Warum können/sollen Alleinerziehende u/o Ältere kein Kind adoptieren?

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Beitrag von donaldine1 29.01.10 - 16:50 Uhr

Hallo!
Meine Frage paßt in kein Forum so direkt. Darum stelle ich sie mal hier hinein. Ich hoffe, das ist richtig.
Und ich bin auch sehr gespannt auf Meinungen und Sichtweisen.
Mich interessiert einfach mal die Frage, warum man als Alleinerziehender u/o "älterer" (also z.B. ab 40) Mensch oder auch als Homosexueller so gut wie keine Möglichkeit hat, ein Kind (zunächst jetzt mal egal ob aus dem Ausland oder aus Deutschland) zu adoptieren?
Und ich suche einfach mal wirklich fundierte und verständliche Gründe. Kann mir da jemand weiter helfen? #kratz
Ich persönlich habe nicht vor, ein Kind zu adoptieren.
Ich habe zum Glück drei ganz tolle Kinder.
Aber ich gehöre auch zu denen, die nicht mehr die jüngsten sind. Und ich gehöre zu denen, die durchaus in der Lage sind/wären (finanziell und mental) ihre Kinder alleine gut groß zu ziehen. Mit gutem familiären Hintergrund.
Ich habe schon manchmal darüber nachgedacht: Warum eigentlich würden solche Leute wie ich (vor allem, wenn ich vielleicht zusätzlich zu meinem Alter jetzt noch alleinerziehend u/o Homosexuell wäre) so gut wie keine Möglichkeit haben, eine Kind zu adoptieren?
Kann mir das jemand verständlich erklären?
Früher hatte ich mal die Diagnose bekommen, daß ich keine eigenen Kinder haben kann. Zum Glück hat sich das als falsch heraus gestellt. Trotzdem beschäftigen mich solche Themen seitdem schon sehr; auch, weil ich nicht unbedingt der Typ bin, der immer so nach "Durchschnittsstandard" lebt und leben will.
Liebe Grüße
donaldine1

Beitrag von schlafwuff 29.01.10 - 16:57 Uhr

Hi

Also verstehen kann ich das auch nicht und Gründe kann ich dir dafür leider auch keine nennen.

Aber ich vermute mal das das leider nicht ins etische Bild passt. "Ein Kind braucht doch Vater und Mutter!" Ich selbst war auch Pflegekind. "Mutter und Vater" waren zwar vorhanden aber ich hatte dort dennoch keine schöne Zeit. Das Jugendamt hat sich einfach nicht richtig darum gekümmert.

Ich denke die Damen und Herren vom Jugendamt sind da einfach viel zu engstirnig und konservativ um zu kapieren das ein Kind auch mit nur einem Erziehungsberechtigten klar kommt.

LG

Beitrag von sassi31 29.01.10 - 17:55 Uhr

Hallo,

wirklich verstehen kann ich das auch nicht. Ich nehme mal an, dass man den Kindern möglichst das perfekte Zuhause bieten will.
Wobei meine Meinung ist, dass man dafür nicht Mutter und Vater braucht. Wichtig ist, dass das Kind dort geliebt wird, sich wohl fühlt und die notwendige Unterstützung beim Aufwachsen usw. erhält. Außerdem gibts es sowieso keine Garantie, dass ein Adoptivelternpaar zusammen bleibt.

Gruß
Sassi

Beitrag von mausebaer86 29.01.10 - 18:55 Uhr

Es gibt aber Länder und auch Adoptionsbehörden, denen das egal ist sonst hätte meine Tante, Singel und damals 42 Jahr alt, meine Cousine nicht adoptieren können. Allerdings hätte sie auch kein Baby vermittelt bekommen-meine Cousine war 3 Jahre alt, als man sie meiner Tante "vorgeschlagen hat"....

Beitrag von curlysue2 29.01.10 - 19:16 Uhr

Hi!

