Schwiegermütter – Wie viel Schuld trägt ER an gestörtem Verhältnis?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von bibuba1977 01.03.10 - 21:08 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

heute möchte ich mich mal mit meinen allgemeinen Gedanken an Euch wenden.

Ich wurde heute auf der Strasse von einer älteren Dame angesprochen. Ich solle froh sein, dass ich eine Tochter habe. Sie hätte einen Jungen und ein Mädchen gehabt. Der Junge hätte sie auch immer sehr geliebt. Bis er sich in eine Frau verliebte. Da war sie dann plötzlich überhaupt nicht mehr wichtig.

Auch in meiner Familie konnte ich beobachten, dass es offenbar so ist, dass die Frau eher den Mann mit heim bringt, nicht umgekehrt. Mein Bruder hat sich sehr distanziert von uns seit er verheiratet ist. Ich selber habe mit meinem Mann eine wesentlich intensivere Beziehung zu meiner Familie. Seine Familie geht uns beiden gegen den Strich. Ich weiß also im Grunde genommen, dass die Bindung zwischen Tochter und Herkunftsfamilie größer ist als zwischen Sohn und Herkunftsfamilie. Trotzdem hat mich die Frau nachdenklich gemacht.

Wie bitter muss das für eine Mutter sein?
Wenn ich mir das so überlege, kann ich mir gut vorstellen, dass so ein Verhalten eines Sohnes dazu führt, dass die Mutter der Partnerin gegenüber reserviert, distanziert, unfreundlich, falsch, verkrampft, manipulierend, usw. auftritt. Natürlich muss sie das Gefühl haben, die neue Frau sei schuld an der Distanzierung des eigenen Kindes.

Was heisst das nun im Umkehrschluss? Im Grunde genommen würde das doch heißen, wenn der Sohn die Bindung zur Mutter nicht (ganz) verliert, sollte es die potentielle Schwiegertochter auch leichter haben…

Wie seht ihr das denn? Vielleicht kann ja auch jemand mal aus Erfahrung sprechen…

Bei mir ist es so, dass ICH meinen Mann immer in den Hintern trete, dass er sich ein wenig um seine Mutter kümmert. Sie hat halt in direkter Nähe sonst keinen aus der Familie. Und mir ist meine Mutter sehr wichtig. Ich finde, seine sollte ihm auch wichtig sein. Das hat wahrscheinlich was mit (überzogener?) Empathie zu tun…
Ob seine Mutter das erkennt oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Ich habe aber deutlich das Gefühl, dass seine Brüder, die weit weg im Ausland wohnen, der Meinung sind, dass ich dafür verantwortlich bin, dass mein Mann nicht mehr so sehr verbandelt ist mit der eigenen Familie.
Seine Mutter scheint immer Angst zu haben, dass ich sage, ich will nicht mehr, dass wir sie treffen. So äußert sich wohl ihr „Schwiegermutter-Komplex“. ;-)

LG
Barbara

Beitrag von knutschbacke07 01.03.10 - 21:33 Uhr

Hallo Barbara,

gute Frage die ich dir leider nicht antworten kann :-( Ich denke mal, dass es mit der damaligen Erziehung zusammenhängt. #

Gruß
Melli

Beitrag von ichclaudia 01.03.10 - 21:36 Uhr

Hallo,

ich kann nur schreiben, wie es bei uns ist.
Mein Mann ist Einzelkind. Seine Mama ist während seiner ersten 10 Lebensjahre komplett aus dem Beruf ausgestiegen, um sich ganz "ihrem Kind" zu widmen. Auch als er 10 Jahre alt war, hat sie ihn morgens geweckt, seine Schultasche gepackt, ihn in die Schule gebracht (zu Fuss), sogar als er die Sporttasche für den Schulsport vergessen hatte, ist sie mit der Sporttasche mitten in den Unterricht geplatzt und hat sie ihm gebracht und wollte vor allen Klassenkameraden ein "Danke-Küssi"...Ihm war das irgendwann nur noch peinlich!
Als er eines Tages mal fragte, weshalb er ein Einzelkind sei, kam die Antwort: "Wir hatten Angst nochmal enttäuscht zu werden und noch einen Sohn zu bekommen. Wir haben uns schon bei dir ein Mädchen gewünscht!".

