Anforderung an ein 4,5 jähriges Kind

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von zuckerschneggle 01.03.10 - 16:26 Uhr

Ich halte es kurz und knapp und hoffe auf viele Informaitive Antworten

Was sollte ein Kind mit 4,5 Jahren alles können ? Welche Anforderung habt ihr an eure Dreikäsehoch ?

Beitrag von diebina 01.03.10 - 17:09 Uhr

puh... das finde ich jetzt schwierig...

ich erwarte von unserem Sohn,
dass er andere grüßt,
dass er danke sagt,
dass er andere nicht schlägt, beisst, haut
dass er höflich ist
dass er nicht mit Essen matscht
dass er zuhause keine Schimpfworte sagt
(hört sich ja total streng an ;-))


ich fördere ihn,
dass er sich selbst anzieht (bis auf Reißverschluss und Schnürsenkel klappt das auch schon),
dass er mit Messer und Gabel isst,
dass er sich Getränke selbst einschenkt,
dass er sich selbstständig auf die Toilette geht und sich danach die Hände wäscht,
dass er abends mit mir sein Zimmer aufräumt,
...

mehr fällt mir gerade nicht ein ;-)

LG
bina

Beitrag von sid09 01.03.10 - 17:13 Uhr

Also ich würde mir mal wünschen das mein Sohn alleine aufräumt,das klappt allerdings nicht ganz#kratz
Im Kindergarten haben sie mir jetzt gesagt (mein Sohn ist erst im Dez. 4 Jahre alt geworden) das ich ihm nicht immer beim anziehen helfen soll,er möge das bitte alleine machen#gruebel
das er noch keinen Reissverschluss zumachen kann ist klar aber mein kleiner probiert halt solange bis er es geschafft hat.#ole
Luca merkt sich gut kurze Gedichte und zählt (fast immer fehlerfrei) bis 20!

Ansonsten denke ich,das sich jedes Kind auf seine eigene art und weise entwickelt und das mann es ja nur nicht überfordern soll!

Kati

Beitrag von zuckermaus211 01.03.10 - 17:19 Uhr

HI !!

Schwierig was es können MUSS weiß ich nicht ich kann dir nur sagen was unsere Tochter kann.

-sie kann malen richtige menschen..sonnen..Blumen--Bäume..Wolken ect.

- sie kann schreiben ihren Namen,Oma,Opa,Mama,Papa

- sie kann alleine auf die Toilette gehen mit Hände waschen ect.

- sie kann sich alleine anziehen

- sie kann Fahrrad fahren ohne Stützräder

- sie kann alleine essen

- sie sagt Danke und Bitte von alleine ohne aufforderung

was ich ihr beibringen möchte..das sie ihre Jacke alleine zumachen kann und schleißfe binden.

Lg nadja

Beitrag von zuckermaus211 01.03.10 - 17:34 Uhr

ach ja vergessen:

- sie kann alleine trinken einschenken

- sie räumt ihren Teller ect in die Spüle

- sie hilft Tisch decken

- sie kann aufräumen und möchte mir immer helfen beim Putzen..Wäsche aufhängen..was manchmal nicht so toll für mich ist da diesen Sachen dann immer doppelt so lange dauern#schwitz

Beitrag von tauchmaus01 01.03.10 - 17:51 Uhr

Meine Anforderung an meine Maus ist, dass sie jeden Tag gelacht hat und Spaß hatte!

-Können tut sie schon vieles, sie schreibt bereits und kann leichte Wörter lesen.
-Anziehen ist ja wohl klar, das machen meine Kinder seit sie 2 sind und ich finde dass sollte ein Kind mit 4 schon lange schaffen (Schnürsenkelbinden kommt später)
-Höflich sein find ich auch wichtig, aber nicht so dressiert sondern eben natürlich, so aus Herzen eben. Kein auswenig gelerntes Geschwafel sondern ein Dankeschön aus Überzeugung oder eben nicht.

Wo ich jetzt gerade schreibe finde ich die Frage aber doch komisch. Ist doch jedes Kind und jede Familie anders. Wo einge Eltern stolz sind dass ihre Kinder mit 1 1/2 schon den Fernseher bedienen können oder happy sind dass sie beim Ohrlochstechen so brav waren sind andere wieder zufrieden wenn die Kinder es geschafft haben mit 3 Radzufahren.

Ich denke das allerallerwichtigste was Kinder in dem Alter schaffen sollten, ist einfach glücklich zu sein!

Mona

Beitrag von steinchen80 01.03.10 - 21:22 Uhr

Hallo Mona,

Schöööööööööööööön geschrieben und genau getroffen !!!

Liebe Grüsse.

Steinchen

Beitrag von petunia72 01.03.10 - 18:05 Uhr

Hallo,

ich erwarte nicht, dass meine Kind etwas unbedingt können MUSS.

Es gibt sicher Dinge, bei denen ich mich sorge, wenn sie die mit 4 Jahren nicht schafft und es ein bisschen im Auge behalte.

Und es gibt Dinge über die ich mich total freue.

Dazu gehört, dass sie wirklich spielen kann, stundenlang Dinge aufbaut, vor sich hin singt und quasselt.
Sie kann ihre Gefühle in Worte fassen, wunderschön.
Und sie kann wirklich Witze machen.

LG Tina

Beitrag von twins 01.03.10 - 18:29 Uhr

Hi,
unsere Zwillis sind im Nov 4 geworden.

....mmmh was sie alles können
äh....
bis 30 zählen, 10-0 Rückwärts zählen....ein bißchen rechnen....Radfahren ohne Stützräder seid einem Jahr....können ordentlich essen ohne zu matschen mit Messer, Gabel, Löffel, etc.

