2 Mal Getose mit Hellp

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von nif 30.01.10 - 17:54 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich wollte ml Fragen, ob hier noch andere sind, de auch 2 Mal die furchtbare Erfahrung von Gestose und Hellp Syndrom machen mussten?
Würde mich sehr gerne austauschen.
Ich selber habe es 2mal durchleben müssen, 2003, 33+4, und 2009, 31+1.
Beide Male waren sehr schlimm für mich. Wobei es das 2.Mal schlimmer war, weil mein Zustand auch nach dem Nokaiserschnitt erst noch ziemlich schlimm war.
Meinen Kindern gings zum Gück relativ gut und meine Tochter ist jetzt 6 Jahre alt und es gab keine Probleme und mei Sohn ist jetzt knapp 4 Monate auf der Welt und macht sich auch ganz gut.
Nach der 1.Geburt (Notkaiserschnitt, mein Mann nicht dabei, Baby nicht mal gesehen, schwerste Schmerzen aufgrund des Hellp Syndroms...) habe ich mir immer so sehr gewünscht, dass ich in meinem Leben eine normale Schwangerschaft erleben darf und eine normale Geburt.
Es folgten 2 Fehlgeburten, relativ früh (7.SSW und 5./6.SSW)war aber trotzdem sehr schlimm für mich.
Als ich dann letzten März wieder postiv testete war die Angst gross, erstens vor einer erneuten FG und dann natürlich vor Gestose und Hellp.
Ich war so glücklich als ich die erste kritische Zeit gut überstanden hatte, es folgten dann engmaschige Kontrollen wegen der Gestose/Hellp Vorgeschichte...und dann plötzlich hoher Blutdruck,..und der Alptraum ging los. Davor wovor ich so Angst hatte, es passierte wieder, Blutdruck, ich hatte Proteine im Urin,..und innerhalb kürzester Zeit total schlimme Wassereinlagerungen....
Ich stand zum Glück auch in Kontakt mit den Gestose Frauen und bekam gute Ratschläge, leider liess sich nicht alles umsetzen/ausprobieren, da ich im Ausland lebe.
Und die Zeit war mein grösster Feind, es ging alles wieder so unaufhaltsam schnell. Mein Zustand wurde ganz schnell ziemlich kritisch.
Die Ärzte leiteten noch ein, da mein Wunsch nach einer normalen Geburt so gross war, aber nach dem Zäpfchen zur Einleitung verschlechterte sich mein Zustand so schnell, innerhalb 10min., dass ich sie mich nur och schnel in den OP führn und Notkaisrschnitt machten, diesmal war zum Glück mein Mann dabei.
Wie schwer es als Mutter ist mit Frühchen, das wisst ihr alle,die Sorgen, Ängste, dann die TRennung von seinem Kind....die meisten hier wissen was ich meine.

