Findet Ihr unbezahlte Überstunden in Ordnung?

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Beitrag von motte_ 31.01.10 - 13:20 Uhr

Hallo #freu

mein Mann hat einen neuen Job.

Im Vertrag steht " Die Firma ist berechtigt, bei dringenden betrieblichen Erfordernissen Überstunden anzuordnen. Bis zu monatlich 20 Überstunden sind im Bruttoarbeitsentgelt enthalten".

Jetzt arbeitet mein Mann dort seit 14 Tagen und er hat schon 40 Überstunden.

Laut seiner Kollegen, sind 70-80 unbezahlte Überstunden im Monat dort "normal".

In freie Tage werden die Überstunden auch nicht umgewandelt.

Die wöchentlich Arbeitszeit liegt bei 40 Stunden.

Das finden wir völlig in Ordnung. Auch 20 unbezahlte Überstunden akzeptieren wir (auch wenn sie die Regel sind und nicht unbedingt aus dringend betrieblichen Erfordernissen, was nämlich hier meistens der Fall ist.)

Aber 80 Überstunden???

Da fehlt uns das Verständnis!

Würdet Ihr das akzeptieren?

Liebe Grüße #blume


Petra

Beitrag von emmy06 31.01.10 - 13:24 Uhr

Ich hatte mal eine ähnliche Stelle in der Kinder- und Jugendhilfe. Sehr gute Bezahlung nach BAT und monatlich noch einmal zusätzlich eine beachtliche Summe als Überstundenpauschale.
60 - 70 Stunden kamen in mancher Woche schon zusammen, das war halt so. Dafür gab es dann aber wieder Phasen in denen man weniger gearbeitet hat.


LG

Beitrag von motte_ 31.01.10 - 15:37 Uhr

Hallo,

im sozialen Bereich kenne ich auch unbezahlte Überstunden.

Ich habe vor einigen Jahren beim Caritas eine Schuldnerberatungsstelle geleitet bzw. Erziehungsberatungsstelle.

Überstunden gab es auch, aber ein Teil wurde zumindest in Urlaubstage umgewandelt.

Mein Mann hat auch keine Führungsstelle.

Die hatte er bei seiner letzten Arbeitsstelle, leider wurden 1000 Mitarbeiter entlassen.

Der Lohn ist nicht prall, aber wir kommen auch mit weniger aus.

Wir sind nicht größtenwahnsinnig.

Aber ausnutzen lassen, finden wir auch äußerst unfair.

Beim Einstellungsgespräch hieß es, ab und an eine! Überstunde.

Zumal wir Zuhause in Termindruck kommen.

Am Montag/Dienstag wird mein Mann ein freundliches Gespräch suchen.

Ich werde berichten!

Vielen lieben Dank für Deine Meinung.

LG Petra

Beitrag von mirabelle 31.01.10 - 13:25 Uhr

Das kommt auf Gehalt und Position an.

Ab erster Führungsebene geht man i.R. heutzutage davon aus, das Überstunden selbstverständlich nicht nicht mehr abgegolten werden. Das selbe gilt bei übertariflicher Bezahlung.

Wems nicht passt, kann sich ja gerne was Neues Suchen

M, die schon Jobs hatte mit regelmäßig Überstunden

Beitrag von motte_ 31.01.10 - 15:41 Uhr

Hallo,

das Gehalt ist nicht prall.

Auch nicht Führungsebene.

Mein Mann sucht Montag/Dienstag ein freundliches Gespräch.

Ich werde berichten.

Danke für Deine Meinung.

LG Petra

Beitrag von sonnenstrahl1 31.01.10 - 13:26 Uhr

Hallo
Nein, das würde ich und auch mein Mann nicht akzeptieren. Wir würden uns an den Betriebsrat wenden.

Frechheit

LG
Jelena

Beitrag von motte_ 31.01.10 - 15:44 Uhr

Hallo Jelena,

einen Betriebsrat gibt es leider nicht.

Am Montag/Dienstag sucht mein Mann ein freundliches Gespräch.

Ich werde berichten.

Vielen lieben Dank für Deine Meinung.

