KannKinder - gibt es auch Erfolgsgeschichten?

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Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von diebina 01.03.10 - 12:19 Uhr

Hallo zusammen - eigentlich gehören wir noch dicke ins Kindergartenforum - aber nun ereilte uns letzte Woche der Brief der Schule zur Anmeldung für Kann-Kinder 2011 (unser Sohn wird Anfang August 2011 6 Jahre)

für meinem Mann und mich steht fest: wir können und wollen jetzt noch keine Entscheidung treffen, melden ihn nächste Woche an - die Anmeldung zurückziehen können wir noch jederzeit.

jetzt musste ich mich gerade in der Kita von einer anderen Mutter anmachen lassen, dass das das schlimmste wäre, was man den Kindern antun kann, die würden dann nach einem Jahr zurückgestuft, müssten nochmal in die Vorschule, das wäre für alle superschlimm. (ihr Sohn wird im Juli 2011 6, liegt also auch noch nach dem Stichtag (hier in Hessen 30.6.) Auch andere Mütter waren der Ansicht, dass man den Kindern die Kindheit "raubt" (das finde ich doch sehr übertrieben)

Horrorstories wohin man hört... natürlich bin ich mir völlig unsicher... gibt es denn auch Erfolgsgeschichten von Kannkindern???

lg
bina

Beitrag von diegute 01.03.10 - 12:40 Uhr

Hallo,

nach drei Kindern (meine jüngste verlässt dieses Jahr die Grundschule) und einigen Erfahrungen (auch vorzeitige Einschulung) kann ich nur ganz laut rufen:

"LASST DIE KINDER IM KINDERGARTEN!!!"
Unser Schulsystem ist nicht auf die jungen Kinder ausgerichtet - und es gibt viele Probleme. Leider viel mehr Sorgen als mit Kindern die normal oder später
eingeschult werden. Ein Jahr Kindergarten hat noch keinem Kind geschadet (ich kenn nicht eines) aber frühe Schule einigen (ich habe auch eine davon)!!!!

Tut mir leid das ich dich nicht ermuntern kann und denke weiter - was bringt die frühe Schulzeit....nicht jeder macht Abi und dann mit 14 auf dem Arbeitsmarkt...... oder alle aus der Klasse machen Führerschein - das Kind muss noch warten.....und und und.....

LG diegute

Beitrag von schnecke1966 01.03.10 - 12:40 Uhr

hallo bina - unser zwockel ist auch so ein haarscharfes kann-kind (10.07.) und ist vergangenes jahr als selbiges eingeschult worden.

bisher hat er nicht die geringsten schwierigkeiten - oder doch - er ist kein musterschüler und hat phasenweise keinen bock sich an die "klassenregeln" zu halten :-[ ... aber alles andere ist gut über schnitt und was das lesen angeht ist er seinen mitschülern weit voraus.

was die regeln angeht steht er nicht so ganz alleine da - die anderen die damit auch ihre schwierigkeiten haben sind allerdings alles muß-kinder - wobei man laut aussage lehrerin im halbjahresgespräch davon ausgeht, dass es bei ihm und einem anderen in einer leichten unterforderung begründet ist und bei 3-4 anderen der versuch sich alternativ zu profilieren da dort leichte überforderung vorhanden ist.

habe mich auch manchmal gefragt ob ich ihm noch ein jahr zeit hätte geben sollen - aber ich denke wenn er jetzt noch im kiga wäre, wäre dort die absolute hölle los!!!

vertraue einfach auf deine einschätzung!!

lg susi

Beitrag von anja1968bonn 01.03.10 - 13:07 Uhr

Mit einer Erfolgsgeschichte kann ich nicht dienen, allerdings sind die Kinder, die bei uns in der Schule noch einmal eine Klasse wiederholen, allesamt keine Kann-Kinder.

Mein Sohn war auch ein Kann-Kind, wir haben uns aber einige Monate nach der Schulanmeldung doch für eine spätere Einschulung entschieden, weil er auch einfach nicht in die Schule wollte. Das Jahr hat ihm gutgetan, auch das Vorschulprogramm im Kindergarten hat er dann eben zweimal gemacht - da war gar nichts "superschlimm".

Nach seiner Einschulung im August 2009 hat er sich schnell gelangweilt und ist ohne größere Probleme im Dezember in die zweite Klasse gewechselt.

Aus unserer Erfahrung heraus denke ich, dass die späte Einschulung die richtige Entscheidung war.

