Hochbegabtenklasse im Gymnasium - Aufnahme, IQ-Test etc. STOLZ! *lang

Archiv des urbia-Forums Kids & Schule.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von wetterleuchten 30.01.10 - 09:03 Uhr

Hallo ihr Lieben,
ich möchte euch die Geschichte meines Sohnes erzählen, mit dem ich so unheimlich stolz bin!!! Er ist in Deutschland seit 2,5 Jahren und seit eben dieser Zeit spricht/lernt er nur Deutsch. Trotzdem hat er es geschafft, nicht nur eine gymnasiale Empfehlung zu bekommen, sondern in eine Hochbegabtenklasse aufgenommen zu werden!!!

Sorry, ist lang geworden, aber die, die lesen lieben und auf eine interessante Geschichte neugierig sind, sind hier richtig! Für die besonders schnelle etwas zum Inhalt: im ersten Abschnitt geht es um meinen Sohn, im zweiten – um die Hochbegabtenschule und im dritten – um Aufnahmeverfahren in die Klasse einschließlich IQ-Tests. Besonders neugierige können vielleicht sofort nach unten scrollen!

Also ich beginne jetzt mal:
Wir sind Migranten, aber wir sind zuerst alleine – mein Mann und ich - gekommen, weil wir nicht sicher waren, wie es hier so wird. Zuerst mussten wir uns zurecht finden, eine sichere Arbeit haben, finanziell aufm festen Fuß stehen. (Jetzt am Rande für alle: wir sind nicht Asylanten und haben NIE eine Sozialhilfe in Anspruch genommen, wir sind hier nur dank unseren Qualifikationen und Fähigkeiten, also bitte nicht sofort verurteilen!) Wir haben beide studiert (Aufbaustudium, Fortbildung etc.) und gearbeitet und konnten einem Kind nicht gerecht werden. So blieb unser Großer bis er 7 wurde in Bulgarien, unserer Heimat, wo er auch mit 6 eingeschult wurde. Noch in der 1. Klasse hat der Lehrer gemerkt, dass er sehr scharfsinnig ist, leicht lernt und ein Querdenker ist. Mit 7 ist er dann nach DE gekommen und ging in die 2. Klasse. Das war unser ausdrücklicher Wunsch, dass er die Klasse nicht wiederholt und kein Jahr verliert, aber es war schwer, da er der Sprache nicht mächtig war, er konnte kein Deutsch, als er gekommen ist. Er hat dann in der Schule den Förderunterricht bekommen, die Lehrer und die Kinder in der Klasse haben ihm sehr geholfen beim Deutschlernen. Er musste dann wegen dem Umzug die Schule wechseln, noch innerhalb des ersten Schuljahres, also 2. Klasse, ab August bis Februar ist er zu einer Schule gegangen, und ab März 2008 dann zu der neuen. In beiden Schulen haben die Lehrer gemerkt, wie wahnsinnig schnell er Deutsch gelernt hat (er ist ja in die 1. Schule nur knapp ein halbes Jahr gegangen, konnte am Anfang kein Wort Deutsch und als er nach Ralingen gekommen ist, plapperte er schon total locker). Außerdem hat er sich leicht integriert, es war schon eine große Leistung, dass er innerhalb von 2 Schuljahren 3 Schulen gewechselt hat, immer neue Gesichter, neue Regeln - und neues Land, neue Sprache. Und obwohl ist es bei uns so, dass seine Hochbegabung sich leider nicht in den Noten wiederspiegelt - er hat allzu oft Dreier, (viel häufiger als es mir lieb wäre), regelmäßig Zweier und relativ selten Einser (viel seltener als es mir lieb wäre...), trotzdem ist er bei weitem kein schlechter Schuler. Naja, man sagt ja, dass die Noten alleine noch kein Indiz für Hochbegabung sind, sondern vielmehr die Aufnahmefähigkeit, Reaktionsvermögen, Denkweise usw.usw. Als er noch zu der 1. Schule ging, hat und die dortige Rektorin empfohlen, uns zu informieren, wie es mit der Hochbegabtenklasse bei AVG (ein Gymnasium hier in Trier) ausschaut, ihrer Meinung nach wäre er ein Kandidat dafür – und das, obwohl er damals erst 2.Klasse war und kaum Deutsch sprach! Ich bewundere die Frau, weil die das damals erkannt hat, es wäre mir nie in den Sinn gekommen. Ich war total überrascht damals. Und die hiesige Lehrerin merkte das auch und unterstützte uns dabei, wenn die Zeit gekommen ist, dass wir das einfach probieren.

