Schnee-Geschichte: Versteht das jemand?

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Beitrag von jade63 31.01.10 - 00:55 Uhr

Hallo in die Runde!

Wir haben hier (Spessart) gefühlte 1,5 m Schnee. Naja, tatsächlich dürften es 60... 70 cm sein.

So langam haben wir ein Schnee-Problem. Wo noch hin mit dem weißen Zeug???

Direkt vor unseren Häusern sind 8 Garagen und 8 Stellplätze, die werden mehrmals am Tag freigeschippt. Dazwischen haben sich Haufen von über einem einem Meter aufgetürmt. Das gleiche an den Fußwegen.

Gestern hat sich der Nachbar von gegenüber einen Bagger ausgeliehen und das ganze Zeug auf einen etwa 2,5 m hohen Haufen geschoben, auf einem unbenutzen Grundstück.

Alle haben sich gefreut und Geld zusammengelegt für den Bagger.
Alle... bis auf einen.

Sein Nachbar hat angekündigt, Anzeige zu erstatten. Wegen unerwünschter Hilfeleistung!
(Nebenfrage an die Juristen: Gibt es so was überhaupt?)
Er hat sich mächtig aufgeregt, weil ihm einfach so der Schnee auf dem Gehweg vor seinem Haus weggebaggert wurde.

Als ich eine halbe Stunde später aus dem Fenster schaute, kam ich dann ins Grübeln.
Besagter Nachbar schaufelte Schee aus seinem Vorgarten auf den Bürgersteig vor seinem Haus!
Schaufel für Schaufel holte er Schnee aus seinem Vorgarten und stellte so den Haufen vor seinem Haus auf Grundstückslänge in gleicher Höhe wieder her. Eben den, den sein Nebenmieter freundlicherweise gerade erst beseitigt hatte.

An Schnee-Chaos haben wir ja nun schon einiges mitgemacht... aber das übersteigt nun eindeutig meinen geistigen Horizont!
Gibt es hier jemanden, der das erklären kann?

LG Jade

PS: Vorher- Nachher Schnee-Fotos haben wir gemacht, ich muss sie noch hochladen, Link stelle ich dann hier rein.

Beitrag von shakira0619 31.01.10 - 01:54 Uhr

Hallo Jade,

ich vermute, er ist ein älterer Nachbar.

Er wird sauer sein, daß er "Nein" gesagt hat und es trotzdem weggebaggert wurde.

Und um zu zeigen, daß er damit nicht einverstanden ist, hat er nun den Haufen wieder hingeschaufelt, um Euch zu ärgern.

Es gibt solche mißmutigen Menschen.

Liebe Grüße, Shakira0619

Beitrag von missed80 31.01.10 - 01:55 Uhr

Sorry - aber ich musste jetzt wirklich lachen #huepf

Habs mir bildlich vorgestellt, wie er den ganzen Schnee wieder vor seiner Haustür bzw Gehweg mit der Schaufel transportiert hat #kratz #rofl

Also rechtlich kann er NIX machen, was denn?!?!
Das einzige was er riskiert is, ausgelacht zu werden


Mach dir nix draus..da meint man es mal gut und dann sowas

#rofl einfach zu geil, hätte ich gerne gesehen #huepf

Beitrag von maggelan 31.01.10 - 02:42 Uhr

So wie ich das jetzt verstanden habe, wurde erst geräumt und dann Geld kassiert.
Da wäre ich dann auch sauer, denn ich will vorher gefragt werden und nicht erst hinterher.

Falls es anders herum war, verstehe ich nicht, warum der Schneeberg von dem Herrn, der das nicht wollte, mit dem Bagger dann doch geräumt wurde?

Beitrag von kaptainkaracho 31.01.10 - 06:57 Uhr

Guten Morgen

Ich denke es kommt drauf an.

Sollte zuerst Schnee weggeschaufelt worden sein und dann wurde Geld eingesammelt ohne es vorhe anzukündigen kann ich es schon ein bissl nachvollziehen.
Klar würden wir da auch was dazu geben, aber manchmal ist es höflicher vorher zu Fragen.