LG

Anja

Beitrag von nina_1981 01.03.10 - 13:25 Uhr

Hallo Bina,
Leonie ist zwar erst seit letztem Jahr als Kann-Kind in der Schule, viele Erfahrungswerte kann ich dir also nicht mitteilen.
Sie kommt gut mit in der Schule, ist jetzt vielleicht nicht Klassenbeste aber auch lange nicht die schwächste. Wobei da in der ersten Klasse eh massive Unterschiede sind zwischen den Kindern, egal, ob Kann- oder Musskind.

Unsere Entscheidung ist so ausgefallen, weil Leonie im letzten Kigajahr schon die Älteste war und immer auffälliger wurde, dass sie sich den anderen Kindern überlegen fühlte und immer mehr die Führungsrolle übernommen hat. Ausserdem fühlte sie sich auch leicht unterfordert (kein Wunder, wenn alle anderen Kinder wesentlich jünger sind und natürlich auf die Bedürfnisse der Mehrheit eingegangen wird).

Wie gesagt: sie hat keine Probleme damit, sich in der Schule zurechtzufinden, sie hat ihren Platz in der Klasse gefunden und lässt sich nicht unterbuttern, sie hat die erforderlichen Klassenziele der ersten Klasse bereits jetzt erreicht und fühlt sich pudelwohl.
Momentan sieht es also so aus, als wäre es die richtige Entscheidung für uns gewesen, kann sich natürlich alles noch ändern, wenn die anderen schon in die Pubertät kommen und Leonie noch lange nicht.. aber sie hat ein starkes Selbstbewusstsein und ich denke, auch diese Hürde wird dann zu überbrücken sein!

Viele Grüße
Nina

Beitrag von emmapeel62 01.03.10 - 13:28 Uhr

Hallo bina,

vielleicht helfen auch folgende Artikel weiter:

http://www.urbia.de/topics/article/?id=9311&o=kids
http://www.urbia.de/topics/article/?id=9452&o=kids
http://www.urbia.de/topics/article/?id=9206&o=kids

Ich kann nur für Hessen sprechen, da schliesse ich mich der Meinung von "diegute" an, unsere Schulen hier sind nicht auf ganz junge Kinder ausgerichtet und "schulreif" bedeutet so viel mehr als das ABC und bis 10 zählen ;-)

Kinder die einen Hauptschluß machen und mit 5 eingeschult werden sollen mit 14 Jahren eine Ausbildungsstelle finden bzw. mit 15 Jahre bei Realschule #schock

Gruß
emmapeel

Beitrag von schwarzbaer 01.03.10 - 13:53 Uhr

ich war als Kind ein Kann-Kind (3/4 Jahr vorfristig eingeschult) - und kann keine Schäden an mir entdecken.
von Anfang an Klassenbeste, Abi mit 1.5, Studium mit 1, Promotion mit 1.
Klar, ich war immer ein Aussenseiter, aber das lag daran, das ich den Interessen meiner Klassenkameraden (draussen abhängen und nichts tun) wenig abgewinnen konnte. Dafür hatte ich meine Freunde im Sportverein, bei den "kleinen Mathematikern" und anderen Vereinen.

Meine Tochter ist jetzt ebenfalls als Kann-Kind eingeschult, allerdings nur 1 Monat nach dem Stichtag. Sie ist nicht so extrem der Überflieger wie ich damals (allerdings immer noch Klassenbeste), aber dafür sozial prima integriert. Ich kann bisher keine Probleme sehen.

Gruß, schwarzbaer

Beitrag von nilix74 01.03.10 - 20:45 Uhr

Huhu,

du bist dann auch sicher eine Ausnahme, so wie das klingt auch überdurchschnittlich intelligent. Dein Kind hat das geerbt.
Aber ich schätze, das spricht nicht für die Allgemeinheit ;-). Überdurchschnittlich sind die Wenigsten!

Liebe Grüße
Claudia

Beitrag von butler 01.03.10 - 13:58 Uhr

Ich würde wenn er reif ist einschulen. Bei uns ist der 30. September Stichtag. da würde sich die Frage nicht stellen.
LG

Beitrag von knatsel 01.03.10 - 14:31 Uhr

Ich weiß ja nicht, was du jetzt an Erfolgsgeschichten hören willst? Leider kann man von den Erfahrungen anderer nicht auf das eigene Kind schließen.
Mich hat auch immer gestört, dass es heißt, du raubst deinen Kindern die Kindheit. Da frag ich mich, was haben wir für ein Schulsystem, wenn dem so ist??

