Wie oft kann man einen Fehlschlag verkraften?

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von doan 01.03.10 - 15:41 Uhr

Mir ist es "erst" einmal passiert aber ich höre von so vielen frühen Fehlegeburten daß mir angst und bange wird es noch mal zu probieren.
Für wieviele Versuche hat eure Kraft gereicht?
Ich glaube daß ich nicht mehr als noch einen Fehlversuch verkraften würde #zitter

Beitrag von kloki82 01.03.10 - 15:48 Uhr

ich hab genau dasselbe gedacht, nach meiner elss. aber wenn du erstmal etwas abstand genommen hast, dann sieht es schon wieder anders aus. man muss sich ja nicht sofort in die übephase begeben, sondern kann auch monate oder jahre vertsreichen lassen. wichtig ist, die hoffnung nicht aufzugeben. und es gibt jede menge profis in kiwu-zentren, die helfen können.
also kopf hoch, das wird schon!!! wir werden alle glücklich und gesund ss werden und tolle kinder bekommen!!!!!!#ole

Beitrag von hannah.25 01.03.10 - 15:53 Uhr

hallo,

das ist eine sehr interessante frage, finde ich. und sie ist schwer zu beantworten.
bevor man so einen schicksalsschlag hat, denkt man, dass man es nicht einmal übersteht. dann übersteht man es doch, wenn es passiert ist. wie ist man es schafft, ist oft die frage, aber man schafft es
ich denke auch, es ist von frau zu frau unterschiedlich. manche können besser und manche schlechter damit umgehen.

und ich denke, es geht einigen so, die mehrere fehlgeburten oder schicksalsschläge hatten, dass sie immer wieder dachten, dass man es nicht nochmals übersteht.
ich selbst habe auch nach meiner stillen geburt in der 22.ssw gedacht, dass ich es nicht noch einmal überlebe. aber ich habe es überlebt, sitze noch immer hier, obwohl meine tochter nach einer frühgeburt in der 27.ssw nach vier wochen verstorben ist.

man ist oft strärker, als man denkt. das spürt man aber erst hinter her und wichtig ist auch, dass man kraft und halt aus seinem umfeld bekommt.

ich versteh aber auch deine angst. ich selbst bin nun an der grenze meiner kräfte und meiner ängste und kämpfe mit mir selbst, dass wir einen weiteren versuch wagen.

ich wünsch euch alles gute! #klee

liebe grüße
hannah

Beitrag von stef68 01.03.10 - 16:37 Uhr

Ich glaube diese Frage lässt sich nicht so allgemeingültig beantworten, sondern ist sehr individuell. Jeder muss diese Frage letztlich für sich selbst beantworten, in sich hinein spüren, seine persönlichen Grenzen und Belastbarkeit erspüren.... In England war ja jetzt gerade ein Fall durch die Medien gegangen, wo eine Frau 18 Fehlgeburten hatte und nun doch noch ein gesundes Kind geboren hat! Ich glaube die Grenze der meisten liegt sehr viel tiefer....

LG
Stef

Beitrag von griesklein 01.03.10 - 17:33 Uhr

ach du schaffst das schon...der Anfang ist sehrrr Schwer aber die Zeit vergeht,und die Wunden werden geheilt

Ich hatte bis jetzt 4 FG und bin nun wider SS,RIESEN GROßE ANGST

Aber meine Süßen Sternenkinder vergesse ich NIE im Leben

Beitrag von teddy3 01.03.10 - 18:00 Uhr

Hey.

Ja, ich kann das verstehen.

Nach meiner ersten Fehlgeburt habe ich das auch gedacht. Wir haben ewig geübt, ich musste mich operieren lassen und hatte bei einer dieser OPs sogar einen Herzstillstand.
Dann war ich eeeeennddlich schwanger und dann hab ich es verloren. In der 7. Woche - 24 Stunden vorher hat das Herzchen noch geschlagen, und dann bekam ich immer stärker werdende Blutungen.

Wir haben es weiter versucht. Und ich bekam starke - nein sehr sehr starke Bauchschmerzen. Ich zur Ärztin. Sie hat mich untersucht und nichts gefunden. Hat mich krank geschrieben. Eine Woche später hat mich mein Mann in die Klinik gefahren, ich konnte es nicht mehr aushalten. Ich konnte nicht mal mehr laufen. Not-Operation 8.SSw

Ich war am Boden zerstört... Aber wir haben es weiterversucht. Und dann tatsächlich, nach weiteren Operationen hat es wieder geklappt. Alles bestens bis zur 7.Woche. Ich bekam wieder Blutungen. Ab in die Klinik. Zusätzlich noch übermäßiges Schwangerschaftserbrechen. Ich musste stramm liegen. Und das habe ich bis zur 12.SSW durchgehalten.
Dann, alles gut. Baby super entwickelt, es zappelt bei den US-Untersuchungen und alles ist einfach nur gut. Ende der 13.SSW war ich bei meiner Ärtzin. Ultraschall. Baby gehts gut. Zappelt. Aber sie sagt, die Nackenfalte mache ihr sorgen. Ich sollte doch bei der Auffälligkeit (war schon groß - wie sie sagt) zur Fruchtwasseruntersuchung, um schlimmeres auszuschließen, wir sind da also hin. Bei der Ultraschalluntersuchung war das Baby ruhig. Mich überkam ein schreckliches Gefühl der Angst. Der Arzt sagt nichts. Dann nach 5 Minuten schallen sagt er: Es tue ihm leid, aber unser Baby würde nicht mehr leben.
Ich musste Lina nach Einleitung der Wehen tot zur Welt bringen... Und es sah endlich mal alles so gut aus.

Danach haben wir aufgegeben. Ich brauchte eine Pause. Wir haben angefangen uns ein Haus zu bauen. Ablenkung pur.
Nach über einem Jahr war ich dann ungeplant wieder schwanger.

Aber diesesmal alles gut. Von Anfang an. Nun liegt Greta hier neben mir. Mitlerweile ist sie 9 Monate alt und ich bin überglückliche Mama...

Du siehst, man kann eine Menge aushalten und irgendwann wird jeder belohnt...

Alles Allles Gute für dich.

Viele liebe Grüße. Anika

Beitrag von lemasa 01.03.10 - 19:22 Uhr

Die Frage ist berechtigt.
Wir haben nun 5 hinter uns. Und haben uns gesagt wir probieren es im Sommer noch einmal..
Sollte dies wieder schief gehen ist Schluss.

Wir durchlaufen gerade sämtliche Untersuchungen und erst wenn das abgeschlossen ist werden wir es nochmal wagen!