Erfahrungen Sterilisation Frau (auch v. Männern wie wars bei euren Fra

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Beitrag von schschisser 01.03.10 - 11:41 Uhr

Hallo

muss bzw. möchte es lieber hier anonym schreiben.
(sorry, muss hier mal meine Gedanken loswerden)

Hab mich hier schon durch versch. Steri-Threads geklickt würde mich aber freuen wenn ich persönlich auch ein paar Erfahrungsberichte und Antworten erhalten würde.

Erstmal so, ich bin im besten Alter (allerdings noch etwas von der 40 entfernt) , hab zwei Kinder die aus dem gröbsten raus sind und möchte keine Kinder mehr.
Nach einem Ehetief haben wir (besonders ich) wieder gelernt zu "leben", meinen Mann zu lieben und die Zweisamkeit mit meinem Mann zu genießen.

Seit längerem beschäftige ich mit dem Thema Sterilisation und wie es wäre wenn ich es machen lassen würde.
Da ich ein absoluter Schisser bin hab ich schon Angst vor dem Schritt (aber eigentlich mehr von den Schmerzen und Problemen die ich danach haben könnte)

Mein Mann will es nicht machen lassen.
Einerseits finde ich es schade, denn bei im wäre es einfacher, andererseits ist es absolut i.O. Es ist sein Körper und wenn er nicht will werde ich es akzeptieren.
Nun beschäftige ich mich seit einiger Zeit damit, er meint allerdings ich soll es auch nicht machen lassen, bzw. er will es nicht das ich es machen lasse; es passt doch so wie es im Moment ist. (er nimmt "gerne" Kondome und würde sie auch noch länger/für immer nehmen) - wie lange ist für immer? Wie lange müsste man verhüten?

Da wir "nur" mit Kondomen verhüten und ich es nicht einsehe irgendwelche Pillen oder Hormondinge zu nehmen bleibt nur die Möglichkeit.
Entweder weiterhin Kondome oder Sterilisation von mir.
Wenn ich den Kondomverbrauch die nächsten 15J. sehe und es hochrechne dann könnte ich ohne weiteres auch eine Sterilisation machen lassen. #hicks
(Preis ist erstmal nebensächlich)

Wer schreibt mir wie es bei ihm war?
(gerne auch Männerberichte wie es bei euren Frauen war und wie ihr es empfunden habt)

Was würdet ihr tun- weithin Kondome oder Sterilisation?
Hab halt "Angst" das das Kondom irgendwann nicht das hält was es verspricht.
Wie ist es mit einer Sterilisation, es besteht ja auch da schwanger zu werden, wiegt man sich da zu sehr in Sicherheit?
Verhütet ihr trotzdem noch zusätzlich?

Wie kam es bei euch dazu, diesen Schritt zu gehen?
Habt ihr es bereut? (wurde etwas schlechter)
Wie lange ist es bei euch her als ihr es machen habt lassen?

Hat es Auswirkungen auf das Sex/Liebesleben?
Was haben eure Partner bzw. Männer dazu gesagt?
Wie kamen die damit klar?

Hab fast überall gelesen das es mit Vollnarkose gemacht wird, eine örtliche Betäubung bzw. PTA gibst nicht?
Wissen andere von eurem Schritt (Eltern, Geschwister,Freunde ) wissen es eure Kinder, habt ihr es ihnen gesagt?
(da meine Große schon Teenie ist würde sie es mitbekommen, ich meine aber sollten sie es wissen?)
Im Moment seh ich es als "mein Problem" an und hatte es nicht vor irgendjemanden auf die Nase zu binden.


Sorry, ist ein wenig lang geworden, hoffe ich hab nicht zu viel gefragt das ich evtl. schon anderswo nachlesen hätte können.
Vielleicht gibt es ja ein paar die mir, einerseits die Angst nehmen oder mich auch zum Nachdenken anregen es doch nicht zu tun.

Danke im voraus
Gruß und einen schönen Tag
#sonne





Beitrag von weiblich_sterilisiert 01.03.10 - 13:31 Uhr

Hi Schisserin ;-),

also ich ... weiblich ... habe mich mit 42 sterilisieren lassen und es war für mich durchweg positiv!

Ich habe es gar nicht von meinem Mann verlangt ... es war für mich klar, dass ich es machen lasse! Kenne auch zwei Männer bei denen nicht mehr alles so klappt wie vorher, das habe ich aber erst im Nachhinein erfahren! Hatte also nichts mit meiner Entscheidung zu tun!

