Bin so verzweifelt, die Kleine ist so aggressiv.....

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von schnegge1986 31.01.10 - 21:54 Uhr

...und ich fühle mich so hilflos :(

Also, wir haben momentan keine leichte Situation, wir leben in Trennung, ich bin auf Wohnungssuche und so...
Aber ich muss sagen, seit ich das mit der Trennung ausgesprochen habe, verstehenw wir uns eigentlich besser...

Tja nun fing das damit an, das Lea letzte Woche jeden Tag Theater machte als sie in die Krippe musste, jeden Tag Geschreie und Geweine und dann schlug sie auch nach mir und wollte partout nicht in den Kiga.
Bin dann konsequent geblieben und habe sie jeden Tag hingebracht, das sie weiß, das sie sich auf mich verlassen kann und ich sie wieder abhole...

Nun gut, jetzt fängt die Kleine an, wacht mitten in der Nacht auf, fängt das weinen an, schreit dabei richtig (meiner Meinung tut ihr nix weh), und lässt sich nicht beruhigen, sie schreit nach mir und das geht ne viertel bis halbe Std. Volles Geschreie, ich könnte dann schon mitheulen, weil ich mit dem Ding sowas von überfordert bin... Weil ich sie eben nicht ruhig bekomme...
Bin richtig verzweifelt.

Tja und das ist nicht nur nachts so, im Moment auch tagsüber, wenn sie was nicht bekommt oder was nicht nach ihrem Kopf geht, dann fängt sie richtig an zu heulen, zu schreien, schmeißt sich auf den Boden... Wirklich ganz heftig...

Wie greift man am besten durch? Lässt man die Kleinen schreien und schenkt dem Gezicke keine Beachtung?

Ich habe Angst, das die Kleine mir entgleitet und das immer schlimmer wird...

Sorry das es jetzt so lang geworden ist, aber tut gut, das mal von der Seele zu schreiben.

Hoffe ein paar hilfreiche Tips zu bekommen
Danke euch schon mal

Eine verzweifelte Mama
mit absoluter Zickentochter :(

Beitrag von zauber0815 31.01.10 - 22:11 Uhr

HALLO

also, mein baby ist noch klein...aber trotzdem antworte ich mal....

ich glaube deine maus bekommt einfach die neue situation mit und es ist neu, fremd und beängstigend für sie.
ich würde viel zeit mit ihr verbringen...viel körperkontakt...was tolles unternehmen wenn möglich....nehme sie viel in die arme...ich glaube das wird ihr gut tun!

wenn sie nachts schreit nehme sie in die arme...rede ruhig mit ihr....lass sie nicht allein.....das wird sich wieder geben!

ich wünsche dir viel kraft #liebdrueck

Beitrag von nirhtakka123 31.01.10 - 22:32 Uhr

Hallo,

das ist eine schwierige Situation für euch beide und genau so schwierig ist es für dich "richtig" zu reagieren. Ich verstehe dein Angst, dass sie anfängt sich mit Theater durchzusetzen. Aber ich denke auch, dass keine Beachtung schenken oder ignorieren die Sache noch schlimmer macht. ich weiß jetzt nicht genau wie alt deine Tochter ist, aber ich denke, dass die kleinen ganz feine Antennen haben, v.a. wenn die Eltern Streß haben, wirkt sich das auch auf sie aus.

Vielleicht kannst du versuchen (auch wenn du innerlich kochst) ruhig bei ihr zu bleiben und abzuwarten bis sie sich beruhigt und dann ein Angebot machen, z.b. drücken, trösten, küßchen usw.

viel Kraft!!

Beitrag von murmel72 01.02.10 - 00:03 Uhr

Hallo,

nachdem was du über eure aktuelle Lebenssituation schreibst, kam mir eigentlich sofort in den Sinn, dass deine kleine Tochter totale Verlustängste hat.

Papa ist weg, Umzug steht bevor... die Grundfesten deiner Tochter sind ziemlich am wackeln.

Dass dein Kind jetzt Angst hat in die Krippe zu gehen (ich finde es absolut falsch, das als "Theater" zu bezeichnen) ist für mich eine Schlussfolgerung aus eurer momentanen Situation.
Sie hat wohl Angst, dich auch noch zu "verlieren". Daher glaube ich nicht, dass es so klug ist, nun "konsequent" zu reagieren und sie weiterhin ohne Abweichungen dorthin zu bringen.
Ich denke eher, sie fühlt sich noch mehr verlassen, wenn du so unnachgiebig bist.

Auch dass sie nachts aufwacht und schreit, ist ja kein Theater. Sie nimmt sich ja nicht vor, mitten in der Nacht aufzuwachen um dich zu ärgern.
Sie empfindet wohl echte Not, Leid, Angst... wie auch immer.
Daher ist doch bestimmt der beste Weg, ihr mit ganz viel Liebe, Nähe und Geduld zu zeigen, dass sie sich bei dir sicher fühlen kann. Dass du immer für sie da bist - egal ob tagsüber oder nachts.

Grundsätzlich finde ich es traurig, wie du das Leid deiner Tochter als Gezicke, Theater und Aggression bezeichnest. Es wäre bestimmt hilfreich, wenn du versuchen würdest, dich in die Situation deiner 22 Monate alten Tochter hinein zu versetzen.

Was hat sie denn für andere Möglichkeiten, dir mitzuteilen, dass es ihr gerade evtl. nicht gut geht? Nicht besonders viele. Kinder in dem Alter teilen ihre Emotionen eben so mit, weil sie es nicht anders können.

Und darauf solltest du so liebevoll und souverän reagieren, wie es dir nur irgend möglich ist.

Alles Gute,
Murmel

Beitrag von diejulimaus 01.02.10 - 11:12 Uhr

Ja, genau so sehe ich das auch!

Deiner Tochter macht die neue Situation Angst und das drückt sich eben so aus. Sei verständnis- und liebevoll mit ihr und zeige ihr, dass du immer für sie da bist. Erkläre ihr die Situation so gut es geht, dass sich manches ändern wird, aber Mama und Papa immer für sie da sind. Und gib' ihr die Nähe, die sie braucht, damit sie nicht so viel Angst hat!

Alles Gute - ist sicherlich auch nicht leicht für dich!

Juli mit #herzlichShana Ina (*05.03.2008)

Beitrag von schnegge1986 01.02.10 - 13:27 Uhr

Ich habe mir deinen Text sehr zu Herzen genommen und habe versucht, mich in die Kleine hinein zu fühlen...

Mit dem Kindergarten muss ich dazu sagen, das ich auch berufstätig bin und sie leider in die Einrichtung muss...
Und ich denke eben, wenn sie eine gewisse Regelmäßigkeit hat, dorthin zu gehen, fällt es ihr vielleicht leichter und ich hole sie ja auch immer wieder ab... Sie geht ja auch schon über ein halbes Jahr dorthin...

Die momentane Situation ist auch für mich nicht einfach.
Ich habe selbst manchmal das Gefühl nicht die Kraft aufzubringen, meinem Kind auch die nötige Stütze zu geben.
Aber auch das wird sich hoffentlich auch bessern...

Ich denke schon, das die Situation sehr viel damit zu tun, wie sich die Kleine verhält, aber nicht nur...
Sie testet sehr extrem ihre Grenzen und ich weiß oft nicht, wie ich ihr Grenzen setzen soll...
Das sie sich auf den Boden wirft, wenn sie nicht bekommt was sie will, ist denke ich ein stückweit Grenzen austesten...
Und wie reagiert man dann in so einer Situation??