Dogge - Magendrehung - OP

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Beitrag von callygraphy 30.01.10 - 00:43 Uhr

Hallo,

ich habe eine Deutsche Dogge.
Lotte - 6 Monate alt.

Immer wieder wird mir Angst gemacht wegen Magendrehung - mit den unterschiedlichsten Argumenten (Futter hoch stellen - Futter bloß nicht hochstellen/ alles nur Vererbung / kommt aufs Füttern an etc.)
Angeblich soll es 50% der Deutschen Doggen ereilen.

Nun lese ich in OP-Berichten immer dass der Magen dabei nach der Drehung zurückgedreht und im Bauchraum fixiert wird.

Im Sommer steht die Katration an.
Nun überlege ich, ob es nicht möglich ist dabei diese Magenfixierung gleich mit vorzunehmen und damit das Übel gleich von vornherein auszuschließen.

Wer weiß ob dies geht?
Wer hat es machen lassen?
Wer hat vielleicht Deutsche Doggen - und damit Erafhrung?
Wer hat Erfahrung mit Magendrehungen.

Es ist nicht mein erster Hund - aber mein erster Riesenrassenhund.

LG
C al

Beitrag von blahblah 30.01.10 - 04:39 Uhr

Ich weiß zwar nicht ob der TA die Fixierung vorsorglich machen darf und würde aber wir hatten mal nen Labrador Dalamtiner Mix , der wohl auch gefährdet ist sowas zu bekommen. Unser TA riet uns ihn nur abends nach dem letzten Gassigang zu füttern und dannach nicht mehr mit ihm zu toben. Ne Magendrehung passiert schneller wenn der Magen voll ist und wenn der Hund abends Futter bekommt ist der Magen morgens wieder leer.
LG
#bla

Beitrag von glu 30.01.10 - 12:48 Uhr

Diese Annahme ist mittlerweile auch schon überholt da viele Hunde eine Magendrehung bekamen trotz leerem Magen!

Andere Hunden haben sie nach dem Fressen gar nicht mehr bewegt und haben trotzdem eine Drehung gehabt!

Und die Tagesration auf einmal zu füttern, macht den Magen ja auch ziemlich voll!

lg glu

Beitrag von keks9 30.01.10 - 06:33 Uhr

da kannst nix vorsorgen.
hatte ne rottihündin.die hatte ne magendrehung.sie bekam IMMER nur abends Futter!!!NACH dem gassigang.

Eines Tages, Josy war am fressen,es lief GZSZ hatte ich meine Birne fertig und sie bekam immer den Butzen.
Ich lief zu ihr und denke sag mal sie hat ja gar nicht fertig gegessen#kratz gab ihr den butzen und den wollt sie nicht.

normal futtert sie ALLES auf.

Sie hat es fast eingeatmet-das ist nicht gut..... aber so ass sie eben.

Hab sie in ruhe gelassen und mir nix gedacht.

nach GZSZ ging ich wieder in die Küche und Josy lag dran. immer noch nicht fertig gegessen. Hmmm...


Ich legte meinen kleinen ins Bett.

Da fing Josy zum winzeln an so wie wenn sie raus will. ok nochmal auf die Wiese. Dann wolllte sie sich übergeben. Kam aber nix ausser etwas schleim. Dachte ihr is schlecht.

gemacht hat sie auch nix...


ok wieder hoch.
Wasser wollte sie keins.

wir uns dann langsam fürs Bett fertig gemacht. Wieder gejammere. ok wieder raus. Es war dunkel. Ich dachte sie hat was gemacht weil sie sich zum pinkeln hinsetzte.
(die machen ja nix mehr bei ner Drehung weil alles zu ist)

Josy war ne starke Hündin die keine Schmerzen zeigte.

Jedenfalls sind wir ins Bett.Kurz hab ich nochmal was winzeln gehört. Dachte neee muß sie schon wieder raus.... dachte jetzt warte ich mal.
Vielleicht hat se Bauchweh.... wenns morgen nich besser ist gehn wir zum TA. War ja schon spät....


