Mein Freund ist meinem Kind gegenüber reserviert

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von sabifisch 01.03.10 - 20:41 Uhr

Hallo Leute
Ich habe ein Problem das mir sehr zu schaffen macht. Ich bin getrennt lebend, meine 12 jährige Tochter wird von mir und auch von ihrem Vater gemeinsam betreut.

Seit einem guten Jahr bin ich mit meinem neuen Partner liiert, sein Sohn ist bereits erwachsen, verheiratet und hat 2 kleine Kinder.

Ich habe das Gefühl mein Freund will keine Beziehung zu meiner Tochter aufbauen. Er ist stets sehr höflich und nett zu ihr, hat ihr aber noch nie etwas mitgebracht (Schoki oder so).

Mein Exfreund war da ganz anders, ein richtiger Kumpel für sie. Ich mache vielleicht den Fehler, in dieser Hinsicht zu vergleichen, jeder Mensch verhält sich anders,Vergleichen ist vielleicht falsch.

Vor kurzem hatte ich ein Seminar am Samstag meines Betreuungswochenendes. Ich "parkte" meine Süße bei meinem Exfreund, weil die beiden sich gut verstehen und wir ein freundschaftliches Verhältnis haben.

Mein Freund sagte mir am Abend er sei bei seinen Enkeln gewesen, da meinte ich, wenn ich das gewusst hätte, dann hätte meine Tochter ja den Tag mit ihm verbringen können.
Er meinte meine Tochter braucht mit 12 1/2 keinen Aufpasser und Babysitter mehr und kann auch mal allein bleiben. ich war total geschockt über soviel Kaltschnäuzigkeit. Ich bin fast ausgeflippt und hab ihm vorgeworfen, mein Kind nicht zu mögen.

Er meinte ich würde total überreagieren, er sähe es nur nicht ein für ein 12 Jähriges Kind, das eh einen gewaltigen Dickkopf hat, den Betreuer zu spielen, die Verantwortung hätten immer noch die Eltern. Er sagte,eine Beziehung zum Kind müsse über die Jahre wachsen.
Ich bin sehr verunsichert, die Beziehung ist schön, wir unternehmen viel miteinander, meine Tochter wird auch miteinbezogen, das ist kein Thema. Trotzdem bin ich traurig, denn ich will daß er sie auch gern hat.

Seh ich zu schwarz, oder bin ich blind vor Liebe.

Beitrag von backtoblack 01.03.10 - 22:40 Uhr

Was meinst DU denn dazu?
Siehst du zu schwarz?
Bist du blind vor Liebe?

Verhält er sich deiner Tochter gegenüber angemessen?

Respektiert er Deine Tochter?
Mag er Sie?
Ist es relevant?
Wenn ja für wen? Für Dich, ihn, Sie, alle, oder einige?


Fragen, die DU dir stellen solltest, und die auch nur DU dir beantworten kannst.....



Ihr kennt euch erst 1/2 Jahr.

Beitrag von celina0202 01.03.10 - 23:12 Uhr

hallo,
also ich hatte auch nach der trennung vom KV eine beziehung die ging über ein Jahr und wir wohnten soger zusammen.ER hat aber keine eigenen Kinder und war am anfang zurückhaltend aber mit der Zeit ging es und alle freudetet sich an.Nur irgendwann zog er den "Feldwebel Helm"an und meinte einer 3 jährigen vorschreibungen zumachen die unmöglich für sie waren sich so zu verhalten.Er wollte eine Bilderbuch famile aus dem TV"da gehts schliesslich auch ,so nach dem motto"
es hat nichts gebarcht und ich musste mich trennen weil die Kinder anfingen zu leiden und ich mit.

Es war das beste.

Ich denke du solltest mal überlegen wer dir wichtiger ist,den als Mutter hört man übersein eigenes kind nicht gern solche kommentare,Ich musste mir "ungezogene gören"anhören und das über Kinder im alter von 2,5 und 3,5.