Dann haben mein Mann und ich uns kennengelernt. Die erste Zeit lief alles gut, wir haben uns gut verstanden und alles hat gepasst. Dann ist mein Mann zu mir gezogen (von seinen Eltern weg, direkt in meine Wohnung), da fing es langsam an, warum es denn sein müsse, das er mit seinen damals 25 Jahren zu Hause auszieht etc...sie riefen zu dem Zeitpunkt schon nur noch 1 x im Monat an..

Dann wurde ich schwanger. Die Freude war groß. Wir haben niemandem das erwartete Geschlecht unseres Kindes verraten. Das Kind war da, mein Mann rief an: Unser Kind ist da, wer mehr wissen möchte, kann ja ins Krankenhaus kommen...Schwiegermutter kommt zur Tür rein, guckt ins Babybettchen und sagt: "Ach so, ein Junge, ja den hatte ich selbst. Wenn ihr das gleich gesagt hättet, wär ich nicht gekommen." und hat auf dem Absatz kehrt gemacht und ist gegangen !!!! Dann kam der nächste Besuch ihrerseits zum 1. Geburtstag unseres Sohnes !!! Und seither sehen wir uns zu Geburtstagen und zu Weihnachten... und sie fragt jedesmal, wann wir denn noch eine Tochter kriegen#schmoll

Dann war ich erneut schwanger. Mein Mann hat es seinen Eltern mitgeteilt...Es endete bedauerlicherweise in einer Fehlgeburt. Die Reaktion von meiner "lieben" Schwiegermutter ??? Sie rief mich an, um mich zu fragen, wie ich ihr da antun könne, sie hatte sich schließlich schon sooo gefreut...

Mein Mann meldet sich mittlerweile so alle 6-8 Wochen bei seinen Eltern, wenn ich ihn vorher daran erinnert habe, dass er ja mal wieder anrufen könnte - von alleine würde er da gar nicht anrufen.

Wer ist Schuld ??? Ich weiss es nicht...
Meine Eltern sehen wir jeden Samstag, da ist Oma-Opa Tag und mein Mann sagt, er fühlt sich bei meinen Eltern wohler und freier, als die 2 x/jährlich bei seinen Eltern...

LG Claudia

Beitrag von bibuba1977 01.03.10 - 21:41 Uhr

Wow, das ist aber echt mal extrem... Gut, dass dein Mann die Abnabelung so gut hinbekommen hat.

LG
Barbara

Beitrag von unilein 03.03.10 - 11:30 Uhr

also solch eine gruselige Schwiegermutter ist ja wohl mal ein Extremfall. Da kann man gar keine Maßstäbe ansetzen.

Würde mich nicht darum bemühen, den Kontakt aufrecht zu erhalten.

Beitrag von fusselchenxx 01.03.10 - 21:40 Uhr

Hallo Babara...

Also ich würde sagen, dass das nicht daran liegt ob Frau oder Mann.. Bei uns ist es wie bei euch.. Wir haben zu meinen Schwiegis zwar kontakt.. Aber deutlich weniger wie zu meinen Eltern... Und nein.. Es liegt nicht an mir.. .Mein Mann möchte nicht mehr Kontakt haben, da bei ihm in der Kindheit doch so einiges schief ging (Kinder wurden unterschiedlich behandelt, er war immer auf sich alleine gestellt etc)....

Bei uns lernte er dann ganz schnell Familienleben kennen.. und das hat er immer genossen und geniesst es nun auch mit unseren Kindern...

Mein Bruder, auch vergeben, geht lieber zu unseren Eltern, als zu seiner Schwiegermutter.... Auch die Freundin meines Bruder, geht lieber zu meiner Mutter und meinem Vater...

Also ich denke wirklich, dass es an der Erziehung und der Kindheit liegt... und das es weniger was zu tun hat, ob es Schwiegermutter der Frau ist...

