Wie fühlt sich der MuMu an?

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Forum: Kinderwunsch

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Beitrag von lillylou 31.01.10 - 13:07 Uhr

#hicks Sorry, ich weiß, das ist bestimmt ne super dämliche Frage, aber kann mir jemand sagen, wie sich der MuMu anfühlt bzw. wie ich ihn ertasten kann? Kann es sein, dass er – wenn man gerade die Mens hat bzw. hatte tiefer liegt und leichter zu fühlen ist? Ich bin da heute morgen – als ich mich mal auf die Suche danach machen wollte ;-) – auf etwas gestoßen. Das – sorry, wenn ich das jetzt so sage – mich an einen Stempel oder so erinnerte... #hicks O, Gott, is das peinlich... Aber vielleicht kann mir ja jemand helfen... Danke, Lilly #herzlich

Beitrag von ginaleib 31.01.10 - 13:11 Uhr

Ja, hört sich so an als hättest du ihn gefunden. Fühlt sich an wie ein Knubbel. Kurz vor der Mens und während der Mens ist er leicht zu ertasten.
Keine Sorge, muß dir überhaupt nicht peinlich sein;-)

LG gina

Beitrag von luise85 31.01.10 - 13:15 Uhr

Wie macht ihr das denn alle? Hat keiner von euch lange Fingernägel? #schock

Beitrag von schmatz2009 31.01.10 - 13:24 Uhr

hi

hier wirklich ALLES über den MUMU. hab es mal hier im forum gefunden. hoffe du hast zeit zum lesen!;-)

Muttermund (MuMu)

1. Wie kann ich meinen Muttermund finden?
Mit einem oder zwei Fingern an der zur Bauchseite gelegenen Scheidenwand hochfahren bis ein kleiner runder Knubbel/Donut zu spüren ist. Der Gebärmutterhals ragt zapfenförmig in die Scheide hinein und ist so zwischen 5 und 8 cm tief drinnen.

2. Wie oft sollte ich den Muttermund abtasten?
Direkt nach der Menstruation beginnend sollte einmal täglich etwa zur selben Zeit in der gleichen Position die Selbstuntersuchung der Zervix durchgeführt werden. Am besten abends mit leerer Blase.

3. In welcher Stellung kann ich den Muttermund am besten erreichen?
Da gibt es mehrere Möglichkeiten: - liegend mit angezogenen Beinen - in der Hocke - stehend mit einem Fuß auf einem Stuhl oder Badewannenrand etc. ruhend - auch sitzend (z.B. auf der Toilette). Unser Tipp: in tiefer Hocke oder sitzend auf dem WC. Wenn man mit der anderen Hand noch auf die Bauchdecke drückt und/oder ein wenig "drückt", wie beim Toilettengang, schiebt sich der Muttermund nochmals ein Stückchen den Fingern entgegen.

4. Ich finde einfach die Öffnung nicht - kann ich die anderen Muttermund-Beobachtungen trotzdem benutzen?
Nicht alle Frauen können die Öffnung ertasten, oftmals ist sie sehr klein. Dies macht gar nichts, da keine Absolutmaße zählen, sondern die Veränderungen sind relativ und am besten in der Verlaufskontrolle erfassbar. Es müssen auch nicht alle 3 Aspekte (Öffnung, Festigkeit, Lage) erkannt werden, zwei davon reichen zur Muttermundbeobachtung aus.

5. Ich finde meinen Muttermund einfach nicht, was mache ich falsch?
Gar nichts, wenn Du alle möglichen Positionen schon ausprobiert hast. Dann kann es ev. daran liegen, dass Deine Finger zu kurz sind und der MuMu zu tief in der Scheide ist. Manche Frauen erreichen ihren Muttermund nur während der unfruchtbaren Phase.

6. Muttermund im laufe des Zyklus...
Der MuMu ist zu Beginn des Zyklus hart, geschlossen und tief stehend (d.h. gut fühlbar). Er macht eine langsame Veränderung durch, je näher man am Eisprung ist: er geht hoch (d.h. wird immer schwerer erreichbar), wird immer weicher und öffnet sich. Während sich vor dem Eisprung zuerst die Lage des Muttermunds ändert (dann Konsistenz und Weite), bildet sich nach dem Eisprung als erstes die Härte zurück (gefolgt von Öffnung und Höhe). Die Veränderungen in der 2. Zyklushälfte laufen recht abrupt ab und beginnen unmittelbar nach dem Eisprung.

Den Muttermund testet man am besten abends, weil er morgens bei vielen Frauen stets weich ist. Direkt nach einem Geschlechtsverkehr ist er ebenfalls verändert.

FAZIT:
- nach der Menstruation: hart (wie ein Nasenknorpel), geschlossen, tiefstehend
- um die Zeit des Eisprungs: geöffnet, weich (wie Lippe, Ohrläppchen), hat ein Grübchen, hochstehend
- nach dem Eisprung: hart (wie ein Nasenknorpel), geschlossen, tiefstehend

7. Mein Muttermund wird nach der Mens gar nicht richtig hart, ist das normal?
Ja, am härtesten ist der MuMu in der Temperaturhochlage.

8. MuMu bei nicht Schwangerschaft...
Die meisten Frauen vor NMT einen harten, geschlossenen und gut erreichbaren Muttermund hatten, wenn sie nicht schwanger waren. Hier gibt es natürlich auch Abweichungen, aber man kann die Tendenz erkennen, dass der MuMu eher gut erreichbar (tief stehend) ist, wenn man nicht schwanger ist und schwer erreichbar (hoch stehend), wenn man schwanger ist.

9. MuMu bei Schwangerschaft...
Der MuMu um "NMT" herum zu und hart ist und weit oben oder mittig steht. Wenn man darüber nachdenkt, wäre ein geschlossener, hoch stehender MuMu auch logisch, er schützt das Baby vor aufsteigenden Infektionen.