ADS/ADHS...mode?

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von mamamaja 01.03.10 - 19:29 Uhr

hallo....

bin heute vormittag auf einen beitrag weiter unten auf das thema ads/adhs und andere verhaltenstörungen gestoßen.....

ich frage mich, ob solche diagnosen heute zu schnell gestellt werden#gruebel oder ob wirklich so viele kinder solch eine störung haben#kratz

in meiner kindheit war es nicht der fall und so alt bin ich noch nicht;-)

das es diese störungen gibt bezweifel ich in keinster weise und hoffe, dass sich eltern nicht angegriffen fühlen.

aber wenn ich hier lese, dass ein junge eher alleine spielt und nicht so viele kontakte pflegt ect. ...wird hier im forum auf autismus "getipt" .....früher war es halt ein alleingänger oder ein schüchteres kind.

wenn ein kind schwierigkeiten hat sich zu konzentrieren oder es oft mal dazwischen redet oder sehr viel tobt.....heißt es gleich, dein kind ist hyperaktiv hat adhs ect ......früher waren es lebhafte kinder.....die gesund waren#freu

adhs gab es ja auch schon früher nur hatte es nicht wie heute fast jedes kind. .....zumindest kommtes mir so vor...als wäre es jedes zweite#gruebel

ich meine ich war auch mal unkonzentriert in der schule und es gab auch zeiten, da war ich der klassenclown#hicks.....deshalb hatte ich noch lange kein adhs......es war nur eine phase die wieder verging.

kann es sein dass es kinder gibt, deren eltern einfach mal komplett in der erziehung versagt haben und als ausrede zu ärzten rennen.....bis einer bestätigt, dass das kind adhs hat. das sie eine entschuldigung für das verhalten ihres kindes suchen?

kann es auch sein, dass die pharmaindustrie adhs erfunden hat?

wie ist eure meinung?eure erfahrung?

lg
maja

Beitrag von sternenzauber24 01.03.10 - 19:57 Uhr

Hallo maja,

ADHS gab es schon früher, da war es aber noch lange nicht so erforscht, wie heute. Diese Kinder galten als besonders schwer Erziehbar etc.

Du kannst ein echtes ADHS nicht vergleichen mit: " mal unkonzentriert"!!! Denn, diese Kinder können sich so gut wie garnicht konzentrieren, das ist wirklich schlimm. Oftmals stehen sie sich selber im Wege...

Es gibt sicherlich Eltern, die entweder überhaupt keine richtige Diagnose haben, und nur bei irgendeinem Kinderarzt waren, der den Verdacht äußerte, oder natürlich können auch Erziehungsfehler einige Verhaltensauffälligkeiten hervor rufen, ich glaube da muß man garnicht diskutieren...

Bei einem echten ADHS hat es NICHTS mit der Erziehung zu tun, erziehung ist immer die eine Sache. Auch Kinder mit ADHS können wohl erzogen sein, höflich, etc. es gibt aber verschiedene Bereiche, in denen sie absolut hilfe benötigen, und in Gruppensituationen sind sie oft völlig überfordert.

Und zum Autismus kann ich nur sagen, das wir hier wieder von etwas ganz anderem schreiben. Man vergleicht wieder Äpfel mit Birnen, kein Psychiater der Ahnung von der Sache hat, wird einem völlig normal entwickeltem Kind einen Autismus- Stempel verpassen, nur weil es Kontaktscheuher ist. Und ich denke die User haben ja auch nur darauf hingewiesen, das man es einfach überprüfen lassen sollte, eben W E I L es alles- und wieder nix sein könnte- verstehst Du?

Ich würde aber absolut nicht sagen das ADS/ ADHS irgendwie in Mode geraten ist, ich würde eher behaupten, das dieses Thema total überbewertet wird. Nämlich das viele sich nicht gut genug darüber informieren, und ADHS ständig mit einem sehr lebendigem und zappelligen Kind in verbindung bringen, das ist absolut nicht so. Kinder müßen ja aktiv sein, sich bewegen, toben etc. Das spricht doch nicht direkt für hyperaktivität!

Hyperaktivität äußert sich total anders, da gibt es so verschiedene Formen, wir könnten jetzt ne Liste machen. Das geht über Tics bis letztlich zum ständigem rededrang- das hat total unterschiedliche Formen.

Da ist wirklich ne unruhe drin, das man dem Kind einfach mal Ruhe wünscht. Aber zu entspannen, wirklich entspannen fällt denen absolut schwer und alles was beruhigen müßte, dreht noch mehr auf...

