Bluttest bei der Nackenfaltenmessung!

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von tinna81 30.01.10 - 09:58 Uhr

Hi Mädels,

bin nun bei 11+0 und meine FÄ will
(sie drängt richtig drauf) bei mir die NFM mit Bluttest machen.
NFM ist mir klar, da misst sie die Nackenfalte.
Aber weiss jemand auf was genau und wie da mein Blut kontrolliert wird und wie sich dann das Ergebnis zusammensetzt?
Wäre für Antworten sehr dankbar, da dies ein großes Rätsel für mich ist.
Achso, meine FÄ meinte sie kann so zu 95% sagen, das mein Kind gesund wird, FWU anscheinend auch nur 98 %.

lg Tina

Beitrag von sylle33 30.01.10 - 10:03 Uhr

Guten Morgen Tina,

warum will Deine FÄ denn eine NFM machen???!! Hast Du eine Risiko-SS??? Und über 35 bist Du doch auch noch nicht, oder???

Also bei mir wurde die NF gemessen und diese war schon von den Werten her sehr unauffällig. Dann wurde Blut abgenommen, welches dann zusammen mit den Daten der NF in ein Labor geschickt wurde. Hier konnte man dann anhand der Blutwerte und der Daten sehen, wie hoch ein Risiko für Trisomie ist. Aber so ganz genau weiß ich das jetzt auch nicht......

Mein FA meinte nur, mit Blutuntersuchung wäre die NFM wesentlich genauer. Aber wir haben das auch nur machen lassen, weil ich schon 37 bin :-(


lg
Sylvia

Beitrag von tinna81 30.01.10 - 10:11 Uhr

Hallo Sylvia,

also ich habe ne Blutgerinnungsstörung,
habe in dem Zyklus wo ich SS wurde, wo ich nie dran gedacht hab SS zu werden, mich gegen die Schweinegrippe (Pandemrix) geimpft und musste 4 Wochen Antibiotika einnehmen. Vllt möchte sie aus den Gründen die NFM.
Und Blutungen hatte ich auch schon diese SS.
Und vor 4 Monaten hatte ich ne FG.
Vllt alles zusammen ist für sie Grund genug, das sie das machen möchte.

lg Tina

Beitrag von anyca 30.01.10 - 10:33 Uhr

Aber weder eine Blutgerinnungstörung noch eine Impfung könnten doch Downsyndrom oder andere Trisomien auslösen, die sind doch genetisch bzw. chromosomenmäßig bedingt ... und nur auf sowas bezieht sich doch die NFM?#kratz

Beitrag von lillemus28 30.01.10 - 10:22 Uhr

Hallo Tina,
ich lebe in Dänemark und hier gehört der sogenannte Doubletest (NFM + Bluttest) zum Standard. Der Test wird von der Kasse bezahlt, damit alle die Möglichkeit haben ihn zu machen. Es macht Sinn, denn man hat festgestellt, dass nicht nur Frauen über 35 Kinder mit Down Syndrom zur Welt bringen, sondern dass auch jüngere Frauen häufiger ein Kind mit Down Syndrom (Trisomie 21) in sich tragen können, als man früher angenommen hat. Ausserdem werden beim Doubletest nicht nur Trisomie 21, sondern auch Trisomie 13 und 18 gestestet. Der Doubletest wurde eingeführt, damit eben alle Frauen die Möglichkeit haben, sich testen zu lassen und weil es durch die FWU's die früher zur Standarduntersuchung bei Frauen über 35 gehörten, zu häufig zu FG's gekommen ist. Es bringt rein gar nichts nur die NF auszumessen, da ganz viele Kinder mit Down Syndrom keine auffällige Nackenfalte aufweisen. Nur in Kombination mit dem Bluttest lassen sich einigermassen zuverlässige Wahrscheinlichkeitsaussagen treffen. Bei Kindern mit Down Syndrom oder anderen Trisomien ist der HCG-Wert auffällig erhöht und das Protein PAPP-A auffällig niedrig. Falls sich nun eine auffällige NF + hohes HCG + niedriges PAPP-A zeigen würde, würde man dir eine FWU anbieten, um eine Behinderung auszuschliessen.
Doubletest Sicherheit: 95 %, das heisst 5 % werden nicht erfasst, da trotz Behinderung eine unauffällige NF und ein unaffälliges Blutbild vorliegen kann.

Hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen.

LG
C.

Beitrag von tinna81 30.01.10 - 10:27 Uhr

Danke dir für die ausführliche und informationsreiche Antwort.

lg Tina

Beitrag von anyca 30.01.10 - 10:31 Uhr

"meine FÄ meinte sie kann so zu 95% sagen, das mein Kind gesund wird"

Das kann ich Dir auch ohne jegliche Untersuchung sagen, da ja (grob gerechnet) 99% der Kinder gesund und 1% behindert sind bei der Geburt ...#augen ... krieg ich jetzt 140 Euro oder was so ne Untersuchung kostet?#kratz

Diese Bluttests geben oft falschen Alarm.

Was Du für Dich entscheiden mußt: Was würdest Du machen, wenn die Ärztin sagt, das Ergebnis ist schlecht oder grenzwertig? Doch noch eine FWU, mit Fehlgeburtsrisiko? Oder Dir den Rest der Schwangerschaft irrsinnige Sorgen machen? Würdest Du ein behindertes Kind denn abtreiben wollen?

Ich habe mir den Streß mit der NFM nicht gemacht und war "schon" 32 bzw. 35 bei meinen Schwangerschaften.

Beitrag von katrin.-s 30.01.10 - 11:47 Uhr

Hi, also bei mir wurde auch bei der NFM Blutabgenommen. Das Ergeinis wird wohl aus dem US und dem Blut berrechnet, oder so....Also, wenn Du eh eine NFM machen lässt, dann lasss doch auch Blut abnehmen, was ist denn dabei....Aber wie genau das Erbnis zu Stande kommt, weiß ich nicht, bin ja kein Arzt...;-)
LG Katrin 30ssw

Beitrag von babychen.nr2 30.01.10 - 16:51 Uhr

Hallo Tina,

ich habe diese Tests machen lassen, es wird lediglich Blut abgenommen und sie sind nicht invasiv, also ungefährlich fürs Baby.

Es wird zum Einen der ß-HCG-Wert bestimmt, zum Anderen ein Papp A Wert, der etwas über die Versorgung der Plazenta aussagt. Du findest dazu auch etwas im Netz.

Beide Werte werden in Abhängigkeit zu deinem Alter gebracht. Zusätzlich werden ja noch die Nackenfalte und das Nasenbein vermessen.

Bei meinem 32 Jahren war mein Grundrisiko 1:500. Nach dem Untersuchungen des Bluts und der Werte des Kindes habe ich ein "adjustiertes", also neu errechnetes Risiko von 1:9000 erhalten...... ich finde das mehr als beruhigend.... es gibt schon zu viel Sachen, über die man sich während der Schwangerschaft Gedanken macht... so bin ich jedenfalls und das ist meine Meinung. Leider kommt es ab und zu vor, dass die Ergebnisse besorgniserregend sind und sich dann später alles als harmlos herausstellt.... das ist natürlich das Wider an der Sache.

Es muss jeder für sich entscheiden. Ich bin sehr froh, dass ich mich dafür entschieden hab.

Alles Gute und Liebe Grüße

Sandra mit Miniman (4 Jahre) und kleiner Schneckemaus im Bauch 14. SSW

Beitrag von anyca 30.01.10 - 17:37 Uhr

Es kann genausogut Dein Kind das eine von 9000 sein, das trotzdem krank ist ... mein Neffe hat eine Sache, für die die Wahrscheinlichkeit bei 1 zu 2 Millionen liegt. Irgendwen erwischt es halt.

Beitrag von babychen.nr2 30.01.10 - 18:53 Uhr

Hey besten Dank für deinen wirklich netten Beitrag und die tolle Nachhilfe in Wahrscheinlichkeitsrechnung...

#klatsch#klatsch#klatsch#klatsch#klatsch#klatsch

Beitrag von anyca 31.01.10 - 10:40 Uhr

Sorry, aber ich verstehe halt nicht, warum Leute bei 1:3000 beruhigt sind und bei 1:150 in Panik verfallen, obwohl das Kind da immer noch zu 99% Sicherheit gesund ist.

Wer 100% sicher sein will, kein behindertes Kind zu kriegen, darf nicht schwanger werden ... in meinem Bekanntenkreis gibt es drei behinderte Kinder, wo die übliche Pränataldiagnostik (inkl FWU) gar nichts hätte finden können.