Ja ja...wär ich mal lieber gleich gegeangen. Josy war am nächsten morgen Tot ! BAuch aufgebläht und da lag sie.

Ich hatte es nicht geblickt.

Sie ziegte nix an Schmerz ect.....

Hab mich so schuldig gefühlt. Aber wer denkt schon an sowas nur weil der hund ab und zu etwas winzelt ?????

HAb ich ja bei meinen jetztigen auch. Aus langeweile aus keine Ahnung was sie tun es halt^^

Die Näpfe waren an der Wand oben fixiert. Also auf ihre Höhe.

Du kannst nix machen wenn es so is dann isses so.....

Beitrag von hunaro 30.01.10 - 12:48 Uhr

Oh Mann, so hab ich meinen DSH-Mix Xanto auch verloren. Den hab ich nach der Standhitze meiner Hündin an dem Tag wieder von meiner Freundin abgeholt und abends winselte er auch vor der Schlafzimmertür.
Wir dachten, er würde, wie am Tag auch, zu der noch immer gut riechenden Hündin wollen, die bei uns war. Morgens war Xanto tot.:-( Trotz 2 x tgl. kleinere Mengen füttern, BARF (er hatte allerdings bei meiner Freundin Trofu bekommen), Ruhe nach dem Fressen (Wobei ich heute ne gleichmäßige Bewegung für besser halte. Also sachte Spaziergang nach dem Füttern.) etc.

#kerze

Beitrag von keks9 01.02.10 - 08:48 Uhr

oh mann das is schlimm gell. man macht sich vorwürfe,,,,


war ganz schlimm als ich sie morgens im flur da liegen sah-ganz steiff, offene augen...:-(

schlimm war es das es auch noch morgens ganz früh war. an nem Samstag. ich musste erstmal den TA erreichen.
HAb dann nur mal ne decke drüber und dann tranken wir erstmal kaffe und heulten.
sie hatte noch ein bissel was verloren das hab ich dann erstmal notdürftig weggemacht (etwas pipi)

Mein Mann ist dann runter hat das auto startklar gemacht sitz umgeklappt denn einfach so hat sie ja nicht in den Kofferraum gepasst, da sie erstens ja ein Rotti war und zweitens der länge nach starb mit ausgestreckten Beinen nach hinten weg und auch nach vorn.
somit war sie ellenlang und ja auch steiff.

und seeehr schwer. zu zweit haben wir sie wie ein brett das treppenhaus runter getragen und gehofft es kommt jetzt keiner.....
im Auto fing sie das blubbern an. das war ganz schlimm. Luft die noch in der Lunge war oder so.....

das abgeben beim TA war auch schlimm:-(
ich hab so geheult.....:-(
Mag gar nimmer dran denken.

Josy#kerze ich vermiss Dich !!!!!!#heul

Beitrag von chou99 30.01.10 - 08:31 Uhr

Hallo!

Ich würde es nicht machen. Habe schon zu viele Hunde gesehen, die sich trotz festnähen ein zweites mal gedreht haben. Birgt also nur unnötiges Risiko.

Grüße
Nicole

Beitrag von coolmum 30.01.10 - 09:41 Uhr

hallo.

also zur vorsorge so ne op würd ich niemals machen. ich denk auch nicht dass es einen tierarzt gibt der sowas macht.

ich persönlich kenne viele fälle von magendrehungen (schäferhunde), hatte selbst gott sei dank noch keinen.

klar gibt es ein paar sachen die man vorbeugend machen kann wie eben lieber zwei mal täglich füttern und danach zwei stunden ruhen lassen ect.
aber im endeffekt kann ein hund ne magendrehung kriegen wenn er nur im körbchen liegt und sich einmal umdreht.