Ich denke, anziehen wenn sie alleine wollen und bevor es am Morgen Stress gibt, dann helfe ich halt mit - bei Strumpfhosen, Blusen, Hemden....

Kinder sind doch die andere Seite der Eltern. Wenn sie Höflich sind, dann sind es die Eltern auch und dann MUSS man ihnen es nicht beibringen - sie schauen sich vieles ab.

Grüße
Lisa....die hofft, das ihre Kinder einfach nur Glücklich sind, egal was sie können oder nicht

Beitrag von marenchen23 01.03.10 - 18:45 Uhr

Ich mache auch mal mit.

Meiner ist fast 5 und er soll seinen Teller in die Küche räumen und jogurtbecher oder so in Müll, Löffel dann in die Spüli.
Er zieht sich morgens, abends alleine um. Schuhe und Jacke zieht er teils alleine an.
Er räumt sein Zimmer oft alleine auf, sehr selten helfe ich ihm dabei.
Und jetzt habe ich ein Plakat gemacht, und wenn er alleine Pipi machen geht, dann kriegt er danach einen Aufkleber. Im Kiga oder sonst wo geht er IMMER alleine aufs klo, nur hier nicht :-)

Und bei den Tischmanieren haperts irgendwie.... wir müssen uns wohl öfter einladen lassen :-) denn hier bin ich mit ihm alleine, da ist er "brav" aber kaum ist jemand dabei, wird Quatsch gemacht und das essen von einem auf den anderen Teller gelegt *furchtbar*
Ich kann irgendwie nur "üben" wenn wir woanders zu Besuch sind, evtl auch wenn wir mal Leute einladen (hab allerings einen sehr kleinen Tisch) :-)

Maren

Beitrag von lisabet 01.03.10 - 20:55 Uhr

Hallo;-),

Jonathan wir zwar schon 6 Jahre in ein paar Tagen, aber ich möchte trotzdem mitmachen.

Die Anforderungen die ich an ihn habe erfüllt er fast alle.

Da wären so Sachen wie...:

-Bitte/Danke
-alleine Einschlafen
-mit Messer und Gabel essen
-alleine anziehen
-Serviette benutzen
-vor dem Essen und nach dem Toilettengang Hände waschen usw.

Was er noch tolles kann:

-rülpsen
-pupsen
-kreative Schimpfwörter
-seinen großen Bruder zum heulen bringen
-Katze in die Flucht schlagen
-besonders weit spucken
-herzaft dreckig lachen
...und vieles mehr....

Also ein rundum gesundes und gut entwickeltes Kind:-).

LG Lisabet

Beitrag von gismomo 02.03.10 - 11:07 Uhr

Ich erwarte von meinem Sohn dass er nicht nur teilnahmslos in der Ecke sitzt, sondern dass er etwas gefunden hat, woran er Freude hat und wobei er ausdauernd ist - dass er also begeisterungsfähig ist und dass er sich in eine Sache vertiefen kann. Welche Sache das ist, kann ich sowieso nicht beeinflussen und deshalb überlasse ich ihm die Wahl. Mein ältester Sohn z.B. liest und liebt Musik, mein Kleiner (4 1/2) liebt es zu bauen und an etwas herumzuschrauben und er liebt alle Arten von Maschinen.

Ich erwarte, dass er neugierig auf die Welt ist. Dass er sich Gedanken macht und sich somit kognitiv mit der Welt und dem, was er erlebt, auseinander setzt. Von meinen Kindern erwarte ich, dass sie sich an unsere Regeln halten. Im Gegenzug erwarte ich von mir, dass ich die Regeln reflektiere und begründen kann, warum mir diese Regeln wichtig sind. Und ich erwarte von mir, dass ich bereit bin, die Regeln einzufordern und angemessen mit der Einforderung der Regeln umzugehen.

Was ich nicht erwarte sind irgendwelche teilisolierten Fähigkeiten wie z.B. Auf- einem-Bein-Hüpfen, bis zehn zählen können, etc.
Ich bin der Meinung, dass diese Dinge bei dem einem Kind früher und bei dem anderen Kind später kommen. Also würde ich nie mit der gedanklichen Stoppuhr daneben stehen und gucken, wann mein Kind was kann. Ich vertraue auf mich und mein pädagogisches Bewusstsein dass ich es erkennen würde wenn mein Sohn Entwicklungsdefizite hätte. Deshalb kann ich die "Stoppuhr" ad acta legen.

lg
K.

Beitrag von mauskewitzki 02.03.10 - 11:23 Uhr

#pro

Toller Beitrag!
Sehe ich auch so, ist doch völlig egal, ob sie 2 Monate früher oder später bis 10 zählen können. Die wichtigen Eigenschaften die man den Kidern mitgeben sollte, zeigen sich im normalen Familienalltag. Die Selbstädigkeit zu fördern, in allen Bereichen, die das Kind gerade selbst entdecken will, halte ich für sehr wichtig.
Leider ist Leistung in unsere Gesellschaft so in den Fordergrund getreten, dass viele Eltern den Blick fürs wesentliche verlieren.
So können ihre Kinder super schreiben, bevor sie in die Schule kommen. Still sitzen, andere aussprechen lassen, ihre Schuhe binden, bringen sie aber nicht fertig.
(Hatte meinen ersten Elternabend ich der Schule und war #schock was es doch wirklich alles gibt. Dachte vorher immer das wäre Einzelfälle oder es wird eben total aufgebauscht weiter erzählt)

LG