Beitrag von petra1982 02.03.10 - 06:35 Uhr

Hallo

er ist dein neuer partner nicht der babysitter, ihr seid nicht lange zusammen oder?

also ich versteh deine aufregung nicht ganz, dein kind war doch untergebracht, und nur weil er mit dir zusammen ist heisst es doch nicht das er dein kind überall mitnehmen sollte und es gleich wie sein eigenes zu lieben.

Beitrag von badguy 02.03.10 - 08:13 Uhr

Ich verstehe deine gedanklichen Automatismen nicht wirklich.

Du hast ein Kind, dass du gemeinsam mit dem Vater betreust, ist doch wunderbar! Warum hast du deine Tochter nicht zu ihrem Vater gegeben?

Deine Tochter hat also den Tag bei deinem Ex-Freund verbracht. Die beiden haben doch ein gutes Verhältnis, so wie ich es lesen konnte. Wo ist dann das Problem?

Wenn ich folgenden Satz lese

Mein Freund sagte mir am Abend er sei bei seinen Enkeln gewesen, da meinte ich, wenn ich das gewusst hätte, dann hätte meine Tochter ja den Tag mit ihm verbringen können.

finde ich keine Logik darin. Was hat das eine (Freund bei Enkeln) mit dem anderen (Tochter mitgeben) zu tun? In meinen Augen nichts.

Sicherlich braucht eine 12 1/2 jährige keinen Babysitter mehr und kann auch mal alleine bleiben, einen ganzen Tag finde ich jedoch übertrieben.

Ich glaube, dass dein Anspruchsdenken dein Problem ist. Frei nach dem Motto "Wenn er mich liebt, muss er auch meine Tochter lieben!" Davon solltest du dich verabschieden. Sie hat einen Vater und da würde ich mich auch weigern einen Art Vaterrolle zu übernehmen. Deine Tochter ist integriert, sie steht nicht außen vor, dem Rest würde ich Zeit lassen. Deinen Freund kann ich absolut verstehen!

Beitrag von sabifisch 02.03.10 - 17:13 Uhr

Der Vater meiner Tochter reagiert sehr zickig, wenn ich mal das Wochenende tauschen will.
Meine Tochter war schon 2 mal mit dabei bei den Enkeln meines Freundes, die Familie lebt auf dem Land und ihr hat es dort sehr gefallen. Allerdings war ich da ja mit von der Partie.
Wenn ich meinen Exfreund um Hilfe fragen muß dann ist das doch irgendwie komisch. Eigentlich sollte mein Jetzt- Partner auch mal für mein Kind da sein. Ich will nicht daß er eine Vaterrolle übernimmt, aber eine Rolle als Väterlicher Freund. Ist das zu viel erwartet?

Der Vater meiner Tochter ist in Erziehungsfragen total überfordert, er ist schwer krank und alles bleibt an mir hängen. Auch ist meine Tochter ziemlich schwierig und bockig, zu meinem Freund allerdings normal. Sie mag ihn.

Beitrag von badguy 02.03.10 - 21:08 Uhr

Puh, schwere Frage. Ich persönlich denke, dass man nichts erwarten kann. Die Rolle als väterlicher Freund, das ist natürlich irgendwo der Idealzustand, zu dem aber halt auch zwei gehören. Meine Erfahrung ist die, dass die Beziehung zum Junior meiner Freundin auch langsam wachsen musste. Gut, da waren die Vorzeichen anders aber ein halbes Jahr finde ich persönlich jetzt nicht viel Zeit um zu sagen, Jo, das passt bedenkenlos.

Das mit der Bockigkeit deiner Tochter scheint dein Freund anders zu bewerten, so hatte ich zumindest dein Ausgangsposting verstanden.

Wie wäre es mal mit einem Gespräch in aller Ruhe bei einem Glas Wein, wo jeder seine Wünsche kund tun kann. So gegenseitige Vorwürfe vergiften jede Konstruktivität.