Es gibt in Trier ja 5 Gymnasien. Und eins davon – Auguste Viktoria , also AVG, - hat damals im Wettbewerb gewonnen und Subsidien bekommen, um eine Hochbegabtenklasse zu eröffnen. Diese Klasse gibt es seit 2005, also nicht allzu lange. Bei AVG werden jedes Jahr 4 neue Klassen aufgenommen – 3 „reguläre“ und 1 mit hochbegabten Kindern. Die HB-Klasse besteht aus max. 20-25 Kindern, die werden individuell gefördert und in ihrer Entwicklung unterstützt. Da werden erstens Lernstrategien erprobt, damit die Begabungen sich in die Leistungen umsetzen (bei uns ist es wirklich nötig), außerdem werden individuell die AGs belegt, jedem Kind nach seinen Bedürfnissen. So wurde uns nahe gelegt, dass unser mindestens eine Naturwissenschaftliche AG belegen soll, da seine Stärken sich deutlich in geisteswissenschaftlichem Bereich zeigen, also quasi zum Ausgleich. Zu weiteren „Besonderheiten“ der Klasse: ab der 5. Klasse lernen die Kinder an Sprachen Englisch UND Latein, ab der 6. Klasse kommt Französisch dazu, und ab der 7. Klasse beginnt Englisch bilingual (die Sachkunde und Geschichte werden in englischer Sprache vorgetragen). Ab der 8. Klasse kommt die 4. Fremdsprache dazu (mein Sohn hat sich bereits jetzt für Chinesisch entschieden – ja, auch „exotische“ Sprachen werden angeboten.) Außerdem gibt es in der Sekundärstufe II ein Jahr weniger – es gibt keine 9. Klasse, die Kinder kommen aus der 8. Klasse sofort in die 10. Sie könnten dann das ABI ein Jahr früher als gleichaltrige machen, aber die meisten benutzen dieses „geschenkte“ Jahr für einen Auslandsaufenthalt, ich glaube, das werden wir auch tun. Ach ja, die Hochbegabtenklasse existiert nur als Ganztagsschule, wobei der Unterrichtraster so zusammengestellt ist, dass die musischen und geisteswissenschaftlichen Fächer immer abwechselnd mit den NaWi und Bewegung vorkommen, sodass die Kinder immer gute Abwechslung bekommen. Auch das AG Angebot ist sehr breit: es gibt fast ALLE NaWi Fächer als AG, viele Sprachen, die normalerweise nicht an Gymnasien angeboten werden (Neugriechisch, Chinesisch, Portugiesisch, Russisch etc.), Theater, Orchester, Forschen usw. usw. usw. Natürlich auch viele Sport-AGs, viele Bewegungssportarten, aber auch Schach.