Werde jetzt mal Deine Fragen aufgreifen:

Ich habe es eher bereut, dass ich es nicht schon einige Jahre früher habe machen lassen ... habe 20 Jahre lang die Pille genommen ... zwar ohne Probleme, aber trotzdem!

Meine Verwandten, weibliche und männliche Freunde wissen zum Teil davon. Gehe jetzt nicht damit hausieren, aber wenn das Gespräch auf Verhütung kommt, habe ich kein Problem damit, zu sagen, dass ich sterilisiert bin.

Ich habe es auf Anraten meiner Frauenärztin am Freitag machen lassen, dann ist das Wochenende dazwischen und Frau kann sich erholen. Aber es gab nichts von dem ich mich erholen musste.

Nach der OP (Vollnarkose) war ich noch ein paar Stunden in der Praxis, die hier in München
( http://www.gyn-op.de/arzt_info/content.html )
auf solche OP's spezialisiert ist. Kann es jeder Frau nur empfehlen ... ich weiß ehrlich gesagt überhaupt nicht, warum eine Frau davor Angst hat!

Nicht mal meine Blinddarm-OP war so unproblematisch.

Es sind zwei kleine Schnitte ... einer im Unterbauch und einer im Nabel und die sind längst nicht mehr sichtbar und winzig!

Die Auswirkungen auf mein Sexleben sind durchwegs positiv! So guten Sex wie jetzt hatte ich noch nie ... einfach ohne Angst haben zu müssen doch schwanger zu werden.

Mit meinem Mann hatte ich es natürlich vorher besprochen und er war damit einverstanden!

Ich habe (leider ;-)) auch weiterhin meine Menstruation und fühle mich immer noch als Frau ... eher mehr als je zuvor ... da Sex jetzt für mich einen höheren Stellenwert hat und davon profitiert natürlich auch mein Mann.

Ich hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen! Solltest Du noch irgendwelche Fragen an mich haben, dann frag ruhig!

LG

weiblich_sterilisiert

Beitrag von schschisser (in ;-)) 01.03.10 - 13:48 Uhr

vielen Dank für deine ausführliche Antwort

wie schon gesagt hab mich ja schon etwas druchgeklickt,

(ich verlange es auch nicht von meinem Mann, man hört und liest halt immer für Männer wäre es einfacher, deshalb hab ich ihn halt gefragt)

warum ich Angst hab? hmmmm#kratz vielleicht weil ich noch nie eine OP hatte und es was Neues ist das auf mich zukommen würde.
Bei mir ist es auch ein wenig Schiss davor zu haben, wenn man gesund ins Kh geht und es mir evtl. danach schlecht geht.

Hast du keine Angst trotzdem schwanger zu werden?
Verhütetet ihr zusätzlich?

Beitrag von weiblich_sterilisiert 02.03.10 - 01:01 Uhr

Hi Schisserin,

nein, wir verhüten nicht zusätzlich ... ist jetzt über 6 Jahre her seit der Sterilisation und ich habe keine Angst schwanger zu werden.

Die Eileiter wurden "zweimal" durchtrennt! Also das ist meines Erachtens sehr sicher!

Und meine Nachschreiberin sagte, dass eine Tante von ihr nach 7 Jahren schwanger wurde ... scheint mir eher eine Ausnahme zu sein.

Ich weiß allerdings nicht, ob es verschiedene Arten der Sterilisation gibt, aber da der Arzt mir sagte, dass die Eileiter zweimal durchtrennt werden, bin ich mir ... ehrlich gesagt ... zu 100 % sicher, dass da nichts mehr passieren kann. Nur ein Vergleich ... eine Blume, die abgeschnitten wird, wächst auch nicht mehr zusammen. So stelle ich es mir vor!

Und wie gesagt, ich war am Freitag bei der OP und am Montag konnte ich schon wieder arbeiten!

Bezahlt hat es übrigens die Krankenkasse ... ich war zu der Zeit gesetzlich versichert.

Es ist klar, dass Du es Dir genau überlegen sollst, ich habe auch ca. ein halbes Jahr überlegt, aber dann war ich sicher! Und im Nachhinein habe ich oft gedacht, hätte ich es doch schon ein paar Jahre eher gemacht, dann hätte ich mir die Pille und die Angst vorm schwanger werden erspart.