Nun ist es fast 4 Monate her, und so langsam bricht dieses Trauma mehr und mehr über mich ein,...
ich reagiere so empfindlich auf die Kommentare mancher Leute: sei froh, hast doch 2 gesunde Kinder! Oder dafür hast du so viel Glück in anderen Bereichen deines Lebens (du hast ein tollles Haus#klatsch,...und und und...
Was denke sich die Leute eigentlich immer nur? Wahrscheinlich nicht viel!
Naturlich bin ich überglücklich und superfroh, dass ich 2 gesunde Kinder habe, und klar, es ist schön ein Haus zu haben,..und ich weiss, dass es immer schlimmeres im Leben gibt und andere viel schlimmere Schicksale haben,...
aber, habe ich nicht trotzdem das Recht auf meine Gefühle? Ich bin traurig, unendlich traurig, dass ich nie eine normale Schwangerschaft erleben darf, nie eine normale Geburt, ...wenn ich durch die Geburtenstation laufe mit all den Müttern mit ihren Babies auf dem Arm, dann schreits in mir vor Neid.
Warum konnte es nicht normal laufen?
Und das schlimmste ist, dass man mir dringendst vor einer erneuten Schwangerschaft abgeraten hat....Das zerreisst mir das Herz. Ich weiss es ist zu gefährlich,...aber es tut trotzdem so weh, der Gedanke, dass ich nie wieder dieses Gefühl haben darf, ein Baby in mir zu spüren...
Ich fühle mich so deprimiert....und um mich rum gibts viele Schwangere die zum Teil alle stöhnen, "oh, bin erst 34.SSW, platze fast und es st so beschwerlich,..." "Sei froh, dass Du das nicht durchmachen musstest, die letzten Wochen sind die Hölle!"......
Da könnte ich heulen, vor Neid,...und ich werde so wütend! Wissen die eigentlich, was für ein Glück sie haben, eine normale Schwangerschaft zu erleben, bis zum Ende! Ich wäre so froh, dürfte ich eine Schwangerschaft, sei es auch beschwerlich, zu Ende bringen...
Wem geht es ähnlich? Wie geht ihr mit eurem Frust, Gefühlen, Schicksalen um?
Würde mich über einen Austausch freuen, mit Leuten, de dies alles nachvollziehen können!!!!
Liebe Grüsse, und allen die schon 1mal Gestose/und oder Hellp hatten, wünsche ich dass es beim 2.Mal nicht mehr passiert!!!!!!



Beitrag von yale 30.01.10 - 19:59 Uhr

Hallo nif,

ich weiss gott sei dank nicht wie sich eine Gestose oder HELLP anfühlt aber ich möchte es auch ehrlich gesagt nicht.

Ich kann aber deine gedanken bezüglich der traumatischen Umstände verstehen.

ich selber hatte in meiner letzten SS starke schmerzen im Oberbauch recht,damals woste ich noch nicht warum mein Doc jedesmal so ängstlich war wenn ich wieder mit schmerzen ins KH zu ihm kam heute schon da ich mich viel mit diesem Thema befasst habe.

meine Diganose sah so aus das ich NUR Gallensteine mit den dazu gehörigen Koliken hatte.

Jeder der das hatte weis wovon ich rede.

In der 32+2 SSW waren die schmerzen so schlimm das mir nur noch Opiate geholfen haben. Einen tag später kam der kleine Leon auf die Welt.

Ich war noch nicht bereit die SS zu beenden auch wenn ich oft gesagt habe ich kann und will nicht mehr.

Und ich würde mir nichts sehnlicher wünschen als diese SS bis zum ende auszutragen,aber auch das wir mir verwehr da nach 2 KS wieder einer aus sicherheitsgründen gemacht werden muss.

ich möchte dir damit eigentlich nur sagen du bist nicht allein.

Ich fand es so schrecklich mein baby nicht bei mir zu haben,und dazu noch große schmerzen erleiden zu müssen.

Ich hoffe sehr das du deine Ängste in den griff bekommst ich hab dies bis heut noch nicht hin bekommen und nun wieder schmerzen im Oberbauch recht,da meine gallensteine nicht mehr da sind hab ich richtig angst vor Gestose oder HELLP.

Noch eienn schönen Abend und wenn du dich unterhalten möchtest kannst du dich gerne bei mir über VK melden.

Liebe grüße yale

Beitrag von nif 30.01.10 - 23:42 Uhr

Ich wünsche Dir so sehr, dass Du das nicht noch einmal erleben musst!!!!!

Ich drück Dich mal ganz feste!!!!!

Beitrag von rowan855 30.01.10 - 22:16 Uhr


Hi Du :-)

Laß Dich erstmal #liebdrueck

Doch auch ich kenne diese Gefühle nur zu gut. Im Gegensatz zu Dir hatte ich "nur" eine Infektion und einen vorzeitigen Blasensprung, doch mussten sie meine Kleine auch viel zu früh per Notkaiserschnitt holen, da ich eine der wenigen bin, die die Wehenhemmer nicht verträgt. Na danke auch :-(

Einige meiner Bekannten meinten auch so zur Beruhigung, ich solle doch froh sein, das es der Motte so gut geht und sie sich sooo toll entwickelt hat, trotz der 30Ssw. Doch sie werden es nie verstehen, was man durchlebt, wenn die Kleinen auf der Frühchenstation bleiben müssen und man selbst nach Hause muß. Selbst auf eine andere Station war es für mich sehr schlimm. Eine Freundin meinte noch so:"Jep, kann ich nachvollziehen, war mit meiner letztens auch im Kh und mussten dort 2 Tage bleiben." Und wieder ist es nicht das Gleiche, man ist dann MIT seinem Kind dort.

