondern von Anfang an die Flasche geben werde!

Es ist nicht sonderlich umständlicher wenn man mit der Zeit gut vorbeireitet ist, auch nachts geht das recht fix, und so kann Papa auch mal am WE sein Mäuschen füttern während Mama weiterschlafen darf um wieder fit für die Woche zu sein!
Im Allgemeinen wird so auch die Vater-Kind-Bindung ganz anders gefördert! Papa kann sich so genau so miteinbringen wie die Mama und sitzt nicht einfach auf der "Ersatzbank" für die Zeit wo Mama Zeit für sich will/braucht!
Mein LG freut sich jetzt schon wie irre darauf das er die Möglichkeit hat so nahen Kontakt zu seinem Kind haben, den mit ner natürlichen "Milchbar" kann er leider nicht dienen!
Ausserdem klappt es nicht bei allen Müttern das sie schmerzfrei und entspannt stillen können! Manche sind auch von den häufigen Brustentzündungen so deprimiert das Sie nur schlechte Laune haben, welche sich auch auf das Kind auswirkt! Unglückliche Mama = unzufriedenes Baby! Und wenn man vorher schon Bedenken hatte ob man überhaupt stillen möchte, dann befürchte ich das man sich kaum voll darauf einlassen kann wenn das Baby dann da ist, und man erledigt einfach und unentspannt seine "Pflicht".
Wer stillen möchte weis es von Anfang an aus tiefstem Herzen das er es will, und dann klappt es auch meist, ist ja auch ne Kopfsache! Und dann können es Mama und Baby auch geniesen!
Dann kommt noch dazu das Flaschenbabys heutzutage genau so gesund sind wie gestillte, manche sind sogar ruhiger, da man besser sagen kann ob das Baby satt ist und wieviel es genau getrunken hat!

Ich würd sagen das es gut ist das du dir jetzt schon Gedanken darum machst wie du es später handhaben willst, so hast du genügend Zeit dich zu informieren, dir Gedanken zu machen und dich vorzubereiten! Lass dir Zeit und stell all deine Fragen die du hast (aber ganz ehrlich: am besten deiner Hebi, bei so vielen Supermamas hier im Forum hat man manches mal total unbegründet ein schlechtes Gewissen)!

LG, Rebecca

Beitrag von anyca 29.01.10 - 12:19 Uhr

Wie wäre es denn, wenn Du in den ersten Wochen voll stillst und später nur noch morgens und abends/nachts?

Meine Kleine wollte anfangs alle 2 h trinken, ich wäre eingegangen, wenn ich nachts alle 2 h hätte aufstehen müssen zum Flasche machen! Zumal das Kind dann knallwach ist, wenn es sich erst mal in Rage gebrüllt hat, weil die Flasche eben doch 5 Minuten braucht ... stillen heißt, Kind fängt an zu maulen, ist aber innerhalb von 15 Sekunden an der Brust, trinkt und schläft weiter.

Beitrag von spatzl778 29.01.10 - 12:26 Uhr

Vielen lieben Dank für eure Antworten! :-)

GLG
Sabine

Beitrag von dentatus77 29.01.10 - 12:37 Uhr

Hallo!

Ich finde nicht, dass du eine schlechte Mutter sein wirst wegen dieser egoistischen Gedanken. Ich finde es nämlich wichtig, dass man sich trotz Kind und Familie auch selbst verwirklicht. Und wenn du selbstständig bist, mußt du eh den Spagat zwischen Beruf und Familie bewältigen.

Ich bin auch selbstständig und habe mir nur eine 3monatige Auszeit gegönnt. Stina ist jetzt 8mon. alt, und seit 5mon arbeite ich an 3 Tagen in der Woche wieder. Für mich haben aber die Vorteile des Stillens überwogen.

Seit ich wieder arbeite, betreut mein Mann die Kleine auch an 1-2Tagen in der Woche, und der beneidet mich um die Freiheit, die ich durchs Stillen habe bzw. hatte (ich stille nur noch morgens und vormittags). Er muss sich immer nen perfekten Zeitplan machen, wenn er irgendwie weg will mit der Kleinen, schließlich braucht sie irgendwann die nächste Mahlzeit, und die abgepumpte Muttermilch mitzunehmen und z.B. in der Stadt warm zu machen ist eher nicht praktikabel.
Wenn ich mit Stina in die Stadt gehe, geh ich, wenn sie Hunger hat, in ein Cafe und still sie dort. Anfangs hat es mich auch gestört in der Öffentlichkeit zu stillen, aber in den meisten Cafes und Restaurants gibt es etwas ruhigere Eckchen, wo man in Ruhe stillen kann.

