PKV verweigert ICSI-Übernahme, IVF keine Befruchtung! Tipps?

Archiv des urbia-Forums Unterstützter Kiwu.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Unterstützter Kiwu

Dein Arzt hat Hindernisse für eine normale Empfängnis festgestellt und du bist in Behandlung in einer Kinderwunschpraxis? Hier kannst du dich mit anderen über die künstliche Befruchtung etc. austauschen. Auch nützlich: Lexikon der Abkürzungen. Unser Kinderwunschmediziner Dr. David Peet beantwortet deine Fragen in unserem Expertenforum.

Beitrag von mutzimausi 31.01.10 - 13:23 Uhr

Hallo ihr Lieben!
Nun melde ich mich auch mal wieder....
Bei meiner 1. IVF im November kam es bei 4 entnommenen Eizellen zu keiner Befruchtung, obwohl alles prima aussah (EZ ok, Sperma super), keiner weiß warum. Auffällig war wohl nur, dass sich EZ und Spermien "aus dem Weg zu gehen scheinen".... was auch immer das bedeuten mag.

Kurz und gut, nun ist eine ICSI geplant. Bei uns ist die Konstellation: ich PKV und Beihilfe, mein Mann gesetzlich versichert.
Für eine IVF hatte ich die Zusage für 3 IVF komplett durch PKV und Beihilfe.
Bei einer ICSI sieht es da schon ganz anders aus. Die Beihilfe hatte überhaupt keine Probleme, die ICSI zu genehmigen, habe die Zusage für 5 (!) ICSI!!!
Nur die PKV mährt rum.... ICSI würde nur gemacht, bei schlechtem Spermiogramm, da bei meinem Mann aber ein unauffälliges Spermiogramm sei, wird ICSI nicht genehmigt!
Soll ich das so akzeptieren?? Oder ist das erstam eine generelle Absage, es lohnt sich aber zu kämpfen?

Habe auch schon von Gerichtsurteilen in solchen Fällen gehört, also dass das totale Fertilisationsversagen als Indikation für eine ICSI gilt und infolgedessen auch übernommen wird!?!? Wer hat davon schon gehört oder kennt sich damit aus?

Über eure Antworten wäre ich dankbar! Denn leisten könnten wir uns momentan nicht mal die Hälfte eine ICSI.

Liebe Grüße
mutzimausi

Beitrag von seelking 31.01.10 - 13:34 Uhr

wir sind selbstbezahler weil ich noch nicht 25 bin aber es bei uns 100% nicht auf normalem weg geht...

wir sind in österreich weil die bedinungen und möglichkeiten da am besten auf uns zu treffen... mein mann ist privat ich gesetzlich versichert...

die ivf bzw icsi muss nachweislich wegen uns beiden aber hauptsächlich wegen der probleme auf der männlichen seite gemacht werden...

so können wir die medikamente die wegen der icsi für mich notwendig sind im nachhinein einreichen... wieviel wir von den 2000 euro wieder bekommen wissen wir nicht aber wir versuchen es so...

ihr solltet den bericht es biologen mit einreichen und eine aussage des kiwu arztes!!!
ich würde kämpfen die stellen sich nur an weil die icsi klar viel teurer ist...

Beitrag von fairysia 31.01.10 - 13:58 Uhr

Hallo Mutzimausi,

vielleicht kann Euch die KiWu ein Schreiben erstellen mit einer Begründung für die ICSI. Das müsste die PKV dann eigentlich annerkennen.

Darf ich mal fragen wie Du es geschafft hast, dass die Beihilfe die Kosten komplett mitträgt? Die Beihilfe meine Mannes stellt sich da nämlich etwas doof an.

LG und toi,toi,toi
Conny

Beitrag von mutzimausi 31.01.10 - 14:06 Uhr

Hallo Conny!

Also, ein Schreiben der KiWu Praxis hatte ich schon, mit allem notwenigen, was eben belegt, dass es eine ICSI sein muss.... aber ich werde auf jeden Fall nochmal mit meiner Kiwu-Ärztin sprechen, sie soll sich nochmal richtig ins Zeug legen!!
Mit der Beihilfe ging das problemlos.... ich habe meine jeweiligen Schreiben der Kiwu Praxis eingereicht und eine sehr schnelle Antwort erhalten. Großartig nachfragen oder drum kämpfen musste ich bei der Beihilfe nicht...
Ich kenne ja eure Situation nicht, aber vielleicht liegts bei mir daran, dass ich die versicherte Person UND der alleinige Verursacher bin??
Eine andere Erklärung hab ich nicht.

Danke für deine Antwort!
Gruß
mutzimausi

Beitrag von kathi2509 31.01.10 - 14:39 Uhr

Hallo,

ich bin auch privat versichert, mein Mann GKV. Meine PKV hat die ICSI damals nicht übernommen mit der Begründung das das Verursacherprinzig gilt, d.h mein Mann war der Verursacher wegen seinen schlechten Spermien, somit muß seine Kasse zahlen. Die GKV hat aber auch nur die Behandlungen meines Mannes bezahlt, die kostenmäßig deutlich geringer ausfielen als die Behandlungen bei mir. Somit mußten wir ca. 4000,- selbst zahlen. Wir haben Widerspruch eingelegt, der aber leider abgelehnt wurde.

Wünsche dir alles Gute!

Kathi mit Ben 20.03.2009 (1 ICSI und 2 Kryos)

Beitrag von mucki288 31.01.10 - 21:52 Uhr

Hallo!

Ich habe genau das gleiche Problem...wir sind beide PKV versichert, ich aber nur noch bis Ende Februar...

Wir haben letztes Jahr 3 IVF genehmigt bekommen, da ich 2 FG hatte, und einige mediz. Befunde, die eine IVF gerechtfertigen.
Nach der 1.IVF war ich auch direkt schwanger, hatte aber dann meine 3.FG.

Die nächsten beide Versuche mussten dann als ICSI gemacht werden, da das Spermiogramm plötzlich grenzwertig war.
Nun hat meine PKV "versehentlich" die beiden letzten Versuche gezahlt und jetzt haben sie sich das Geld zurückgeholt, weil sie ICSI nicht zahlen wollen,da nur IVF genehmigt war und ICSI "nicht unbedingt nötig "war.. (Befruchtungsrate war 0 % !!!)
Wir haben Widerspruch eingelegt, die versicherung stellt sich total stur, die Sachbearbeiterin war mega-unverschämt am Telefon...alles in allem...ich könnt denen nen Bombe in ihren Laden werfen!!!!
Wir sind jetzt beim Anwalt, er versucht nun alles auf den vertrag meines Mannes umzulegen, da er ja nun der "Verursacher" ist...

Ohne Anwalt geht es bei PKV nicht, das habe ich in den letzten Jahren gelernt!

Alles Gute!

Bine