Genauso regen mich die Sätze auf wie:"Mensch, gut das Du diese letzten Wochen nicht hattest/oder im Rückbildungskurs stöhnten die Frauen über die Anstrengung des Geburtsvorbereitungskurses. Tja, ICH hatte nie eine Chance gehabt daran teil zu nehmen :-(

Das sind alles so Sachen, was für die meisten Mütter selbstverständlich dazugehört, für uns leider nicht.

Mir hat man auch abgeraten eine weitere Schwangerschaft anzustreben, halt wegen der Wehenhemmerunverträglichkeit, doch mal schaun, was die Leutchen in der Uniklinik dazu sagen.

Du siehst, es geht nicht nur Dir so. Am Anfang habe ich noch viel mit meiner Hebamme geredet und auch jetzt stehe ich noch ab und an mit ihr in Kontakt. Ansonsten hilft mir das Forum sehr.

bye Rowan

Beitrag von nif 30.01.10 - 23:51 Uhr

Ja, solche Aussagen machen einen echt fertig...
Man selber hätte so gerne an einem Geburtsvorbereitungskurs teilgenommen etc.

Ich habe diese Kommentare so satt!
Meine Schwägerin war genau 9Wochen weiter als ich mit ihrer Schwangerschaft und sie sagte zu mir (da war sie etwa Woche 38 und ich 29 und mir gings schon schlecht): Sei froh wenn´s wieder ne Frühgeburt wird, denn die letzten Wochen sind die Hölle!
Ich sass tagelang nur da und hab geheult.
Ich glaube schon, dass sie auch ihre Wehwehchen hatte, die gehören dazu. Und ich beneide jeden der dieses Glück haben darf!
Sie ist eigentlich ne ganz Liebe, aber das war echt schlimm für mich.
Unsere Kinder sind jetzt 3 Tage auseinander.

Beitrag von rittmeisters 30.01.10 - 22:19 Uhr

Hey wow führst du mein Leben???

Erste SS 2004/2005 schwere Gestose mit Präeklampsie, 3 Schlaganfälle aufgrund des Wassers das sich in meinem Kopf einlagerte, Ärzte im Krankenhaus haben komplett Falsch Reagiert, haben mich den ganzen Tag mit übelsten Kopfschmerzen allein gelassen (Einzelzimmer) Bin beim Telefonieren mit meiner Freundin Ohnmächtig geworden und 2 Tage später auf der Intensivstation wieder zu mir gekommen, natürlich ohne Baby etc. die kleine kam per Notkaiserschnitt bei 34+5... zum Glück hatte ich vorher die Lungen reife bekommen, sie blieb 4 Wochen auf der Its und hat sich bis heute Prima entwickelt sie wird im März 5...

Mein Sohn kam im März 2009.
Ich wurde als Risiko SS eingestuft und musste ab der 18 ssw. jede Woche im wechsel ins KH und zur Ärztin, mir gings Spitze, dann 30+6 hatte ich Tagsüber das gefühl als hätte ich Senkwehen, bin dann vorsichtshalber ins KH da ich mir nicht Sicher war, Untersuchungen waren alle Ohne Befund, ich wollte grad wieder nach Haus da kam so ne Fleissige Ärztin um die Ecke die meinte "Hach wo sie grad da sind können wir ja Fix noch das Blut kontrollieren...!"
Tja und dann kam der Schock ich hatte Leberwerte wie ein schwerst Alkoholiker.
Sofort Stationäre Aufnahme und Morgens-Mittags-Abends CTG und Blutkontrollen....

