Sollte sie den Hund besser abgeben?

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Beitrag von jeanny0409 01.03.10 - 13:43 Uhr

Es geht um eine Bekannte.
Sie hat einen 2 jährigen Pudel Mix.

Leider ist es so, dass sie unter Depressionen leidet.#schmoll
Deshalb geht sie an manchen Tagen auch mit dem Hund gar nicht raus weil sie es einfach nicht schafft aufgrund der Erkrankung (sie hat einen Garten, da kommt er natürlich raus)
Ist natürlich für den Hund nicht so toll.

Sie ist in Behandlung.

Ich denke nur auch daran, dass der Hund ja auch Halt gibt, den sie ja dringend braucht.

Ist das denn noch vertretbar oder Tierquälerei?
Sie macht sich oft auch selbst Vorwürfe deswegen, aber schafft es noch nicht das zu ändern.

Beitrag von bienchensg 01.03.10 - 13:51 Uhr

Ich bin selber depressiv, dazu kommen Angsterkrankungen und eine Persönlichkeitstörung sowie selbstvverletzendes Verhalten.

ICh habe auch einen etwa 2 jährigen Cocker. Und gerade das Tier hilft mir, meinen Alltag zu bewältigen, weil es raus muss. Ich habe auch Tage wo es mir sehr schlecht geht und mein Hund nicht die Bewegung bekommt, der er sonst jeden tag hat. Aber mein Hund kommt immer raus.

Sie muss das schaffen, das sie mindestens zum pnikeln mit dem Hund rausgeht, sonst muss sie sich überlegen, ob es nicht besser ist, den Hund abzugeben.
Oder ist es toll wenn man Sie nen ganzen Tag nicht aufs Klo lässt?

Als Depressiver verkriecht man sich auch gerne in der Depression, aber gerade das darf sie nicht zulassen!

Eine Alternative wäre vielleicht jemand der dann regelmässig mit dem Tier rausgeht? Ein Rentnerpaar vioelleicht oder Omi die das Geld für ein Tier nicht haben oder nicht die volle Verantwortung tragen kann?

Beitrag von bienchensg 01.03.10 - 13:52 Uhr

Lese gerade das er zumindest in den Garten kann.Wenn die Depressionen nicht wochenlang sie so schlecht verstimmen, ist es sicherlich vertretbar das der Hund mal ein zwei tage dann eben in den Garten schifft.........ist ja ihr Garten aber auf Dauer ist das keine Lösung!

Beitrag von nudelmaus27 01.03.10 - 13:56 Uhr

Hallo!

Ich hatte in der Vergangenheit eine Angststörung und habe mich teilweise auch nicht mehr raus getraut und gerade der Hund hat mir irgendwann den Weg ins normale Leben wieder erleichtert.

Vielleicht ist sie noch nicht soweit, du schreibst ja manchmal geht sie garnicht raus aber irgendwann kommt der Tag, wo sie doch geht....

Gut er läuft jetzt keine riesen Runden aber er kommt in den Garten also kann sein Geschäft machen und Rumspazieren, von daher würde ich es nicht als Tierquälerei bezeichnen.

Ich denke, wenn der Hund weg wäre würde sie noch mehr den Halt verlieren.

Lieben Gruß,
Nudelmaus

Beitrag von sandycheeks 01.03.10 - 14:30 Uhr

Verzeih mir meine Direktheit, aber wäre es nicht besser der Frau Hilfe anzubieten anstatt hinter ihrem Rücken im Internet darüber zu lamentieren das es dem Tier schlecht geht?

Was hälst Du denn davon wenn Du das Gassi gehen ab und an mal übernimmst? Damit wäre dem Hund und der Frau geholfen. Hätte die Frau ein gebrochenes Bein, würdest Du dann auch hier posten, ob es nicht besser wäre das Tier wegzugeben?

Das Thema Depression ruft bei vielen Menschen Unbehagen und gemischte Gefühle hervor. Depressionen sind nichts anderes als Stoffwechselstörungen im Gehirn. Das Gehirn ist ein großes Organ, da kann mal schnell was aus "dem Tritt geraten".

Das Deine Bekannte in Therapie ist, ist gut. Aber das dauert alles seine Zeit. Ein geregelter Tagesablauf können helfen die Krankheit in den Griff zu bekommen. Der Depressive muss sich für jeden Tag kleine Aufgaben stellen die er bewältigt und so Schritt für Schritt wieder lernen seinen Alltag zu meistern.

Dazu braucht der Patient aber Hilfe. Unverzichtbar ist natürlich die Therapie. Das ist ja nun in die Wege geleitet. Aber auch Hilfe im Alltag ist wichtig und da sind dann Menschen wie Du gefragt. Menschen im direkten privaten Umfeld des Patienten die helfen können.

Also mach der Frau konkrete Hilfsangebote anstatt im Internet über ihr Schicksal zu "diskutieren".

Beitrag von glu 01.03.10 - 14:47 Uhr

Kommt drauf an wie lange diese depressiven Phasen dauern!

Wenn der Hund eine Tag mal nur in de Garten kommt ist es vertretbar, auch ein zweiter Tag wäre noch drin.

Vielleicht sogar ein dritter Tag, wenn diese Phasen nicht zu oft sind.

Wenn sie aber jede Woche drei solche Tage hat oder solche Phasen Wochen dauern, dann finde ich es nicht mehr vertretbar!

Klar, Tiere sind tolle "Therapeuten", in so einem Fall wären Katzen aber besser, die müssen nunmal nicht Gassi!

lg glu

Beitrag von farina76 01.03.10 - 17:04 Uhr

Gibt es nicht jemand der sie unterstützen kann. Sonst ist das ja noch eine zusätzliche Belastung.

Ich hatte ein Jahr lang Depressionen und Angstzustände aufgrund eines Hormonproblems. Aber ich weiß von anderen dass diese Krankheit sehr viel länger dauern kann.

Ich bin aber ein alter Perfektionist und bin jeden Tag mit meinem Hund raus. Mir hat das geholfen nicht komplett abzusacken.

Ich würde erst einmal schauen ob nicht jemand helfen kann und mit dem Hund rausgehen kann wenn sie nicht kann. Oder sie vielleicht bißchen mit rauszieht damit sie trotzdem mit dem Hund geht auch wenn sie denkt sie kann nicht. Könnte mir vorstellen ohne Hund gehts ihr dann vielleicht noch schlechter.

LG

Beitrag von janaleinchen 03.03.10 - 21:38 Uhr

Ohne jetzt auf die Behandlungsbedürftigkeit der Frau einzugehen (ich finde es schon erstaunlich wie man sich um den Freiheitsdrang eines Hundes mehr sorgen kann als um die Gesundheit einer Bekannten) finde ich, dass es dem Hund nicht schadet an ein paar Tagen sein Geschäft im Garten zu machen und sich mal weniger bewegen zu können.
Und ich glaub auch dass es für den Hund schlimmer ist sich an eine neue Person zu binden etc als die Tage in der Wohnung mit ihr zu teilen...