Zu meinen Erfahrungen:
Wir wohnen im Saarland, wo der Stichtag der 01.07. (oder 30.06.?) ist.
Sohnemann Geburtstag Ende August und Tochter, Geburtstag Anfang September sind beide als Kann-Kinder kurz vorm 6. Geburtstag eingeschult worden.
Ich musste zwar bei allen Kleinigkeiten die Anspielung auf das junge Alter anhören, aber sie sind beide ihren Weg gegangen. Matthias besucht mittlerweile die 9. Klasse eines Gymnasiums (G8), zählt zum guten Mittelfeld. Wäre er etwas fleißiger, wär auch mehr drin. Aber diesen Eifer hätte er auch in einem Jahr Kindergarten mehr nicht gelernt ;-)
Mara ist in der 4. Klasse und hat auch eine Empfehlung fürs Gymnasium.

Trotz allem bin ich froh, dass unser 3. Kind kein Kann-Kind ist, sondern Anfang des Jahres geboren ist und so ganz regulär eingeschult wird, wenn sie 6 Jahre alt ist.

Egal, wie du es machst, irgendjemand findet immer, dass du es falsch gemacht hast..

LG und ein gutes Händchen bei deiner Entscheidung
knatsel

Beitrag von diebina 01.03.10 - 17:17 Uhr

vielen Dank für Eure Antworten!!

natürlich kann man nicht von anderen Kindern auf meins schließen...und wir haben ja auch noch 1,5 Jahre Zeit das Ganze endgültig zu entscheiden!

LG
bina

Beitrag von elternzeit-papa 01.03.10 - 18:17 Uhr

Wir sind heilfroh, dass wir früh eingeschult haben. Unsere Tochter hätte sich sonst total gelangweilt, sie langweilt sich ja so schon.

Beitrag von spyro74 01.03.10 - 18:32 Uhr

#pro Du sprichst nicht zufällig von meinem Kind?!

Beitrag von athena2004 01.03.10 - 18:30 Uhr

Hi Bina,
meine Kleine ist Ende August geboren und in NRW ein Musskind.

Ich denke, dass meine Kleine das sehr gut packen wird.

Alles Gute,

Athena

Beitrag von diebina 01.03.10 - 19:28 Uhr

hallo Athena - das ganze macht mich echt irre... wie du ja schreibst: in anderen Bundesländern wäre mein Kind ein Muss-Kind, da würde mir keiner ein schlechtes Gewissen machen, dass ich mein Kind zu früh oder zu spät einschule *seufz* - vielleicht ziehen wir einfach um? ;-)

Beitrag von emmapeel62 01.03.10 - 19:50 Uhr

"in anderen Bundesländern wäre mein Kind ein Muss-Kind"

Der Vergleich hinkt.

In anderen Bundesländern werden z. B. Kinder eingeschult die irgendwann im Zeitraum von Januar bis Dezember 6 Jahre alt werden.

Im Idealfall sind also Schule und Lehrer darauf eingestellt Kinder im Alter von 6,5 bis 5,5 Jahr in einer Klasse zu unterrichten.

In Hessen, mit Stichtag 30.6., sind Kinder von 5,5 bis 7 Jahre in einer Klasse und der Sprung von 5,5 bis 7 Jahre ist schon immens. In der Regel ist man in Hessen auf Kinder im Alter von 6 bis 7 Jahre eingestellt.

Gruß
emmapeel

Beitrag von anja676 01.03.10 - 21:08 Uhr

Hallo,

meine Tochter wurde als Kann-Kind (Stichtag: 30.9., Geburtstag 1.11) eingeschult. Inzwischen ist sie in der 5. Klasse und hatte nie irgendwelche Probleme und gehörte immer zu den Klassenbesten. Auch im Sozialverhalten merkt man keinerlei Unterschiede zu Muss-Kindern.

Ich denke, wenn alle (Kinderarzt, Schule, Kindergarten, Eltern) zu einem einstimmigen Ergebnis kommen und das Kind für schulreif halten, spricht gar nichts dagegen. In Berlin liegt der Stichtag beim 31.12.. Da wird auch nicht gefragt, ob das Kind noch lieber im Kindergarten bleiben will.

LG Anja

Beitrag von graupapagei4 02.03.10 - 07:46 Uhr

Mein Ältestes Kann-Kind ist jetzt in der 6.Klasse, Nr.2 ist in der 4.Klasse. Beide mit 5 eingeschult, beide von 1 nach 2 gesprungen, beide an der Klassenspitze.