Das schlimme ist übrigens nicht das ADHS selber, sondern die begleiterkrankungen wie: Depressionen, Soziale Störungen, Essstörungen, die sich irgend wann einstellen können.

Das wird ganz oft untergraben.

LG

Julia

Beitrag von king.with.deckchair 01.03.10 - 20:55 Uhr

"Ich würde aber absolut nicht sagen das ADS/ ADHS irgendwie in Mode geraten ist, ich würde eher behaupten, das dieses Thema total überbewertet wird. Nämlich das viele sich nicht gut genug darüber informieren, und ADHS ständig mit einem sehr lebendigem und zappelligen Kind in verbindung bringen, das ist absolut nicht so."

#pro

"Aber zu entspannen, wirklich entspannen fällt denen absolut schwer und alles was beruhigen müßte, dreht noch mehr auf..."

Solche Phasen kenne ich selbst als Erwachsene noch... #schmoll

Inzwischen habe ich aber Wege gefunden, mich ohne Hilfsmittel runterzufahren. Ich weiß nur: Hätte man in meiner Kinderzeit bei meinen Konzentrationsstörungen, dem ewigen hin- und herswitchen zwischen Tätigkeiten und Themen, der ewigen Schusselig- und Vergesslichkeit schon so etwas wie AD(H)S gekannt - mir wären viele Probleme und ein ziemlicher Leidensweg erspart geblieben. Ich war übrigens auch kein "Zappelphillip", oft sogar richtig in mich versunken.

Erst eine Therapeutin, die ich mit Anfang, Mitte 30 aufsuchte, tippte im Zuge der Gespräche wegen der inzwischen aufgetretenen Depressionen (und des speziellen Alkoholmissbrauchs - nämlich nicht wie bei vielen anderen zum Hochpushen, sondern vornehmlich zum "Runterfahren", entspannen (sic.) habe ich getrunken) bei mir auf ein leichtes ADS und durch einige Tests wurde ihre Einschätzung bestätigt. Seit ich das weiß und mir einige Dinge bewusst angewöhnt habe (klare Strukturen, einen relativ festen Tagesablauf und einige anderen Kleinigkeiten), empfinde ich meine Macke als Bereicherung.

Schnell gedanklich switchen, das kann nämlich auch nicht jeder und seid es mir gelungen ist, die Switcherei a) als Gabe zu betrachten und nicht als Fluch und b) "kontrolliert" zu springen und aufzupassen, dass mein Gegenüber meinen Gedankensprüngen nachfolgen kann, bin ich für meine Arbeitsteams eine Bereicherung. Aktenlurcherei und Buchhaltungsarbeit, darin gehen andere auf und ich bewundere das. Ich kann es nicht, zumindest nicht auf Dauer, aber das macht mich nicht zum schlechteren Kollegen, denn schnelle Springer wie mich braucht es in Behören (vielleicht gerade da?! ;-)) auch.

Wie viele ADSler höre ich oft auch regelrecht das Gras wachsen, d.h. die feinen Antennen, die schnell zur Reizüberflutung führen, haben auch den Vorteil, dass ich bestimmte Dinge schneller "spüre" als andere. Gerade auch bei der zwischenmenschlichen Kommunikation. Während meines Jobs (ich bin seit einigen Jahren mit Unterbrechungen Arbeitsvermittlerin für eher schwierige Fälle) habe ich schon oft gemerkt, dass ich einfach spüre, das bzw. was mit meinem Gegenüber nicht stimmt und meist war meine Einschätzung richtig. Und durch eine gewisse Impulsivität (die ich IRL inzwischen besser steuern kann), sage oder tue ich oft genau das Richtige ohne groß nachzudenken. OK, oft genug quatsche ich mich auch um Kopf und Kragen und babbele zu viel.

So wie jetzt gerade. :-)

LG
Ch.

Beitrag von mamamaja 01.03.10 - 21:16 Uhr

#danke

sehr schön geschrieben#herzlich

Beitrag von mamamaja 02.03.10 - 09:20 Uhr

#danke

Beitrag von jazzbassist 01.03.10 - 20:29 Uhr

Ein interessantes Thema ...

