Arbeitslose Haushaltshilfe einstellen

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Beitrag von zimtsternchen78 29.01.10 - 15:26 Uhr

Hallo,

eine für mich komplizierte Frage... vielleicht steigt ja jemand durch das Wirrwarr durch!
Ich würde gerne eine Haushaltshilfe/Hilfe bei der Kinderbetreuung auf 165€ Basis einstellen. Ich hab jemanden gefunden, der mir total(!) zusagen würde.

Jetzt ist nur folgendes "Problem" Die junge Frau ist seit kurzem arbeitslos, schon klar, dass der Vertrag unter 15Stunden pro Woche bleiben sollte, mehr brauche ich sie ja in der Regel auch nicht. Nur im Frühjahr, wenn mein zweites Kind auf die Welt kommen soll, brauche ich sie mehr Stunden pro Woche, ungefähr für einen Monat, 30 Stunden pro Woche. Mein erster GEdanke war, dass sie sich dann für einen Monat beim Arbeitsamt abmeldet und ich sie in der Zeit als 400€ Kraft einstelle. Aber wie ist das dann mit ihren ganzen Versicherungen?KV, RV usw? Sie kann leider in keine Familienversicherung, ist ledig.

Mein anderer (bevorzugter) Gedanke war, dass der Vertrag auf 165€ Basis weiterläuft und sie praktisch während dieses einen Monats, wenn ich sie mehr brauche "Überstunden" bei mir macht, die sich dann abbummelt... Aber sie hat so Angst, dass sie Ärger mit dem Arbeistsamt bekommt, dass sie mir jetzt wegen dieser paar Überstunden die STelle abgesagt hat. Ist sowas nicht erlaubt? Ich meine Überstunden, ob geplant oder nicht hat doch heutzutage jeder...
So, ich hoffe, ihr konntet mir irgendwie folgen... Leider kenne ich mich in dem ganzen Bereich noch nicht wirklich gut aus.

Viele Grüße

Beitrag von mirabelle 29.01.10 - 15:41 Uhr

Es gibt keine 165€ Jobs.

Es gibt 400 € Jobs, bei denen man eben weniger als 400 € verdient.

Und ein Mensch, der gerade so viel verdienen möchte, das nichts vom ALG II abgezogen wird, käme mir nicht ins Haus, weil ich einen solchen Schnorrer für Charakterschwach halte und nicht in meinem Umfeld wissen möchte.

M.

Beitrag von zimtsternchen78 29.01.10 - 15:55 Uhr

Es geht um ALG1, da liegt die Sache ja anders. Ich weiß nicht, wie das beim ALG1 angerechnet wird, wenn man mehr als 165Euro verdient? Es geht hauptsächlich um Stundenzahl, die ihr Sorgen bereitet! Wenn sie mehr als 15 Stunden arbeitet, bekommt sie ja gar kein ALG1 mehr,oder??? Kenn mich leider nicht so gut aus. Von den paar Kröten, die sie bei mir verdienen würde, könnte sie ja auch nicht leben... damit wäre ja niemanden geholfen!

Beitrag von mirabelle 29.01.10 - 15:58 Uhr

http://www.sozialleistungen.info/con/arbeitslosengeld/zuverdienst-beim-alg-i.html

Dennoch halte ich jemanden , der nicht aus eigenen Mitteln seine Bedürftigkeit veringern will, Charakterlich für keine Person, die ich in mein Haus lassen würde und erst Recht nicht für jemanden dem ich meine Kinder anvertrauen würde.

M.

Beitrag von zimtsternchen78 29.01.10 - 16:08 Uhr

Wo steht denn, dass sie ihre Bedürftigkeit nicht verringern will???? Sie sucht echt hart nach einem Vollzeitjob! Diesen kann ICH ihr aber nicht bieten! Ich finde es schon sehr verständlich, dass man nicht auf sein Arbeitslosengeld verzichten will/kann(!) nur weil man einen geringfügigen Job angeboten bekommt. Damit könnte sie ihr Leben nicht finanzieren, das ist ja wohl klar.