Bis 31+1 tat sich nix bis auf meine Leberwerte die immer weiter hoch gingen hatte teils nen Gpt wert von über 300?! Die Ärztin im KH überliess uns die Entscheidung Abwarten oder Handeln, wir haben Gehandelt Adrian würde dann zu einem zu Frühen aber Geplanten KS bei 31+3 gehohlt....

Er hatte wenig anpassungsschwierigkeiten, allerdings hatte er ganz schlechte Venen so das ihm am 3 Tag ein ZVK (Zentraler venen Katheter) gelegt werden musste den die Dumme Ärztin dann anstatt kurz vorm Herzen zwischen seine Lunge und seine Rippen legte, so das die Flüssigkeiten seinen Rechten Lungen flügel eindrückten... Die Flüssigkeit musste Abgesaugt werden danach gings dann wieder!!!!

Wir haben nun mit der Familienplanung Abgeschlossen die Ärztin im KH hat gemeint das es bei uns ein Drittesmal wieder Schiefgehen könnte, sie ist Überzeugt das mein Mann und ich rein DNA Technisch nicht zusammen passen und mein Körper auf ein Kind von Ihm immer mit so Drastischen Mitteln Reagieren würde!

Mir fällt es schwer, ich wünschte mir ich wäre einmal in den Genuss einer normalen Geburt gekommen, aber da ich mich nicht von meinem Mann trennen werde ist das Kapitel abgeschlossen!
Ich muss mich damit Abfinden.

Also wie du siehst du bist nicht allein.

LG Nadine

Beitrag von nif 30.01.10 - 23:55 Uhr

Ui, das klingt ja furchtbar. 3 Schlaganfälle aufgrund des Wassers? Nach Entbindung?

Diese verflixte Krankheit,...und dass man noch nicht genug darüber weiss!

Beitrag von sam09 30.01.10 - 23:33 Uhr

Hallo Nif,

Ich kenne das alles nur zu gut. Ich habe vor 4 Wochen unseren Sohn aufgrund schwerer PE auf die Welt bringen muessen und das bei 25+6. Leider konnte er nicht bei uns bleiben und verstarb eine knappe Woche nach der Geburt.

Ich fuehle mich komplett traumatisiert, koerperlich und seelisch. Auch ich wuensche mir nichts sehnlicher noch schwanger zu sein (der ET waere ja eigentlihc erst am 10. April 2010) mit all den normalen Wehwehchen, eine normale Geburt und ein Baby. Ich darf meines nun am Friedhof besuchen. Leider haben wir ja keine Kinder und ich hatte schon eine Fehlgeburt letztes Jahr. Vor einer weiteren SS habe ich total Panik. Aber vorerst muessen alle moeglichen Ursachen abgeklaert werden.

Jedenfalls weiss ich wirklich wie es dir geht.

Sei fest umarmt.
LG
Sam

Beitrag von nif 30.01.10 - 23:41 Uhr

Liebe Sam,
das tut mir so unendlich leid. Lass Dich mal ganz fest drücken.
Dafür gibt es keine Worte. Das ist das allerschlimmste was Eltern passieren kann.
Diese Scheiss Krankheit!

Ich hoffe Du hast ganz ganz liebe und einfühlsame Menschen um dich herum.

Beitrag von sam09 31.01.10 - 00:27 Uhr

Hallo Nif,

Auch mir fehlen oft die Worte, weil alles so unfassbar ist. Ich habe liebe Menschen um mich (meine Schwester kommt in ein paar Tagen, um eine Weile bei mir zu sein), bin in Therapie, und suche gerade nach einer Selbsthilfegruppe. Ich wuensche mir, dass bald Mittel gefunden werden koennen, damit diese Krankheit besser in den Griff zu kriegen ist.