Petra

Beitrag von viwi 31.01.10 - 13:26 Uhr

hi,

also, in ordung ist das nicht. sollte ihm auf der arbeit was passieren, und die berufsgenossenschaft sieht, daß er zu viele überstunden hatte, kriegt der arbeitgeber mächtig ärger. allerdings ist das auch so ne sache, ob man lieber ohne job dasteht. heutzutage fliegt man zu schnell raus, wenn man seinen mund aufmacht. aber ich würde mal ganz freundlich fragen, was mit den stunden passiert, die über die 20 hinaus gehen. bezahlung oder freizeitausgleich. gibt es einen betriebsrat? also, mal freundlich nachfragen kostet ja nix.
lg
viwi

Beitrag von motte_ 31.01.10 - 15:46 Uhr

Hallo Viwi,

leider gibt es keinen Betriebsrat.

<<aber ich würde mal ganz freundlich fragen, was mit den stunden passiert, die über die 20 hinaus gehen. bezahlung oder freizeitausgleich. >>

Genau das hat mein Mann jetzt Montag/Dienstag vor.

Ich werde berichten.

Lieben Dank für Deine Meinung.

Petra

Beitrag von gingerbun 31.01.10 - 13:27 Uhr

hallo,
das kommt ja immer darauf an wie hoch das bruttogehalt ist. vergessen sollte man auch nicht die gesetzlich vorgeschriebenen pausen und die grenze, nach 10 stunden arbeit ist schluss (wenn ich mich recht erinnere). wenn der arbeitnehmer mehr arbeitet und ihm dann was passiert auf dem heimweg sieht der arbeitgeber ganz schön alt aus.
gruß!
britta

Beitrag von motte_ 31.01.10 - 15:50 Uhr

Hallo Britta,

es werden teilweise 14 Stunden gearbeitet.

Oder noch länger.

Mein Mann sucht Montag/Dienstag ein freundliches Gespräch.

Ich werde berichten.

Lieben Dank für Deine Meinung.

Petra

Beitrag von terminor 31.01.10 - 20:22 Uhr

Das ist doch die alte Mär vom Arbeitszeitgesetz.

Welche Firma hält sich denn noch daran?

Beitrag von gingerbun 31.01.10 - 21:52 Uhr

ne mär ist das eine, das gesetz ist das andere. aber ich weiss natürlich auch wie es heute läuft. leider.
die firma meines mannes hält sich dran, das kann ich versichern. also es gibt diese firmen noch.

Beitrag von terminor 31.01.10 - 22:41 Uhr

Klar gibt es diese Firmen noch. Das sind dann aber zum großteil tarifgebundene Firmen mit einem BR im Rücken.

Beitrag von ayshe 01.02.10 - 09:38 Uhr

##
vergessen sollte man auch nicht die gesetzlich vorgeschriebenen pausen und die grenze, nach 10 stunden arbeit ist schluss (wenn ich mich recht erinnere)
##
ja, das ist ein wichtiger punkt!
alles über 10 stunden ist genehmigungspflichtig.
ich kenne es so, daß der BR es genehmigen muß,
aber den gibt es ja nicht. #kratz

Beitrag von alex_22_nrw 31.01.10 - 13:35 Uhr

Nö, niemals...

Also mein Leben ist mehr wert...

LG

Beitrag von motte_ 31.01.10 - 15:51 Uhr

Hallo Alex,

mein Mann sucht Montag/Dienstag ein freundliches Gespräch.

Ich werde berichten.

Lieben Dank für Deine Meinung.

Petra

Beitrag von juleslorchen 31.01.10 - 14:40 Uhr

Hi,

oh, das kenne ich! Ich arbeite in der Werbung und da gelten unbezahlte Überstunden als normal. teilweise habe ich von 9 - 22 Uhr gearbeitet und habe nie eine Überstunde vergütet bekommen. Einmal habe ich auch 2 Tage einfach druchgearbeitet. Dafür konnte man Arzttermine wahrnehmen oder morgens auch mal eine halbe Stunde später kommen. Trotzdem war das nie gerecht.

Momentan suche ich einen neuen Job (bin allein und bin auf Vollzeit angewiesen). Potentielle Arbeitgeber unken rum, weil ich scheinbar nicht kurzfristig unbezahlte Überstunden machen kann.