LG Fusselchen + Joshua *21.01.05 + Steven *23.03.09

Beitrag von glu 01.03.10 - 22:28 Uhr

Ich glaube das ist ein Charakterding, es gibt sicherlich auch Männer die sich mit ihren Müttern sehr gut verstehen und viel Kontakt haben, wobei ich denke das man sich auch gut verstehen kann wenn man weniger Kontakt hat!

Mein Mann hat sich (zum Glück) schnell (und für seine Mutter auch schmerzhaft) abgenabelt, denn er hat gesehen wie Mutter und Tochter aneinander hingen, das wollte er nicht!

Ich persönlich denke er hat ein völlig normales Verhältnis zu seinen Eltern, so wie ich zu meinen Eltern. Meine Schwägerin telefoniert täglich mit ihrer Mutter und sie sehen sich mehrmals die Woche. Meine Mutter und ich fragen uns immer was man sich da so alles erzählt #kratz wir wüssten jedenfalls nicht worüber wir täglich sprechen sollten, so aufregend sind unsere Leben (trotz Job) nicht ;-) Und wir Beide hätten da auch keine Lust zu und finden das auch nicht "normal" ... aber was ist schon normal? Das muss ja jeder selbst entscheiden!

lg glu

Beitrag von julian079 02.03.10 - 07:18 Uhr

ich hab hier auch schon gewchrieben ( mein Sohn hat mir was gebeichtet);-)
Da kann man auch sehr viel herauslesen wie meine SM ist!
Also ic wurde von Anfang an nicht gut in seinerFamilie aufgenommen, bzw. überhaupt nicht!
Mein Mann ist der einzige Sohn, er hat noch 3 Schwestern...
Mein Mann ist mit 23 von zu Hause ausgezogen, da wussten nur wir beide das ich ss bin. Meine SM sagte dann auch vor mir: Muss das denn sein? Und wer soll mich dann jetzt immer in die Arbeit gahren?
Tja komisch, denn alle 3 Mädels haben Führerschein und ein Auto:-p
Der Vater hat nur gelächelt. Genauso als unsere Küche kaputt war und wir sie an einem Sonntag richten mussten, sagte sie vor der ganzen Familie in einem Ton: Ach, ist dir etwa die Küche wichtiger als die eigene Mutter?!
Was solllte er denn darauf antworten? Ich war baff als er gesagt hat: Ja sicher ist sie mir wichtiger!
Sie war beleidigt...
Also ich glaube mein Mann hatte keine schlechte Kindheit...
Sie war nur sehr behütet und alleKinder haben wenig Freiheit bekommen, sie wurden wie in ein Cocon eingehütet!
Ich ha gemerkt das er nicht wusste wie er was erledigen sollte, er kannte sich null aus und hatte auch null Lebenserfahrung, weil alles sie für ihn erledigt haben. Als er ausgezogen ist stand er gleich auf eigenen Beinen!
Heute ist mein Mann verantwortungsvoll und ich bin stolz auf ihn!
Zu meiner Mama hab ich ein sehr gutes Verhältniss und wir sehen uns sehr oft. Ich glaub das die Bindung zu Mutter und Tochter größer ist;-)

Beitrag von quickys1 02.03.10 - 08:23 Uhr

Hallo Barbara,

ich denke nicht, dass es automatisch so ist, dass ein Sohn weniger Kontakt halt als ein Mädchen.

Bei meinem Mann z. B. ist es ganz anders.
Er war immer für seine Mutter da. (ist letztes Jahr verstorben) Mein Mann hat alles für seine Mutter getan. Ob Garten, Einkäufe, Hausarbeit oder sonst etwas. Es war völlig normal. Für mich war es im übrigen auch völlig normal, da ich das selbe für meine Eltern auch tue.