LG
Sam

PS: Auch ich lebe im Ausland (in den USA)

Beitrag von nif 02.02.10 - 13:51 Uhr

Hast Du, Sam schonmal Kontakt zu den Gstosefrauen aufgenommen?
Meine Schwester kommt in 7 Wochen ;-)

Ich bin froh, dass deine schwester kommt um bei dir zu sein,...die idee mit der selbsthifegrupe ist auch gut. hier gibts das nicht. bin zwar auch bei einer psychologin, weil ich durch die traumtische erfahrungen panikattacken bekam...das hilft schon.

ich wünsche dir sooooo viel kraft. und es tut mir so unendlich leid, dass es dein baby nicht geschafft hat.#liebdrueck

Beitrag von minkabilly 31.01.10 - 07:46 Uhr

Hallo!
...diese dummen Sprüche kenn ich nur zu gut "es ist ja alles gut gegangen" etc. #kratz...
man selbst erlebt es aber aus einer ganz anderen Sicht und die ist nicht immer schön :-(
Mir wurde lange auch nicht geglaubt, daß mein Sohn "anders" ist; "ich seh Gespenster";
falsche Erziehung etc #schock...
ich rate dir nur "hör auf dein Bauchgefühl"...;-) (wie man in meiner VK lesen kann hatte mein Bauchgefühl recht).
Ich habe lange gebraucht, um mit diesem Schicksal klar zu kommen...aber ich habs angenommen und wir machen das Beste aus der Situation.
LG

Beitrag von nif 02.02.10 - 13:56 Uhr

#liebdrueck

Ja, man wünscht sich schon oft, dass die Leute ein bisschen einfühlsamer sein könnten.
Aber ich denke es ist einfach so schwer für viele, die das Glück hatten, dass i Leben eher alles "glatt" lief,..sich in solche Dinge reinzuversetzen oder nachzuvollziehen, woher unsere Ängste kommen.

Für Dich und Deinen Sohn:#klee#herzlich

Beitrag von minkabilly 02.02.10 - 16:24 Uhr

#danke;

#herzlich auch dir alles gute für die Zukunft und versuch halt auch in schweren Situationen nicht aufzugeben (ich weiß, daß das schwer ist)...du bist nicht allein #liebdrueck
LG

Beitrag von dilekaslan88 31.01.10 - 18:47 Uhr

das was du hattest hatte ich zum Glück nicht aber ich möchte auch gerne hier herein schreiben...

meine kleine wurde in der 36ssw geholt.. ist zwar schon nicht mehr schlimm...
aber da sie nicht mehr gewachsen war wog sie auch nur 1910gramm war 43cm groß.
aber sie hatte keine Startschwierigkeiten hat alleine geatmet usw..
hatte nur ne Trinkschwäche, aber nach 14tagen konnten wir nach Hause...

ICh kam in der 31ssw ins Krankenhaus da ich einen starken unangenehmen Druck nach unten hin verspürte: Diagnose:
VOrzeitige Wehen und dadurch Zerfixinsiffizienz.. na toll..

bekam wehenhemmende Mittel. Nach ner WOche war alles ok keine wehen mehr und ich sollte das Krankenhaus verlassen dürfen. musste Urin abgeben.

Dort stellte sich dann heraus das ich PRoteine im Urin hatte... Eiweiß... es wurde von tag zu tag mehr lag insgesamt dann 6 wochen im Krankenhaus.. Blutdruck ging hoch und am Tag vorm Kaiserschnitt bekam ich dann auch wassereinlagerungenn... mir ging es aber bis zum schluss super...

