Was soll ich noch machen??

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von honeygirly18 01.03.10 - 20:13 Uhr

Hallo,

am 03.06.09 ist meine Oma nach ca 6 monatigen Leiden trotz allem überraschend an Krebs gestorben. 1 Woche vor ihrem Tot haben wir noch mit den Ärzten gesprochen, die haben gemeint das sie noch ca. 2-4 Monate hätte mehr aber nicht. Das war schon ein Schock für uns aber wir dachten ok machen wir es ihr so schön wir möglich. Ich muss sagen das verhältnis meiner Oma zu meinem Papa ist nicht das beste, trotzdem waren meine Eltern bereit sie bei sich zuhause aufzunehmen. Das Pflegebett war schon bestellt. Das Sauerstoffgerät stand bereit.

Sie war in einem speziellen Thoraxzentrum bei uns in der Gegen, in diesem ist bereits vor vielen Jahren ihr Mann gestorben (sie hat danach nie wieder eine richtige Beziehung gehabt und war auch recht verbittert, sie hat ihn wohl wirklich vermisst). Sie sagte zu uns sie möchte nie nie nie da oben sterben wo schon ihr Mann gehen musste, auch war es für meine Mutter sehr schwer ihre Mutter dort zu besuchen wo sie sich von ihrem Vater verabschieden musste.
Trotzdem ist sie dort gestorben und das nur 1 Woche nach diesem Gespräch, sie hätte doch noch 2-4 Monate haben sollen nicht nur 1 Woche....

Sie hat sich so sehr Urenkel gewünscht, wir waren ja auch schon am üben und machen aber es hat einfach nicht geklappt, ich konnte ihr ihren 'Wunsch nicht erfüllen.

Ich vermisse sie immer noch so wahnsinnig und bin jetzt schon wieder am weinen. Sie war meine einzige Oma (hab weder meine Oma und Opa väterlicher Seits gekannt noch meinen Opa mann von ihr). jetzt bin ich 17te Woche Schwanger und heirate im April und alles muss ich ohne sie machen. Ich hätte sie soo gerne dabei gehabt. Sie fehlt mir jeden Tag und ich komm irgendwie immer noch nicht mit ihrem Tot zurecht, da es trotz allem doch sehr überraschend kam.

sorry fürs #bla aber ich musste es mir einfach mal von der Seele schreiben, mit meiner Mama will ich darüber nicht reden, da es ihr selber noch sehr schwer fällt ohne sie zu sein glaub ich.

LG

Beitrag von myimmortal1977 01.03.10 - 20:46 Uhr

Unter der Prämisse, dass die Krankheit unumgänglich war, sei froh, dass sie nicht mehr lange leiden musste. Wer weiß, was die nachfolgenden vorhergesagten Lebenswochen noch gebracht hätten. Für den Betroffenen sicherlich nichts gutes.

Mein Vater verstarb 2000 mit 58 Jahren an Krebs. Ich war für ihn damals froh, dass es schnell vorbei war. Er starb auch schneller als gedacht, die Ärzte gaben ihm noch ca. 6 Monate, es dauerte nur 4 Wochen.

Diese Krankheit und dieses Leid war mehr als abartig. So was kann man einem Menschen nicht wünschen, der sich immer für seine Familie aufgeopfert hat, der immer ein toller Vater war. Der für jeden immer ein offenes Ohr gehabt hat, der vorbehaltlos gegeben hat und nur selten genommen hat.

Ich habe für ihn den Tod wahrlich als Erlösung gesehen.

Eine Kerze für Deine Oma #kerze

Und eine für meinen Papa #kerze, der seinen Enkel auch nie kennen lernen durfte, obwohl er Kinder so sehr geliebt hat und ein toller Opa für meinen Sohn gewesen wäre!

#liebdrueck Janette

Beitrag von honeygirly18 01.03.10 - 20:50 Uhr

Hallo,

erstmal zünde ich auch eine #kerze für deinen Papa an.

Ich weiss das es für sie natürlich das beste war, da sie sich dadurch viel Leid erspart hat. Aber ich weiss das sie nicht in diesem Thoraxzentrum sterben wollte, dass hat sie des öfteren betont. Außerdem wäre ich gern bei ihr gewesen das sie nicht allein gewesen wäre. Ich weiss das es sehr schlimm für mich gewesen wäre, aber so hätte ich sie noch ein Stück begleiten können....

Für sie war es natürlich das beste. Es ist schlimm einen geliebten Menschen so dermaßen Leiden zu sehen.....

LG

Beitrag von myimmortal1977 01.03.10 - 21:01 Uhr

Mein Papa verstarb auch im Krankenhaus. Und er haßte das Krankenhaus. Er wollte gern zu hause sterben. Er war in so einem körperlich desolatem Zustand, dass man jedoch eine zu hause Unterbringung nicht verantworten konnte.

Ich kann schon verstehen, was Du meinst, dass Du gern in dem Moment da gewesen wärst.