Wie alt ist denn der besagte Nachbar?
Ist es ein älterer Mann oder sogar Rentner?
Dann ist es wieder anders, nicht jeder hat eine hohe Rente. Ich kenne es aus meiner Familie. Meine Oma und ihr Langjähriger Lebenspartner müssen sogar zu ihrer rente staatliche Unterstüzung annehmen, da sie sonst nicht über die Runden kommen würden. Nun stell Dir vor solch eine Situation wäre das und auf einmal kommt der Nachbar von neben an und möchte Geld haben #gruebel

Ebenso kann es ja auch sein das er gerne Schnee schaufelt (soll es ja auch geben, ich mach es auch gerne ;-)) und sich so etwas überrumpelt fühlt weil ihm seine Arbeit weggenommen wurde

LG Alexa

Beitrag von windsbraut69 31.01.10 - 08:10 Uhr

Habt Ihr vorher nicht gefragt?
Dann könnte ich seinen Ärger verstehen, das finde ich auch übergriffig und zudem frech, dann hinterher Geld zu erwarten.

Gruß,

W

Beitrag von jade63 31.01.10 - 08:41 Uhr

Damit keine Missverständnisse aufkommen:
Unser netter hat von sich aus gar kein Geld verlangt.
Er kam mal eben mit dem Bagger rum und bat uns, die Autos mal kurz wegzufahren, damit er unsere Schnemassen auch gleich wegfahren kann.

Das Geld haben wir dann freiwillig zusammengelgt, er hat schließlich Zeit und Geld investiert. Logisch, dass wir uns dann auch an den Kosten beteiligen.
Nur für seinen Nebenmann war die ache wohl nicht so.

Der ist übrigens... na, nicht älter als 50, ansonsten ganz nett. Also kein kauziger Sonderling.

Beitrag von juniorette 31.01.10 - 10:14 Uhr

Hallo Jade,

wenn ich dich richtig verstanden habe, haben alle Nachbarn selbst ihre Bürgersteige vom Schnee befreit, so dass sich am Rand ihrer Bürgersteige Schneeberge getürmt haben. Und diese Schneeberge hat der nette Nachbar mit einem geliehenen Bagger weggeräumt.

Nun, vielleicht war der Schneeberg vor dem Haus des kauzigen Nachbarn für diesen sowas, was für Kinder ein selbstgebauter Schneemann ist?

Ich selber finde den Anblick von weißen Schneebergen auch toll und würde auch nicht in Jubelstürme ausbrechen, wenn die jemand ungefragt aus meinem Sichtfeld räumen würde.

Aber natürlich würde ich niemanden wegen "unerwünschter Hilfeleistung" #kratz anzeigen und erst Recht würde ich keinen Schneeberg auf den Bürgersteig schippen #klatsch

Wenn der kauzige Nachbar wirklich so sehr auf Schneeberge steht, hätte er doch einen in seinem Vorgarten anhäufen können.

Aber vielleicht war der kauzige Nachbar einfach auch nur sauer, dass er nicht gefragt wurde. Vielleicht ist er ein Prinzipienreiter, der alleine schon aus Prinzip die unerwünschte Hilfeleistung rückgängig macht.

Hilfeleistungen, um die nicht gebeten wurde, sind immer etwas problematisch:
stell dir mal vor, ich schnapp mir eine ältere Dame und zerre sie ungefragt über die Straße, obwohl sie zum Einen gut zu Fuß ist und zum anderen gar nicht über die Straße wollte ;-)

Wie auch immer:
solange ihn keiner fragt, was sein Problem ist, ist das alles nur Spekulation.

LG,
J.

Beitrag von alpenbaby711 31.01.10 - 10:42 Uhr

also ich finde es auch bescheuert den wieder hinzuschaufeln wenn er doch weg ist. Da würde ich auch ganz gewaltig den Kopf schütteln. Aber gut ich hätte ihn vorher vielleicht auch gefragt. Auch wenns Vorteile für ihn sind, dann ist es trotzdem seine Sache.
Na ja grinst euch eines und sagt ihm nächstes Mal das er nen schönen Haufen hat, lach!
Ela

Beitrag von schneckerl_1 31.01.10 - 10:59 Uhr

Über so einen Nachbarn kann man sich doch nur wundern, oder kaputtlachen.... er schaufelt nun Schnee vom Garten auf den Bürgersteig?#rofl#rofl ganz schön bekloppt

Beitrag von spatzl27 31.01.10 - 11:09 Uhr

Unerwünschte Hilfeleistung kenn ich nicht. Unterlassene schon. Unerwünscht ist ja auch irgendwie seltsam.. Beißt sich.

