Oma hat Krebs... und dann noch so komplizierte Sachen!

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von sternenengel2000 01.03.10 - 16:05 Uhr

Hallo

Bei der Oma von meinem Mann wurde Krebs diagnostiziert.
Bauchspeicheldrüse...riesen groß...und es hilft nichts mehr.
Es werden ihr noch ca. 2 bis 6 Monate gegeben.

Meine Oma hatte dies auch vor ein paar Jahren :-( Habe sie mit meiner Mum und deren Schwestern gepflegt und ich weiß, was auf die gute alte Dame zu kommt.

Aber sie realisiert das nicht...
Ich muss dazu sagen, das sie im Januar 95 Jahre alt geworden ist. Soweit ganz gut zurecht ist, bis auf Diaetes und einem Hörgerät ;-)
Ihre Tochter, also meine Schwiegermutter, ist vor 7 Jahren auch an Krebs verstorben...
Mein Schwiegervater und die Ärztin waren bei ihr, um ihr es klar zu machen und was das alles bedeutet, aber sie schaltet auf stur!
Ja...dann sterbe ich halt...
Und was mit ihrem Sohn passiert, ist ihr auch Schnuppe.
Ihr Sohn ist 56Jahre alt und wie soll ich sagen?! Ich kenne ihn nicht persönlich. Zieht sich immer zurück, wenn wir Oma besuchen. Mein Schwiegerpapa meint, er ist nicht ganz richtig im Kopf #augen. Kann sich wohl alleine was kochen und auch Wäsche waschen und arbeitet im Garten. Mehr wissen wir nicht.

Oma wohnt in einer Mietwohnung mit ihm. Dort kann er aber dann nicht bleiben...Sie ist die letzte Frau zur Miete und der Vermieter möchte daraus auch eine Eigentumswohnung machen.
Wohin mit dem Sohn??? Wir wissen so gut wie nichts über die Dame #schmoll Versicherungen, Freunde etc
Mein Mann hat auch nicht so eine enge Bindung zu ihr...leider!

Das einzigste was wir wissen, ist, das sie ihre Beerdigung schon bei einem Bestattungsinstitut "veranlaßt" hat. Dort habe ich auch heute mal angerufen um mich zu erkundigen und ob es auch stimmt... Alles stimmt! Hat einen Treuhandfond dort und die Frau wollte die Akte suchen und mich noch zurück rufen. Ob dort auch drin steht: wie und was sie möchte...

Jetzt habe ich mich beim Jugendamt informiert. Wußte nicht, wo ich mir Rat holen konnte... sie waren total nett und haben mir Tel Nr. gegeben, wohin ich mich wenden kann...

Ach...ich weiß im Moment auch nicht so recht.
Ich hoffe, ihr versteht mich!

Mache mir Sorgen, um einen Mann, den ich nicht mal persönlich kenne...mache mir Sorgen um Oma...

lg Tanja

Beitrag von tvsch 03.03.10 - 11:24 Uhr

Hallo Namensgefährtin,

erst dachte ich, oh wie schrecklich#gruebel. Dannach jedoch als ich Ihr Alter gelesen hatte, kam mir nur das sie absolut nicht stur ist, so wie du es schreibst.

Mensch, sie ist 95 Jahre alt und keine Ende 60 mehr.
Jeden den ich in diesem Alter kannte, war mehr oder weniger erleichtert zu wissen das es nun endlich soweit ist.:-(

Stur oder seltsam wäre es wenn sie sagen würde ich sterbe nicht und die Ärzte erzählen Blödsinn.

Das einzigste Komplizierte an der Lage ist nur, das sie einen zweiten Sohn hat der vermutlich nicht alleine zurecht kommen wird.

Allerdings würde ich sie einfach mal Fragen, wenn sie schon Ihre Beerdigung geplant hat ( Hut ab in dem Alter), ob sie denn auch weiß was mit Ihrem Sohn wird wenn sie stirbt.

Und Ihr sollted mit Ihrem Arzt sprechen wie mann Ihr es erleichtern kann wenn die Schmerzen zu groß werden.

MfG

Tanja

P.s: viel Kraft!