Gründe dafür kann ich Dir auch keine nennen. Wenn das Umfeld stimmt und die mögliche(n) Adoptiv Eltern(teile) geeignet sind, verstehe ich auch nicht, warum nicht auch Alleinerziehende, Homosexuelle Paare etc. Kider adoptieren sollten ohne mehr Steine im Weg als "normale" Paare.

Allerdings kann es sein, dass jetzt langsam diese Handhabung etwas geweitet wird, denn bei uns z.B. werden händeringend Pflegeeltern gesucht. Diese können auch Alleinerziehend, homosexuell oder auch älter sein. Ältere bekommen aber dann dementsprechend auch in der Regel nur ältere Kinder.

Aber ich muss auch dazu sagen, dass ich es eigentlich nicht so schlecht finde, wenn mögliche Adoptiveltern ersteinmal auf Herz und nieren geprüft werden, denn schließlich soll das Kind nicht von Regen in die Traufe kommen (obwohl es auch da schwarze Schafe geben kann). Jedoch habe ich von Adoptionen zu wenig Ahnung um zu wissen oder beurteilen zu können, ob es in userem System nicht doch etwas zu "langsam" dabei zugeht. Jedoch sollte jeder Fall wirklich einzeln geprüft werden und nicht von vornherein in der Entscheidung mit Vorbehalten wegen heute schon gar nicht mal mehr so aussergewöhnlicher Lebensweisen/- verhältnisse belastet sein.

LG

curlysue

Beitrag von freckle06 29.01.10 - 19:19 Uhr

Hallo!

Ich denke einfach, dass die Kriterien überholt werden müssen! Ich weiß ja nicht, wie oft daüber nachgedacht und "entschieden" wird - aber ich glaube echt, dass die Bestimmungen schlicht und ergreifend nicht mehr zeitgemäß sind. Schade eigentlich!

Gruß

M. :-)

Beitrag von sternchen7778 29.01.10 - 19:20 Uhr

Hallo,

ich kann's auch nicht verstehen.

Mir fällt dann nur noch eine andere Frage ein:

Warum müssen angehende Adoptiveltern Einkommens-Nachweise und m²-Nachweise für's Kinderzimmer erbringen? Wenn irgendein Hans-Wurst ein Kind kriegt, ist es egal, was die Eltern verdienen, wie groß das Kinderzimmer ist etc. Einem Adoptivkind ist ein 12 m²Zimmer (ich meine, diese Größe mal gehört zu haben) aber nicht zumutbar, egal wie viel Liebe und Geborgenheit ihm die Eltern geben können. Da ist es anscheinend im Heim besser aufgehoben*kopfschüttel*.

LG, Sandra.

Beitrag von litalia 29.01.10 - 20:27 Uhr

ich denke man ist nur bedacht für diese kinder das "bestmöglichste" zu bieten.

ich persönlich finde einkommensnachweise selbstverständlich, schließlich muss sicher gestellt sein dass das adoptivkind auch finanziell gut versorgt werden kann.

Beitrag von simone_2403 29.01.10 - 21:54 Uhr

Und was passiert wenn aus welchen Gründen auch immer die Adoptiveltern Harz4 beziehen müssen?Geht das Kind dann wieder zurück weil ein Heimaufenthalt eine finanzielle Sicherheit bietet?

lg

Beitrag von sassi31 30.01.10 - 02:33 Uhr

Aber ein Einkommensnachweis zum Zeitpunkt des Adoptionsantrag sagt nichts darüber aus, ob das Kind bis es erwachsen ist finanziell gut versorgt ist. Was ist, wenn der Hauptverdiener seine Arbeit verliert?

Beitrag von enni12 29.01.10 - 19:59 Uhr

Hallo,

das werde ich auch nie verstehen #aerger
Wir hatten auch in der Bekanntschaft einen Fall. Was die alles vorweisen mussten und tun sollten, damit sie ein Kind bekommen #schock
Ich verstehe ja (und finde es wichtig), dass die Leute schon genau geprüft werden aber das geht echt zu weit!

