der junge im gestreiften pyjama

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Beitrag von mamamaja 01.03.10 - 09:59 Uhr

hallo.....

gestern abend habe ich mir das buch geschnappt, was ich mir bestellt hatte und es in einem zug durchgelesen.

es war sehr schön geschrieben....und so traurig.

es hat mich sehr zum nachdenken gebracht und ich empfehle jeden dieses buch, der "gerne" geschichten über das leid der juden zur zeit des nationalsozialismus liest......

jedoch finde ich einige dinge an diesem buch ....wie soll ich sagen? ......so unrealistisch

für alle die das buch noch nicht gelesen haben jetzt bitte vorsicht und nicht weiter lesen.....ich werde details nennen....







zum beispiel:

bruno war mit seinem alter von 9 bzw. 10 jahren sehr naiv.....es gibt zu viele beispiele, die ich jetzt nicht alle nennen werde, die leute die jedoch das buch gelesen haben werden vielleicht wissen....was ich meine.
eines zb. er nicht wusste, was/ wer juden waren (zu dieser zeit hat man doch schon in der schule "die unterschiede" lernen müssen ect.) es war einfach ein großes thema.....versteht ihr wie ich es meine?

ich kann mir nicht vorstellen, dass zur dieser zeit ein junge in diesem alter adolf hitler nicht kannte ( der furor)....gerade, wenn der vater "ein hohes tier" bei der ss war

auschwitz war das schlimmste vernichtungslager von allen. wurde an jeder ecke überwacht. schmuel wäre es doch eigentlich nie möglich gewesen jeden tag stunden am zaun zu verbringen, ohne gesehen zu werden.

das ende fand ich auch sehr "unrealistisch".....das bruno sich "verkleidet" und die andere seite des zaunes sehen will. er einfach unter den zaun klettert (das wäre in auschwitz nie öglich gewesen!!!) . und dann mit schmuel in der gaskammer umkommt #heul

ich habe viele bücher "dieser art" gelesen und bin immer wieder gerührt und traurig und nachdenklich.

versteht mich nicht falsch.....ich fande das buch sehr gut, traurig und fesselnd....die geschichte hat mich beeindruckt.....aber irgendwie waren viele dinge so naiv und unrealistisch.

war es die absicht des autoren?
einfach die naivität zweier kinder in den vordergrund zu stellen? das kinder die welt mit anderen augen sehen....auch zu damaligen zeiten?

wie fandet ihr dieses buch?

über viele meinungen freue ich mich

lg
maja

Beitrag von zumi 01.03.10 - 10:04 Uhr

"gerne" über das leid anderer zu lesen, ist mehr als unglücklich ausgedrückt ... ;-)

"interessiert an authentischen schicksalen", triffts wohl eher #cool

#blume, ... zumi!

Beitrag von mamamaja 01.03.10 - 10:18 Uhr

#hicks

hast wohl rech...jetzt wo ich meinen beitrag nochmal durchgelesen habe.....sry....war ja nicht böse gemeint..


lg

Beitrag von mamamaja 01.03.10 - 10:30 Uhr

p.s.

hast du auch eine meinung über dieses buch?

lg
maja

Beitrag von scrapie 01.03.10 - 11:00 Uhr

Ich habe das Buch auch gelesen und fands erst sehr befremdlich aus einer Sicht eines Kindes zu lesen.

Man muss bedenken, dass es ein Jugendbuch ist.

Ich muss dazu sagen, dass ich mich vorher nicht informiert habe über das Buch und es ein Spontankauf war. Ich wusste nichtmal worum es geht. Es später ist beim lesen ist mir bewusst geworden, dass das Cover aussieht wie die Kleidung, die die Juden damals getragen haben und dass es ums KZ geht.

Hat der Junge nicht Privatunterrischt gehabt? Ich kann mich nicht mehr so genau erinnern. Der Vater hat ja versucht es vor ihm zu verheimlichen, wo er arbeitet und was er da macht. Ich denke, der Vater wollte solche Sachen nicht an ihn heranlassen. Was da passiert etc. Deswegen wusste er auch nicht bescheid. Wie gut und wie schlecht das damals dort bewacht war, und ob ein Kind die Möglichkeit gehabt hätte dort stundenlang am Zaun zu sitzen, dass können wir heute schwer sagen...ich denke, wenn der Schriftsteller diese Möglichkeit nicht eingeräumt hätte, dann wäre das Buch ja gar net entstanden... denn das wichtige ist ja der Schluß... also der "Höhepunkt" des Buches. Und ohne die Vorgeschichte (Die Szenen am Zaun sind ja die Hauptszenen) wäre es gar nicht zum Höhepunkt gekommen.