Mein Mann hatte allerdings noch einen Bruder. Der hat nichts für seine Mutter getan. Er hat sich die letzten 7 Jahr gar nicht gemeldet. Ich denke schon, dass meine Schwimu beide Jungs gleich erzogen hat. Kinder sind eben unterschiedlich.
Bei dem einen gibt es mehr Bindung zum Elternhaus, bei dem anderen eben weniger.
Ich habe noch eine Schwester (die übrigens in Mexiko lebt) und einen Bruder. Wir hängen alle sehr an unseren Eltern. Mein großer Bruder ist leider krank und könnte sich von daher nicht um kümmern, aber meine Schwester ist eigentlich immer da. Wir telefonieren jede Woche und wenn etwas ist, setzt sie sich direkt in den Flieger und kommt.

Übrigens hat mein Mann meine Eltern auch sehr gerne. Er hilft auch wo er kann und ist immer für uns da.

Liebe Grüße

Nicole

Beitrag von frauke131 02.03.10 - 08:25 Uhr

Hallo,

vorab, ich habe keine Probleme mit meiner Schwiegermutter.
Ich habe aber Theorien, warum es manchmal nicht rund läuft. Oft ist es einfach so, dass man sich gerade in der SS mehr zur eigenen Mutter hingezogen wird, während die Mutter des Mannes eher außen vor ist. Klar habe ich auch mit meiner Schwiegermutter geredet, aber eben mehr mit meiner eigenen Mutter.

Dennoch glaube ich dass das Schwiegermutter/ Schwiegertochter-Verhätnis oft schwieriger ist. Das kann an meheren Dingen liegen.

1. Wie hier schon jemand schrieb: Sohn wird geboren, Mutter gibt Beruf und Leben auf und geht in der Mutterrolle auf. Der kleine Mann ist der Mittelpunkt im Leben der Mutter. Eine Zeitlang ist Mama die wichtigste Frau im Leben, eben bis die Frau kommt! Oft ühren Mütter auch den haushalt ihrer Söhne auch noch, bis eben die Frau kommt, die es natürlich nie so gut macht, wie Muttern. Die meisten Frauen führen ihren Haushalt allein, welche Mutter hilft da schon.
Mutter fühlt sich zurückgesetzt, weil die Frau ihres Sohnes jetzt die Nr. eins ist. Da meine Schwiemu auch jetzt noch berufstätig ist und Hobbys hat, sitzt sie nicht den ganzen tag und wartet auf uns, was ja nicht heißt, dass sie sich nicht freut uns zu sehen. Mein Mann hat aber auch noch eine Schwester!

2. Es gibt Frauen, da kann selbst die tollste Schwiegermutter nur verlieren. Die Frau übernimmt sofort die Kontrolle und egal wie die Mutter des Mannes sich verhält, es wird ihr negativ ausgelegt. Gibts bei Urbia ja einige von....

Ich glaube, Männer ziehen für sich nicht so deutlich die Grenzen und nabeln sich oft erst ab, wenn sie eine Frau finden. Und oftmals sind Männer stumme Beobachter in diesem Konflikt. Dadurch verschärfen sich die Pobleme.

Da ich selber einen Sohn habe, hoffe ich, ich mache es gut, wenn mein Sohn soweit ist!

Aber ich habe ja selbst keine schlechten Erfahrungen!

LG


Beitrag von shandor 02.03.10 - 09:25 Uhr

Hallo Barbara

Wir haben ein tolles Verhältnis zu unserer Schwiegertochter und zu unserem Sohn.
Trotzdem merken wir eben doch den Unterschied, der zwischen uns Eltern gemacht wird.
Während es meiner Schwiegertochter zu weit ist, mit unserem Enkelchen öfter bei uns vorbei zu kommen ( Etwa 100 KM) ---fährt sie zu ihren Eltern mal eben übers Wochenende. (450 KM)
Und das, obwohl IHRE Mutter eine äußerst schwierige Person ist.
Aber das sind halt IHRE Eltern....da wird ruck zuck alles vergeben------während bei uns schon mal schnell was auf die Goldwaage gelegt wird.