Dann wurde ich so überrumpelt...
der Arzt kommt zu mir und sagt...Ja frau Bayrak... ihre Proteine sind weiter gestiegen auf 11.000mg erhöht ist ab 300mg....!!!;-) muss man sich mal vorstellen...

also heute schaffen wir es wohl nicht mehr aber morgen holen wir dann wohl ihr Kindchen..
(die Ärzte vermuteten schon eher ein NIerenproblem bei mir, was sich aber nicht bestätigte)

ICh fühlte mich sooo überrumpelt... konnte mich ünerhaupt nicht darauf vorbereiten und wollte das meine kleine Prinzessin noch ein wenig bei mir bleibt...schließlich hatte sie noch 4 Wochen...:-(

tja da Nalan zu faul war und verkehrt herum lag ging kein Weg an einem Kaiserschnitt vorbei.. ich wollte auch sooo gerne das gefühl einer normalen Geburt erleben...

bei der Nachsorge UNtersuchung bei meiner FÄ, sagte sie sofort zu mir das ich bei der nächsten SChwangerschaft engmaschiger KOntrolliert werde, weil das Risiko bei mir viel höher ist das es wieder so kommt als bei anderen..:-(

Toll ganz erhlich ichhab jetzt schon angst davor ich will doch nur eine normale SChwangerschaft erleben...

aber bisschen Zeit bis zur nächsten Schwangerschaft hab ich noch meine kleine ist jetzt fast 9 WOchen alt!;-)

GLG Derya+Nalan

Beitrag von nif 02.02.10 - 13:59 Uhr

Ich wünsche auc Dir so seh, dass du irgendwann nochmal das Glück hast eine normale Schwangerschaft und Gebut zu erleben....
Für Dich und Dein Baby alles Liebe

Beitrag von lella6 03.02.10 - 12:46 Uhr

Hallo!
Habe soeben deinen Beitrag gelesen. Ich hatt 2004 bei unserem ersten Kind auch ein schwere Gestose und Hellp. Es war furchtbar. War doch erst in der 29. SSW. Unser Kind hatte gerade mal 860 gr. und war 33 cm klein. Mein Zustand verschlechterte sich innerhalb drei Tage so dramatisch, das am Sonntag Not-OP inkl. Vollnarkose natürlich ohne Mann gemacht werden musste. Ich lag danach auf der Intensiv, mir ging es sehr schlecht. Unsere Kleine war eine Kämpferin sie musste im OP nicht mal beatmet werden. Die Ärzte waren sehr zufrieden. Leider verstarb sie am 4. LEbenstag an einer Blutvergiftung. Es ist das schlimmste das Eltern passieren kann, ihr geliebtes Wunschkind wieder hergeben zu müssen. Ohne Kind aus dem KH nach Hause zu kommen war das allerschlimmste. Natürlich gab es auch bei uns sehr doofe Kommentare. Zum Glück haben mein Mann und ich das sehr gut überstanden. Wir hatten sehr schlimme ZEiten, aber es ging wieder bergauf. Die Angst bei einer neuen SS war natürlich auch bei mir extrem. Ich hatte das Glück zwei weitere Mädchen zu bekommen ohne weitere Probleme. Die zweite Geburt hätte ich auch gerne natürlich erlebt. Leider tat sich nach 18 Stunden extremster Wehen nichts. Ich konnte nicht mehr, ich hatte keine Kraft mehr und ich glaube die Psyche hat einfach nicht mitgespielt. Ich hatte Angst dieses Kind auch wider zu verlieren. Es wurde ein KS gemacht. Teilnarkose, Papa dabei. Es verlief alles super und Kind wohlauf, was mir persönlich am wichtigsten war. Da war dann gleich klar dritte SS nur noch KS möglich. Auch da verlief alles sehr schön. Bei der zweiten Geburt habe ich mich auch lange gefragt, ach eine normale Geburt wäre schön gewesen. Es ging eine Weile so hin und her aber als mir dann die Schmerzen wieder in den Sinn kamen, war es so die richtige Entscheidung. Wir vermissen unser erstes Kind sehr, obwohl wir jetzt zwei gesunde mädels haben. Auch ich darf nicht mehr schwanger werden. Ich habe mich unterbinden lassen, da mir meine Familie jetzt wichtiger ist und ich mein leben nicht mehr riskieren möchte. Was nützt ein weiters baby wenn die mama die geburt vielleicht nicht überlebt. Es ist wie es ist. Ich denke es braucht bei dir einfach noch Zeit bis du das verarbeitet hast mit der Geburt. Ich wünsche dir auf alle Fälle alles gute und Gesundheit.
lg aus österreich gabi.

