Welche Steuerklassen-Kombi empfehlt ihr?

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von lenchen2002 01.03.10 - 09:14 Uhr

Hallo, also mein Mann und ich sind seit Sommer verheiratet, und haben seit dem die St.Klasse Kombi 3/5, wobei er in der 3 ist, sein Einkommen liegt bei ca. netto 1700E. Ich habe die 5, ich habe "nur" einen 165-E-Job...

Jetzt sagte mir mein Chef, dass wir bei dieser Kombi ganz sicher nächstes Jahr nachzahlen müssen, weil ich ja gar keine Steuern bezahle, mein Mann auch nicht wirklich, leuchtet mir ja schon ein... Habe das bis jetzt alles meinem Mann überlassen, weil er jedes Jahr ne Steuererklärung gemacht hat und ich dachte, er kennt sich besser aus damit als ich, aber irgendwie hab ich jetzt Bedenken...

Was meint ihr, sollten wir wieder wechseln? In 4 -4 ? Unsere Einkommen werden sich nicht ändern, soll heißen, ich glaube nicht, dass aus meinem 165E-Job mehr wird... ;o(

Was würdet ihr empfehlen?

Danke schon mal, LG Lenchen

Beitrag von litalia 01.03.10 - 10:24 Uhr

nein!

bei sehr unterschiedlichen einkommen (sprich einer vollzeit, einer minijob) würde ich IMMER 3/5 nehmen.

warum solltet ihr nachzahlen? ...du hast doch nur einen minijob und arbeitest eh nicht auf lohnsteuerkarte?

4/4 würde ich nur nehmen wenn beide in etwa gleich verdienen.

und solange wie bei euch alles geld in einen topf kommt zählt doch das was ihr monatlich an einkommen zusammen habt. und mit 3/5 fahrt ihr da besser.

wir zahlen auch nie nach in 3/5, bekommen immer etwa 500 euro zurück.

würden wir 4/4 wählen würden wir eine hohe 4stellige summe wieder bekommen aber lieber haben wir monatlich mehr einkommen ;-)

dein chef erzählt meines erachtens nach blödsin.
da du einen minijob hast ändern sich deine 165 euro ja nicht durch einen steuerklassen wechsel.

Beitrag von minimaus75 01.03.10 - 11:21 Uhr

Hallo,
die Steuerklassenkombi 3/5 sollte man immer dann wählen, wenn der eine etwa 60% und der andere 40% des Einkommens erwirtschaftet.

Bei großen Unterschieden im Gehalt wirkt es sich negativ aus, da hat dein Chef recht.

Ob allerdings eine Nachzahlung oder eine Erstattung am Jahresende daraus wird, hängt maßgeblich von den abzusetzenden Werbungskosten ab.

LG

Beitrag von litalia 01.03.10 - 11:29 Uhr

was genau wirkt sich denn negativ aus bei großen unterschied?

sprich, einer verdient bspw. 90 prozent und der andere 10 % ? oder wenn einer 100% verdient und der partner garnichts?

Beitrag von sini60 01.03.10 - 14:05 Uhr

In deinem Fall solltest du ohne Lohnsteuerkarte arbeiten, also auf 400,-- € Basis.

Beitrag von elke92 01.03.10 - 15:03 Uhr

Also die St-Klassenwahl die ihr getroffen habt ist absolut korrekt und sinnvoll.
Zu prüfen wäre es, ob du nicht besser als Minijob (max. 400 EUR stuerfrei) arbeiten solltest. Da hast du dann keine Abzüge, zahlst aber auch nicht selber in die KV/PV /RV ein. RV kannst du noch freiwillig anpassen/dazubezahlen, das solltest du dir aber von deiner Rentenversicherung vorher ausrechnen lassen ob es sinnvoll ist.
Und Krankenversicherung läuft ja dann eh über die Familienversicherung bie deinem Mann.

Bleibt also mal schön bei 3/5 und freut euch wohl auf das Geld, sofern du was gezahlt hast, was ihr wohl zurück bekommen werdet.

LG Elke

Beitrag von lenchen2002 02.03.10 - 08:51 Uhr

Hallo, danke für deine Antwort. Wie meinst du das mit Minijob? Also ich dachte, ich hätte einen... Mein Chef hat mich angemeldet, und zahlt natürlich auch (geringe) Beiträge für mich... Versichert sind wir alle über meinen Mann, da ich erst seit August wieder arbeite. Ich allerdings zahle keine Beiträge, sprich Brutto gleich Netto... Was die Rente angeht, da hast du schon recht, allerdings habe ich noch nicht wirklich viel eingezahlt, habe nach der Lehre erst Abi gemacht, dann Studium angefangen, 2 Schwangerschaften, wo ich immer 2 Jahre zu Hause war... Und nun ja wieder ein Job, wo ich nicht einzahle, der mir aber Spaß macht, und wir kommen finanziell so einigermaßen hin (wenn ich nicht grad Bafög nachzahlen muss o.ä. ;-)).

Wir haben uns vor etwas mehr als einem Jahr ein Haus gekauft und sehen das als unsere Altersvorsorge, denn ich bin grad mal 49 wenn es abbezahlt ist (wenn alles so bleibt) und danach haben wir ja dann quassi keine Mietbelastung mehr und können dieses Geld sparen für die Rente...

LG Lenchen