NFM gegen Fruchtwasserspiegelung

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von dackie79 29.01.10 - 16:34 Uhr

Hallo ihr lieben,
mir brentt eine ganz wichtige Frage auf der ZUnge.
Also mir wurde die NFM angeraten von meiner FA.

Da dies ja aber nur eine Wahrscheinlichkeitsrechnung ist bin ich mir ziemlich unsicher ob ich die machen soll.
Ich erwäge eine Fruchtwasseruntersuchung da ich Diabetiker typ1 bin und schon 2 Fg s hatte.

Welches ist denn nun die sicherere Untersuchung um rauszufinden ob das kleine eine Behinderung hat und wann wird die Fruchtwasseruntersuchung gemacht? Bezahlt diese Untersuchung die KK oder muß ich diese auch bezahlen?

Versteht mich nicht falsch aber ich möchte schon ganz gern wissen ob mein Kind gesund ist und mit dieser NFM ist das ja nicht sooo sicher!
Kann mir vielleicht jemand helfen?

lg doreen

Beitrag von roeschen79 29.01.10 - 16:42 Uhr

Das schlechte an der NFM ist, Du erhälst eine Wahrscheinlichkeit auf Krankheiten. Das gute: es gibt für Dein Kind keine nebenwirkungen!

Ich würde immer erst ne NFM machen und dann eine Fruchtwasseruntersuchung, wenn es in der NFM auffälligkeiten gibt. wenn bei der NFM alles iO ist brauchts auch keien Fruchtwaseruntersuchung und das FG-risiko steigt nicht.

Alles Gute
Roeschen

Beitrag von zaubermaus2001 29.01.10 - 16:50 Uhr

Hallo #blume,

hast du ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko wg der Diabetis oder warum rät dir deine FÄ zur NFM?

Zur NFM möchte ich nicht viel sagen, bin ich kein Freund von aus diversen Gründen...

Die FWU wird ab ca. der 14. Woche, eher etwas später gemacht, hängt auch von der Praxis ab, die das macht. Bei Nichtindikation bezahlt die Kasse erst ab dem 35. Lebensjahr der Frau. Sofern dir deine FÄ die Überweisung/Indikation dazu gibt, natürlich auch, das sollte aber weniger das Problem sein, es findet sich immer was #schein. Selber bezahlen kommt glaube ich auch nicht wirklich in Frage, liegt kostenmäßig bei 1000 €...

Beitrag von anyca 29.01.10 - 16:55 Uhr

"Sicherer" für das Kind ist die NFM, die hat kein Risiko. Allerdings kommt nur eine Wahrscheinlichkeit raus, also ob das Risiko für Downsyndrom o.ä. nun 1:3000 beträgt oder 1:250 oder was auch immer. Im Endeffekt bist Du hinterher so schlau wie vorher, machst Dir nur mehr oder weniger Sorgen.

"Sicherer" in der Diagnose ist die FWU, die bringt allerdings ein Fehlgeburtsrisiko mit sich. Das würde ich eigentlich gerade nicht riskieren, wenn Du schon zwei Fehlgeburten hattest?

Und was, wenn das Kind behindert ist? Helfen kann man ihm dann ja nicht, würdest Du denn abtreiben wollen?

Beitrag von niselmaus 29.01.10 - 17:12 Uhr

Hallo,

also meine Ärztin hat mir auch die NFM angeraten, da ich bereits schon 3. FG´s hatte. Aber sie hat mir gleich von der Fruchtwasseruntersuchung abgeraten, weil da das Risiko einer FG durch die Untersuchung zu hoch ist. Man kann halt nicht immer garantieren, dass dabei nichts passiert. Bei einer NFM liegt die Wahrscheinlichkeit bei 80% das man was findet, falls was sein sollte. Also so schlecht wird es nicht sein. Bezahlt wird glaube ich beides nicht von der KK. Das einzige was bezahlt wird, ist die Feindiagnostik.

LG Niselmaus

Beitrag von anyca 29.01.10 - 17:16 Uhr

Und was "bringt" die NFM, wenn ihr im Zweifelsfall keine FWU folgen soll?#kratz

Beitrag von dackie79 29.01.10 - 18:59 Uhr

Danke ihr lieben für eure Antworten!

Ich denke ich werde die NFM nicht machen lassen und falls irgendwas aufälliges zu sehen sein sollte gehe ich das Risiko ein mit der Fruchtwasseruntersuchung.

Ich weiß noch nicht genau was ich /wir machen würden wenn unser kleines irgendeine schlimme Behinderung hätte aber ich muß dazu sagen das wäre für mich ein Grund um abzutreiben. Ich habe schon eine gesunde Tochter und die würde dann immer hintenan stehen von der Arbeit mal abgesehen die ein behindertes Kind macht!

Klingt vielleicht sehr egoistisch für einige von euch aber das ist nun mal meine Meinung und dazu stehe ich!

lg doreen

Beitrag von anyca 29.01.10 - 19:42 Uhr

Die NFM gibt ohnehin nur auf bestimmte Behinderungen Hinweise, nicht auf alles.

Und die meisten Behinderungen entstehen sowieso erst später, sei es bei der Geburt, sei es danach.

In meiner Verwandtschaft sind drei behinderte Kinder, bei keinem hätte Pränataldiagnostik irgendwas geändert. Zwei haben so seltene Gendefekte, daß danach gar nicht gesucht wird, eines hatte einen Unfall.

Mein Neffe hat eine seltene Form von Kleinwuchs und bei der Feindiagnostik hieß es noch, er habe ja so lange Beine #kratz Dafür hatten sie bei seinem großen Bruder nach der FD Panik wegen möglichem Gendefekt gemacht, weil die Nabelschnur ungewöhnlich war, und der Knabe ist kerngesund #kratz

Nun ja, soviel zu meiner Erfahrung von Pränataldiagnostik ... wer absolut kein behindertes Kind will, dürfte theoretisch erst gar kein Kind kriegen ...