Beitrag von valentina.wien 29.01.10 - 18:01 Uhr

Aber du könntest sie fair bezahlen!

165 Euro für 15 Stunden pro Woche ist ein Witz.

Beitrag von manavgat 29.01.10 - 19:21 Uhr

nein falsch:

165 Euro für mehr als 60 Stunden ist Lohndumping und somit strafbar.

Gruß

Manavgat

Beitrag von valentina.wien 29.01.10 - 21:57 Uhr


Ich wusste nicht, dass es strafbar ist. Das ist nur NOCH ein Grund der Frau entweder mehr zu bezahlen oder es einfach zu lassen.

Beitrag von snowwhite1974 29.01.10 - 21:03 Uhr

Also ich würde das nicht so hart sehen, zumal ich meine dass beim Alg 1 der Betrag keine Rolle spielt sondern die Stundenzahl, die gearbeitet wird.

Außerdem hat sie ja ihr Alg 1 "verdient" - es ist also keine "ererbte" oder selbstverständliche Leistung wie Alg 2.

Gruß snowwhite

Beitrag von rarity85 30.01.10 - 10:02 Uhr

Und ich finde Leute, die von Nichts eine Ahnung haben, sollten sich einfach in Foren wie diesem, geschlossen halten.
Denn die Hinzuverdienstgrenze von 165 € ohne Abzüge zu bekommen, hat nichts mit ALG II zu tun, sondern mit ALG I.

Davon mal abgesehen, ich bezweifle ernsthaft, dass Du Dir überhaupt Personal leisten kannst, bzw. das jemand freiwillig bei einem Menschen mit solchen Ansichten arbeiten möchte.

Beitrag von bi_di 29.01.10 - 15:58 Uhr

Du willst tatsächlich jemand für 3€ Stundenlohn einstellen????

Das das an Ausbeutung grenzt, und Du Dir Deine Haushaltshilfe mit Hilfe der Sozialkassen bezuschussen lässt, ist Dir schon klar, oder?

*Kopfschüttelnd*
BiDi

Beitrag von zimtsternchen78 29.01.10 - 16:04 Uhr

Was weißt du über mich? Ich bin Tagesmutter und bekomme pro Kind selber 2,30 pro Stunde von unserer Stadt gezahlt, weitere Zuzahlungen der Eltern ausgeschlossen!!! Ich würde gerne einen netten STundenlohn von 10€ zahlen, ist aber nicht drin!!! Das ist bei uns in der Gegend halt so und auch den Haushaltshilfen gehts nicht so doll... Ausserdem habe ich nicht geschrieben, dass sie 15 Stunden pro Woche für die 165€ arbeiten soll!!!

Beitrag von bi_di 29.01.10 - 16:44 Uhr

Du hast geschrieben, das Du möchtest, das sie einen Monat 30 Std/Woche auf 400€ Basis arbeitet. Macht einen Stundenlohn von 3€.
Das davon kein Mensch leben kann ist klar. Leute, die zu solchen Bedingungen arbeiten, MÜSSEN Zuschüsse der Sozialkassen bekommen. Und unser Sozialsystem ist doch nicht dazu gedacht, Arbeitgeber bei der Zahlung möglichst niedriger Löhne zu unterstützen (auch wenn es immer mehr dafür missbraucht wird)!
Hast Du Dir auch überlegt, das Du Deine Haushaltshilfe vermutlich ganz schnell los bist, wenn sie einen Job findet, in dem sie mehr als 3€ verdient (und DAS sollte nicht so schwer sein)?

Und Du hast vermutlich eine Pflegeerlaubnis für mehr als 1 Kind, während Deine potentielle Haushaltshilfe nicht zur gleichen Zeit mehrere Jobs verrichten kann.