das problem bei doggen, schäferhunden ect, ist der tief hängende brustkorb. darin ist relativ viel platz. genau unter dem magen hängt die milz. hat der hund nun ein schwaches bindegewebe, so hat die milz viel platz zu schwingen. schwing sie zu weit gibt sie dem magen die möglichkeit zu drehen.

das gefährliche ist, dass die hunde dermaßen unter schmerzen leiden, dass sie meist zu fertig sind um noch irgendwelche anzeichen zu zeigen.
passiert es also nachts ist dem hund meist nicht mehr zu helfen...

ich wünsch dir dass deine hündin ein starkes bindegewebe hat und somit die chance relativ gering ist, dass sie eine magendrehung bekommt!

lg

Beitrag von keks9 30.01.10 - 10:50 Uhr

ach das hat auch was mit dem Bindegewebe zu tun??? das wusst ich nicht

Beitrag von coolmum 30.01.10 - 11:03 Uhr

ja sehr viel sogar.
umso schlechter das bindegewebe umso weniger halt hat die milz und umso mehr schwingt sie hin und her

Beitrag von farina76 30.01.10 - 12:23 Uhr

Bei einer Bekannten hatte der Hund ein Magendrehung konnte aber gerettet werden. Aber sie ist seitdem sehr vorsichtig.

Was sie z.B. macht ist eben nach dem füttern für 3 Stunden nicht spielen oder toben mit dem Hund. Leicht verdauliches Futter, falls es Trockenfutter sein muß dann unbedingt eins das nicht im Magen aufquillt.

Auf jeden Fall darauf achten falls es Anzeichen gibt und dann schnell zum Arzt.

Beitrag von booo 30.01.10 - 12:39 Uhr

Ich hab leider schon etliche Hunde gesehen bzw auf dem Op Tisch gehabt, die nach dem Füttern direkt geruht/geschlafen haben :-( Sogar deutlich mehr, als welche die danach getobt hatten....

Beitrag von hunaro 30.01.10 - 12:51 Uhr

Mein Reden!#pro

LG, Ute

Beitrag von booo 30.01.10 - 17:33 Uhr

Ja, leider ist es so.

Magendrehungen kamen nämlich IMMER im Spät/Nachtdienst :-(

Beitrag von farina76 30.01.10 - 13:33 Uhr

Also bringt das eigentlich garnichts?

Meine Freundin ist seitdem nämlich überempfindlich bei den Zeiten und es gibt eben nur noch Fleisch oder mal ein kaltgepresstes Trockenfutter und und.

LG Sabine

Beitrag von booo 30.01.10 - 17:32 Uhr

Es kann was bringen, muss aber nicht.

Wie gesagt ich hab schon ein paar Hunde mit Magendrehung erlebt (manche kamen leider erst tot an.. :-() und die meisten davon haben eben NICHT getobt, sondern sich ganz normal ausgeruht und den Besitzern ist nur aufgefallen dass sie nicht aufstehen wollten etc.

Daher sterben viele Hunde Nachts auch einfach, da eine Magendrehung Nachts oft unbemerkt bleibt. Viele Hunde leiden still im Körbchen vor sich hin.. :-(

Ich bin mir nicht sicher, da wir nicht jedesmal danach gefragt haben, ich glaub es war sogar kein Einziger Hund dabei,der danach getobt hatte.

Ich kenn auch gebarfte Hunde die eine Magendrehung bekamen.
Ich kenn einen Hund der bekam von zu viel Wasser !!!! eine Magendrehung!

Also warum auch immer, keiner weiß es GENAU, es gibt aber Hunderte Theorien dazu.

Ich sage immer: Wenn es einen erwischt, erwischt es ihn. Da kann man nicht vorbeugen :-(

Ich kenn eine Tierärztin die die Theorie vertrat, dass Magendrehungen in Ruhephasen eher auftreten, da da der ganze Hund entspannt ist. Beim toben hat der Magen zwar mehr Platz zum schwingen, jedoch ist hier der ganze Körper angespannt.