LG Eva

Beitrag von sillysilly 02.03.10 - 10:26 Uhr

Hallo

bei uns war das Verhältnis vorbei als ich meiner Schwiegermutter den Erstgeborenen "weg genommen" habe.
Von Anfang an hat sie versucht unsere Beziehung zu unterwandern, schlechtes gesucht, ......
Obwohl wir ein freundliches Verhältnis zueinander hatten, hat sie immer wieder ein Haar in der Suppe gesucht.
Erst dachte ich es wird besser wenn ich ihre "Enkelkinder" bekomme, aber das war leider nicht der Fall .... .

Mein Mann hat sich durch ihre ständig negative Art immer mehr von ihr entfernt bis kaum noch Gefühle da waren.
Bei uns ist definitiv Schuld, daß seine Mutter nur negativ denkt, alles negativ auslegt, alles furchtbar findet was wir insbesonders ich mache.
Und bei manchen Äußerungen würde Euch schlecht werden ........
Zudem redet sie auch innerhalb der Familie schlecht, negativ über uns.

Mein Mann hat oft mit ihr gesprochen - ehrliche, harte Gespräche.
Raus kam, sie will daß er sich um sie kümmert, daß er Interesse an ihr hat -
Aber sie hat kein Interesse an unsere Familie und den Enkelkindern.
Mein Mann hat gesagt kein Interesse an unserer Familie kein Interesse an ihr.

Ich verstehe nicht, wenn sie mich schon so "hasst" warum sie die Enkelkinder nicht in ihrem Leben haben will.

ABER bei Familienfeiern, Taufe ect. ist sie dann beleidigt wenn die Kinder nicht neben ihr sitzen wollen.
Da haben wir die Kinder dann gegen sie aufgehetzt. Das es daran liegt, daß sie eine fast Fremde ist, kommen sie nicht.

Ich bin nur noch traurig über die Situation, und hätte für meine Kinder sehr eine Oma gewünscht.

Grüße Silly

Beitrag von cinderella2008 02.03.10 - 10:33 Uhr

Hallo,

ja, es ist schon bitter, wenn sich der Sohn nur noch selten meldet.

Bei mir ist das auch so. Meine Tochter ruft öfter mal an oder kommt einfach so vorbei.

Mein Sohn meldet sich nur äußerst selten und wenn dann meist über ICQ. Habe das jetzt extra auf meinem PC installiert, um wenigstens ab und an mal was von ihm zu hören.

Es ist nicht so, dass ich ein schlechtes Verhältnis zu ihm und seiner Freundin habe. Aber die Kontakte sind leider sehr rar. Auch Einladungen werden meistens sofort "abgesagt", während ich weiß, dass die beiden öfter bei der Familie seiner Freundin sind und auch Besuch von deren Eltern haben.

Allerdings ist ihre Mutter auch eher der Typ, der sich "nicht die Butter vom Brot" nehmen lässt und freiweg von der Leber ihre Meinung sagt, Kommentare zu allen Lebenslagen oder zur Einrichtung etc. gibt. Während ich mich eher zurückhalte, schon aus Angst, dass es als Einmischung gewertet wird.

Aber ich denke, damit muss man als Mutter eines Jungen leben. Wenn ich an meine Ehe zurückdenke, da war es auch so, dass wir eher bei meinen Eltern waren, als bei der Familie meines Ex-Mannes.

LG, Cinderella

Beitrag von alltagsphilosoph 02.03.10 - 10:59 Uhr

Liebe Barbara,

"Wie viel Schuld trägt ER an gestörtem Verhältnis?"

Wie viel Schuld kann er denn tragen?
Fragen wir uns: Kann man einem Jugendlichen vorwerfen, dass er seine Mutter nicht schonend darauf vorbereitet, dass das holde Mutterleben irgendwann in eine Phase der Ruhe tritt?
Jeder von uns Kerlen hat sicher ab dem 14. Geburtstag seine Mutter jährlich beiseite genommen und gesagt "Denk dran, meine Tage in diesem Haus sind gezählt." Ich für meinen teil hab´s so gemacht und bin gut damit gefahren.