Beitrag von sabifisch 03.03.10 - 06:20 Uhr

Danke für den Tipp.
Wir sind übrigens schon 1 Jahr und 2 Monate zusammen, leben natürlich getrennt.
Mein Freund hat eine sehr reife Ansicht zur Beziehung, nix mit Eifersuchtsggedöns (er weiß daß ich Kontakt zum Exfreund habe).
Ich bin eher diejenige die Vorwürfe macht. Aber mir blutet halt mein Herz als Mutter wenn ich das Gefühl habe, ihm ist mein Kind relativ gleichgültig.
Ich werde auf jeden Fall um die Beziehung kämpfen, ich denke so wie ich ihn einschätze wird alles gut.
Und das mit den Vorwürfen bekomme ich auch in den Griff, ich bin sehr lernfähig, ich weiß daß ich aus Fehlern lernen muss.

Beitrag von manavgat 02.03.10 - 08:50 Uhr

Ich glaube, ich hätte ein Problem mit seiner Einstellung! Alles andere kann Mann lernen.

Als mein Partner und ich uns kennenlernten, da war sie 10 und Beginn Pubertät! Er ist ein eher zurückhaltender Typ, nicht überschwänglich, aber er hat sie nicht nur akzeptiert, sondern immer versucht, für sie da zu sein. Manchmal lädt er ihr Handy auf, holt sie mitten in der Nacht irgendwo ab und wenn sie ihn braucht ist er immer da. Sie ist heute 17 und die 2 verstehen sich gut, obwohl wir (also er und ich) nicht zusammen wohnen.

Ein Mann der mein Kind so ignoriert wie Deiner, käme für mich - vermutlich - nicht infrage.

Gruß

Manavgat

Beitrag von chikiloo 02.03.10 - 09:42 Uhr

Ich bin Manavgats Meinung. Ich würde auch nicht mit einem mann zusamenn sein wollen, der mein Kind ignoriert. Ich sag immer: " Ich bin nun zwei Personen in die ein Mann sich verlieben müssste." ER müsste natürlich nicht die Vaterrolle übernehmen, aber irgendeine Rolle schon.
Wie sieht denn Deine Tochter das? ist sie eifersüchtig? Findet sie ihn gut? Oder empfindet sie ihn als Störenfried?
Jule

Beitrag von parzifal 02.03.10 - 09:50 Uhr

Hat Deine Tochter noch Angst alleine?

Mir ist ansonsten nicht ganz klar warum diese noch einen Betreuer braucht? "Parken" klingt für mich eher so, als wenn Du dasnoch für nötig hältst.

Wenn sie selbst zum Vater will ist das natürlich ok.

Und das dein Freund deine Tochter sofort abgöttisch lieben soll ist etwas viel verlangt.



Beitrag von fibila 02.03.10 - 15:46 Uhr

Für mich wäre das ein Grund über die Beziehung nachzudenken und mich evt. trennen. Klar muss er dein Kind nicht lieben, wie sein eigenes, aber ein bisschen gern sollte er es schon haben, sonst kann ich mir nicht vorstellen, dass es funktionieren kann. eben so wie dein ex-freund - ein kumpfel für das kind, das ist doch nicht zu viel verlangt, wenn er das mit dir ernst nimmt. oder er nimmt das mit dir nicht so ernst und dann braucht er sich auch keine mühe machen was deine tochter betrifft. ich glaube, ich würde mit ihm darüber reden und erstmal abstand suchen.
hoffe ich irre mich und alles ist halb so wild! :-) lg

Beitrag von krypa 02.03.10 - 18:28 Uhr

Hallo sabifisch,

es bringt nix, jemandem in s e i n e Beziehung zu einem deiner Kinder hineinzureden.
Du schreibst ja selbst, dein Freund sei ''nett und höflich'' zu ihr - das muß m.E. reichen.
Weiteres unterliegt, wie ich meine, der Selbstbestimmung.