Die Einschulung mit 5 habe ich bis heute auch nicht eine Sekunde in Frage gestellt. Es war für die Kinder so genau richtig.

Nr.3 war eine chte Früheinschulung (ist immer noch 5) und auch bei ihm ist die Lehrerin davon überzeugt, dass es so völlig richtig war.

Kindheit hört doch mit Schuleintritt nicht plötzlich auf!

Beitrag von passepartouts 02.03.10 - 08:12 Uhr

Mein Sohn wurde als Kannkind mit knapp 6 Jahren eingeschult.
Mittlreweile ist er in der 6. Klasse des Gymnasiums. Er hat immer zu den Klassenbesten gehört und daran hat sich bis heute nichts geändert. Auch im sozialen Bereich hat er keinerlei Schwierigkeiten. Er hat ausreichend Freunde in der Klasse und ist überhaupt allgemein recht beliebt, auch wenn einige seine Klassenkammeraden über ein Jahr älter sind als er.

Lg
Ina

Beitrag von ratzemann 02.03.10 - 09:03 Uhr

hallo!

meine tochter ist 2008 als kann-kind eingeschult worden.

stichtag in nds war der 30.06. und sie wurde am 19.07. 6 jahre alt.

ich habe mir lange den kopf zerbrochen ob es richtig ist, sie schon einzuschulen.

gründe dafür waren:

- wirklich alle ihrer freundinnen kamen in die schule
- sie wollte unbedingt
- sie war auch wirklich schulreif, nicht ängstlich, selbstbewußt etc.

gründe dagegen waren:

- ?

sie hätte sich im letzten kiga jahr gelangweilt.

es war nur noch ein mädchen im kiga, die nicht eingeschult wurde. dieses mädchen war auch ein kann-kind, auch ende juli geburtstag, aber sie war wirklich noch nicht so weit. dieses mädchen kam dann kaum noch in den kiga, langweilte sich nur, machte nichts mehr mit.

meine tochter gehört nun in der 2. klasse zu den klassenbesten, ist ordentlich, findet sich super zurecht und fügt sich gut ein. sie hat viele freundinnen, geht gerne zur schule. auch ihre lehrerin bestätigte mir das es sehr gut war, sie einzuschulen.

es kommt immer auf das kind an.

und diesen grund, es ist immer das jüngste, finde ich total daneben.
ihre beste freundin, geboren 1 tag vor stichtag (29.06.) MUSS in die schule. und die war noch lange nicht so weit wie meine tochter. die war immer sehr ängstlich, hat nie den mund aufgekriegt.

und gehen wir davon aus, das sie nach der 10. klasse eine lehre beginnt, dann ist sie doch auch 16 jahre alt. ich hab meine lehre auch mit 16 begonnen!

und den führerschein macht sie mit 17 oder 18, was hat das mit der frühen einschulung zu tun?

du kennst dein kind am besten, weißt, wie es reagiert. findet er sich gut ohne dich zurecht? kann er sich durchsetzen? ist er noch dolle verspielt?

lasst die kinder noch kinder sein.....können sie doch auch wenn sie schon zur schule gehen.

wenn du der meinung bist dein kind ist schon reif für die schule und er es auch will, dann solltest du ihn einschulen. ansonsten KÖNNTE das letzte kiga jahr für ihn auch zur hölle werden.

lg

Beitrag von kat30 02.03.10 - 09:34 Uhr

Hallo,

unsere Tochter ist im Dez. geboren, 7 Jahre, 2. Schuljahr. Zwar die Jüngste und Kleinste der Klasse, aber laut letztem Elterngespräch eine der Klassenbesten. Wir haben ihr nicht die Kindheit geraubt, sondern ein Jahr Kindergarten erspart. Seit der Einschulung ist sie viel ausgeglichener und hat viele Freundinnen gefunden.

Wie es später mal aussieht - keine Ahnung... JETZT war es auf jeden Fall die richtige Entscheidung!

Die Vorteile, die wir gesehen haben:

- Gemeinsammes "Ankommen" in der Schule / Klasse (später wäre sie evtl. gleich ins 2. eingeschult worden oder hätte springen müssen
- evtl. Rückstufung oder Auslandsjahr, etc. später ohne Verlust möglich

Wer der Meinung ist, die armen Kinder müssten später ein Jahr länger arbeiten, hat wohl selber nicht den richtigen Job ;-)

Ihr habt noch viel Zeit - holt viele Meinungen ein (Kiga, KiA, evtl. Lehrer im Bekanntenkreis) - wichtig ist, dass diese Leute euer Kind kennen (!) Bei uns haben auch viele dagegen geredet.... seltsamerweise waren das immer Leute, die unsere Tochter gar nicht kannten#aerger.