>ich frage mich, ob solche diagnosen heute zu schnell
>gestellt werden

Im Regelfall diagnostizieren diese nur die Eltern schnell. Der Vorteil von ADS/ADHS ist, dass es keine sichere Methode gibt, um es richtig zu diagnostizieren und es grundsätzlich erst einmal auf jedes Kind zutrifft. Es gibt so viele potentiell mögliche Symptome, dass sie kein Kind finden werden, was nicht mindestens 2 davon in seiner Karriere als Kind stellenweise mal äußern wird.

>oder ob wirklich so viele kinder solch eine störung haben

Es gibt ADS/ADHS selbstverständlich wirklich und das ein Thema, dass man auf keinen Fall unterschätzen sollte, aber, wieso es in öffentlichen Forum oder auf dem Spielplatz immer wieder als Diagnose fällt, … tja.

Wir leben in einer Zeit, in der ein Winterhoff Bücher über das Thema: „Warum Kinder Tyrannen werden“ schreibt und - auch wenn ich seine Verträge nicht kenne - damit sicherlich nicht gerade wenig Geld verdient. Auch wenn ich zu 99% seine Meinung nicht teile, stimme ich mit ihm überein, dass das Ausgangsproblem i.d.R. falsche Erziehung ist. Deutschland macht seit einigen Jahren einen Wandel durch, was die Betrachtungsweise von Kindern in der Gesellschaft mannigfaltig umgekrempelt hat. Viele Eltern sind mit diesem neuen Bild maßlos überfordert; ihnen fehlen einfach die richtigen Ansätze, mit der neuen Situation umzugehen da sie selbst i.d.R. von den eigenen Eltern noch anders erzogen wurden. Kinder tanzen Eltern auf der Nase herum und wir interpretieren daraus eine Verhaltensstörung. Wenn Eltern es solange haben laufen lassen, bis das Kind wirklich „auf der Nase herumtanzt“, ist dieses Verhalten aber bereits so tief manifestiert, dass man es unweigerlich eine Verhaltensstörung nennen muss. So gesehen stimmt es: Wenn sehr viele Menschen plötzlich ihre Häuser in Brand stecken, stehen i.d.T. sehr viele Häuser in Flammen.

Ich denke, alle Eltern haben schlechtweg eine Idealvorstellung von einem Kind und wie es sich zu verhalten hat. Wir wollten alle das Baby, dass immer friedlich schläft und nie schreit, das Kleinkind, dass immer hört und sich stundenlang alleine beschäftigen kann, das Schulkind, dass vom ersten Tag mit Elan dabei ist und am ersten Tag 2 dutzend Kinder kennenlernt, der Teenager, der in der Pubertät trotzdem noch sehr gut mit seinen Eltern kooperieren kann und nie etwas „dummes“ anstellt. Es ist u.a. die gesellschaftliche Entwicklung der Medien, die einige Eltern glauben lässt, dass es diese Kinder wirklich gibt. Sei es durch Werbung oder der rührende Sat-1 Samstagsabend-Familienfilm. Da jedes Kind von dieser Norm abweicht, meinen Eltern dann, dass es nicht mehr normal ist und hier ein Problem existieren muss. Eine weitere Ursache für diese Entwicklung ist, dass jeder Papi und jede Mami dank Internet Hobbyarzt spielen können und dann recht früh auf diese Symptome stoßen.

>kann es sein dass es kinder gibt, deren eltern einfach mal
>komplett in der erziehung versagt haben und als ausrede
>zu ärzten rennen.....bis einer bestätigt, dass das kind
>adhs hat. das sie eine entschuldigung für das verhalten
>ihres kindes suchen?

Laut Winterhoff gibt es diese Eltern sehr wohl; und dass mehr als vor 20 Jahren. Ich denke auch, dass jeder Elternteil ein möglichst „normales“ Kind haben möchte und dann lieber einmal mehr zum Arzt geht, um auch ganz sicher zu sein. Und ich denke auch, dass es für sehr viele Eltern eine Art von Erleichterung sein kann, für ein kindliches Verhalten eine medizinische Diagnose zu haben. Denn natürlich zweifeln Eltern an sich selbst, wenn wie denken, dass sich ihr Kind irgendwie nicht „normal“ verhält. Aber auch ich nehme natürlich großen Abstand davon, dass in irgendeiner Art und Weise zu pauschalisieren.

>kann es auch sein, dass die pharmaindustrie adhs erfunden hat?
Als Vertreter eines Pharmakonzerns … nein, lassen wir das lieber :-p
Aber, Methylphenidat wurde von i.d.T. von einem Pharmakonzern zuerst synthetisiert. Das ist aber schon mehr als 60 Jahre her.