Wenn der Nachbar Anzeige erstatten will, so wird er entweder das Geld rückerstattet bekommen, was er zum Bagger dazu gab oder die Anzeige wird zwar aufgenommen, aber wegen, wie sagt man, Belanglosigkeit (weiß nicht wie man sagt, menno) fallen gelassen. Man muss sich auch vor Augen halten: ist es ein Schneehaufen wert, den Weg der Justiz zu gehen? Lohnt es sich? Kosten für, im schlimmsten Falle, Gericht sind höher als der ganze Bettel einbringt.

Er soll ihm das Geld zurück erstatten. Damit ist er raus. Anzeige ist sicher sinnlos. Er hat nichts dramatisches getan. Also bei uns wäre man dankbar, wenn der Schnee weg wäre...

LG Spatzl

Beitrag von juniorette 31.01.10 - 11:18 Uhr

Der kauzige Nachbar hat kein Geld für den Bagger gezahlt #aha

Die, die bezahlt haben, haben das freiwillig gemacht, nicht weil das von ihnen verlangt wurde.

LG,
J.

Beitrag von spatzl27 31.01.10 - 11:34 Uhr

Dann versteh ich es noch weniger, warum er sich so aufregt und gar mit Anzeige drohen will.

Es ist doch nur von Vorteil, wenn die Straßen und Wege besser zugängig gemacht werden.

Seltsam...

Beitrag von juniorette 31.01.10 - 11:59 Uhr

Die ganze überzogene Aufregung verstehe ich ja auch nicht, aber Schneeberge finde ich optisch schön, und wäre auch traurig, wenn sie weg wären (siehe meine Antwort in diesem Thread).

Beitrag von windsbraut69 01.02.10 - 06:14 Uhr

Wahrscheinlich ist er einfach sauer, dass er übergangen wurde.

Gruß,

W

Beitrag von eisflocke 31.01.10 - 13:30 Uhr

Ja ich kanns dir erklären: Der Mann ist reif für die Klapsmühle, evtl. hatte er am Wochenende auch nur Ausgang und darf sich morgen früh brav dort wieder melden...;-)

Beitrag von xxsuncat 31.01.10 - 13:45 Uhr

Bin echt gespannt auf deine Bilder :-D möchte die so gerne sehen #freu

Beitrag von wasteline 31.01.10 - 19:00 Uhr

Mich würde mal die Reaktion der Polizei interessieren, die die Anzeige aufnimmt.#rofl

Beitrag von midnatsol 01.02.10 - 09:19 Uhr

Vielleicht hat er sich so über den Schnee gefreut, dass er sich jetzt beraubt fühlt, der Arme...;-)

Aber vielleicht kann es auch sein, dass er damit einfach auch nur Autos dort nicht parken sehen möchte und mit einem Schneehaufen ist man da gut bedient.

Oder wenn es einen Gehweg gibt: Manche Räumfahrzeuge geben großzügig vom Schnee der Straße wieder dem mühsam freigeschaufelten Gehweg zurück, das ist natürlich sehr ärgerlich und bedeutet doppelte Arbeit.

lg, midnatsol

Beitrag von parzifal 01.02.10 - 10:53 Uhr

Als angesprochener Jurist: Eine Straftat oder Ordnungswidrigkeit liegt selbstverständlich nicht vor.

Auch zivilrechtlich kann der Herr im Nachhinein nichts machen.

Einzig der Grundstückbesitzer auf dessen Grundstück der Schnee landete hätte gegebenenfalls Möglichkeiten etwas zivilrechtlich zu unternehmen.

Falls der Schnee des Nachbarn beim zurück schaufeln auf dem öffentlichen Bürgersteig landete kann man eher an einen Verstoß des Nachbarn denken.