Offenbar ist es für die Kinder schöner, ein Leben in Armut oder dem Heim zu verbringen. Wichtig ist, dass beide Eltern Arbeit haben, das Kind eine Mindestgröße Zimmer hat, Geld da ist, die Eltern ein bestimmtes Alter haben und sich haben testen lassen, dass sie nicht krank sind und noch 1000 andere Dinge #augen

Ja, die Kriterien sollten sehr sehr dringend überarbeitet werden.

LG

Dani

Beitrag von anyca 29.01.10 - 22:03 Uhr

Das ist doch Quark. Wie viele Kinder leben denn im Heim, bloß weil zu viele potentielle Adoptiveltern aussortiert werden? Doch wohl keine! Wenn Kinder im Heim leben, obwohl sie adoptiert werden könnten, dann doch weil sie den Adoptiveltern zu alt oder zu schwierig oder behindert sind ...

Und daß ein Kind nicht gerade von einer Familie adoptiert werden sollte, wo ein Elternteil ernsthaft krank ist, macht doch wohl auch Sinn, oder? Sonst ist nicht genug Energie für das Kind da oder derjenige stirbt sogar ...

"Was die alles vorweisen mussten und tun sollten, damit sie ein Kind bekommen"

Ein Adoptionsverfahren hat nicht den Zweck, daß Eltern ein Kind bekommen, sondern daß ein Kind die bestmöglichen Eltern bekommt.

Beitrag von sully0904 29.01.10 - 20:29 Uhr

Hallo!

Ich schreibe jetzte das, was ich dazu denke! Es ist nicht meine Meinung! Also: Steine drin lassen!!!! ;-)

Ich denke, dass der Grundgedanke der ist, dass ein Adoptivkind ein möglichst gutes Umfeld haben sollte! In einer "normalen" Familie!

Ich glaube, dass viele Adoptivkinder eine schwere Zeit durchmachen, wenn sie erfahren, dass ihre Eltern nicht die leiblichen Eltern sind.
Wie wird es dann erst, wenn sie auch noch in der Schule ausgegrenzt werden, weil sie homosexuelle Eltern haben?!
Oder wenn sie früh waise werden, weil die Eltern schon älter sind. (ICH weiß, auch Junge können sterben!)
Jeder weiß, dass es Alleinerziehende viiiiel schwerer haben, warum soll man das freiwillig machen?!

Ich lege allen Steinewerfer noch mal ans Herz, dass ich nur das schreibe, was ich glaube, was die Gründe sind!!! #liebdrueck

LG Susanne

Beitrag von simone_2403 29.01.10 - 21:46 Uhr

Ich werf nicht,wozu auch ;-) Im Ansatz hast du nicht ganz unrecht ABER...;-) ....

- bei Promis geht das egal ob schwul oder alt (beispiel Madonna/Lindner )

Warum in 3 Teufels Namen wird da ein Unterschied gemacht? Lindner ist schwul,die Partnerschaft ist zerbrochen,wird da jetzt nochmal nach gefragt wie das Kind sich fühlt?

Madonna...die gute 16.August 1958!!! geboren adoptierte vor 1 Jahr die Kleine (hoffentlich irre ich jetzt nicht bei dem Namen) Mercy. Kein Schwein kräht danach

Promibonus?Wer denkt eigentlich an die Kinder SOLCHER Leute.