Und ich würde mich genau erkundigen, wo ich es machen lasse. Die Tagesklinik von mir ist sehr erfahren und führt Sterilisationen täglich durch!

Übringens ich bin auch nicht OP-erfahren ... nur eine simple Blinddarm-OP! Aber die Sterilisation war viel einfacher!

Wie gesagt, bin für Fragen offen!

Liebe Grüße

weiblich_sterilisiert

Beitrag von schschisser 02.03.10 - 13:08 Uhr

nochmals #danke

Wie schon gesagt um die Kosten geht es mir in erster Linie gar nicht und da ich keine 20 (und auch keine 30 #schmoll) mehr bin und schon hab was ich will (nämlich zwei Kinder#huepf) bin ich mir eigentlich schon 100% sicher das das die beste Lösung wäre.

Im Moment hab ich keine Fragen mehr, hab ja schon einiges gelesen aber dankeschön für dein Angebot.

Viele Grüße
:-)

Beitrag von joshmom 01.03.10 - 19:00 Uhr

Hallo Schisserin,

du musst 100% sicher sein das du mit dieser Entscheidung noch leben kannst. Eine Arbeitskollegin von mir, ist nach ihrer STeri depressiv geworden.
Auch sie hat sich für ihren Mann "geopfert".

Denn die meisten Männer denken, sie kriegen die Eier abgeschnitten.

Mein Mann ist auch sterilisiert und hat mir diesen Schritt gerne abgenommen.
Ich habe schliesslich drei Kinder ausgetragen, zwei mit KS entbunden.
Da kann ein Mann auch mal was dazutun.

Bei uns ist der Sex besser geworden, denn eine sicherere Verhütung als die Steri, ist nunmal nur die Enthaltsamkeit.

Grüsse Joshmom

P.S. Eine Tante von mir, ist ca. 7 Jahre nach ihrer STeri schwanger geworden.
Erst sehr spät bemerkt, ca. im 6. Monat, war dann eine späte Fehlgeburt.

Beitrag von schschisser 02.03.10 - 13:00 Uhr

ich denke im Moment schon, dass ich damit leben könnte, denn ich hab abgeschlossen mit dem Thema Kinder na ja eher Baby und "Sauregurkenzeit"
Ich sehe wie schön es ist wenn sie "groß" sind und ich kann mir beim besten Willen keinen Nachzügler mehr vorstellen (will es mir auch gar nicht)

Ich "opfere" mich auch nicht, es ist ja meine Entscheidung und da es mein Mann auf keinen Fall machen will werde ich mich beim nächsten FA-Termin noch genauer informieren und aufklären lassen.

Danke fürs antworten #blume
Gruß
:-)

Beitrag von ....k 02.03.10 - 19:56 Uhr

Hallo,

ich habe die Steri zusammen mit dem KS vor 2 Jahren machen lassen. Daher weiß ich nicht ob nur Steri alleine schmerzhaft ist. Aber was ich so gehört haber, wohl nicht sehr.

Ich habe das bis jezt noch nicht einen Tag bereut. Es ist alles besser geworden. Die Mens kommt regelmäßig, keine Beschwerden mehr. Keine Nebenwirkungen mehr von den Hormonen. Und keine Experimente mit Kondomen.Und der Sex ist auch viel besser geworden. Ich habe viel mehr Lust als vorher.

Zusätzlich verhüten tun wir nicht. Ich denke, daß die Steri sehr sicher ist. jedenfalls sicherer als alle anderen Verhütungsmethoden. 10000 % sicher sein kannst du nie.

Meine Familie weiß davon. Auch mein großer Sohn (11). Ein paar meiner Kolleginnen auch. Aber wenn du das nicht willst, muß du es ja nicht jedem auf die Nase binden. Man wird ja nicht ständig nach seiner Verhütungsmethode gefragt... :-)

Mein Mann ist übrigens froh, daß es es nicht machen mußte. Bei uns ist nämlich er der "Schisser" :-)) er hätte das wahrscheinlich nicht überlebt :-)

VG

Beitrag von schschisser 03.03.10 - 08:07 Uhr

#rofl "... nicht überlebt"

wahrscheinlich würde es meiner auch nicht ;-)
Wie haben wir die Geburten überstanden?#kratz

Ein #Dankeschön für deine Antwort

Gruß
:-)