Weiß nicht mehr weiter

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von keine-Liebe-mehr 01.03.10 - 11:28 Uhr

Hallo,

nach langem hin und her habe ich mich jetzt entschlossen mir doch mal bei euch einen Rat zu holen. #schwitz

Ich (42) bin mit meinem Parnter seit 7 Jahren zusammen. Seit 6 Jahren wohne ich bei ihm im Haus. Wir haben zwei Kinder im Alter von 4 und 1 Jahr.
Mein Partner ist ein sehr schwieriger Mensch seitdem unsere Kinder da sind.
Er macht mich zuhause immer schlecht und putzt mich runder.
Wenn ich ihm einen Tip geben möchte oder was über die Kinder erzählen möchte, sagt er ich solle die Schnauze halten. Ich könne nicht mal richtig sprechen und dadurch würden die Kinder zu Idioten werden. :-(
Ich kann sehr wohl gut und deutlich sprechen und meine Kinder haben eine ausgezeichnete Sprache und einen großen Wortschatz. Nur weil ich mal zu einem Glas, Becher gesagt habe anstelle Glas.
Meine Familie darf ausser meiner Mutter niemand zu besuch kommen.
Ich muss die hälfte der Kosten, wie Ratenzahlung vom Haus, Strom, Nebenkosten übernehmen. Er kommt im Gegenzug für die Kosten der Kinder anstelle von Unterhalt (Kindergarten,Essen, Kleidung, Spot und Musik) auf.
Kindergeld wird geteilt.
Wir haben auch getrennte Schlafzimmer.
Ich möchte das nicht mehr länger mitmachen, wir waren sogar schon bei einer Paarberatung, aber die hat nicht geholfen.
Zu seinen Kindern ist er ein sehr guter Vater und nimmt sich Zeit soviel ihm möglich ist. Aber meistens habe ich sie, was mir auch mittlerweilen ganz recht ist.
Er hat nebenbei noch eine kleine Einzimmerwohnung in der er sich auch meistens Nachts zurück zieht damit er ungestörten Schlaf hat und ihm nicht die Kraft zum Denken genommen wird (lt. seiner Aussage)

Das ist für mich keine Beziehung. Ich liebe ihn nicht mal mehr. Er ist teilweise richtig unverschämt zu mir.
Aber kann ich den Kinder das antun ihren Vater und das Haus mit Garten zu verlassen um in eine 3 Zimmerwohnung zu ziehen?
Ich weiß einfach nicht weiter, nur das ich dieses falsche Bild der glücklichen Familie nicht mehr lange aufrechterhalten kann.

Vielleicht hat ja die eine oder andere einen guten Ratschlag für mich.

sorry für das viele #bla #bla

Beitrag von agostea 01.03.10 - 11:30 Uhr

Trenn dich. Mehr fällt mir zu euren Zuständen nicht ein.

Gruss
agostea

Beitrag von similia.similibus 01.03.10 - 11:35 Uhr

Mir auch nicht!

Beitrag von witch71 01.03.10 - 11:34 Uhr

Deine Wahl lautet:

Die Kinder sehen täglich mit an, wie die Mutter vom Vater runter geputzt wird (Deine Worte), wie er sie fertig macht und wie sie leidet.

oder

Die Kinder wachsen mit einer glücklichen Mutter auf, die ihr Selbstbewusstsein jeden Tag zeigen kann, weiss wer sie ist, was sie kann und die ihr Leben selbst bestimmt.

Irgendwann sind Deine Kinder gross und übernehmen dann mit hoher Wahrscheinlichkeit die Fassung, die sie selbst als Kinder erlebt haben. Welche wünschst Du Dir für sie?

Beitrag von minimaus75 01.03.10 - 11:43 Uhr

Hallo,
trenn dich jetzt.

Deine Kinder sind noch klein und du hast noch die Möglichkeit ihnen ein schöneres Leben zu bieten.

Sind sie erst älter und verständiger, dann werden sie sicherlich verstört sein, angesichts der Zustände bei euch zu Hause und der Art, wie dein Partner mit dir umgeht.

Und noch was:
Was willst du mit einem Mann, der sein eigenes Leben eurem gemeinsamen Leben vorzieht und z.B. noch eine andere Wohnung unterhält?
Was soll der ganze Mist????

LG

Beitrag von frauke131 01.03.10 - 11:49 Uhr

Haus und Garten sind zwar schön, aber zur glücklichen Kindheit tragen sie nicht allein bei.