Nicht das Richtige?
Dann gehen wir doch in eine andere Richtung und stellen uns ein Muttersöhnchen vor, der mit 23 noch immer von Mutti die Wäsche waschen lässt.
Nun ist es soweit und der Kerl findet eine Frau (die so einen nehmen würde - erwiesener Maßen kann er keine Waschmaschine bedienen). Nun will sie natürlich Frauchen spielen und die Wäsche machen - er aber sagt "Nein, das hat meine Mama immer gemacht und wird es auch in Zukunft machen! Her mit der Wäsche!"
Ist Mama dann glücklich, noch 10 Jahre die Wäsche des Sohnes zu machen, wo er doch eine Frau mit zwei gesunden Händen hat?

Und würden wir uns da nicht die Frage stellen: Ist der Kerl nicht eigentlich der Schuldige beim gestörten Verhältnis zischen Schwiegertochter und Mutter?

Schnitt.

Mütter können oft nicht loslassen.
Manche Frau findet das vielleicht toll, noch zwei mal pro Tag von der eigenen Mutter angerufen zu werden - ein Kerl darf das schon aus Rollenverhalten nicht toll finden.

Und erweitert lässt sich sagen:
Viele Menschen können oft nicht loslassen. Aber das Leben ist so, dass man von den einen Menschen weg und auf andere zubewegt wird - bzw. es zulässt. Und überall da, wo der Arm nicht mehr lang genug ist und man aber nicht loslassen will, tut einem bald die Schulter weh. In emotionalen Dingen ist das nicht anders.
Und Schmerzen verursachen Probleme.
ER kann es häufig schon einer Frau nicht recht machen - wie soll das bei zweien klappen? ;-)

Ich glaube, viel wichtiger als jedwede Schuldfrage ist, WAS denn eigentlich schief läuft, in welchen Grenzen man das ändern kann und mit was man einfach leben lernen muss. Würden alle beteiligten in solchen Konstellationen sich ehrlich diese Fragen stellen, würden viele "Probleme" in sich zusammen fallen.
Da Mann sich aber nicht darauf verlassen kann, wählt ER meist(!) das kleinere Übel und versucht es primär der Frau recht zu machen, mit der er sein Leben verbringen will. Seid froh über jeden Kerl, der durch sein Verhalten schon Eure Seite gewählt hat bevor er Euch überhaupt kannte. Wer mir nicht glaubt, kann hier bei Urbia mal Posts von Frauen lesen, die mit der Schwiegi unter einem Dach wohnen.

Alles Liebe,
Christian

PS: Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern. Mal sehe ich sie zwei mal im Monat, mal nur einmal alle vier Monate. Sowohl für meine (berufstätige) Mutter, als auch für mich ist das völlig in Ordnung.
Als meine Mutter sich mit meiner ersten ernsten Freundin nicht verstand, sagte ich nach dem Scheitern der Beziehung: "Mit der nächsten verstehst Du Dich besser, sonst siehst Du mich nur noch zu Weihnachten und an Deinem Geburtstag."
Seit dem hatten meine Partnerinnen keinerlei Probleme mit meiner Mutter - das ist jetzt 10 Jahre her.

Beitrag von bibuba1977 02.03.10 - 12:53 Uhr

Hallo Christian,

schoen, auch die Sicht eines Mannes dazu zu lesen! :-)

Ich will garnicht en detail da eingehen, weil ich gerade feststelle, weil das Thema wirklich extrem komplex ist. Es gibt wohl ALLE Konstellationen. Die unkomplizierteste findet man offenbar aber nur, wenn alle Beteiligten miteinander sprechen. Und ich glaube, da liegt der Hund begraben.