Grüsse
BiDi

Beitrag von zimtsternchen78 29.01.10 - 16:56 Uhr

Leider arbeiten hier in der Gegend sehr viele Menschen zu solchen Löhnen... Ist traurig, ist aber so. Sehr viele hart arbeitende Menschen in meinem Umfeld müsssen ergänzendes ALG2 beziehen, weils einfach nicht zum Leben reicht. Und das trotz guter Ausbildung, falls dieser Einwand jetzt kommen sollte...
Geplant war, dass sie in normalen Monaten ca zwei Vormittage, also insgesamt 10 Stunden pro Woche für die 165€ arbeitet. Das ist wirklich völlig normal hier!!!!
Ich habe eine Pflegeerlaubnis für 3 Kinder, bekomme also rund 7 Euro pro Stunde insgesamt für alle drei Kinder zusammen. Davon zahle ich alleine 200Euro Krankenversicherung im Monat! Im nächsten Jahr dürfen es dann 5 Kinder sein, dann wird auch etwas mehr übrig bleiben.
Leider ist das alles ein sehr unschöner Kreislauf, wer nicht viel verdient, kann auch nicht viel weitergeben, aber was soll ich machen...
So, ich muss mich mal um meinen eigenen Sproß kümmern, bin ja schon gespannt, was mich heute abend noch für Antworten erwarten...

Beitrag von bebbelchen 29.01.10 - 16:13 Uhr

Das ist echt mal wieder lustig hier #rofl

Man stellt eine Frage und was kommen für Antworten?

Die eine mosert über die moralische Einstellung der Haushaltshilfe. Die andere meckert über den Stundenlohn (der ja wohl mit der Haushaltshilfe so abgemacht war).....

LEUTE!!!!!! DAS WAR NICHT DIE FRAGE!!!!!

Beitrag von zimtsternchen78 29.01.10 - 16:20 Uhr

Danke! Eine Antwort auf meine eigentliche Frage habe ich nämlich leider immer noch nicht bekommen...
Ich finde es traurig, wenn einfach so losgepoltert wird. Ich gehe nicht aus Spass vorraussichtlich 4 Wochen nach der Geburt meines Kindes wieder arbeiten. Gerne würde ich mir ein Jahr Pause gönnen... aber das würde bedeuten, dass die Betreuung für 3 Kinder wegfällt, das bedeutet für zwei der Familien ALG2 (alleinerziehend) und für eine junge Mutter, dass sie ihre Ausbildung unterbrechen müsste. Ersatzplätze gibt es bei uns nicht, wer sich nicht in der Schwangerschaft angemeldet hat, geht bis zum 3LJ leer aus... ich machs mir echt nicht leicht und bin einfach nur bemüht, den Laden am Laufen zu halten! Das ich nicht besonders viel zahlen kann, tut mir auch leid, aber ich kanns nicht ändern! Ich kann ja keinen Kredit aufnehmen, um meiner Haushaltshilfe nen anständigen Lohn zu zahlen.

Beitrag von king.with.deckchair 29.01.10 - 17:32 Uhr

Na und?

DAS IST MIR WURSCHT!

Das hier ist ein Diskussionsforum und keine kostenlose Auskunftei.

Beitrag von windsbraut69 30.01.10 - 08:46 Uhr

"LEUTE!!!!!! DAS WAR NICHT DIE FRAGE!!!!! "

Das ist hier auch NICHT DIE AUSKUNFT, sondern ein DISKUSSIONSforum!

Gruß,

W

Beitrag von manavgat 29.01.10 - 16:29 Uhr

Ich finde es - sorry für den harten Ausdruck - zum Kotzen, wenn jemand nur genau soviel arbeitet, dass ja nix abgezogen wird!

Grundsätzlich kannst Du ein Jahresstundenkontingent vereinbaren und monatlich zahlen. Was wäre denn, wenn sie 200 Euro verdient und 25 Euro abgezogen bekommt? Ist das wirklich sooooo schlimm?