Ein noch größerer Vorteil war und ist für mich jedoch, dass ich nachts nicht extra aufstehen muss, Fläschen machen, füttern... Stina schläft neben mir im Beistellbett, wenn sie Hunger hatte, hab ich sie einfach zu mir rüber gezogen, im Halbschlaf gestillt und anschließend problemlos weitergeschlafen. Und das ist auch der Hauptgrund, warum ich auch jetzt weiter stille und die eine Mahlzeit, die ich noch brauche, abpumpe, obwohl es immer schwieriger wird, die Milchmenge sinkt täglich. Aber die morgentliche Stillmahlzeit werde ich auf jeden Fall beibehalten, solange Stina sie braucht, auch wenn ich tagsüber dann vielleicht bald nicht mehr stillen kann.

Das wär übrigens für dich auch ne Möglichkeit: Abends und nachts stillst du, tagsüber, wenn du arbeitest, gibt es die Flasche mit Säuglingsmilch. Ne Bekannte von mir hat das ne ganze Zeit lang so gemacht, und es hat prima funktioniert.

Ich würd es an deiner Stelle auf jeden Fall mit dem Stillen und ggf. abpumpen (wenn du selbstständig bist, kannst du dir ja auch Pausen zum Abpumpen einrichten) versuchen. Wenn es nicht so klappt, kannst du ja immer noch abstillen.
Liebe Grüße und alles Gute!

Beitrag von lilly7686 29.01.10 - 13:19 Uhr

Hallo!

Also ein bisschen egoistisch find ich das schon. Aber ist doch okay, jeder hat eine andere Einstellung zum Stillen und zur Kindererziehung. Du musst es eh so machen, wie du es für richtig hältst. Denn wenn dein Baby erst mal da ist, wirst du dich vor "gutgemeinten" Ratschlägen gar nicht mehr retten können. Und jeder wird dir sagen, was du tun "musst", wie du dein Baby halten "musst", wie du dein Baby wickeln "musst", wie du es erziehen "musst" usw.
Also gewöhn dir lieber gleich an, dass du es so machst, wie DU es für richtig hältst ;-)

Aber zu deiner Frage: ich halte abpumpen für eine gute Alternative. Meine Große war 13 Wochen zu früh und ich musste auch abpumpen (sie war einfach viel zu schwach, um überhaupt irgendwoher zu trinken, hat die Milch über die Magensonde bekommen).
Ich finde es nur wichtig, dass die Pumpe bzw. das Zubehör gut sterilisiert wird nach jedem Gebrauch. Und vielleicht nicht zu viel pumpen, denn ich hatte das Problem, dass ich nach 4 Wochen keine Milch mehr hatte. Wobei ich nicht weiß, ob es tatsächlich in der Pumpe gelegen hat oder einfach an meiner Milchproduktion. Ist halt immer weniger geworden.

Aber viele Babys wollen nicht mehr von der Brust trinken, sobald sie mal vom Fläschchen getrunken haben. Aber das musst du rausfinden.

Wie gesagt, mach es so, wie du es für richtg haltest. Es hat keinen Sinn, es jedem Recht machen zu wollen (klappt sowieso nicht, also versuchs gar nicht erst).

Alles Liebe!

Beitrag von wurmologin 29.01.10 - 13:53 Uhr

nur so ein Gedanke:

Du müßtest ne Menge Nägel machen, um Dir den Freiraum, Nägel machen zu können, zu finanzieren.

Beitrag von gingerbun 29.01.10 - 16:18 Uhr

hallo,
nein egoistisch ist was anderes :-) ich habe auch gestillt, dass ich stille stand nie ausser frage. aber dass ich dann doch gestillt habe bis sie 16 monate alt war hätte ich nicht gedacht. habe es aber auch nicht geplant gehabt.
was ich nicht verstehe - nicht falsch verstehen: die stillzeit ist doch eine überschaubare zeit, ich denke die 6 monate kann jeder durchhalten. gebunden habe ich mich nicht gefühlt. ich habe nunmal ein baby bekommen für das ich dazusein habe. zu deiner beruflichen situation kann ich natürlich nichts sagen, aber versuche doch dann abzupumpen wenn es nicht anders geht. es geht eben wirklich nicht über muttermilch. das ist für mich eh das auschlaggebendste argument gewesen.
ich wünsche dir alles gute!
britta