Ich möchte NICHT unterstellen das sie diese Kinder nicht leiben um Gottes Willen nein ABER...Adoptionsbehörden messen mit zweierlei Maß und KEIN SCHWEIN denkt dabei an die Kinder die be Hernn und Frau Hinzelfuzel wahrscheinlich einen Traum von Kindheit verleben könnten,diese aber als Adoptiveltern zu alt oder zu Unvermögend sind.

lg

Beitrag von anyca 29.01.10 - 22:10 Uhr

Madonna hat nicht in Deutschland adoptiert, soweit ich weiß. In den USA sind die Regeln doch vermutlich völlig anders, sollen sich jetzt deutsche Jugendämter an Madonna orientieren?#kratz

Beitrag von simone_2403 30.01.10 - 00:18 Uhr

Ist das nicht völlig egal um welche Adoptionsbehörde es sich da handelt?Geht es nicht im Grunde um das Kind?
Zumal die USA das Haager Abkommen mit unterzeichnet hat,somit also auch dem Adoptionsreglement unterworfen ist wie Deutschland.


Es geht hier schlicht und ergreifend um Behördenwillkür.Die Behörde entscheidet ob Eltern "gut genug" sind ein dickes Bankkonto ala Madonna ist da mehr als hilfreich.Kräht jetzt vieleicht noch einer danach das die gute Frau geschieden ist ergo auch AE,nein.Ebenso verhält es sich bei Lindner bei ihm kommt noch hinzu Homosexuell zu sein (was mich absolut nicht stört) und auch AE nach einem bitterbösen Trennungskrieg.

Was also wäre anders daran von vorne herein zu sagen AE und Homosexuelle Paare haben die gleichen Möglichkeiten wie jeder andere auch?Wegen den Betreuungszeiten?Das bekommt ein AE genauso geregelt wie ein verheiratetes oder Homopaar.

Beitrag von emeri 30.01.10 - 14:50 Uhr

hey,

das haager abkommen regelt allerdings nur, aus welchen ländern keine kinder adoptiert werden dürfen. das hat mit den jeweiligen adoptionsgesetzen innerhalb des landes nichts zu tun.

lg emeri

Beitrag von emeri 29.01.10 - 22:15 Uhr

hey,

also wenn man genug geld springen lässt kann sich so ziemlich jeder so ziemlich überallher über zwielichtige wege ein kind adoptieren. die frage ist: will man das?!

in Ö z.b. sind die bestimmungen für auslandsadoption sehr, sehr streng. es gibt zig länder auf einer eigenen liste, aus denen auslandsadoption über die behörde gar nicht möglich ist, da in diesen ländern oftmals kinder entführt werden um gegen viel geld zu veradoptieren. will man wirklich so ein kind haben?!

über seriöse wege bekommt man aus dem ausland gar keine neugeborenen. wenn alles seriös läuft ist das kind mind. 8-9 monate alt, wenn nicht älter.

lg emeri

Beitrag von tauchmaus01 29.01.10 - 20:49 Uhr

Tja, es geht vielleicht auch darum dass das Kind die Möglichkeit haben soll nicht nur Frembetreut zu werden.
SInd beide Eltern da würde es reichen wenn einer Ganztags arbeitet und einer Halbtags und sich um das Kind kümmern kann. Alleinerziehend mit Kind zu überleben bedeutet dass das Kind im Grunde von Morgens bis Abends untergebracht werden muß damit die Mutter/Vater arbeiten kann,.

Vielleicht liegt es daran? Ein Kind kostet im Laufe seines Erwachsenwerdens echt ne Menge Geld, ich denke da ist es eben wichtig dass einer da gute Arbeit hat.

Es handelt sich bei Adoptionen nicht um Tiere aus dem Tierheim, dass es da strenge Regeln gibt finde ich gut.
Denke auch dass die Kinder ein sehr gutes Umfeld haben sollten wenn sie adoptiert werden und eben auch so dass sie in Zukunft damit keine Probleme haben werden.

Das ist nur MEIne Meinung;-)

Beitrag von anyca 29.01.10 - 21:47 Uhr

Naja, für ein Adoptivkind (das ja im Zweifel eine schwere Zeit hinter sich hat und ziemlich viel "Ballast" mitbringt, vielleicht Therapien und sicher besonders viel Aufmerksamkeit braucht) sollte man schon besonders viel Zeit und Aufmerksamkeit haben, und das ist bei zwei Elternteilen eben eher gewährleistet als bei einem.