Aber das hier:
"Als meine Mutter sich mit meiner ersten ernsten Freundin nicht verstand, sagte ich nach dem Scheitern der Beziehung: "Mit der nächsten verstehst Du Dich besser, sonst siehst Du mich nur noch zu Weihnachten und an Deinem Geburtstag."
Seit dem hatten meine Partnerinnen keinerlei Probleme mit meiner Mutter - das ist jetzt 10 Jahre her. "
find ich ja mal super!!! #pro
Ich glaub, den A... dafuer in der Hose haben nicht viele! Respekt!
Und auch Respekt fuer deine Mutter! Ich finde es immer toll, wenn Menschen umdenken lernen. Vor allem, wenn sie schon aelter sind. ;-)

LG
Barbara

Beitrag von alltagsphilosoph 02.03.10 - 13:20 Uhr

Liebe Barbara,

ich bin mit einer Mutter gesegnet, die Pädagogik studiert hat. Das ist eine Mutter, die für ihre persönliche Meinung nicht nur ihren eigenen Kopf, sondern auch kiloweise gelehrige Bücher in die Waagschale werfen kann.
Als Ausgleich wurde meine Mutter dafür mit einem Kind beglückt, dass ihr sagen konnte "Wie kannst Du Deine momentane Haltung eigentlich mit Deinem Gewissen als Pädagogin in Einklang bringen?"
Was sie entweder gezwungen hat, über die Sache nochmal sachlich nachzudenken, oder ihr Selbstbild anzugreifen.

Ich gebe zu, auf diese Grundlage können nicht alle zurückgreifen.
Und grade deshalb kann ich so manchen Kerl noch besser verstehen, wenn der Konflikten aus dem Weg zu gehen versucht indem der Kontakt einfach minimiert wird.
Deine Ursprüngliche Annahme war ja, dass bei geänderten Verhältnissen das Konfliktpotential abnehmen würde - die SW würde ja als vernünftige Frau einsehen, dass die neue Frau ihr ihren Sohn nicht wegnehmen will.
Es ist sicherlich richtig, dass gehäuftes Fernbleiben von der Mutter diese Bedenken noch schürt anstatt sie zu lindern. Die Annahme, dass bei regem Kontakt alles super ist, halte ich aber für blauäugig (nicht böse gemeint ;-)).

Wirklich hilft eigentlich - da hast Du sicher recht - nur reden.
Leider können und wollen das viele einfach nicht. Dass die Männer (pauschalisiert) an diesem Zustand nicht unschuldig sind steht außer Frage. Ob aber ein kommunikationsbereiter Sohn allein die Lösung darstellt, wage ich nicht zu hoffen.

Und zu guter Letzt muss man sicher auch zugeben, dass es in machen Familien solche Probleme gar nicht geben würde - und der Kerl ruft seine Mutter dennoch selten an.

Das ist das Leben. ;-)

Alles Liebe,
Christian

Beitrag von kathrincat 02.03.10 - 12:14 Uhr

naja, sich sage es mal aus der sich der schwiegertochter, wo sich die schwiegereltern in alles einmischen wollen, einen alles vorschreiben wollen, die erziehung der enkelkinder übernehmen wollen und die eltern nichts mehr zu sagen haben, sie haben ihr sohn erzogen er muss immer auf die eltern hören und darf keine einge meinung haben, so was geht natürlich mit frau und kinder nicht mehr, also kommt es zum bruch oder zur scheidung. da es bei fast allen so ist, weil die schwiegereltern meist denken, der sohn wird ihnen wegenommen, haben die meisten nun mal ein besseres verhältnis zu den eltern der frauen, weil sie ihre töchter zur selbstständig keit erziehen und die ihr eingens leben leben dürfen, sich ihre eltern nicht einmischen, und ihre meinung nur sagen wenn sie gefragt werden.

Beitrag von berry26 02.03.10 - 13:20 Uhr

Hallo Barbara,

also ich bin der Meinung da spielen einige Faktoren rein:

1. Sind die schlimmsten Schwiegermonster die typischen "Gluckenmütter". Sie sind die besten und einzig wahren Mütter und wissen als einzige wie man mit Ihrem Schatz umgehen muss. Da hat dann selbst die beste Frau keine Chance..

2. Betrifft es auch oft die Männer die sich gerne von Mama verwöhnen lassen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, das man als Frau schon den größten Fehler macht, wenn man einen Mann direkt von der Mama weg heiratet. Dann nimmt man der Mama ja quasi den Sohn weg und will Ihre Rolle einnehmen. Ich denke es ist besser fürs Schwiegermutter-Schwiegertochter-Verhältnis wenn der Mann vorher schon selbstständig und alleine lebt.

