Sie kneift und tritt uns...was tun? Knapp 2 Jahre alt

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von ela06 01.03.10 - 21:40 Uhr

Hallo zusammen,

unsere Tochter wird in April 2 und entpuppt sich in letzter Zeit als kleines Monster;-)

Im Grunde ist sie ein liebes kleines Mädchen aber seit neuestem kneift und tritt sie mich und meinen Mann jetzt.

Und das immer, wenn sie Zorn hat oder wir sie irgendwo wegholen wo sie nicht sein soll, oder ich sie abends hole zum Schlafanzug anziehen etc.

Immer wenn es ihr nicht passt kneift sie uns so fest mit beiden Händen verkneift sie sich dann in unserem Gesicht oder reißt mir Haare raus#schock

Wir stellen sie dann meistens immer sofort auf den Boden und erklären ihr das man nicht kneift, das das weh tut und wir das nicht möchten.

Manchmal kommt sie dann und tritt uns.

In erster Linie geht es uns aber um kneifen.
Heute habe ich hier nach dem 300. Kneifen einmal auf die Finger gehauen#klatsch da hat sie geguckt wie ein Auto.
Ich weiß das das keine Lösung ist aber ich wußte mir in dem Moment nicht anders zu helfen.

Was sollen wir da tun?
Zurückkneifen bringt es ja auch nicht und wie gesagt das auf die Finger hauen war einmalig und für mich keine Lösung bzw. nicht pädagogisch.

Wie sollen wir damit umgehen?

lg Sabrina

Beitrag von breeze86 01.03.10 - 21:51 Uhr

Agression mit Agression bekämpfen baut nur mehr Agression auf und hilft nicht. Aber das weißt du ja. :-)
Ich denke, dass dies eine Phase ist. Viele Kinder zeigen dieses Verhalten mit ca. 2 Jahren. (Mal früher mal später)
Ich würde es weiter so halten, dass du sie auf jeden Fall sofort absetzt, wenn sie kneift oder sonstwie "handgreiflich" wird und ihr erklärst, dass das weh tut und du das nicht möchtest.
Sollte es zu oft vorkommen, bzw. sie sich davon nicht stoppen lassen, würde ich sie in ihr Zimmer stecken und die Türe anlehnen, bevor die Situation eskaliert. Sie kann ja selbst wieder rauskommen, ist somit nicht eingesperrt, aber mal räumlich von dir und der Situation getrennt.

Sorry für mehr hab ich grad keine Zeit - muss dringen Desperate Housewifes anschauen gehen! *ggggggggg*
Glg, Breeze

Beitrag von connie36 01.03.10 - 23:06 Uhr

hi
ich bin auch nicht fürs schlagen, aber ich finde ein klapps auf die hand nicht dramatisch. du musst ja nicht draufkloppen wie ne irre.
wenn wir miteinander getobt haben, habe ich fester drauf gehauen, ohne das es wehtut, und wenn ich es ernst meinte, war es echt nur ein klapps, aber dadurch das es nciht im spiel war, fingen sie an zu weinen. dadurch konnte ich ihnen klar machen, ohne das ich es 500 mal schon vorher erfolglos probiert habe, das bestimmtes verhalten konsequenzen nach sich ziehen. denn ich finde auch mit zwei kapieren sie derartige dinge sehr wohl.
sie bekommen weder einen schlag auf den hintern noch sonst wohin mittlerweile, da sie 8 und 9 sind und gott sei dank wissen, was sie dürfen und was nicht.
lg conny

Beitrag von maischnuppe 02.03.10 - 09:23 Uhr

Ich habe nach zigmal "dududu, das darf man nicht"#augen zurück gekniffen, zurück gespuckt und zurück gebissen. Hat sofortige Wirkung gezeigt#cool Natürlich nicht so dolle aber eben so, dass Kind was spürt.#aha

Beitrag von kirsten007 02.03.10 - 11:54 Uhr

Hallo Sabrina,

ich sehe das ein wenig anders als Du. Vorweg: Ich bin gegen Klapse & Co. als Erziehungsmethode und mein Sohn ist jetzt 6,5 Jahre alt, als er den ersten Klaps bekommen hat, war er gut drei. In der Zeit hat er gerne Kopfnüsse verteilt und ich habe ihm IMMER laut und deutlich NEIN gesagt aber er hat es doch immer wieder gemacht. Einmal hat er mir dann eine Kopfnuss auf die Nase gegeben und zwar so, dass ich dachte, sie sei gebrochen. Der "Klaps" war dann mehr ein Reflex und das war das erste Mal in seinem Leben und wir haben beide "wie die Autos geguckt". Und was soll ich Dir sagen? Er hat seit dem NIE wieder Kopfnüsse verteilt und insofern fühle ich mich damit bestätigt, dass ein Kind vielleicht auch mal merken muss, was "weh tun" heißt. Mach´ Dir jetzt also wegen dem Klaps auf die Finger keinen Kopf!

Lieben Gruß
Kirsten

Beitrag von raena 02.03.10 - 13:53 Uhr

Hallo Sabrina,

das Verhalten, dass du bei deiner Tochter beschreibst ist sehr typisch für das Alter. In dem Alter werden sie von ihren Emotionen überrollt und können sich noch nicht anders ausdrücken. Da ist diese ungeheure Wut, die sie nicht mehr kontrollieren können, weil etwas nicht so ist wie sie das wollen und dann wissen sie nicht wohin mit der Wut und dann hauen, beißen, zwicken, treten, schubsen, .... die Kleinen. Das ist völlig normal und wird auch wieder besser.
Du kannst deiner Tochter helfen in dem du :

- erstmal es als das siehst was es ist und nicht als eine Attacke auf dich

- ruhig bleibst und sie durch festhalten am euch weh tun hinderst

- ihr Alternativen bietest was sie dann tu kann um die Wut loszuwerden (mit dem Fuß aufstampfen etc.)

- du konsequent Konsequenzen folgen lässt, die darauf beruhen, dass sie jemanden weh getan hat (Jemanden der mir weh getan hat, will ich keine Geschichte erzählen)

- du versuchtst solche Situationen zu vermeiden indem zu dein Kind auf die bekannten Wutmomente vorbereitest (schlafanzug anziehen vor dem Buch lesen, weil buch lesen als Lockmittel dienen kann etc.) und sie nicht aus "plötzlich" aus schöne Situationen herausreißt.

LG
Tanja

Beitrag von ela06 02.03.10 - 21:00 Uhr

#danke