Beitrag von mamamaja 01.03.10 - 11:12 Uhr

ja es ist aus der sicht eines kindes geschrieben. da es aber keine wahre begebenheit ist und der autor diese geschichte nicht erlebt hat.....finde ich halt viele szenen irgendwie unrealistisch.

zb habe ich das buch"das mädchen im roten mantel" gelesen.

dieses buch ist von einer frau geschrieben...die
IHRE geschichte erzählt hat.

ihre ersten schmerzhaften erinnerung fangen an, als sie 3 jahre alt war......und selbst sie wusste schon mit 4 oder fünf, dass die nazis die juden hassten und sie deshalb mit ihrer mutter probiert aus dem krakauer ghetto zuentkommen. all ihr leid wurde so realistisch dargestellt, dass mir die tränen kamen und mich in "ihre welt" geholt hat......sie erzählt aus der sicht....wie ein 3 jähriges kind denkt. wirklich beeindruckend.....

naja......vielleicht kommt mir dieses buch nur so '"unrealistisch" vor, weil ich bis jetzt nur erfahrungen...also wahre begebenheiten über dieses thema gelesen habe. und der autor dieses buches hat halt eine geschichte über auschwitz geschrieben ABER nicht SEINE eigene geschichte......

das o.g. buch mit dem mädchen kann ich jeden empfehlen.....

lg
maja

Beitrag von scrapie 01.03.10 - 11:21 Uhr

Ja das sollte einem bewusst sein, wenn man eine "erfundene" Geschichte liest, dass sie nicht der Wahrheit entspricht bzw nicht die Gefühle wiederspiegelt im Gegensatz zu einer wahren Geschichte.

Das ergeht mir bei vielen Büchern so.

Beitrag von sassi31 01.03.10 - 13:51 Uhr

Ja, er hatte Privatunterricht.

Aber ich denke, Hitler hätte er trotzdem gekannt und ihm wäre mit Sicherheit auch der Judenhass eingetrichtert worden.

Beitrag von scrapie 01.03.10 - 13:57 Uhr

Ja aber dadurch,dass der Vater ihm nicht erzählt hat, wo er nun arbeitet leite ich ab, dass er nicht stolz darauf war.

Hitler kannte bestimmt jedes Kind auf Bildern, aber wer er wirklich war... ob das jeder wusste?

Beitrag von caro3011 01.03.10 - 12:02 Uhr

Habt ihr den Film zu dem Buch mal gesehen?

Der ist auch sehr schön und ich finde man kann sich das ganze dann viel besser vorstellen.

Vlg caro

Beitrag von nico13.8.03 01.03.10 - 13:43 Uhr

HUHU

Ich hab mal den Film zu den Buch gelesen fand den Film sehr gut.

LG niki

Beitrag von 3wichtel 01.03.10 - 14:15 Uhr

Hallo,

mir ging es ähnlich. Und ich wurde regelrecht wütend, als Bruno unter dem Zaun durchgeklettert ist, da ich mir die ganze Zeit gewünscht hatte, dass Schmuel durch den Zaun kommt und dann gerettet ist.

Ich fand auch vieles sehr naiv und unrealistisch. Das Argument, dass es nun mal kein Tatsachenroman ist zählt in meinen Augen nicht, da es auch sehr gute fiktive Literatur über KZs gibt: Z.b. ist "Der Funke Leben" von Erich M. Remarque das m.M.n. beste Buch, dass je über das dritte Reich geschrieben wurde.

Beitrag von carlotka 01.03.10 - 20:59 Uhr

Ein Buch, das mich sehr bewegt hat.

Beitrag von dornpunzel 02.03.10 - 10:37 Uhr

Hallo,

eines der schlechtesten Bücher, die ich jemals gelesen habe. Ich hatte es für meinen Sohn gekauft, er hat es bis heute nicht gelesen. Vermutlich wäre er sich veralbert vorgekommen, dass er mit sechs, sieben Jahren schon wusste, wer der 'Führer' war und ein Kind, das in der damaligen Zeit lebte, es nicht wusste.
Dadurch wird auch der Vater zur Witzfigur. Wobei man allerdings sagen muss, dass alle Personen schrecklich flach gezeichnet sind.

Das Buch verharmlost meiner Meinung nach das Leben im KZ ganz erheblich. Hätte man einfach so unter einem Zaun durchkrabbeln können... hey, warum sind die dann alle im Lager geblieben?

Nene, guter Gedanke, aber die Ausführung war einfach nur schlecht.

Gruß,
Dornpunzel