Ganz ausgeschlossen ist es ja nicht ... eine Bekannte meines Vaters konnte nach einer Krebserkrankung keine Kinder mehr bekommen, war allein und adoptierte in der 1970gern ein Mädchen aus Vietnam. Der Krebs kam irgendwann zurück, sie starb, und das Mädchen (mittlerweile eine junge Erwachsene), das vorher schon Identitätsprobleme aufgrund der Adoption gehabt hatte, stürzte völlig ab, mußte ihr eigenes Kind in eine Pflegefamilie geben und starb kurz darauf bei einem selbst verschuldeten Unfall.:-(
Klar, ein extremes Beispiel, aber vielleicht wäre das anders gelaufen, wenn es noch einen Adoptivvater gegeben hätte ...

Beitrag von schullek 29.01.10 - 21:53 Uhr

hallo,

meine tante und onkel haben einen kleinen jungen adoptiert, kurz bevor mein onkel 40 wurde. danach wäre es wohl nicht mehr möglich gewesen. das war vor zehn jahren. und wenn ich mir meinen onkel heute so anschaue, find ich diese regelung doch ganz gut.
ich meine, es gibt seh viele ehepaare, die ein kind adoptieren wollen und warum sollten da nicht die mit den für das kind besten voraussetzungen gewählt werden? ein 35 jähriger kann realistischerweise länger für das kind aktiv da sein, als ein 50 jähriger.
das mag herzlos klingen, ist doch aber wohl so.
ich meine, wenn du ein kind zur adoption freigeben würdest, würde doch auch das alter der pot. eltern für dich ein auswahlkriterium sein oder nicht?

was homosexuelle udn alleinstehende betrifft finde ich das ganze schwierig.
meine rein menschliche, emotionale seite würde sagen: gleiches recht für alle.
aber rational sehe ich nat. auch gründe, die dagegen sprechen.
zum einen ist es für ein kind doch besser zwei für sie verantwortliche liebende elternteile zu haben, als einen. dadurch ist nat. auch die chance höher, das im fall der fälle wenigstens einer da ist, der für das kind da ist.
homosexuelle. schwierige sache. gesellschaftlich gesehen passt es nat. nicht, wenn ein kind nicht in eine als 'natürlich' angesehene partnerschaft gegeben wird und dort aufwächst.


lg

Beitrag von emeri 29.01.10 - 22:09 Uhr

hey,

also ich kann nur aus österreichischer sicht sprechen: in Ö ist es auch für alleinstehende menschen möglich ein kind zu adoptieren. weiters muss man nicht seine sexuelle neigung preisgeben. lebt man in einer homosexuellen beziehung, kann man eben nicht als paar adoptieren, sondern nur als alleinstehender.

weiters will ich ganz klar anmerken, dass bei adoptionen nicht kinder für eltern gesucht werden, sondern eltern für kinder. abgesehen davon gibt es viel mehr adoptionswillige eltern als tatsächlich kinder veradoptiert werden. und wenn man schon die möglichkeit hat, zu wählen, warum sollte man nicht?! natürlich kann es sein, dass adoptiveltern auch mal in notlagen kommen, aber das ist keine begründung dafür zu sagen, dass man dann ja sowieso jedem hinz und kunz ein kind nachwerfen könnte, weil es ja dann sowieso egal ist.

außerdem sind kinder in heimen nicht automatisch zur adoption frei gegeben. ebensowenig kinder in pflegefamilien. also zählt das "da steckt man lieber kinder ins heim als sie zu adoptionswilligen menschen zu geben" nicht. es gibt auch noch gewisse gesetze.

zum alter: grundsätzlich gilt das höchstalter als solches, in dem frauen im normalfall selbst noch kinder bekommen könnten. natürlich könnte man jetzt sagen, dass ja mittlerweile auch noch 70 jährige kinder bekommen und es durchaus auch vorkommt, dass über 40 jährige noch kinder bekommen. allerdings denke ich, dass es auch im sinne der kinder ist, dass es diese regelung gibt.