Ob das stimmt... keiner weiß es.....
Trotzdem frag ich mich wie es manche Hunde schaffen, dass der Magen sich 3 Mal oder so gedreht hat#schock

Ich hab auch schonmal gelesen, dass manche denken es ist anatomisch veranlagt, wenn der Magen also zu "schräg" im Hundekörper hängt...

#gruebel

Beitrag von callygraphy 30.01.10 - 13:10 Uhr

hallo,
vielen Dank für eure Antworten.

Das klingt zum Teil echt gruselig.

jetzt weiß ich trotzdem nicht ob ich beim Kastrieren gleich den magen mit fixieren lasse.
Laut den gesetzten Link scheint das ja wirklich zu gehen- buw. schon gängige Praxis zu sein.

Ich frage mich dennoch wie es trotz Festnähen zu einem zweiten dreher kommen kann.
Wiekann das passieren?

Das zusätzliche Risiko beim Magen prophylaktisch fixieren sehe ich allerdings nicht - Sie ist ja dann schon offen und in Vollnarkose.
Ich dachte eigentlich ich erspare Risiko weil sie eben keine zweite Narkose und Aufschnitt braucht und weil sie noch recht jung dann ist (von wegen Kreislaufstabilität) - denn oft scheint dass ja erst im "höheren" Alter aufzutreten.

Ich fütter die empfohlene Tagesmenge immer auf 3-5 Mahlzeiten über den Tag verteilt und halte danach 2 Stunden Ruhe ein mit ihr.
Sie bekommt ein Trockenfutter extra für die Aufzucht von Riesenrassenwelpen/-junghunden.
Und eben die üblichen Leckereien.

LG Cal

Beitrag von farina76 30.01.10 - 13:24 Uhr

Ich halte von diesen Futtern nix. Ich würde gar kein Trockenfutter geben oder ein kaltgepresstes dass im Magen nicht mehr aufquilt.

Das mit dem aufteilen ist schon mal gut.

Sprech doch wegen dem fixieren deine Tierarzt mal an.

LG

Beitrag von doggeblau 30.01.10 - 16:06 Uhr

Hallo,

wir haben seit Jahren DD und züchten und haben noch nie einen Magendreher gehabt!
Wir füttern immer nach dem Gassi gehen, haben Doggengerechte ( Futternäpfe in höhenverstellbaren Futterbaren)
Wir lassen die Hunde nach dem Füttern nicht toben

Damit sind wir bisher immer gut gefahren.

Prophylaktische Magenfixierung halte ich für unnötig und eine Zumutung für den Hund

Falls Du noch Fragen hast, kannst Du mir gern eine PN schicken.

LG, die blaue Dogge#hund#snowy

Beitrag von callygraphy 30.01.10 - 21:42 Uhr

Hallo,

uns wurde das Trockenfutter direkt von mehreren Tierärzten und Züchtern empfohlen.
Man sagte uns auch ausdrücklich möglichst nur (dieses) Trockenfutter zu füttern.

Lotte bekommt aber immer mal noch was dazu: Quark, Banane, Apfel, also Obst und Gemüse. Kartoffeln/Nudel/Reis ganz selten mal untergemischt.
War bis jetzt bei allen Hunden so, und bei alles wars okay laut Züchter und Tierazt.

Aber die Futterfrage ist ohnehin eine individualisierte Philosophie ohne "Endlösung" für alle.

Kann ich das Aufquellen des Futters im Magen denn verhindern indem ich es vor dem Füttern in Wasser einweiche bis es aufgequollen ist?
Ich hab mal gelesen man soll das möglichst nicht machen.

Ach mensch, jetzt weiß ich gar nicht mehr wie ich das möglichst verhindern kann.

Genauso wie das Napf hochstellen.
Uns wurde gesagt bloß nicht hochstellen - in der Natur fressen große Tiere/Wölfe/Hunde auch vom Boden.
Andere sagen unbedingt hochstellen

Vielen Dank,
LG
Cal