trennung

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von thy 01.03.10 - 12:46 Uhr

hallo ihr lieben,
von nun an gehöre ich wohl auch in diesen teil des forums...

da alles noch ganz frisch ist, habe ich keine ahnung, wo ich nun anfangen soll?!
vielleicht könnt ihr mir ja mit eurer erfahrung etwas helfen.

da unser kleiner (17m) noch nicht in den kindergarten kann, kann ich auch noch nicht arbeiten gehen.
wie funktioniert das ganze also? was passiert, wenn ich keine passende wohnung unter 60qm finde? (aufm dorf gar nicht so einfach) alles was ich bisher gefunden hab, wär ne 65qm große wohnung. würde sowas auch übernommen werden?
hat jemand so ein fall? kann man zb sagen, dass man die restlichen 5qm selbst zahlt? oder MÜSSEN es max. 60qm sein, dass man überhaupt hilfe/unterstützung bekommt?

wie können wir errechnen, was mein mann an unterhalt "zu zahlen hat", ich geh davon aus, dass das auch wichtig ist für die ArGe?! der kleine bekäme 349€, das habe ich in der tabelle inzwischen gefunden. was braucht das amt alles, um errechnen zu können, wie ich und ob überhaupt von ihnen unterstützt werden kann?

ich kenn mich wie gesagt absolut nicht aus und komm mir komisch vor, da aufs amt zu gehen und geld zu "verlangen" :-(
ich habe keinen streit mit dem papa unsres kleinen, wir sind sehr darauf bedacht, dass ganze ruhig zu lösen. weder möchte er mich/uns hängen lassen, noch möchte ich ihn ausbeuten. es geht also wirklich nur darum, wie wir alle in zukunft leben können, ohne vor die hunde zu gehen...

vielleicht könnt ihr mir ja ein paar tips geben. ein paar informative internetseiten empfehlen, was "steht mir zu", was ist vom einkommen des kv abhängig, usw....

vielen dank schon mal!
thy

Beitrag von frau.mecker 01.03.10 - 12:57 Uhr

warum kann dein Kind nicht in die Kita?

Solange dein Kind noch nicht 3 Jahre alt ist, kannst du Betreuungsunterhalt verlangen, sofern du nicht berufstätig bist.

Was steht mir zu, wird hier einmal die Woche erfragt, blätter doch einfach mal zurück.

Am allerbesten wäre es jedoch du suchst dir einen kompetenten Familienanwalt.
Die Erstberatung übernimmt auf ANFRAGE die Rechtschutzversicherung und solltest du als arm gelten, kannst du PKH beantragen.

mfg

Beitrag von thy 01.03.10 - 13:21 Uhr

mein kind kann noch nicht in den kindergarten, da es nunmal nur begrenzt plätze für die kleinen gibt.
hier nimmt nur 1 kiga kinder ab 1,5 und die plätze sind alle belegt (frühester aufnahme termin nächstes jahr nach den sommerferien). der rest in der umgebung nimmt leider nur kinder ab 3. wie gesagt, wir sind hier aufm dorf, da ist das alles nicht ganz so einfach wie vielleicht in städten. die nächste stadt ist leider ein gutes stück weg...

ich hab hier und per google schon einiges dursucht. da ich aber nix passendes gefunden hab (nicht jeder verdient schließlich gleich) habe ich eben hier nochmal gefragt...

meine hauptfrage war/ist daher auch in wie weit die unterstützung von außen vom gehalt des mannes abhängig ist. bzw wie kann ich errechnen/herausfinden, was er mit seinem gehalt praktisch zahlen müsste. fürs kindunterhalt gibt es eine schöne tabelle, gibt es das für in trennung lebende auch?
hab gerade ergoogelt, dass es da scheinbar auch noch unterschiede gibt, zwischen geschieden und "nur" getrennt.


vielleicht find ich grade auch vor lauter bäumen den wald nicht mehr.
wir hatten gehofft, dass ganze ohne anwalt geregelt zu bekommen. aber scheinbar ist das gar nicht so einfach...
würde mich daher einfach interessieren, wie ihr in der situation angefangen habt. was waren eure ersten schritte.
klar, zur arge gehen, wäre dafür aber schon gerne etwas vorbereiteter als jetzt grade...

Beitrag von windsbraut69 01.03.10 - 15:27 Uhr

Die Hilfen "von außen" sind selbstverständlich abhängig davon, was Dein Mann zahlen kann.

Rechne bei ihm mal ganz grob 900 Euro Selbstbehalt und alles, was darüber liegt, kann er als Unterhalt an Euch zahlen.

Ich verstehe übrigens nicht, warum der erste Schritt nicht der Anwalt, sondern die ARGE ist und warum Du keine Tagesmutter für den Kleinen in Erwägung ziehst.

LG

Beitrag von thy 01.03.10 - 18:30 Uhr

warum? hm, vermutlich weil mein erster gedanke war, wie bekomm ich mein kind satt, wenn ich keine arbeit, sprich kein geld hab.
keine arbeit -> arbeitslos -> ArGe

die "entscheidung" ist erst am wochenende gefallen. ich hatte bisher noch keine zeit mich wirklich damit auseinander zu setzen, was nun alles auf uns zu kommt.
mit dem thema tagesmutter habe ich mich wirklich noch nicht auseinandergesetzt. auf die idee bin ich in dem gefühlschaos tatsächlich noch nicht gekommen. auch darüber werd ich mich informieren.

glaubt mir, wenn es eine möglichkeit gibt, selbst arbeiten zu gehen, dann tu ich das. ich bin garantiert nicht stolz darauf, auf andere angewiesen zu sein!

auch einen anwalt haben wir nun herausgesucht und kontaktiert. es wird also ;-)

wenn auf einmal alles über einem zusammenstürzt, braucht man eben manchmal denkanstöße, hinweiße, tipps von außen...

danke dafür!!