Um diese besagte Hochbegabung bei den Kindern festzustellen, findet ein mehrstufiges Aufnahmeverfahren statt. So ist die Bewerbungsfrist bei HB-Klasse bereits im November (in anderen Gymnasien, sowie bei den regulären Klassen bei AVG – erst im Februar. Das ist gewollt so, sollte das Kind also nicht bei HB aufgenommen werden, hat er noch Chance, sich rechtzeitig wo anders anzumelden.) Also wir haben bis zum 1.12 die Bewerbungsunterlagen eingereicht. Aus allen Interessenten (dieses Jahr mehr als 50) wurden dann knapp 50 (also fast 10 weniger) zu einem individuellen Vorstellungsgespräch eingeladen. Wir hatten unser Gespräch am 7.12. Da war die Leiterin der HB Schule und dortige Psychologin dabei, sie haben sich viele Notizen gemacht, haben viel gefragt, unser Sohn sollte viel erzählen – warum er meint, dass er hochbegabt ist, und warum er genau zu AVG möchte (Ah ja, hab vergessen zu erwähnen, dass wir bereits am 20.11 an dem Info-Tag teilgenommen haben, da konnten die Kinder das Gymnasium „beschnuppern“, hatten 1,5 Std. Probeunterricht, haben die Schule gezeigt bekommen. Also der junge Mann wusste wohl, was ihn erwartet. Außerdem hat er zum Gespräch seine Bilder mitgebracht (er besucht seit ca. 6 Monaten eine Malschule, er malt sehr gut und will das zu seinem Beruf machen). Er singt ja auch im Chor (ist „Trierer Sängerknabe“), sie singen viel Kirchenmusik, Messen und so, viel auf Latein und er meinte dann beim Gespräch, er wolle gerne Latein lernen, um zu wissen, worum es in den Messen geht. Süß. Naja, und nach der Gespräch-Runde mussten einige Kinder aussortiert werden, nicht alle haben dann das „GO“ bekommen. Die nächste Runde sollten dann eben diese Aufnahmetage mit IQ-Tests sein. Wir haben die Einladung dazu kurz vor Weihnachten bekommen, wir waren sehr aufgeregt. Die Probetage waren am 7. und 8. Januar, beide Tage vom Morgen bis zum Abend (ab 8-00 bis 16-00 bzw. 17-00 Uhr. Die Kinder hatten an beiden Tagen regulären Unterricht bei AVG (wurden in ihren jeweiligen Schulen natürlich entschuldigt) und haben innerhalb dieser beiden Tage ca. 10 IQ-Tests geschrieben, in verschiedenen Bereichen wie z.B. räumliche Vorstellung, logisches Denken, Matrizen, Analogien, Sprache und und und… Sie wurden während der beiden Tage von ca. 30 Beobachterinnen und Beobachter begleitet, die sich die ganze Zeit Notizen gemacht haben, wie sich die Kinder verhalten, wie sie miteinander umgehen, auf die Aufgaben reagieren usw. Es wurde auch ihr Vorstellungsvermögen geprüft (sie haben abstrakte Bilder bekommen nur mit Gekritzel und Linien drauf und sollten dann einen realen Gegenstand malen, wobei sie nur vorhandene Linien benutzen durften.) Außerdem wurde ihre Reaktionsfähigkeiten in unbekannten Situationen geprüft: so wurden ihnen im Mathe-Bereich die Aufgaben mit negativen Zahlen sowie mit Brüchen vorgeschlagen, die sie noch nicht in der Schule gelernt haben. Sie mussten dann innerhalb begrenzter Zeit eine Antwort fertig haben. Es wurde von ihnen natürlich nicht erwartet, dass sie eine mathematisch korrekte Lösung finden, sondern vielmehr die Denkweise, Vorgehensweise wurde geprüft. Sie wurden gebeten, einige Aufgaben in Kleingruppen zu bewältigen, so wurde geschaut, wer sich wie benimmt, also wer sich als Leader, als führende Persönlichkeit herausstellt und wer nur zuhört, wer sich durchsetzen kann, wer ein Team-Player ist usw. usw. Dann mussten sie schätzen: es gab eine Aufgabe aus der Physik, so wie mein Sohn mir erklärt hat, etwas mit Gefäßen voller buntes Wasser, da mussten sie schätzen, welche Farbe wohl da rauskommt, wenn man aus dem Gefäß 1 und Gefäß 3 zusammen in Gefäß 5 so und soviel Wasser gießt, uns solche Dinge.(also es ging um Verhältnisse, Masse usw.)

Am 15. Januar kam der erlösende Brief: Unser Sohn hat die Tests bestanden und wurde in die Klasse aufgenommen!!! Ich bin sehr gespannt auf die Aufwertung, wir bekommen einen genauen Bericht erst beim individuellen Gespräch, unser Termin ist am 24. Februar. Ich bin super neugierig darauf, wie er sich in welchen Bereichen gezeigt hat, wo seine Stärken und seine Schwächen lagen und überhaupt was für ein IQ er im Durchschnitt hat. Er muss wohl so ca. zwischen 120-135 liegen, weil sie erst ab 120 überhaupt aufnehmen.

Für alle, die es interessant finden: wenn ihr noch Fragen zum Verfahren oder zu Hochbegabtenförderung habt, könnt ihr mich ruhig per VK kontaktieren!!

Alles liebe euch allen
Total stolzes Wetterleuchten

Beitrag von mckiki 30.01.10 - 10:34 Uhr

Hallo,

ich finde es wirklich bewundersnwert, wie ihr euch hier intergriert habt.
Kinder lernen zwar schnell eine fremde Sprache, insbesondere wenn sie tagtäglich damit Umgang haben, aber euer Sohn musste dabei auch noch Schulwechsel und damit veerbunden Freundschaften beenden und neue aufbauen. Das ist gewiss nicht leicht.
Ihr habt das Glück, dass euch die Lehrer sehr gut unterstützt haben. In Bezug auf HB ist das leider nicht immer der Fall.
Nur so zur Info, HB fängt erst mit 130 an. Darunter ist ein Mensch überdurchschnittlich begabt.

