Omas und ihre "Geschichten"

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von inkognito1810 01.03.10 - 17:05 Uhr

Heute hatte meine Oma ihren 62. und da sie ja nun auch sehnsüchtig auf ihren zweiten Urenkel wartet, fing sie natürlich wieder an zu erzählen.
Ich meinte zB, dass ich im frühen Wochenbett wenig Besuch möchte, und wenn Besuch, dann soll dieser bitte selbst Kuchen mitbringen, damit wir uns nicht noch in die Küche stellen müssen. Genauso, dass wenn wir den Kurzen bei ihr abholen (ich entbinde ambulant), ich nicht gleich nach der Geburt bei ihr hochkomme, sondern sicher im Auto sitzen bleiben werde.
Da kommt von ihr: "Also früher stand ich gleich nach der Geburt wieder auf dem Feld, es ging ja gar nicht anders. Da hat auch keiner gefragt".

Dann meinte ich, dass ich diesmal hoffe stillen zu können, und ich Alles versuchen werde, dass es klappt. Da kam dann:
"Ach, uns hat man früher gesagt, dass Fertigmilch viel besser ist. Außerdem dauert das Stillen ja ewig, die Kleinen schlafen währenddessen ja immer wieder ein"

Dann die Frage, warum ich nicht in die Klinik gehe, weil das sicherer ist. Aber im selben Atemzug Sätze wie "Früher haben wir auch keine Schmerzmittel gebraucht, und wenns nicht voran ging hat man halt die Zange genommen"


Das Problem ist, dass ich sicher weiß, dass wenigstens das mit dem Feld nicht wahr ist. Erinnert sie sich nicht mehr dran, oder warum verdreht sie das?
Ich meine, ich höre drüber weg, kenns ja noch vom Großen. Es nervt trotzdem irgendwie.

Welche Geschichten habt ihr so gehört?

Beitrag von dragonmother 01.03.10 - 17:10 Uhr

Das mit den Feldern ist leider oft doch wahr gewesen.

Die Frauen haben wenn grad Ernte war, oder Heu und co vom Feld mussten, dort bis die Wehen gekommen sind, sind dann heim, haben das Kind bekommen und sobald sie so weit bei Kräften waren das sie laufen konnten waren sie wieder auf dem Feld...grad in Bauernfamilien sehr verbreitet gewesen.

Darum gabs früher ja auch oft Kindsbettfieber und co.

Beitrag von inkognito1810 01.03.10 - 17:29 Uhr

Meine Oma war aber nicht auf dem Feld, sie ist gelernte Verkäuferin ;-) Vielleicht sprach sie auch von ihrer Mutter, und hat das zu ihrer eigenen Geschichte gemacht?

Beitrag von berry26 01.03.10 - 18:17 Uhr

Ja da hast du Recht aber in den 70er Jahren doch wohl eher nicht mehr. Die gute Frau ist erst knapp über 60 und somit gerade mal 2 Jahre älter als meine Mutter. Das hätte wohl eher zu ihrer Mutter gepasst.

LG

Judith

Beitrag von wir3inrom 01.03.10 - 17:12 Uhr

Sie hat sicher auch eine Menge vergessen.
Meine Mutter beispielsweise ist der felsenfesten Überzeugung, dass weder meine Schwester noch ich als Babys gekotzt, übermäßig geschrien oder uns vollgeschissen haben. Und eine Trotzphase hatten wir auch überhaupt keine!


#augen

Beitrag von inkognito1810 01.03.10 - 17:29 Uhr

Sei doch froh, ihr wart halt perfekt :-D

Beitrag von cyndi-09 01.03.10 - 17:13 Uhr

Ja solche Geschichten hör ich auch immer wieder und das ich ja schwanger sei und nicht krank, ich bin sehr viel am brechen und kann leider erst am abend essen zu mir nehmen. dementsprechend geht es mir halt und die geliebte Schwiegermami erzieht unser Kind ja jetzt schon und ich solle das immer mit kinderwagen auf den balkon stellen... hätte sie mit meinem MAnn ja schließlich auch gemacht.

Ich würde sagen wir stellen die Ohren auf Durchzug und gut ist... ISt ja unser Kind und wir machen eh das was wir für richtig halten :-) Oder?!

Lg Cynthia

Beitrag von inkognito1810 01.03.10 - 17:36 Uhr

Früher war Alles besser ;-)

Ich glaub dir, dass es dir so schlecht geht. Bei meiner ersten SS hab ich mich auch sehr oft übergeben. Es ist als wäre man krank, zumal der Körper auch so reagiert.
Hoffentlich gehts dir bald besser!

Wenn die Schwiegermutti kommt, kannst du das Baby ruhig rausstellen. Ist eigentlich auch nicht schlimm, so eine halbe stunde am Tag, zumindest wenns angenehm draußen ist.

Beitrag von mausi2311 01.03.10 - 17:13 Uhr

Mit ner anderen Generation würde ich mich gar nicht unterhalten.

aber das mit dem feld stimmt aber, habe ich auch schon gehört.

Beitrag von inkognito1810 01.03.10 - 17:30 Uhr

Leider eben nicht mehr bei meiner Oma, wie auch immer sie drauf kommt.
Unterhalten muss ich mich ja mit ihr, kann ja nicht meine Oma anschweigen ;-)

Beitrag von mausi2311 01.03.10 - 17:39 Uhr

JA DAS STIMMT:aber was babypflege und so angeht.
Ich geh solchen gesprächen meiner Schwiegerutter gern aus dem weg, weil sie ja eh alles besser weiß:-[

Beitrag von superaen 01.03.10 - 17:43 Uhr

62 ist doch gar nicht alt... da erzählt sie schon solche Geschichten?!

Ich würde einfach nicht drauf hören ODER - wenn du nicht anders kannst - einfach auch mal mit ihr diskutieren... je nach deiner Laune... ;-)

Beitrag von nicole2012 01.03.10 - 20:02 Uhr

Meine Oma (82) erzählt mir auch immer Geschichten von früher. Sie sagte das sie ihre ersten beiden Kinder Zuhause bekommen hat mit Hebamme und Schwiegermutter. Schreien während der Geburtswehen war verpönt. Und sie fragte mich ob ich während den Wehen geschrien hab. Was ich auch nicht getan hab wegen der PDA ;-):-p

Ihr drittes Kind kam dann im KH zur Welt. Wo sie allein (ihre beiden ersten Kinder konnte sie bei Schwiegermutter lassen) hingelaufen ist und mit Baby auch allein wieder zurück. Mein Opa hat auf der Zeche gerabeitet, da hat man für die Geburt nicht einfach so frei bekommen.

Meine Oma sagte dann:" Stell Dir vor Nicole, da war ne Frau nebenan im Kreißsaal die hat geschrien wie am Spieß. Wie kann man nur so schreien? #klatsch". Und die Hebamme meinte nur zu der Frau:" Jaja, rein geht´s besser als raus".

Und ein Babybettchen brauchte man die erste Zeit auch nicht. Da wurde ein Wäschekrb (also richtiges Korb) auf zwei Stühlen gestellt und festgebunden. Das konnte man überall mit hinnehmen, im Garten usw. Erst als die Kinder größer wurden kaufte man ein Gitterbettchen.

Echt unglaublich in der heutigen Zeit, manche Geschichten. Mädels, was geht es uns gut?!