Anruf von Lehrerin- mein Sohn verweigert ohne Druck (1.Klasse)

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von dassmarti 02.03.10 - 09:08 Uhr

Hallo!
Mein Sohn ist in der ersten Klasse, knapp sieben Jahre alt.
Vor zwei Wochen noch war ich beim Halbjahresgespräch, wo mir von beiden Lehrerinen "vorgeschwärmt" wurde, wie intelligent mein Kind sei und dass er einer von den besten sei- nur sehr langsam und dass er wenig "Motivation und Lust" zeige.

Gestern nun rief seine Lehrerin an und sagte mir, sie haben die Vertrauenslehrerin (Psychologin) der Schule eingeschaltet, weil sie sich als Pädagogen keinen Rat wüßten.

Mein Sohn hat in allen "Leistungsüberprüfungen mit Zeitdruck" null bis höchstens mal einen Fehler, schreibt Diktate fehlerfrei und liest fließend.
Aber wenn alle Kinder ihre Übungsblätter machen sollen, macht er nichts. Er fängt nach Betteln und mindestens vier Aufforderungen der Lehrer an, aber superlangsam.

Es hilft auch kein "Belohnungssystem" und es hilft auch nichts, wenn er es zu Hause alles fertig machen muß.
Da motzt er zwar, macht es aber alles inklusive der Hausaufgaben in normalem Tempo.- Ich wunderte mich in letzter Zeit, wie viel die kids auf haben.(dabei sind es die Blätter aus der Schule teilweise)

Er selbst sagt dazu nur, dass es ihm zu langweilig sei. Er habe keine Lust, er möchte lieber spielen etc..
Ich bin selbst Pädagogin und mir fällt nichts mehr ein.
Er hat definitiv keine Konzentrationsprobleme, merkt sich alles und wenn man sagt z.B. wie bei einer Erpressung:
"Entweder Du machst sofort Dein Blatt, oder Du kannst in fünf Minuten nicht in die Pause" - dann ist er in drei Minuten fertig mit der Aufgabe- fehlerfrei.
Wir haben Diskussionen geführt, Fernsehverbote eingeführt, interessante Zusatzaufgaben etc..
Die Lehrer meinen, es sei schließlich eine Regelschule und er müsse ihnen bei Unterforderung zeigen, daß er sehr schnell ist- dann bekommt er anspruchsvollere Aufgaben wie ein anderes Kind aus der Klasse, daß jetzt in die zweite Klasse springt.- Das wollen wir als Eltern aber gar nicht, wir haben ihn schließlich nach Testung und Absprache mit der Schule trotz sehr hohem IQ noch ein Jahr in der Vorschule gelassen,regulär eingeschult.
Natürlich ist klar, dass in einer Klasse mit 24 Schülern keiner "so aus der Reihe tanzen kann"- aber ich kann mir keine Privatschule leisten.
Wie bringe ich meinem Sohn bei, dass er einsieht, was er sich mit seinem Verhalten kaputtmacht?
LG
Marti

Beitrag von landmaus 02.03.10 - 09:29 Uhr

Er selbst sagt dazu nur, dass es ihm zu langweilig sei.

dann bekommt er anspruchsvollere Aufgaben


Das wollen wir als Eltern aber gar nicht, wir haben ihn schließlich nach Testung und Absprache mit der Schule trotz sehr hohem IQ noch ein Jahr in der Vorschule gelassen,regulär eingeschult.

Hallo,

vielleicht habt Ihr Euch einfach falsch entschieden.

Euer Sohn ist offensichtlich zu viel besseren Leistungen in der Lage als der Rest der Klasse. Aber Euer Anspruch an ihn ist: Sei normal, sei durchschnittlich! Glaube mir, er kriegt das mit.

Das Ergebnis ist, dass er tatsächlich gelangweilt ist. Er steckt in diesem Zweispalt zwischen seinen Fähigkeiten, seinen Interessen und Euren Wünschen an sein Verhalten. Und er versucht es Euch recht zu machen. Wahrscheinlich ist er im Moment ziemlich verwirrt, wieso Euch das auch wieder nicht passt.

Ich würde mich mit ihm hinsetzen, ihm sagen, dass ich mich gettäuscht habe und es ein Fehler war zu wollen, dass er ein normales Schulkind ist. Ich würde mich dafür entschuldigen und ihm sagen, dass es mir große Freude bereiten würde, wenn er soviel und so schnell lernt, macht und arbeitet, wie es ihm Freude bereitet.

Dann würde ich mit ihm gemeinsam mit der Lehrerin sprechen und klären, was er an Zusatzaufgaben bekommen kann, die ihm Freude bereiten und ihn fordern, wenn er seine normalen Aufgaben bereits erledigt hat.