Und vergesst nicht das Allerwichtigste: Was will Euer Sohn?

Alles Gute

Kat

Beitrag von ballroomy 02.03.10 - 10:51 Uhr

Hallo Bina,
Anfang August geborene Kinder sind in vielen Bundesländern Muss-Kinder. Ich kann mir daher nicht vorstellen, dass es da viele Probleme geben dürfte.
Mein Sohn ist Mitte August geboren (2008) und wird daher 2014 eingeschult werden. Ich mach mir da gar keine Gedanken, ok, er ist auch erst 1 1/2 Jahre alt... ;-)

Ich habe Ende Juni Geburtstag, ich war ein Muss-Kind. Der Stichtag lag damals 2 Tage später. Meine Eltern hätten mich gerne 1 Jahr später eingeschult, aber das ging nicht. Ich habe es aber ohne Sitzenbleiben und ohne größere Schwierigkeiten zum Abitur geschafft. Es ging also. Auch 2 Freundinnen die Mitte Juli und Mitte Dezember Geburstag haben, sind mit mir eingeschult worden und haben auch Abi gemacht ohne Ehrenrunde.
Ist natürlich einige Jahre her.

Was meinen denn die Erzieherinnen? Und dann gibt es doch die Schuleingangsuntersuchung. Wenn da alles in Ordnung ist, würde ich einschulen.

Viele Grüße
ballroomy

Beitrag von rosalinde.x 02.03.10 - 11:08 Uhr

Hallo Bina,

das kommt immer aufs Kind an.

meine Tochter wurde als Kann-Kind mit 5 1/2 ein. Ob es eine Erfolgsgeschichte wird, müssen wir noch sehen. Bisher haben wir es nicht bereut. Hier wäre ein weiteres Kindergartenjahr eher ein "Kindheitsraub" gewesen.
Anderen Kindern tut es gut, sie noch ein Jahr zurückzustellen.

Wie weit ist deine Tochter? Was sagen die Erzieherinnen.
Achte nicht nur auf die kognitiven Fähigkeiten. Wichtig neben der Lernbereitschaft ist auch das soziale Verhalten, die Selbstständigkeit. Denke auch daran, dass die Altersspanne in einer Klasse sehr groß wird (mit zurückgestellten Kindern und Wiederholern).

Wenn deine Tochter "reif" für die Schule ist, lass sie gehen. Mit gerade 6 ist sie ja auch nicht soo jung.
Wenn du Defizite siehst, lass sie noch ein Jahr im Kindergarten.

Sei froh, dass du mit einem Kind kurz nach dem Stichttag selbst recht viel Entscheidungsfreiheit hast.

Wenn man immer wieder hört, dass junge Kinder mehr Schwierigkeiten in der Schule haben, gilt das vermutlich eher für die jungen Muss-Kinder, die kurz vor dem Stichtag geboren wurden und denen Eine Rückstellung gut getan hätte, aber nicht möglich war.
Ich denke, die meisten Kann-Kinder, die eingeschult werden, sind fit genug für die Schule, weil hier genauer geschaut wird, ob sie weit genug sind. Meine Tochter musste z.B. einen Schulreifetest machen.

Liebe Grüße

Beitrag von littlesam2007 02.03.10 - 21:15 Uhr

Hallo Bina!

Wir haben in gut vier Jahren das Problem umgekehrt. Bei uns ist Stichtag der 30.9. und mein Sohn hat am 23.9. Geburtstag, ist also ein Muss-Kind.

Eine zeitlang habe ich mir da einen totalen Kopf gemacht, ob man ihn nicht einfach zurückstuft. Mittlerweile sehe ich das lockerer. Werde das auf uns zukommen lassen und sehen wie weit er dann ist. Aus dem Kindergarten hat er dann ja auch Freunde im gleichen Alter die dann zur Schule gehen und er müßte bleiben. Wäre dann ja auch doof.

Die im Kindergarten und auch der Kinderarzt werden Dir sicher eine Empfehlung geben und dann könnt ihr Euch darum Gedanken machen, wenn es soweit ist. Dann sieht man auch, wie sein Sozialverhalten und der Wissensstand ist.

Liebe Grüße
littlesam