In manchen Ehen ist aber tatsächlich der Fall das "Frau" einfach sehr an ihrer Familie hängt und deshalb auch diese oft und gern besucht. Da in den meisten Ehen auch eher "Frau" das Sagen hat (bez. Freizeitgestaltung und Familienleben), wird warscheinlich auch der Kontakt zu diesem Teil der Familie reger ausfallen. Einige Männer haben denke ich auch einfach weniger das Bedürfnis sich mit Ihrer Familie auszutauschen. Dafür gibt es ja dann die Ehefrau...

LG

Judith

Beitrag von bluehorse 02.03.10 - 18:29 Uhr

Hallo,

mein Mann hatte jahrelang keinen Kontakt zu seiner Mutter. Schuld war seine Ex, von der er sich massiv gegen sie hat beeinflussen lassen. Als wir zusammenkamen habe ich ihn dazu gebracht, den Kontakt wieder aufzunehmn. Seither haben wir ein sehr gutes Verhältnis zu ihr. Meine Eltern sehen wir nur deshalb öfter, weil sie lediglich 2 km von uns entfernt wohnen, während meine Schwiegermutter 600 km von uns weg wohnt. Allerdings sehen wir sie trotzdem noch häufiger als ihre Tochter (auch wenn die viel näher an ihrer Mutter lebt) und mein Mann telefoniert auch oft mit ihr. Ich muss auch sagen, dass ich meine Schwiegermutter sehr gerne habe.

LG bluehorse

Beitrag von nicole9981 04.03.10 - 09:44 Uhr

Schwierige Frage!

Ich habe ein gutes Verhältnis zu meiner Schwiegermama was nicht immer so war. Es war tatsächlich so dass in dieser Zeit mein Mann seine Familie kaum besucht hat. Seit wir uns aber so toll verstehen ist das anders. Obwohl sie sehr weit weg wohnen (500 km) telefoniert er sehr oft mit ihr (ich auch) und sie kommt uns ab und an besuchen. Würde sie in der Nähe wohnen wäre der Kontakt wohl noch intensiver.

Ich denke es hat viel mit der Schwiegertochter und der Mutter zu tun. Wenn die sich nicht grün sind sollte es so sein das der Mann zu seiner Frau steht und das beeinträchtigt die Beziehung zwischen Mutter und Sohn schon.

LG Nicole

Beitrag von tabea33 04.03.10 - 12:25 Uhr

Hallo,

viele Männer, die ich kenne, hatten auch schon vor ihrer Ehe weniger Kontakt zu den Eltern als ihre Frauen zu ihren Eltern. Mein Mann ist da auch so ein Beispiel. Während ich zwei- bis dreimal mit meiner Mutter telefoniert habe und einmal pro Woche zum Kaffee dort war, ist er höchstens zu Geburtstagen und Weihnachten mal hingefahren. Das hatte rein gar nichts mit mir zu tun, war schon vorher so.

Wenn ich ihm mal einen Besuch bei seinen Eltern außer der Reihe einreden wollte, da musste unbedingt ich mit. Fand ich komisch, denn ich wollte und will meine Eltern auch mal ohne meinen Mann sehen. Auf so eine Idee würde er nie kommen - allein zum Kaffee zu seinen Eltern, neee!

Frauen sind da viel sozialer und kommunikativer, lassen sich aber auch mehr von ihren Müttern gefallen. Auch wenn ich mal keine Lust hatte, habe ich meinen Kaffeetermin eingehalten, weil meine Mutter sonst beleidigt gewesen wäre. Söhne sind da schmerzfreier: "ich komme heute nicht" reicht da aus.

Als unsere Tochter geboren wurde, habe ich mich natürlich bei meinen Eltern auch wohler gefühlt als bei seinen. Und so waren wir eben öfter bei meinen Eltern, tja. Da der Mann sich gern aus Organisationsfragen raushält, sind ganz schnell die Wochenenden anders verplant, als die Schwiegermutter es sich vorgestellt hat.


Gruß Tabea