Paukenröhrchen mit 7 Monaten ja oder nein?

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Beitrag von jui782 29.01.10 - 13:56 Uhr

Hallo,

ich bin völlig hilflos. Ich weiß nicht, was ich machen soll. :-(Unsere kleine Leni hat seit dem 19.12.09 immer wieder Mittelohrentzündungen und jetzt auch noch einen beidseitigen Paukenerguss. Sie bekommt schon das 4.(!!!) mal hintereinander Antibiotika. Und dass, obwohl ich sehr für Homöopathie bin! Aber ich will ja auch nichts falsch machen. #zitterDie HNO Ärztin meinte nun, dass Leni nächste Woche operiert werden solle,um dem Dilemma ein Ende zu machen. Ich habe überhaupt kein gutes Gefühl dabei, da sie erst 7 Monate ist!
Meine Heilpraktikerin meinte auch, das sei viel zu früh. Ich habe Angst, dass ich ihr wieder Schmerzen zumuten muss, weil wir ihr "nur" Kügelchen geben, aber andereseits möchte ich auch von diesem Antibiotika weg. Zumal es nie geholfen hat! Unsere HP meinte, sie sei schon resistent dagegen.#schock
Wie würdet Ihr entscheiden?

LG
Jui

Beitrag von kiwi-kirsche 29.01.10 - 14:10 Uhr

Hallo...

warum denn nicht?! Ich finde Paukenröhrchen super und habe (da ich selbst in einer KiA-Praxis gearbeitet habe) nur gute Erfahrungen damit gemacht...vor allem weil Mittelohrentzündungen für die Minis echt echt heftig weh tut.....Der Eingriff an sich ist keine Große Sache....ich würde es lieber jetzt machen lassen, als später, wo sie garantiert mehr davon mitbekommt...

Ich muss dazu sagen: Ich bin KEIN Homöopathiefreund, habe mich aber trotzdem viel damit auseinandergesetzt.

lg
Kiwi

Beitrag von seikon 29.01.10 - 14:12 Uhr

Ich würde ihr die Paukenröhrchen setzen lassen. Das ist ein wirklich kleiner Eingriff, der nur etwa eine halbe Stunde dauert. Das ist nicht schlimm, und danach habt ihr Ruhe.

Sie scheint ja sehr Anfällig für so Ohrengeschichten zu sein.
Zum einen hat sie ja jedesmal einen Infekt. Also Fieber, Schmerzen und Antibiotika.
Ausserdem können durch die Mittelohrentzündung die Gehörknöchelchen dauerhaft geschädigt werden, sodass sie später vielleicht einmal Hörgeräte braucht.
Und sie hört ja auch durch die Entzündung schlechter. Das heisst, es würde sich auf Dauer auch auf ihre Sprachentwicklung auswirken.

Nach der OP hat sie übrigens keine Schmerzen und es sollte auch sehr rasch eine Besserung eintreten.


Bei meiner Tante wurde damals nicht gehandelt. Sie hatte auch oft Mittelohrentzündungen und da hat niemand was gemacht. Ende vom Lied ist, dass sie Gehörknöchelchenprothesen aus Platin hat und trotz diesen Prothesen und Hörgeräten nur eine Hörleistung von rund 40% hat.

Ich denke, du mutest dem kleinen Körper mit dem einen kleinen Eingriff weniger zu, als durch die dauernden Infekte und Antibiotikabomben.

Beitrag von heike011279 29.01.10 - 14:18 Uhr

Hallo Jui,

genau das Gleiche habe ich mit meinem ältesten Sohn durchgemacht. Mittelohrentzündungen seit er ein Baby war, wurde von Mal zu Mal schlimmer und Antibiotika half immer weniger.
Wir haben damals fast zu lange gewartet, als ich mich entschloss nicht mehr zum normalen HNO sondern ins Krankenhaus zu gehen, war es schon fast zu spät.
Es wurde noch am selben Abend eine Notoperation gemacht, da die Mittelohrentzündung mittlerweile eine ausgewachsene Mastoiditis war und dir Gehörknöchelchen drohte anzugreifen.
Bis zwei Tage nach der OP hieß es, man könne nicht hundertprozentig sagen, ob mein Sohn auf diesem Ohr jemals wieder etwas hören würde, da evtl. schon zuviel geschädigt war.

Wir haben Glück gehabt, die Hörfähigkeit meines Sohnes konnte zu 100% wieder hergestellt werden. Wir waren eine Woche im Krankenhaus und er hatte zwei Röhrchen gesetzt bekommen, aus denen tagelang der Eiter nur so rauslief.

Ich finde es völlig verantwortungslos von Eurer HEILPRAKTIKERIN!! (ich weiß schon, warum ich bei sowas skeptisch bin), Euch von der OP abzuraten.
Du setzt das Gehör Deines Kindes schlimmstenfalls aufs Spiel.

Gruß und gute Besserung
Heike

Beitrag von heike011279 29.01.10 - 14:23 Uhr

Ich bins nochmal!

Nimm das bitte nicht auf die leichte Schulter! #schwitz

So ne Mittelohrentzündung kriegt man nicht mit irgendwelchen Kügelchen in den Griff! Lass Deine Tochter im Krankenhaus behandeln!

Gruß
Heike

Beitrag von lissi83 29.01.10 - 15:21 Uhr

Hallo du!

Ich kann deine Sorge verstehen..ein so kleines Baby lässt man ja auch ungern operieren! Aber ich kann dir sagen, es ist wirklich kein großer Eingriff! Danach haben die Kinder nicht mal schmerzen! Meine große hat die auch bekommen!

Wenn die Antibiotiker nicht helfen, und der Paukenerguss nicht richtig weg gehr, dann beeinträchtigt das nur ihr Gehör! Es ist aber sehr wichtig, dass auch die kleinen schon alles richtig hören! Außerdem sind Ohrenschmerzen ja wirklich ganz übel! Mit den Paukenröhrchen bekommt sie viell. keine mehr und du gehst dann den Antibiotiker auch aus dem Weg!

Alles Gute! lg