Hodenhochstand mit knapp 4 Jahren diagnostiziert, und nun?

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von karina210 30.01.10 - 12:51 Uhr

Gestern bei der Jahresuntersuchung stellte der Kia fest, unser Sohn hätte auf einer Seite einen Hodenhochstand. Zu Therapien eh schon zu spät, meinte er salopp. SOllen mal zum Urologen gehen. Wenn man googelt, wird einem ganz schlecht! Unfruchtbarkeit, Hodenkrebs. Hätte man das nicht schon früher sehen können, oder entsteht das auch in der Kindheit u. nicht nur von GEburt an. Wer kennt sich damit etwas besser aus?

Beitrag von kuri 30.01.10 - 13:19 Uhr

Hallo,

ja, das hätte schon früher auffallen müssen.

Man kann/muss operieren.
Mein Sohn wurde mit 4 an einem Gleithoden operiert. War alles halb so schlimm.
Es führt mit der Zeit zur Unfruchtbarkeit weil es den Hoden zu warm im Körper ist (sitzen ja in der Leiste). Geh einfach zu nem anderen Kinderarzt oder wie du schon sagtest zum Urologen.

LG
Tina

Beitrag von fragole 30.01.10 - 15:04 Uhr

hallo,

es kann, glaub ich, auch im laufe der kindheit entstehen. wenn er zu schnell wächst und die samenstränge wachsen nicht so schnell mit, dann zieht es den hoden nach oben. schau mal beim baden nach, ob der hoden dann im säckchen ist, dann kann es ein pendelhoden sein, der bei kälte nach oben geht. das muss, glaub ich, noch nicht mal operiert werden. war der hoden denn schon seit geburt da und ist jetzt erst weg? dann habt ihr vielleicht glück.
bei david war das seit geburt so, nur das unser arzt sich nicht fortgebildet hat und der meinung war wir hätten noch zeit bis zur op, weil er einen pendelhoden vermutete. ich kannte mich damals auch nicht so aus und vertraute darauf. bis er ne hormontherapie machen wollte. da hab ich auch gegoogelt und bin in panische angst verfallen wegen krebs usw.
wir waren dann bei einem urologen im krankenhaus und der hatte meiner meinung nach keine ahnung von kindern. also sind wir zu einer kinderchirurgin und die hat den kleinen einmal durchgecheckt und hat uns sofort ins krankenhaus eingewiesen zur op. bei uns war es ein leistenhoden, der noch ziemlich weit oben saß. außerdem stellten sie fest, dass er auf dieser seite keine spermien produzieren kann. nun gut, er hat noch einen gesunden und wir wollen hoffen, dass mit dem nichts passiert.
ich würde dir raten euch möglichst bald einen wirklich guten kinderchirurgen zu suchen und der kann euch dann sagen was in eurem fall zu tun ist. der kann dir dann auch die frage nach dem krebs beantworten. ich meinte mal gelesen zu haben, dass es erst eine erhöhte krebsgefahr gibt, wenn man bis 11 jahre nicht operiert. das würde sich auch mit der aussage des oberarztes decken, der zu uns sagte, dass david genau das gleiche risiko hat an hodenkrebs zu erkranken wie ein gesunder. aber frag lieber nach. euch alles gute

#liebdrueck astrid und david

Beitrag von fly02 30.01.10 - 23:58 Uhr

Ich finde es schon unglaublich, dass ein Hodenhochstand erst jetzt diagnostiziert wurde...das hätte man schon bei den ersten U-Untersuchungen feststellen müssen...Ich würde mir sofort einen Termin beim Urologen holen lassen und der wird bestimmt auch schnellstens zur OP raten..(der Kinderarzt kann doch nicht einfach sagen, es wäre zu spät...also sowas...)..bei einer Bekannten wurde das auch sehr spät erkannt und der Junge wurde erst mit 6 Jahren operiert, da war es leider zu spät, der Hoden war in der Bauchhöhle verkümmert (einfach zu warm, wenn der immer da sitzt)..Ich war im letzten Oktober mit unseren Kleinen (der wird im Februar 3) zur OP (Hodenhochstand und Leistenbruch)..und da meinte der Urologe schon, ich sei aber reichlich spät dran und beschwerte sich darüber, dass die Kinderärzte die Kinder erst immer so spät weiterschicken....Hol Dir sofort einen Termin und sag auch, dass Dein Kinderarzt erst jetzt was gesagt hat....uns wurde nach der OP auch mitgeteilt, dass unser Sohn später vermehrt, darauf achten müsste, dass der Hoden nicht verhärtet ist, weil die Gefahr für Hodenkrebs nach einem Hodenhochstand schon deutlich erhöht ist..und je später die OP desto größer die Gefahr der Unfruchtbarkeit..(tolle Aussichten..)

Die OP selber war nix..unser Kleiner hüpfte nach ein paar Stunden wieder durch die Gegend...kleine Mininarbe, die man später sowieso nicht mehr sieht..

Also schnell Termin beim Urologen..

Beitrag von lulu2003 31.01.10 - 00:15 Uhr

Hallo,

puh, das ist ja wirklich übel. Ich würde sofort zu einem Kinderurologen gehen und mich informieren.

Unsere Jungs (6 Jahre & 17 Monate) haben beide einen Hodenhochstand von Geburt an, der noch bei der U1 diagnostiziert wurde. Unser Großer wurde mit 23 Monaten operiert und der Kleine (hat einen beidseitigen Hodenhochstand) das erste mal mit 10 Monaten und die zweite Op jetzt im Februar dann mit 18 Monaten. Die neuesten Studien sagen, man sollte es bis zum 1.Lebensjahr abgeschlossen haben. Wir sind durch ständige Infekte nun auch etwas spät dran.

Ich würde es so schnell wie möglich machen lassen.

Liebe Grüße
Sandra

Beitrag von dr.snav 08.08.10 - 10:45 Uhr

Hallo!Ich habe ein ähnliches Problem wie Du mit meinem Sohn 2,5.Ich wollte fragen wie sich die Geschichte entwickelt hat und wie die OP verläuft.Geht es ihm Gut?Danke für die Antwort und alles liebe Anke