Beitrag von zwiebelchen1977 01.03.10 - 13:38 Uhr

Hallo

Von dem, was du da an Kindesunterhalt gefunden hast, must u das halbe KIndergeld noch abziehen. Das muss er dann bezahlen.

Bianca

Beitrag von thy 01.03.10 - 13:47 Uhr

danke, genau diese tabelle hab ich grade eben auch gefunden.
nur über irgendwas über den ehepartner finde ich leider nicht. aber ich vermute mal, dass genau das wichtig wäre, für die arge, oder?

Beitrag von smily2 01.03.10 - 14:18 Uhr

Hallo,

das ist eine schwierige Berechnung:

von seinem Netto gehen Fahrtkosten und eventuell Zahlungen für eine freiwillige Rentenversicherung ab. Dann wird der Kindesunterhalt abgezogen, von dem Rest bekommst du 3/7, wenn dadurch der Selbstbehalt nicht unterschritten wird.
Beispiel:

2000 Euro Netto, 100 Euro Fahrtkosten, 60 Euro private Altersvorsorge, 257 Kindesunterhalt:

2000-100-60-257 = 1583

davon 3/7 = 678,43

Damit würden ihm aber nur noch 1065 € bleiben, weniger als der Eigenbedarf. Somit bekämst du in diesem Beispiel ca. 640 € Unterhalt.

Gehe aber besser zu einem Anwalt für Familienrecht, der kann dir alles genau ausrechnen.

Beitrag von thy 01.03.10 - 14:28 Uhr

unsre antworten haben sich gerade überschnitten. genau das hab ich auf einer anderen seite gerade gefunden.
somit wäre es genug, um nicht von der ArGe abhängig zu sein, bzw evtl. "nur" etwas wohngeld zu benötigen.

das ist schonmal eine große erleichterung.
auch dir danke für deine antwort!!

Beitrag von kruemlschen 01.03.10 - 13:46 Uhr

Hallo,

wie Du ja schon weißt ist Dein Mann nicht nur Eurem Kind, sondern auch Dir gegenüber unterhaltspflichtig (Betreuungsunterhalt).

Dieser Unterhalt geht vor allen anderen Leistungen (sprich erst gibts Unterhalt und wenn der nicht reicht gibts Wohngeld, Kinderzuschlag ODER ALGII)

Rein theoretisch ist es möglich dass ein Gericht alles was Dein Mann verdient abzüglich Kindesunterhalt und 900€ Selbstbehalt Dir als Betreuungsunterhalt zuspricht.

Ein Fachanwalt für Familienrecht kann Euch das ganz genau ausrechnen, denn da spielen viele Faktoren eine Rolle darum wirst Du hier keine Antwort erhalten wie viel genau Dein Mann Dir zahlen muss.

Wenn Du selbst berufstätig wärst und ansonsten für Euer Leben selbst aufkommen könntest, dann könntet ihr Euch einfach untereinander einigen, da Du aber vorhast ALGII zu beantragen gehen damit Deine Unterhaltsansprüche an die ARGE über und die würden dann ggf. den Betreuungsunterhalt einklagen.

Soweit zumindest meine Infos, man berichtige mich wenn ich falsch liege.

Gruß Krüml

Beitrag von thy 01.03.10 - 14:24 Uhr

naja, WOLLEN tu ich das ALGII nicht, wenn es aber nicht anders geht, würde ich es wohl beantragen müssen.

habe aber grade eine seite gefunden, die was erklärt von 3/7 des nettogehalts.
http://www.familienrecht-ratgeber.de/familienrecht/unterhalt/content_04.html

demnach würde mir soviel "zustehen" (blödes wort), dass ich kein ALGII bräuchte!
bzw, je nach wohnung evtl. nur etwas wohngeld, o.ä...

ihm würde das geld dann aber (nach abzug seines kredits, der versicherungen, usw.) nicht mehr reichen.
naja, vielleicht ist ein anwalt hier doch die beste lösung...

vielen dank für eure antworten!!

Beitrag von windsbraut69 01.03.10 - 15:32 Uhr

Dann such Du Dir doch einen Minijob zu Zeiten, wenn Dein Ex Zuhause ist und den Kleinen nehmen kann.

Normale Kredite werden bei der Berechnung m. W. nicht berücksichtigt.

Beitrag von thy 01.03.10 - 18:20 Uhr

leider hat er keine festen arbeitszeiten. er arbeitet im außendienst und muss die termine so legen, wie die kunden zeit haben.
heißt er hat mal um 15 uhr schon aus, mal erst um 19 uhr...
wie genau, darauf ist kein verlass.
omas und opas unsres kleinen sind auch alle noch berufstätig...

vielleicht find ich ja ne günstige TaMu, oder so.
es ist schon ein sehr blödes gefühl, wenn man so von anderen abhängig ist :-(

Beitrag von multivitamin 01.03.10 - 15:08 Uhr

Hallo Thy,

gibt es bei Euch in der Nähe eine Frauenberatungsstelle o.ä.?
Die haben meistens auch Anwältinnen und Mitarbeiterinnen, die eine (meist kostenlose) Erstberatung im Trennungsfall machen und einem Hinweise geben, was zu beachten ist.

LG Multivitamin

Beitrag von windsbraut69 01.03.10 - 15:25 Uhr

Ja, alle Deine Fragen kann man Dir nur beantworten, wenn man weiß, wieviel Unterhalt DU von Deinem Ex bekommen wirst.

Wenn Du Glück hast, bist Du vielleicht gar nicht auf ALGII angewiesen und kannst mieten, was Du magst.

LG