Familienhebamme

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von flausch 30.01.10 - 12:50 Uhr

Hallo!

Hab mal ne blöde Frage!

Was ist denn der Unterschied zwischen einer Hebamme und einer Familienhebamme????

Im voraus schon mal danke für Eure Antworten!

LG

Beitrag von jane81 30.01.10 - 12:52 Uhr

eine familienhebamme kümmert sich soweit ich weiß über einen längeren zeitraum um einen und auch um die anderen kinder....

Beitrag von tarfufo 30.01.10 - 12:56 Uhr

Familienhebammen kümmern sich v.a. auch um die Familien, die dringend Hilfe von außen brauchen, wegen Überforderung o.ä.

Beitrag von jane81 30.01.10 - 13:36 Uhr

ja, so mein ich das auch :-p


Beitrag von nordseeengel1979 30.01.10 - 13:38 Uhr

Unsere Hebamme macht das so :

Normale Hebamme macht sie 8 Wochen Betreuung

Als Familienhebamme macht sie 1 Jahr Betreuung, aber das muss das Amt bewilligen. Dazu muss man sozial schwach sein und mit seinem Leben Probleme haben wo sie dann Hilft. Ist für Eltern geeignet die Überfordert sind mit ihrem Baby und über einen längeren Zeitraum Hilfe brauchen...

Meine Hebamme hatte letzte Woche Prüfung zur Familienhebamme, ich hoffe sie hat bestanden und kommt am Dienstag mit einem breiten Grinsen zur Gruppe :-)

Lg Nordseeengel 32.SSW

Beitrag von mama081107 30.01.10 - 13:39 Uhr

Hab ich grad gefunden:

Zitat:
"Familienhebammen betreuen schwangere Frauen, Mütter und ihre Kinder bis zum vollendeten 1. Lebensjahr, die gesundheitlichen, medizinisch-sozialen oder psychosozialen Risiken ausgesetzt sind. Typische Klienten und Problemkonstellationen bei Betreuungsbeginn sind z.B.:
Alkohol- und Drogenabhängige

Alleinerziehende

AusländerInnen

Behinderte (geistig, körperlich)

Chronisch Kranke

Frühgeborene

Gestörte Mutter-Kind Beziehung

Minderjährige Mutter (Überforderung)

Psychisch Kranke

Psycho-Soziale Problemstellungen (Partnerprobleme, Straffälligkeit, Verdacht auf Kindesmisshandlung, totes oder behindertes Kind)

Regelwidrige Schwangerschaften

Sozial Benachteiligte (Sozialhilfeempfänger, Asylanten, kinderreiche Familien, Analphabeten)
Die Betreuung findet in der Regel im vertrauten häuslichen Bereich (Hausbesuche) statt. Dabei erstreckt sich die Tätigkeit der Familienhebamme neben den allgemeinen Leistungen einer Hebamme wie Vorsorge, Geburtsbegleitung, Wochenbettbetreuung Nachsorge und Stillberatung und einer Kinderkrankenschwester (Ernährungsberatung, Anleitung zur Pflege, etc.) vor allem auf die Motivation zur Selbsthilfe ("Enpowerment") bzw. die Förderung des Selbsthilfepotentials der Frauen. Die Aufklärung über, Vermittlung von sowie Begleitung zu weiterführenden Diensten wie Jugendamt, Erziehungsberatungsstellen, Sozialamt, Schwangerschaftsberatungsstellen, Ärzten und Psychologen sollen eine optimale Unterstützung der Familien und Kinder sicherstellen. Die Familienhebammen und Familienkinderkrankenschwestern arbeitet dabei eng mit allen in Frage kommenden Institutionen und medizinischen Diensten sowie karitativen Einrichtungen zusammen.

Traditionell ist der Hebammen- und Kinderkrankenschwesterberuf positiv besetzt und wird mit Hilfe, Unterstützung und Lebensabschnittbegeleitung assoziiert. Dies erlaubt es insbesondere den Familienhebammen in Vernetzung mit anderen Institutionen sich für das Wohl des Kindes und der Mutter auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene einzusetzen und somit vermeidbare Gefahren zu erkennen und gegebenenfalls die Folgen abzuwenden bzw. zu mildern.

Familienhebammen vertreten einen ganzheitlichen Gesundheitsfürsorgeansatz. Dieser geht mit der Definition der WHO (World Health Organisation) konform die Gesundheit als das Wohlbefinden sowohl in körperlicher als auch ausdrücklich in geistiger uns sozialer Hinsicht beschreibt.
Zitat ende.

Liebe grüße