Mobbing, Kündigung, Kinderwunsch, Elternzeit...

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von 004 29.01.10 - 15:01 Uhr

Hey! Ich hab folgende Fragen:

1. Aufgrund Mobbing möchte ich bei meinem Arbeitgeber kündigen, bin aber bereits aus der Probezeit raus. Wenn ich selbst kündige, beziehe ich ja die ersten 3 Monate (?) kein Arbeitslosengeld. Sieht das anders aus, wenn ich der Agentur für Arbeit eine ärztliche Bescheinigung vorlege, aus welcher der Kündigungsgrund hervorgeht (Mobbing), gilt diese 3-Monats-Sperre dann evtl. nicht mehr?

2. Wir planen ein 2. Baby. Kann also sein, dass ich vor meiner Kündigung noch schwanger werde. Grad in dem Fall würde ich mir ein Weiterarbeiten bei diesem Chef erst recht nicht mehr zumuten wollen. Wie sieht das da mit einer Freistellung aus? Besteht die Möglichkeit eines Beschäftigungverbotes durch den Arzt unter Fortzahlung der Bezüge aufgrund Mobbing? Und wenn ja, müssen dem AG dann die Gründe genannt werden?

3. Im Fall eines Falles: Nach Beendigung der 1-jährigen Erziehungszeit bin ich ja dann dort noch angestellt, d.h. der AG würde mir dann kündigen müssen (was er nicht tun wird, sondern er würde mich dann mit Vegnügen rausekeln). Aber sollte er dann doch kündigen, falle ich dann direkt in Harz IV, wg. der vorherigen Elternzeit, oder bekäme ich ALG I?

Danke schonmal! 004

Beitrag von baerchen110403 29.01.10 - 15:15 Uhr

Hallo,

wie wäre es, sich einen neuen Job zu suchen und dann zu kündigen? Ist geldtechnisch gesehen siche vorteilhafter!

G. B.

Beitrag von 004 29.01.10 - 15:26 Uhr

Hab ne vereinbarte Kündigungsfrist von 3 Monaten. Nach meiner Erfahrung der letzten Jobsuche ist es eher der Fall, dass man "ab sofort" bzw. zum "nächstmöglichen Eintrittstermin" sucht, und wenn jemand da schneller eintreten kann wie ich wird dieser AN bevorzugt genommen, erst recht wenn er flexibler ist als ich bei den Arbeitszeiten.

Beitrag von mvtue 29.01.10 - 15:31 Uhr

steht das extra im vertrag?normaler weise kann der AN nämlich zum ende des monats kündigen, wenn die kündigung bis zum 1. des monats vorliegt (glaub ich#kratz) und nur der AG hat die 3 monate einzuhalten.

lg

Beitrag von risala 29.01.10 - 17:09 Uhr

Hi,

Kündigungsfristen sind Vereinbarungssache - ich hatte sogar schon 6 Monate Kündigungsfrist zum Quartalsende (also uU 9 Monate!).

Gruß
Kim

Beitrag von windsbraut69 30.01.10 - 09:00 Uhr

Das stimmt so nicht.
Solange die gesetzliche Mindestfrist eingehalten wird, sind Kündigungen verhandelbar.
Es darf nur der AN dem AG gegenüber nicht benachteiligt werden.

Gruß,

W

Beitrag von mvtue 29.01.10 - 15:29 Uhr

haha, da musste ich ja glatt mal lachen, denn die MÖGLICHKEITEN die du in betracht ziehst, waren bei mir der fall.

zu 1.: ich wurde von meiner chefin gemobbt und die kündigung musste quasi nur noch ausgedruckt werden (ihrerseits).

zu 2.: ich wurde ungeplant schwager und habe mir wegen dem mobbing SOFORT ein BV geben lassen, da ist meine FÄ aber eh recht locker. dein gehalt bekommst da ja weiter und der AG bekommts irgendwann wieder von der KK.

zu 3.: du bekämst ALGI, wenn du bei eintritt der arbeitslosigkeit in den vergangenen 24monaten mind. 12 monate sozialversicherungspflichtig angestellt warst.

lg und viel erfolg!

manche AGs brauchen einfach so ein beinhartes brett vorgeknallt!!

Beitrag von 004 29.01.10 - 15:32 Uhr

Muß der AG denn den Grund fürs BV erfahren? Das ich mich gemobbt fühle wird er wohl nicht kapieren, schließlich findet er selbst sich nicht zum kotzen...