und zu guter letzt: es hat sich als sehr förderlich heraus gestellt, dass tatsächlich etwas größere hürden auf dem weg zur adoption zu bewältigen sind. es ist schon sinnvoll, dass sich menschen mind. 6 monate (mindestlaufzeit der bearbeitung in österreich) damit auseinandersetzen müssen, wie das leben mit adoptivkind sein wird. dass kurse besucht werden müssen, dass ein psychologisches gutachten gebracht werden muss. nicht wenige anträge werden von den adoptionswerbern selbst wieder zurückgezogen. was sagt das wohl über solche menschen aus? was haben die sich dann wohl dabei gedacht, als sie sich beworben haben? "na, heute hätte ich lust auf ein kind, adoptieren wir uns eben eines?!".

wie gesagt, ich sehe schon sinn in den bestimmungen die derzeit herrschen. ja, jeder kann kinder bekommen und keiner fragt nach, wie es um deren finanzielles einkommen besteht. und ja, wenn ich ehrlich bin, hätte ich so manchem kind gern einiges erspart und einen anderen familiären hintergrund gewünscht. aber so ist es nun einmal und damit müssen wir leben.

außerdem: die behörde muss sich so gut wie möglich absichern. was würde es nur für ein hallo geben, wenn man kinder mal einfach so an jeden weitergeben würde?!

lg emeri

Beitrag von parzifal 30.01.10 - 01:49 Uhr

Weil es wohl mehr Adoptionswünsche als Adoptivkinder gibt.

Und je größer die Wahrscheinlichkeit für ein "normales" Aufwachsen ist, umso eher sollte man diese auch wählen.

Und die Wahrscheinlichkeit hierfür ist bei verheirateten Eltern nunmal größer als bei homosexuellen und alleinerziehenden Eltern.



Beitrag von stellamarie99 30.01.10 - 08:14 Uhr

Hallo,

Eltern sind wichtig für die Stabilität des Kindes, vielleicht sind Alleinerziehende ein größeres Risiko.

Ältere ebenso, es muss gewährleistet sein, dass die Eltern das Kind auch bis zum Erwachsenenalter begleiten können.

Die Realität sieht aber meistens anders aus.

Meine Freundin hat ihre große Tochter adoptiert.

Sie und ihr Mann (jung, Gutverdiener beide) versuchten jahrelang ein Kind zusammen zu bekommen, haben sich untersuchen lassen, bei beiden alles okay, haben es mit Befruchtung versucht, nichts, letzter Ausweg, Adoption. Nach langer Zeit hatten sie endlich ihre Tochter bekommen, sie durften sie aus dem Krankenhaus nach dessen Geburt zu sich nach hause holen.

Nur die langen zermürbenden Jahre, indem sie so für ein eigenes Kind gekämpft haben, hat ihre Ehe kaputt gemacht. Als die Kleine knapp 2 Jahre alt war, haben sie sich scheiden lassen.

Sie war nun alleinerziehend, hat auch einen neuen Partner gefunden, ihr Exmann hat wieder geheiratet.

Nun, sie hat doch noch 2 eigene Kinder bekommen, das zweite mit 43 Jahren, ihre Adoptivtochter ist heute über 20.

Ihr Exmann hat ebenfalls eine leibliche Tochter mit seiner neuen Frau.

LG

Beitrag von clazwi 30.01.10 - 08:39 Uhr

Hallo Donaldine,

ich bin selbst Adoptiv- und Pflegemama und leite seit etlichen Jahren eine entsprechende Gruppe.
In dieser Gruppe haben wir sehr wohl Eltern, die ü40 waren und hier im Inland adoptiert haben.

Auch Singles und Homosexuelle können adoptieren - wobei Adoption bei Homosexuellen leider tatsächlich erschwert ist.

LG
Claudia

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