Ein kleiner Rat nebenbei, schreib beim nächsten mal doch bitte mit Absätzen in den einzelnen Textpassagen. Dann ist der Text einfach flüssiger zu lesen.

Liebe Grüße
Heike

Beitrag von ballroomy 30.01.10 - 11:04 Uhr

Glückwunsch!!!
Das klingt super!
Ich wünsche Deinem Sohn viel Erfolg an der neuen Schule.

Viele Grüße
ballroomy

Beitrag von tweety74 30.01.10 - 12:00 Uhr

Hallo.
Da hast Du ja wirklich allen Grund stolz zu sein :-). Mein Sohn ist zwar erst in der 2. Klasse, aber ich bekam heut von seiner Lehrerin auch eine Empfehlung zur Teilnahme an Studientagen der Beratungsstelle für Hochbegabung.

Übrigens ging ich neben dem AVG zur Schule... St. Helena Schule (Kath. Fachschule für Sozialpädagogik) ;-)

LG Tweety

Beitrag von wetterleuchten 30.01.10 - 12:10 Uhr

Dann auch euch alles Gute und viel Erfolg für deinen Sohn!

Beitrag von manavgat 30.01.10 - 17:16 Uhr

Grundsätzlich finde ich es etwas merkwürdig, auf den IQ des Kindes stolz zu sein. Das ist angeboren, so wie die Körpergröße, da hast Du gar keinen Einfluß drauf.

Wenn Du auf etwas stolz sein kannst, dann darauf, dass Du es trotz/mit Migration geschafft hast, ihm den Weg zu bereiten den er braucht.

Ich wünsche eine gute Laufbahn für Dein Kind.

Schönes WE

Manavgat

Beitrag von wetterleuchten 30.01.10 - 17:27 Uhr

erstmal danke dir für die guten wünsche

aber ich finde, man kann immer auf sein kind stolz sein bzw. man wird es vielleicht ohne es selber zu wollen - man kann stolz sein, dass das kind hübsch ist, besonders ist es bei den mädelsmüttern der fall. man kann stolz sein, dass das kind talent hat - obwohl es wirklich angeboren ist. man hat halt seine kinder lieb und findet immer ein grund, um stolz auf sie zu sein.

Beitrag von manavgat 30.01.10 - 17:56 Uhr

Leistung macht stolz, gutes Benehmen macht stolz.

Aber Aussehen? IQ? Haarfarbe? Schuhgröße?


was machst Du, wenn Dein Kind

Trisomie 21 hat

Autist ist

eine Gaumenspalte?


bist Du darauf dann auch stolz? oder versteckst Du Dein Kind dann?

vielleicht haben wir beide auch nur ein Begriffsproblem...

kuck mal hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Stolz

Gruß

manavgat

Beitrag von plumpaquatsch 30.01.10 - 19:17 Uhr

Hallo !
Du sprichst mir aus der Seele Manavgat :-).
Stolz kann manauf etwas sein das man sich selbst erabeitet hat ,oder wenn man seinem Kind etwas beigebracht hat ,obwohl alle Fachleute gesagt haben -das schafft es nie .
ich denke da genau wie du an Kinder die wie zb.mein Sohn mit einer Behinderung auf die Welt kommen .
Verglichen mit anderen Kindern ,kann er viele Dinge nicht so gut wie andere ,aber er ist bei allen sehr beliebt,weil er sehr umgänglich ,einfühlsam anderen Kindern gegenüber (er merkt zuerst wenn es jemandem nicht gut geht ,)er ist ein sehr fröhliches Kind und er ist sehr ehrgeizig und möchte alles selber schaffen .
Wenn überhaupt finde ich kann man auf so etwas stolz sein .alles andere ist oberflächlich und vermittelt falsche Werte. Aber das ist ist meine Meinung.
Ich hoffe das ich meinem Kind die richtigen Werte vermittelt habe ,denn dann wäre ich zu Recht "stolz"
drauf.
Lg Plumpaquatsch

Beitrag von mvtue 30.01.10 - 21:15 Uhr

mein gott, du hast echt nix zu tun, als dich hier wichtig zu machen!

jede mutter wäre stolz auf sein kind, wenn es sowas geschafft hat, wie der sohn der TE.

und wenn ihr sohn die von dir aufgezählten behinderungen hätte, wäre sie auch stolz auf ihr kind, stolz auf alles, was er schafft.

aber naja, wer hier ein problem hat, bist anscheinend du, denn klugscheißern ist auch eine form von neid#aha

Beitrag von wetterleuchten 30.01.10 - 22:18 Uhr

Meine Rede!