Ich war da, als er ging. Er griff noch ein letztes Mal nach meiner Hand, so, als ob er sich verabschieden wollte und dann war es vorbei.

Ich war damals 23 Jahre alt. In dem Moment auch sichtlich überfordert mit der ganzen Situation.

Es hat lange gedauert, bis ich diese Bilder des Sterbeprozesses aus dem Kopf bekommen habe. Das ist nicht einfach, obwohl, was ist schon einfach im Leben. Wenn man jemanden nahe steht, steht man dieses auch durch. Aber einfach.... Nein.... Auf keinen Fall. Das ist auch nichts für jedermann...

Mach Dir deswegen keine Vorwürfe!!! Manchmal hat man eben keine Chance dabei zu sein.

Und manchmal ist es wirklich besser für die Hinterbliebenen, den Menschen, so wie er war, zu Lebzeiten in Erinnerung zu behalten.

#liebdrueck



Beitrag von honeygirly18 01.03.10 - 21:08 Uhr

Da hast du wohl recht...
es war bestimmt schwer für dich zuzusehen wie der Vater stirbt, aber für ihn war es bestimmt schön nicht alleine gehen zu müssen sondern seine Tochter dabei zu haben...

Ich hab außer meiner Oma noch nie jemanden verloren der mir so nahe stand und ich dachte immer sie sei so rubust (sie war sehr selbstständig und auch rechthaberisch und vor allem sehr sehr sehr stark). Ich dachte nichts auf dieser Welt könnte sie zerstören aber man wird eines besseren belehrt. Der Krebs ist wirklich grausam und macht sehr viel kaputt....

LG

Beitrag von michi0416 01.03.10 - 20:48 Uhr

Hallo,

das tut mir sehr sehr leid für Dich und deine Familie.Ich wünsche euch ganz viel ´Kraft für die kommenen Wochen!!!!

Ich weiß wie du dich fühlst.Sind zur Zeit in der selben Situation:unsere Oma kam letzten Dienstag ins KH,Diaknose Krebs im Darm und Milz.Keine Chance mehr....Der Arzt meinte sie würde das nächste Weihnachten nicht mehr erleben#schmoll!

Mein Mann und ich sind jetzt dabei ihr Wohnzimmer zu renovieren und so her zurichten das wenn sie nächste woche heim kommt in ein schönes Zu hause zu kommen.Unsere Oma is nun schon 86 und wir haben sie sehr sehr lieb.Mein mann lebt nun schon nun 26 Jahre bei ihr mit im Haus Und für ihn ist letzte woche die welt zusamm gebrochen.

sorry für mein #bla

lg michi

Beitrag von honeygirly18 01.03.10 - 20:52 Uhr

Hallo,

das ist sehr schlimm. ich wünsche euch für die nächste Zeit viel Kraft. Ich hoffe für euch das sie nicht so leidet. Es ist schlimm zu wissen, dass jemand den man liebt in kürze sterben muss. Das ist grausam.

Ich hoffe das ihr noch eine schöne Zeit gemeinsam habt.

LG

Beitrag von michi0416 01.03.10 - 21:02 Uhr

Danke

ie war/ist so ein Kraftvoller Mensch und es ist schlimm ansehen zu müssen wie sie schmerzen hat!Sie wurde ja Operiert (haben den Darm verlegt) und nun ist es seither so das sie keine Kraft mehr hat um mit richter stimme zu sprechen sondern nur flüstern kann.Ich hoffe das das besser wird!Wir können nicht mal Telefonieren#schmoll!!!!!
Und dann hat sie noch dazu Flüssigkeit im Bauch.

Wir werden ihr die letzte zeit so schön wie möglich machen.Bitte nicht verurteilen das ich das so schreibe aber wir können an der Situation nichts ändern und deshalb soll sie es so schön haben wie möglich.Verstehst du was ich meine

Beitrag von honeygirly18 01.03.10 - 21:11 Uhr

Ich verstehe dich vollkommen und du musst dich nicht rechtfertigen.

Wir wollten es meiner Oma auch noch so schön wie möglich machen, aber wir kamen leider nicht mehr dazu. Genießt die Zeit mit ihr die sie noch hat.
Sie wird gute und schlechte Tage haben und es wird für euch eine schwere Zeit das alles mit anzusehen und dafür wünsch ich euch von Herzen ganz ganz viel Kraft

LG

Beitrag von michi0416 01.03.10 - 21:14 Uhr

Ich weiß aber es klingt immer ne so schon.

ir gehen davon aus das sie nach Hause kommt und deshalb machen wir es.Aber der Arzt meinte auch das es ganz schnell gehen kann!

ich danke dir für dein Verständniss und dein Offenes Ohr

lg

Beitrag von honeygirly18 01.03.10 - 21:22 Uhr

bitte gerne geschehen. Weiss ja zu gut wie du dich fühlst.

drück euch wie gesagt die Daumen das ihr noch eine schöne gemeinsame Zeit habt.

LG