Schließlich kommt die Solidargemeinschaft der Versicherten für sie auf!

gruß

Manavgat

Beitrag von zimtsternchen78 29.01.10 - 16:33 Uhr

Irgendwie verstehen wir uns alle nicht... #schmoll Es geht vor allem um die Stunden! Wenn sie mehr als die 15 Stunden pro Woche arbeitet, bekommt sie überhaupt kein ALG1 mehr! Und von meinem kleinen JOb, den ich ihr bieten kann, kann sie kein Leben finanzieren! Sie sucht ja nach was Richtigem, aber anständige Jobs sind bei uns eher Mangelware!

Beitrag von manavgat 29.01.10 - 16:54 Uhr

Bei 14,9 Stunden mit 8,40 Euro Tariflohn für Putzfrauen, käme sie bei 4,2 Wochen auf 525 Euro!

Ich hab schon verstanden, was Du sagst.

Du kannst sie entweder fest einstellen, dann muss sie Steuern zahlen und Sozialabgaben. Oder sie arbeitet im Jahr 570 Stunden bei Dir, d.h. im Durchschnitt 11 Std. in der Woche.

Was der Dame nicht schmecken wird, ist dass nur 165 Euro anrechenfrei sind. Allerdings kann sie prüfen, ob ihr eventuell ergänzendes ALG2 zusteht.

Gruß

Manavgat

Beitrag von windsbraut69 30.01.10 - 08:47 Uhr

Es geht um den STUNDENLOHN. Erhöhst Du den, wird ihr vielleicht ein Teil angerechnet aber sie bekommt trotzdem weiterhin ihr ALGI.
Sie muß eben nur unter 15 Stunden bleiben.

Beitrag von king.with.deckchair 29.01.10 - 17:17 Uhr

"Ich würde gerne eine Haushaltshilfe/Hilfe bei der Kinderbetreuung auf 165€ Basis einstellen."

Wie ich diese 165 €-Jobs hasse! Das ist übrigens lediglich die Grenze, bis zu der beim ALG I nichts angerechnet bekommt, es gibt schlicht keine Jobs auf 165,- €-Basis!!!

"ber sie hat so Angst, dass sie Ärger mit dem Arbeistsamt bekommt, dass sie mir jetzt wegen dieser paar Überstunden die STelle abgesagt hat. Ist sowas nicht erlaubt?"

Natürlich nicht, verdammt nochmal! Das Ziel ist, dass eine Arbeit hat, die sie ERNÄHRT und nicht dass aus der Sozialversicherungskasse einer offenbar schlecht organisierten Frau die billige Putzhilfe ermöglich wird!

Sorry für die harten Worte, aber du bist so eine, die ich "Sozialschmarotzer auf Arbeitgeberseite" nenne.

Beitrag von zimtsternchen78 30.01.10 - 11:40 Uhr

Ja, deine Worte sind wirklich sehr hart! Hast du den ganzen Thread gelesen??? Ich bekomme selber nur lächerliche 2,30 pro Kind und Stunde, wie soll ich davon jemanden anständig bezahlen??? Soll ich Schulden deswegen machen? Die zweite Möglichkeit wäre, dass ich meine Gruppe für ein paar Monate schließe! Das bedeutet, wie schon geschrieben, dass zwei Familien in ALG2 abrutschen werden, weil sie keine Betreuung mehr für ihre Kinder haben! Die dritte Mutter muss ihre Ausbildung unterbrechen. Ich machs mir wirklich nicht einfach, würde auch viel lieber ne schöne Pause nach der Geburt machen... #augen was ich aber nicht tue, weil ich mich den Familien gegenüber verantwortlich fühle. Ich seh momentan einfach nur die Lösung, dass ich mir Hilfe ins Haus hole, auch wenn ich nicht anständig bezahlen kann.

Beitrag von manavgat 30.01.10 - 17:43 Uhr

Also ....

.... Du bekommst für die Kinder, die Du betreust

je Kind 2,30 Euro

wenn Du dann noch 2 eigene betreust

dann sind das 5 Kinder zu je 2,30 = 11,50 Euro je Stunde.

beachtlich.

bruß

Manavgat

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