Nur wollte ich nicht weiter dieses Thema vertiefen, dachte es dabei belassen, weil jeder seine Ansichten hat,

Natürlich wäre ich auf jeden kleinen Erfolg meines Kinds - wenn es Trisomie haben sollte - genau so stolz sein wie jetzt!

Ich bin damit nicht wie mit Eigenleistung stolz, hab das nie behauptet!

Beitrag von mvtue 31.01.10 - 09:32 Uhr

der/die/das manavgat ist allgemein etwas neidisch, wie mir scheint, letztens bat eine userin um hilfe für den sohn einer bekannten bei hausaufgaben, die für den jungen halt nicht so einfach waren.

ihre antwort war, warum wir einem deppen helfen sollen.

unmöglich und einfach nur von neid zerfressen, weil der/die/das selbst nichts gebacken bekommt und nun rumgiften muss.

genau genommen könntest du sehrwohl auf dich stolz sein, denn du hast deinem kind die intelligenz ja mit auf seinen lebensweg gegeben.

aber nichts desto trotz: sei stolz auf deinen jungen, sei stolz auf dich(ohne die arbeit der eltern würden hochintelligente kinder nicht immer erkannt und gefördert werden!) und geht weiter euren weg, es scheint ja der richtige zu sein!

lg und für deinen jungen alles gute!

Beitrag von wetterleuchten 31.01.10 - 09:37 Uhr

Danke dir!!

Schön zu hören so was.
#danke

Beitrag von ayshe 31.01.10 - 10:04 Uhr

wahrscheinlich hättest du das wort "stolz" vermeiden sollen ;-)

Beitrag von wetterleuchten 31.01.10 - 10:16 Uhr

Warum denn das?? Natürlich bin ich stolz auf meinen Sohn und habe auch viele gute Gründe dazu. #cool

Beitrag von ayshe 31.01.10 - 10:22 Uhr

na wegen der reaktionen hier ;-)

da wird doch die bezeichnung "stolz" gleich wieder per wiki-definition auseinandergepflückt
und als falsch ausgelegt.
das meine ich nur.

deshalb sagte ich auch, daß es sicher auch zum teil einfach "freude" ist.

aber ich will ganz sicher nicht jedes wort hier auf die goldwaage legen.
mir ist es egal.
ich denke, ich verstehe auh so, was du meinst.

klar, warum sollst du dich nicht darüber freuen.

jeder kann sich freuen oder stolz sein, wenn das kind nciht dumm ist und auch in der schule gut mitkommt usw.

Beitrag von wetterleuchten 31.01.10 - 10:58 Uhr

Ich verstehe schon was du meinst...

Dann soll es halt "Freude" sein ;-):-p

Beitrag von manavgat 31.01.10 - 12:16 Uhr

23 und schon soooo weise.

Ich erstarre in Ehrfurcht.

Manavgat

einfach nur Manavgat: ich komme ohne Artikel aus.

Beitrag von jules0815 01.02.10 - 10:44 Uhr

"einfach nur Manavgat: ich komme ohne Artikel aus. "


Da musste ich dann doch mal schmunzeln... . #rofl

Beitrag von mvtue 01.02.10 - 14:28 Uhr

ICH bin wenigstens nicht so dämlich und betitel andere kinder als DEPPEN, wärend ich ein NACHHILFEINSTITUT habe, ich denke die eltern deiner DEPPEN wird das interessieren, wie du über kinder sprichst, die hilfe brauchen!

Beitrag von wetterleuchten 30.01.10 - 22:22 Uhr

Du übertreibst!!

Natürlich wäre ich nicht weniger, vielleicht sogar viel mehr mit jedem auch so kleinen Erfolg meines kranken Kindes stolz sein! Ist doch verständlich!