Beitrag von mamamaja 02.03.10 - 09:19 Uhr

#danke für deinen beitrag

Beitrag von smr 02.03.10 - 18:41 Uhr

Guten Abend!

""Ich denke, alle Eltern haben schlechtweg eine Idealvorstellung von einem Kind und wie es sich zu verhalten hat. Wir wollten alle das Baby, dass immer friedlich schläft und nie schreit, das Kleinkind, dass immer hört und sich stundenlang alleine beschäftigen kann, das Schulkind, dass vom ersten Tag mit Elan dabei ist und am ersten Tag 2 dutzend Kinder kennenlernt, der Teenager, der in der Pubertät trotzdem noch sehr gut mit seinen Eltern kooperieren kann und nie etwas „dummes“ anstellt. Es ist u.a. die gesellschaftliche Entwicklung der Medien, die einige Eltern glauben lässt, dass es diese Kinder wirklich gibt. Sei es durch Werbung oder der rührende Sat-1 Samstagsabend-Familienfilm. Da jedes Kind von dieser Norm abweicht, meinen Eltern dann, dass es nicht mehr normal ist und hier ein Problem existieren muss. Eine weitere Ursache für diese Entwicklung ist, dass jeder Papi und jede Mami dank Internet Hobbyarzt spielen können und dann recht früh auf diese Symptome stoßen. ""

Das unterschreibe ich voll, danke! Aber auf dieser Scheine fahren meiner Meinung nach auch viele Erzieher, Lehrer oder Ärzte. Das ist auch etwas, was mir Angst macht.
LG
Sandra

Beitrag von king.with.deckchair 01.03.10 - 20:33 Uhr

"kann es auch sein, dass die pharmaindustrie adhs erfunden hat?"

#augen

Dümmer geht's nimmer.

Ch.
...bei der als Erwachsene nach langem Weg eine Form von ADHS festgestellt wurde!

Beitrag von mamamaja 01.03.10 - 21:15 Uhr

"kann es auch sein, dass die pharmaindustrie adhs erfunden hat?"



Dümmer geht's nimmer. .......

sorry......aber es war eine frage und keine meinung von mir;-) und es gibt wohl tatsächlich mehrere kritiker die diese theorie haben......und die stammt bestimmt nicht von mir.....

lg
maja

Beitrag von finchen85 01.03.10 - 20:55 Uhr

Ich habe anderthalb Jahre auf zwei Kinder mit ADHS aufgepasst...heutzutage ist diese Krankheit viel besser erforscht als noch vor 20 Jahren. Deswegen kommt dir das nur so vor!

Ich muss sagen, dass die Kinder wirklich drunter leiden, selbst wenn es erkannt wird, bevor die richtige Therapie gefunden wird, denn jedes Kind ist anders, vergehen Monate...

lg finchen

Beitrag von kaffeejunkie 01.03.10 - 20:57 Uhr

Hallo,
gebe dir vollkommen recht.



""kann es sein dass es kinder gibt, deren eltern einfach mal komplett in der erziehung versagt haben und als ausrede zu ärzten rennen.....bis einer bestätigt, dass das kind adhs hat. das sie eine entschuldigung für das verhalten ihres kindes suchen?""

Wir haben auch Bekannte, die haben 4 Kinder, 3 von denen sind bei irgendwelchen Therapeuten (Logo, Ergo, Psycho), die kleinste ist erst 1 1/4. Hat wohl noch Schonfrist. Alle können nicht richtig sprechen, rennen "wie aufgezogen und losgelassen" durch die Gegend, können nicht richtig essen.
Der Älteste wird abgeschoben in eine Tagesgruppe, kommt abends erst nach Hause, hört dann zur Begrüssung,"Wie siehst du denn schon wieder aus, deine Schuhe sind schon wieder nicht zu!"
Wenn jemand aus dieser Tagesgruppe zu Besuch kommt, wird mit dem Kind übertrieben lieb umgegangen das man schon fast kotzen könnte.
Bin mal bei denen zu Hause vorbei gelaufen,Fenster war auf, da wurden die Kinder angebrüllt, extrem heftig.
Die suchen auch nach irgendwelche Diagnosen weshalb die Kinder so sind. Schlimm.
Darfst natürlich auch nix sagen, sind sofort angepisst.
Kein Wunder das die Kinder austicken.

Hast Du schon mal hinterfragt aus welchen sozialen Umfeld diese "adhs-Kinder" kommen??