Unterbewußt willst du wohl, dass er mit deiner Tochter einen auf Familie macht. Warum sollte er seine 'Stieftochter' mit zu seinen Kindern und Enkeln nehmen?

Ich denke, du verlangst zu viel.

Je mehr du forderst, desto mehr schürst du Widerstände.

MfG krypa

Beitrag von sabifisch 02.03.10 - 18:36 Uhr

Hallo Krypa,

nunja auf "Familie machen" ist nicht ganz mein Anspruch, aber mein Kind gehört doch zu mir, und das hat er doch von Anfang an gewusst.
Wir haben doch keine Affäre sondern eine Beziehung da ist es doch normal daß man die Kinder des anderen annimmt. Ich würde jederzeit seine Enkel betreuen, sie gehören zu seinem Leben, und damit auch zu meinem.

Vielleicht bin ich zu anspruchsvoll, aber ich fordere nicht mehr, als ich auch geben würde

Beitrag von krypa 02.03.10 - 19:56 Uhr

Hallo sabifisch,

dein ''Kind gehört doch zu'' dir. Sicher, einerseits schon, andererseits ist es ja nicht (symbiotisch) mit dir verschmolzen, es ist mit 12.5 Jahren schon auf dem Weg zur Ablösung und ohnehin ein 'eigenständiger' Mensch.
Ich denke, der Respekt vor der selbstbestimmten Definition einer anderen Beziehung bildet hier eher eine Grenze für deine Wertungen als dein Anspruch auf eine von dir definierte Art der Beziehung.
Was du machen würdest an seiner Stelle ist doch nicht Maßstab für ihn.
Jeder Mensch ist anders, und gerade die Weise, wie jemand seine Beziehungen pflegt ist nicht übertragbar
und noch viel weniger irgendeiner Forderungskulisse unterworfen.
Diese, deine symbiotische Sicht kann sehr große Probleme machen, weil sie den anderen unfrei und zu einem Objekt des ''Ich würde es so und so machen'' unterwerfen.

MfG krypa

Beitrag von sabifisch 02.03.10 - 20:32 Uhr

Hi Krypa
Deine Antwort hat mich nachdenklich gemacht. Deine Ansicht hat was.
Ich vergleiche die Art, wie mein Freund mit meiner Tochter umgeht, zu oft mit der Art wie dies mein Exfreund gemacht hat. Das ist sicher nicht richtig.
Mein Freund mischt sich nicht in die Erziehung ein, gibt mir aber Tipps, und das finde ich gut.
Mein Exfreund war immer Ansprechpartner für mein Mädel, trotz räumlicher Trennung, und ich bin vielleicht der irrigen Meinung, das müsste jetzt auch so sein.
Meine Tochter ist mit 12 1/2 noch ziemlich kindlich, kein cooles pubertierendes Teen und aus dem Grund möchte ich auch nicht daß sie am Wo Ende den ganzen Tag allein zuhause ist. Sie ist sowieso viel allein weil ich berufstätig bin.

Den Krach mit meinem Freund gab es hauptsächlich weil er sagte er mache keine Kindsmagd für eine 12 Jährige, aber diese 12 Jährige ist ja Teil meines Lebens, und ich sehe das nunmal so, daß man für den anderen da sein sollte, und das schliesst für mich die Kinder des Partners ein. Auch wenn man nicht verheiratet ist, nicht zusammen lebt und sich wie wir erst ein Jahr kennt.
Gruß Sabifisch

Beitrag von alpenbaby711 03.03.10 - 13:00 Uhr

Stimmt zuständig sind in erster Linie die Eltern, da hat er recht AAAAAAAAAAABER.... schließlich ist er mit dir zusammen und da hat er sicherlich auch seinen Anteil daran. So ist das nicht das er sich einfach nur ausklinken kann.
Wobei nach gerade mal 1/2 Zusammensein das vielleicht noch nicht so leicht ist für ihn.
ela