Beitrag von annika74 03.02.10 - 20:20 Uhr

Hallo,
ich hatte 2006 ein Hellp bei SSW 24+5 meine Tochter Amelie durfte nur 5 Tage leben. 2007 wurde meine Tochter Pia geboren bei 32+0, ihr geht es super und sie schläft seelig. Ich habe mich auch bei den Gestose Frauen informiert und vorbereitet, wer weiss, vielleicht habe ich es deshalb beim zweiten mal bis zur 32 Woche geschafft.
Allerdings muss ich auch sagen, dass ich Dich nicht ganz verstehen kann. Du hast gesunde Kinder und das trotz der Dramatik deiner Schwangerschaften ! Das ist doch das wichtigste !!!! Ich kann verstehen, dass Du dich um Deine Schwangerschaften betrogen fühlst, das geht mir manchmal auch so, aber das wichtigste ist doch, dass es deinen Kiundern gutgeht. Manche Frauen können gar keine Kinder bekommen, oder sterben bei einem Hellp.

Liebe Grüsse

Annika mit Amelie im Herzen (06 24+5 nach Hellp) und Pia im Bettchen (07 32+0 nach Gestose)

Beitrag von nif 03.02.10 - 23:13 Uhr

Liebe Annika,
ich habe das auch in meinem Beitrag geschrieben, dass ich sehr froh bin über meine 2 Kinder und dass ich weiss dass es viel schlimmere Schicksale gibt.
Aber ich finde doch, dass jeder ein Recht hat auf seine Gefühle, oder nicht?

Du brauchst es ja nicht zu verstehen. Und es tut mir unendlich leid was Dir passiert ist, das ist wirklich das allerschlimmste und ich bin dankbar dass ich trotz allem so viel Glück hatte.
Aber es ist nun mal auch so, dass jeder seine eigene Gefühlswelt und Vorerfahrungen (auch im früheren Leben hat ) und man das auch alles zusammen sehen muss und ich finde die Aussage immer sehr schwierig zu verstehen, wenn man immer verglichen wird dass es ja schlimmeres gibt.
Es gibt ja auch besseres und darf man sich das nicht wünschen?
Ich bin unendlich dankbar dass es meinen Kindern gut geht und ich denke das geht aus meinem Post auch hervor.

Beitrag von annika74 04.02.10 - 12:21 Uhr

Ich wollte dich ja nicht angreifen !!! Nur finde ich (ganz persönlich) das man sich das leben nur schwer macht, dass ganze "was wäre wenn..." immer und immer wieder durchzuspielen. ich habe es so verstanden, das du mit deinem postingum meinungen gebeten hast und ich habe dir eben meine geschrieben. du musst sie ja nicht teilen..aber wenn du nur antworten haben wolltest, die deine sichtweise teilen, dann hättest du es dazuschreiben sollen. ich wünsche dir trotzdem alles gute ! vielleicht hilft dir ja auch psychologische betreeung um das ganze zu verarbeiten, mir hat das ganze nach dem tot meiner tochter sehr geholfen.

Beitrag von nif 04.02.10 - 20:32 Uhr

Naja, ich würde schon gerne wissen warum ich eine Präeklampsie und Hellp hatte und das 2 mal...das finde ich ist doch selbsterverständlich dass man das hinterfragt, ist doch bei anderen Krankheiten auch so!
Und klar, ich bin enttäuscht.
Und auf jeden Fall hilft mir meine Therapie bei der Psychologin auch.
Ist aber wie schon geschrieben alles noch ganz frisch,...
das braucht seine Zeit.

Dir und Deiner Kleinen weiterhin alles Gute!!!!
Und eine #kerze für Deine andere Tochter. Es tut mir wirklich unendlich leid.
Und ich wünsche mir sehr, dass es irgendwann mal besseres Wissen oder und ein Medikament gegen diese Krankheit gibt, damit andere Frauen die Chance haben, auf weniger Komplikationen.