Will jetzt mal nicht zu deutlich werden, werde wohl sonst zerrissen hier.
ABER sind es nicht oftmals die Kinder von Eltern die den ganzen Tag zu Hause sind, die Bude zuqualmen, vorm Fernseheroder PC sitzen???

LG

Beitrag von reethi 01.03.10 - 21:10 Uhr

Hallo!

Nein, es sind nicht "diese" Kinder... Ich kenne ADHS Kinder, und die kommen aus der sogenannten gesunden Mittelschicht, ohne Qualm, Fernseher und PC.

Nur weil Du Bekannte hast die aufgrund Ihrer Erziehung Probleme mit ihren Kindern haben, kannst Du nicht auf Andere schließen.

Beitrag von kaffeejunkie 01.03.10 - 21:22 Uhr

Hallo,
so war es auch nicht gemeint. Meine Bekannten sind auch nicht so. Die haben eben nur kein liebes Wort für ihre Kinder übrig.

Ich meine das diese Kinder von den von mir beschriebenen Eltern oft ruckzuck in diese Ecke gedrängt werden, adhs und so, nur weil sie um Aufmerksamkeit betteln#schrei, die Eltern aber dies nicht sehen. Ist einfach dann zu Ärzten zu rennen.

LG

Beitrag von sternenzauber24 01.03.10 - 22:10 Uhr

Ein wirklich kompetenter Kinderpsychiater, wird aber diesen Eltern die gewünschte Diagnose nicht liefern! Damit geht man nicht zu " Ärzten", sondern zu einem Psychiater.

Beitrag von frech1995 01.03.10 - 21:14 Uhr

"Hast Du schon mal hinterfragt aus welchen sozialen Umfeld diese "adhs-Kinder" kommen??

Will jetzt mal nicht zu deutlich werden, werde wohl sonst zerrissen hier.
ABER sind es nicht oftmals die Kinder von Eltern die den ganzen Tag zu Hause sind, die Bude zuqualmen, vorm Fernseheroder PC sitzen???"
________________________________

Das ist jetzt aber mal eine harte Aussage!

Ich von meiner Seite kann sagen, dass wir gut situiert sind, Kinder haben, die sehr sportlich sind, beide Nichtraucher!

Und ich denke, Du trittst mit dieser Aussage vielen Eltern ziemlich ans Bein!

Informiere Dich mal zuerst, ehe Du Aussagen tätigst, die Fern jeglicher Realität sind

Beitrag von 3erclan 01.03.10 - 21:14 Uhr

Hallo

aber tut mir leid du kennst dich mit ADHS überhaupt nicht aus!!!!!!!!!!!!

Mach dich erstmal schlau bevor du so nen Mist erzählst.

Genau wegen solchen KOmmentaren schämen sich einige wenn das Kind ADHS hat.

Beitrag von mamamaja 01.03.10 - 21:28 Uhr

ich glaube nicht, dass alle adhs-kinder aus der sozialen unterschicht kommen......

ich denke jedoch, dass es eltern gibt, die eine ausrede für das verhalten ihres kindes suchen, ob diese jetzt aus der sozialen unterschicht kommen oder nicht, weiss ich nicht und will ich auch nicht sagen.

denn es gibt auch eltern deren kinder wirklklich verhaltensaufällig sind.....die sich dafür aber einen scheiß interessieren......also kann man das nicht pauschalisieren.

fakt ist, dass früher kinder einfach kinder waren.....die phasen hatten, eben etwas ruhiger oder zu aufgedreht waren.......es sich aber bei den meisten wieder gelegt hat, da es halt nur eine phase war.

heute wird egal, was ein mensch für "außergewöhnliche" charakterzüge hat, oftmalszu schnell ein stempel auf die stirn gesetzt und eine "störung" festgestellt......

wenn man sich mal diese ganzen symtome der verhaltensstörungen durchließt, wird man festellen, dass das alles zum teil normale verhaltensmuster eines kindes sind....zumindest mal in einer phase war, wo es sich so benommen hat .......

und deshalb glaube ich, dass es vom autismus bis hin zu adhs oftmals eine fehldiagnose auch von ärzten sein kann......

heute gibt es für jede charakterliche eingenschaft die etwas mehr ausgeprägt ist eine störung/krankheit ......

so sehe ich das.....und wenn man bei einem menschen nach einer störung sucht und darauf drängelt.....wird man bei fast jedem eine finden.....

lg

Beitrag von kaffeejunkie 01.03.10 - 21:46 Uhr

Oh mannomann,
ich habe nie behauptet das die Kinder aus der sozialen Unterschicht adhs haben!!! Oft ist es eine vorschnelle Diagnose!!!
Beziehe mich nur auf Deine Aussage.