So viel dazu....:-[

Liebe Grüße!
Juleslorchen

Beitrag von motte_ 31.01.10 - 15:56 Uhr

Hallo Juleslorchen,

nein Arzttermine dürfen auch nicht wahrgenommen werden.

Wir mussten privat schon alle wichtigen Termine hin und her schieben bzw. ausfallen lassen.

Mein Mann sucht Montag/Dienstag ein freundliches Gespräch.

Ich werde berichten.

Dir wünsche ich von Herzen viel Glück bei Deiner Jobsuche.

Lieben Dank für Deine Meinung.

Petra

Beitrag von beluleleba 31.01.10 - 14:45 Uhr

Hallo!

Normalerweise halte ich das nicht für ok. Aber in der heutigen Situation und der Lage des Arbeitsmarktes würde ich so eine Arbeitsweise vorübergehend akzeptieren.

LG
H.

Beitrag von motte_ 31.01.10 - 15:58 Uhr

Hallo,

mein Mann sucht Montag/Dienstag ein freundliches Gespräch.

Ich werde berichten.

Lieben Dank für Deine Meinung.

Petra

Beitrag von beluleleba 31.01.10 - 16:00 Uhr

Wenn ich euch einen Rat geben darf: nie mit Kanonen auf Spatzen schießen, gerade, wenn man einen Job neu hat.

Alles Gute!!
H.

Beitrag von windsbraut69 01.02.10 - 06:09 Uhr

Nach gerade mal 14 Tagen wäre ich da sehr sehr freundlich im Gespräch, es sei denn, er hat auf Abruf noch min. einen neuen Job in der Tasche.

Ist die aktuelle Mehrarbeit evtl. saisonal bedingt?

Gruß,

W

Beitrag von dominiksmami 31.01.10 - 15:14 Uhr

Huhu,

ja so ähnlich gings mir auch mal, damals kurz nach der Ausbildung.

Damals wollte ich noch unbedingt in meinem erlernten Beruf arbeiten und hatte eine Vollzeitstelle bei einem Rechtsanwalt angetreten.

Nicht nur, das man dort ohnehin mit einem Hungerlohn anfängt, nein...es wurde auch gleich zu Anfang betont das es " hier und da mal zu EINEM Überstündchen kommen KÖNNTE" das dann schon im Lohn mit drin wäre.

Ok, man war jung..man brauchte das Geld *rofl* und war vor allem noch reilich naiv.
Im ersten Monat warens tatsächlich nur 20 Überstunden die nicht bezahlt wurden, im Zweiten dann aber schon 45. Im dritten Monaten kam ich "nur" noch auf 20, weil ich mein Recht zur Kündigung in der Probezeit wahrgenommen habe. Veralbern durfte der lieber jemand anderen, mich nicht.

Bei meiner nächsten Stelle fing es ähnlich an, klar...war ja auch ein Rechtsanwalt, aber da habe ich SOFORT einen Riegel vorgeschoben und ihm klar gemacht das ich mir frei nehmen werde wenn er die Überstunden nicht bezahlen möchte.
Da gings dann auf einmal...komisch.


lg

Andrea

Beitrag von motte_ 31.01.10 - 16:10 Uhr

Hallo Andrea,

<< es wurde auch gleich zu Anfang betont das es " hier und da mal zu EINEM Überstündchen kommen KÖNNTE" das dann schon im Lohn mit drin wäre>>

Woher kennen wir das???

Genau das waren die Worte beim Vorstellungs/Einstellungsgespräch.

Mein Mann hat keine Führungsstelle.

Die hatte er bei seiner letzten Arbeitsstelle, leider wurden 1000 Mitarbeiter entlassen.

Der Lohn ist nicht prall, aber wir kommen auch mit weniger aus.

Wir sind nicht größtenwahnsinnig.

Aber ausnutzen lassen???

Private wichtige (Arzt)Termine können nicht mehr wahrgenommen werden.

Mit meinen Arbeitszeiten können wir die vielen Überstunden kaum in Einklang bringen.

Wir haben eine Tochter (6 Jahre).

Guter Rat ist teuer.

Mein Mann sucht Montag/Dienstag ein freundliches Gespräch.

Mist alles.

Ich werde berichten.

Herzlichen Dank für Deine Meinung.

Liebe Grüße

Petra #blume

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