Und jetzt bin ich nicht mit seinem IQ stolz- da hast du mich falsch verstanden - , sondern viel mehr damit, was er bis jetzt geschafft hat und was er als Persönlichkeit ist.

Und ich finde immer noch, dass man mit den Kindern stolz sein kann - aus jedem Grund, sei es auch Schöhnheit, sei es gutes Benehmen wie du schreibst - man liebt ja seine Kinder und findet immer einen Grund stolz zu sein.

Aber ich sehe, wir haben einfach verschiedene Vorstellungen zum Thema und ich möchte die Diskussion auch nicht vertiefen, weil es nutzlos ist - jeder bleibt bei seinen Vorstellungen.

LG

Beitrag von ayshe 31.01.10 - 08:34 Uhr

vllt ist es auch im grunde eine freude, die du hast?
stolz? freude? keine ahnung.

sicher fühlt man sich so besser, als wäre ein großes defizit festgestellt worden und man müßte sich sorgen machen.

obwohl eine hicbegabung auch nciht immer so leicht sein muß.

Beitrag von edaninaku 31.01.10 - 23:52 Uhr

http://de.wikipedia.org/wiki/Hochbegabung#Ursachen
Das könnte interessant sein für dich. Es sind eben nicht nur die Gene.

Beitrag von ayshe 01.02.10 - 08:53 Uhr

na, das ist ja wirklich sehr interessant!


Beitrag von carstella 30.01.10 - 21:02 Uhr

das ist das Bulgarische Blut!!!

Ich selbst bin mit 6 nach Deutschland gekommen (auch aus BG). Hab da auch noch kein Wort Deutsch gesprochen. Ein halbes Jahr später wurde ich eingeschult und habe in der Schule Deutsch gelernt. Nach der zweiten Klasse durfte ich dann auf eine Russischschule gehen (die Eliteschulen der DDR). Nach der Wende hab ich dann aufs Gymnasium gewechselt. Hab dann mein Abi mit 1,6 gemacht und Jura studiert. Mit dem Studium bin ich nun fertig (war unter den besten 3% meiner Kampagne) und bin nun im Referendariat. Zur Zeit warte ich auf die Ergebnisse meines zweiten Staatsexamens. Übrigens habe ich noch einen älteren Bruder. Der hat auch sein Abi mit 1,7 gemacht und danach erforlgreich Jura studiert. Er arbeitet nun hier in Berlin als Rechtsberater für Unternehmer, die Windparkanlagen in Osteuropa planen und durchführen.

Meine Eltern sind auch damals nach Deutschland gekommen, um uns eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Sie sind beide Musiker und haben hier schnell arbeit und Anschluss gefunden. Mein Bruder und ich sind auch super integriert. Ich vielleicht sogar etwas zu gut, weil mich mittlerweile mit Bukgarien - bis auf meine ganz lieben Verwandten, die ich sehr vermisse - wenig verbindet. Ich wurde mit ca. 14 Jahren eingebürgert und fühle mich wahrscheinlich deutscher als manch Deutscher ;o)... Ich will auch nach meinem 2. Examen entweder in den Staatsdienst oder in die Politik. ABER: ich spreche noch Bulgarisch - vielleicht nicht mehr so gut - aber ich kann es noch und das ist mir soooo wichtig!

Sei stolz auf Deinen kleinen Mann - meine Eltern waren auch immer unglaublich stolz auf uns, und das hat uns immer Selbstbewusstsein gegeben und uns stark gemacht. Denn als Migrantenkind hat man es wirklich nicht immer einfach. Es fehlen einfach die Netzwerke von Freunden und Verwandten. Als es darum ging ein Schülerpraktikum zu finden, sind alle schnell bei interessanten Firmen von irgendwelchen Verwandten untergekommen. Bei mir stand nur der Friedrichstadtpalast (da hat mein Papa gearbeitet) und die Musikschule zur Auswahl. Fand ich beides nicht so toll. Also musste ich als einzige meiner Klasse eine förmliche Bewerbung schreiben. Ich bin froh und glücklich, dass meine Tochter es da deutlich einfacher haben wird.

Wo kommst Du denn genau her? Mein Papa ist aus Sofia, meine Mama aus einem kleinen Dorf im Balkan Richtung Montana (bei Berkoviza).

viele Grüße aus der Hauptstadt
carstella

  • 1
  • 2