Du musst jetzt etwas tun! Zieh aus, klärt die Betreuung der Kinder und fang an, zu leben! Deine Kinder haben aller Wahrscheinlichkeit in einer 3 Zi-Kü-Bad Wohnung eine glücklichere Kindheit , als in einer Familie, wo Muttern der letzte Dreck ist und Vatern sich über alles stellt!

Beitrag von siomi 01.03.10 - 12:21 Uhr


Mit Liebe hat das nichts zu tun. Trenn dich, was besseres findest du an jeder Straßenecke.

Gruß Siomi

Beitrag von schwarzekatze 01.03.10 - 12:35 Uhr


Lies es dir doch mal selbst durch was du geschrieben hast.

"Aber kann ich den Kinder das antun ihren Vater und das Haus mit Garten zu verlassen um in eine 3 Zimmerwohnung zu ziehen? "

Ob du das kannst weiß ich nicht, aber ich hoffe es doch sehr für dich!

Du wohnst bei ihm im Haus und zahlst mit deinem Geld sein Haus ab...ich nehme an, du bist nicht als Eigentümerin eingetragen?

"Er hat nebenbei noch eine kleine Einzimmerwohnung in der er sich auch meistens Nachts zurück zieht"

Öhm, da fällt mir jetzt nix mehr zu ein #schock

Ich wäre an deiner Stelle schon längst weg.

Gruß

Beitrag von valentina.wien 01.03.10 - 12:50 Uhr

Der Mann ist psychotisch.
Ich glaube nicht, dass dir jemand einen anderen Rat geben kann als dich zu trennen. Und zwar schnell.
Du arbeitest? Und könntest dir eine eigene Wohnung leisten? Immerhin zahlst du jetzt auf für Wohnen und Leben.
Dein Ex-Mann muss dir Alimente zahlen.

Deine Kinder lernen in dieser Beziehung, wenn sie männlich sind, dass Männer Frauen unterdrücken, erniedrigen und niedermachen dürfen und, wenn sie weiblich sind, dass sie es ertragen müssen.
Möchstest du, dass deine Kinder so werden?
Und weißt du, dass sich seine Aggressionen, Neurosen und Psychosen sich nicht irgendwann gegen die Kinder richten werden?

Gewalt ist nicht immer körperlich. Du bist massiver (!) psychischer Gewalt ausgesetzt.

Trenn dich. Noch diese Woche. Was anderes kann ich dir nicht raten. Es wird nicht besser werden.

Beitrag von engelchen1989 01.03.10 - 14:46 Uhr

Ich kann aus der Sicht des Kindes sprechen, das hinter Eltern wie euch steht.
Mein Vater war zu meiner Mutter genauso wie du es von deinem Mann beschreibst.
Meine Mutter hat sich geduckt, hat sich nicht gewehrt... aus den gleichen Gründen die du angibst.
Meine Geschwister und ich haben darunter sehr gelitten. Schon im Grundschulalter hat mir meine Mama furchtbar leid getan. Wenn mein vater sie mal wieder runter machte habe ich geweint. Ich hab sie getröstet wenn sie doch mal schwach wurde und geweint hat.
Mein Bruder hat durch die familiäre Situation starke Probleme in der Schule gehabt. Er hat noch heute Konzentrationsprobleme und ist alles in allem ein schwieriger Mensch.
In meiner Ehe kam es schon das ein oder andere Mal vor, dass ich an mir Eigenarten meines Vaters wieder finde, wenn auch viel schwächer. Auch Frauen können dieses herrschsüchtige und erniedrigende Verhalten annehmen.
Mir wäre als Knd und als Teenie jede noch so kleine Wohnung recht gewesen. Hauptsache weg von meinem Vater.

Ich bin mit 17 ausgezogen. Meine Geschwister sind jetzt 16 und 18 und leben beide noch zu Hause. Meine Schwester ruft mich oft an und weint sich aus. Mein Vater ist immer noch dieser Mensch und meine Mama leidet immer noch. Mitlerweile sind die Kinder groß, Schulden haben sie keine mehr. Ihr fehlt nach 21 Jahren nun einfach die Kraft zu gehen.

Tu was solange du die Kraft dazu hast! Erspar deinen Kindern so ein Leben!
Ab unserer Pubertät richtete mein Vater seine verbale und psychische Gewalt übrigens auch gegen uns Kinder. Insbesondere gegen mich als Erstgeborene und somit Älteste. Was ich mir in meinem Leben schon alles anhören musste... ich darf gar nicht drüber nachdenken.
Tu dir und deinen Kindern den Gefallen und verlass diesen Mann! Kinder brauchen kein Haus mit Garten solange sie eine glückliche Mama haben die lachen kann und nicht leidet!