""kann es sein dass es kinder gibt, deren eltern einfach mal komplett in der erziehung versagt haben und als ausrede zu ärzten rennen.....bis einer bestätigt, dass das kind adhs hat. das sie eine entschuldigung für das verhalten ihres kindes suchen?""

Woher will der Arzt den wissen was mit dem Kind los ist?? Er hört sich die Aussagen der Eltern an. Er sagt, jau ganz klar: Ritalin in das Kind.
Die Eltern sind "beruhigt", mein Kind ist krank. Gott sei Dank, wir haben alles richtig gemacht.

Wie dem auch sei, ist nur meine Meinung.

Beitrag von 3erclan 01.03.10 - 21:54 Uhr

sry aber da gehört mehr dazu wie ein GEspräch mit den Eltern.

Fragebogen an die Eltern über viele Seiten
Fragebogen an den Kiga bzw Schule
Fragebogen an den Kinderarzt
Mehrere Sitzungen beim Kinderpsychologe bzw. Kinderpsychiater

Ich geh nicht einfach mal in die Praxis red kurz mit dem Arzt und hab das Ritalin Rezept in der Hand.


Wie kann man nur so denken???

Beitrag von sternenzauber24 01.03.10 - 22:04 Uhr

Ganz großer Irrtum Deinerseits!

Bevor man diese Diagnose bekommt, durchläuft man eine sehr gründliche Diagnostik. Fragen an den Elternpart sind eine Seite, fragen an die Lehrer/ Erzieher eine ganz andere. Denn sie spiegeln natürlich am Besten das Verhaltem im Alltag mit dem Kinde wieder.

Aber es werden daneben gemacht:

- Blutbild, EEG, IQ Test schon allein, weil nicht selten eine HG mit einhergeht , Konzentrationstest mit und ohne Reaktions EEG, Entwicklungsstand wird geprüft, Gruppenverhalten wird beobachtet, zuletzt auch Tagesklinikplätze oder mehrwöchige Ganzstationäre Plätze, für Medikamenteneinstellung.

MFG, Julia

Beitrag von frech1995 01.03.10 - 22:25 Uhr

Bei uns kamen dann noch Tests hinzu, die andere Erkrankungen wie Wahrnehmungsstörungen und ähnliches ausschlossen. Es dauerte schon sehr lange, ehe überhaupt mal an Befragung der Eltern, Lehrer gedacht wurde

Beitrag von sternenzauber24 01.03.10 - 22:33 Uhr

Das sowieso, hab das ganz vergessen, alles andere wird direkt automatisch mit ins Boot genommen. Nicht zuletzt, um eine Epilepsie ( die Schwestersympotmatik aufweist) auszuschließen, was echt wichtig ist.

Beitrag von arwen-berlin 02.03.10 - 11:09 Uhr

#contra
Ich glaube Du hast Dich noch nie mit diesen Thema auseinander gesetzt, denn dann würdest Du wissen, das es nichts mit der Erzieheung der Eltern zu tun hat, sondern nach dem derzeitigen Forschungsstand gilt eine fehlerhafte Informationsweiterleitung und -verarbeitung zwischen den beiden Hirnabschnitten (Hirnhälften) als Ursache für die Ausbildung eines ADHS.
Also überdenke nochmal deine Aussage. Ich finde sie ziemlich unangebracht.
Mein Sohn hat auch ADS ohne Hyperaktivität. Wir sind verheiratet, beide Nichtraucher, trinken beide nicht und sind beide voll Berufstätig. Unser Kind ist sehr weit entwickelt für sein Alter. In drei Gebieten gilt er sogar als Hochbegabt, wurde getestet, nennt man Inselbegabung. Und weißt Du was, dass hat er nur, weil wir uns so wenig um ihn kümmern.

Beitrag von andreag1302 06.03.10 - 07:26 Uhr

**Will jetzt mal nicht zu deutlich werden, werde wohl sonst zerrissen hier.
ABER sind es nicht oftmals die Kinder von Eltern die den ganzen Tag zu Hause sind, die Bude zuqualmen, vorm Fernseheroder PC sitzen??? **

Sorry,
also diese Aussage find ich schon heftig...
Du kannst nicht alle Eltern über einen Kamm scheren:-(
Wir haben auch ein ADHS Kind.

LG Andrea