Beitrag von mvtue 29.01.10 - 15:34 Uhr

nein, nur die KK!

für den AG steht nur drin, dass es aus medizinischen / gynäkologischen gründen dir nicht möglich ist, weiter deinen beruf momentan auszuüben, da sonst die gesundheit und das leben von mutter und kind gefährdet sind.

in das BV DARF dein FA nix reinschreiben, was den grund offenlegt. ist bei krankschreibungen auch so..

lg

Beitrag von 004 29.01.10 - 15:43 Uhr

weißt Du, er würde die Bescheinigung wahrscheinlich noch anzweifeln und mir den Medizinischen Dienst auf die Matte schicken und mich mit Telefonanrufen bombardieren, wahrscheinlich würde er nen völligen Ausraster kriegen, da sein Notariat von keinem mehr geführt werden kann und der Arme sich bei all seinem Streß darum auch noch selbst kümmern muß... Das würde noch lustig werden... Er würde merken, dass Verträge sich nicht selbst schreiben und man auch mit Hintergrundwissen die Sachen nicht innerhalb von paar Minuten fertig hat, dann bin ich wieder die Doofe weil ich ihn damit hängen lasse. D.h., er würde sich nach der Elternzeit total an mir auslassen, also es gibt kein Weg zurück zu ihm....

Beitrag von windsbraut69 29.01.10 - 15:42 Uhr

Du fühlst Dich so gemobbt, dass Du dort nicht mehr arbeiten willst/kannst und Dein Chef weiß das gar nicht?

Sprich ihn doch mal drauf an!

Beitrag von 004 29.01.10 - 15:48 Uhr

Hab ich schon, haben alle anderen auch. Er wird sich auch für mich nicht ändern.

Beitrag von windsbraut69 30.01.10 - 08:57 Uhr

Und warum schreibst Du dann, er wüßte selbst nichts davon?

Beitrag von woodgo 29.01.10 - 15:37 Uhr

Also wenn Du Deinen Kollegen oder Deinem Chef ähnlich gegenübertrittst, ich meine damit Deine Einstellung, dann kann ich verstehen, daß Du unbeliebt bist.
In der Regel such ich mir eine neue Arbeit, wenn mir die alte Arbeit nicht mehr zusagt, arbeite eine Weile (auch gern länger als ein paar Wochen) und dann werde ich schwanger.

LG

Beitrag von 004 29.01.10 - 15:46 Uhr

Also meine Kollegen haben bereits selbst gekündigt aus genau den gleichen Gründen.
Und ich möchte nicht den Arbeitsplatz wechseln, um dem neuen AG dann sagen zu müssen: Haha, verarscht, ich bin schwanger.

Beitrag von romance 29.01.10 - 16:49 Uhr

Hallo,

ich kenne es sehr gut, gemobbt zu werden.

Ich war damals die 18 freiweilige die dann nach Jahren ging. Davor hat mein Chef noch andere rausgeschmissen. Und nun ist seine Praxis schon 15 Jahre alt, die Patienten müssen sich immer wieder an neue Gesichter gewöhnen.

Sprechen, wird noch alles schlimmer machen. Die Erfahrung mußte ich machen.

Du könntest es beim Amt versuchen, wenn du eine Bescheinigung den hin legst. Das du alles versucht hast, deiin Arzt aber keine andere Wahl sieht das du jetzt kündigst. Ein Versuch ist es wert, bevor du 3 Monate Sperre bekommst. So ging es damals noch bei mir. Ob es heute noch so ist, kann ich dir nicht sagen.
Und wenn du doch noch in der Zeit schwanger wirst, dann lässt du dir die BV ausstellen.

Ich kann dich absolut verstehen, wer da nicht durch gemacht hat. Der kann viele kluge Sprüche zu rufen aber verstehen werden sie es bis heute nicht.

Also klär es bevor du was anderes machst mit dem Amt ab.

LG Netti

Beitrag von sassi31 29.01.10 - 17:30 Uhr

Hallo,

ich hab auch einen mobbenden Chef hinter mir. Und da waren Gespräche absolut sinnlos, weil er selbst der Meinung ist, dass er ein total toller und sozialer Typ ist. Komisch nur, dass alle anderen da nicht seiner Meinung sind....

Mir hat es geholfen, dass mein Arzt mich erstmal krank geschrieben hat, damit ich zur Ruhe komme. Allerdings war da der Hauptgrund ein Burnout. Der Chef war nur Nebensache. In der Zeit habe ich mir einen neuen Job gesucht und dann gekündigt.

LG
Sassi

Beitrag von romance 29.01.10 - 19:26 Uhr

Huhu,

eine AU ist erstmal am Anfang sinnvoll. Damit kommt mann erstmal zur Ruhe, irgendwann hilft das auch nicht mehr weiter.

Ich hatte das Glück, damals keine Sperre zu bekommen und habe dann auch weiter gesucht.

LG Netti

Beitrag von sassi31 30.01.10 - 02:02 Uhr

Huhu,

bei mir hat es geholfen, weil mein Arzt mitgezogen hat. Er hat mich so lange krank geschrieben, bis ich einen neuen Job hatte. Ich war knapp 4 Monate zuhause damals.

Gruß
Sassi

Beitrag von romance 30.01.10 - 13:19 Uhr

Huhu,

dann hattest du tollen Arzt. Macht nicht jeder, weil er ja es auch angeben muß. Es wird nachgefragt, warum du solange krank geschrieben bist und warum.

LG Netti