Und dann würde ich meinen Sohn bitten, es so nochmal zu versuchen und mir nach einer Woche eine Rückmeldung zu geben, ob ihm das jetzt Freude macht oder ihn immer noch langweilt, damit wir gegebenenfalls nochmal andere oder noch mehr oder eventuell auch weniger Aufgaben absprechen können. Bis es dann passt.

Lange Rede kurzer Sinn: Dein Sohn muss die Zügel in der Hand halten, wenn es darum geht wieviel er leisten kann und muss damit er ausgelastet ist. Darin solltet Ihr ihn unterstützen, anstatt ihn zu bremsen.

LG

Beitrag von manavgat 02.03.10 - 11:34 Uhr

Wenn Du ein hochbegabtes Kind, zwingst den selben Kram zu machen wie die anderen Kinder, dann kommt genau das dabei raus.

Stell Dir vor:

Du sitzt in einem Porsche. Die Türen sind verriegelt und Du kannst nicht aussteigen. Alle anderen fahren mit dem Dreirad.
Jetzt versuch mal konzentriert mit der gleichen Geschwindigkeit die gleiche Strecke zu fahren.

Was machst Du: du wartest, bis Du nur noch die Staubwolke der anderen siehst und fährst hinterher, schießt über das Ziel hinaus. Wartest bis die anderen bei Dir sind. Was nicht funktkioniert, wenn Du einen anderen Weg genommen hast.

Zusätzlich rufen Dir die Dreiradfahrer zu: stell Dich nicht so an, pass Dich gefälligst an.

und das wiederholt sich, immer wieder. Ein Murmeltiertag eben.

Was machst Du?

Genau: du bleibst völlig frustriert stehen, wo Du bist.


In meinen Augen wäre es sinnvoll ihn springen zu lassen. Eventuell wiederholt sich das dann in der Mittelstufe.

Alles andere ist Quälerei.

Gruß

Manavgat

Beitrag von danni64 02.03.10 - 11:43 Uhr

Hallo Marti,

dein Sohn ist clever und das nutzt er für sich aus ;-),ich kenne das von meinem Grossen.

Mein Grosser konnte lesen und schreiben,als er damals in die Schule kam,hat es sich selber beigebracht. Er hat schnell begriffen,dass er Zusatzaufgaben machen soll,wenn er zu schnell war. Da er überdurchschnittlich intelligent war und ist,hat die Lehrerin von ihm auch immer mehr erwartet.

Ich habe bei meinem Jungen immer gemerkt,dass er mit den Lernmethoden in der Schule nicht gut klar kam,er hatte seine eigene Art zu lernen.
Und ich glaube,da liegt das Problem an unserem Schulsystem,es gibt eine gewisse Forderung und die haben unsere Kinder zu erfüllen. Glaub mir,das Problem liegt nicht bei unseren Kindern,sondern an dem deutschen Schulsystem,was in meinen Augen total veraltert ist.Kinder,die da zu schnell oder zu langsam sind,gehen unter,wenn sie keine gute Lehrer haben.

Meinem Jungen war auch immer langweilig,denn er konnte mit den Lehrmethoden einfach nichts anfangen.Er war auch immer sehr chaotisch und unordentlich,trotzdem hatte er gute Noten.
Sport und Kunst waren für ihn immer ein Horror und hatte da auch immer schlechte Noten.

Ich habe immer hinter meinem Jungen gestanden und viele Gespräche mit der Lehrerin geführt,damit sie mein Kind besser versteht. Irgendwann klappte auch alles besser und er durfte sein Können da zeigen,was er am liebsten machte,eben lesen zum Beispiel.

Nunja,dieses Jahr macht er sein Abi und war auf dem Gymnasium immer im Mittelfeld,also nicht ein Einserschüler.

Wir hatten leider auch nie das Geld für eine Privatschule,sonst hätte ich ihn da gerne hin gegeben.

<<Wie bringe ich meinem Sohn bei, dass er einsieht, was er sich mit seinem Verhalten kaputtmacht?>>>

Ich würde meinem Jungen da nichts beibringen wollen,,sondern eher mit ihm darüber sprechen,was er an der Schule doof findet. Suche ein nettes Gespräch mit ihm und frage ihn,was ihm Spass machen würde,wenn er Lehrer sein würde und wie er sich den Unterricht gestalten würde.

Ich denke,damit erreichst du mehr,als mit Druck,denn der hat er schon genug.

Damit bin ich bei meinem Jungen gut gefahren.

LG Danni !!

Beitrag von kat30 02.03.10 - 11:46 Uhr

Hallo,

warum wolltet ihr keine frühe Einschulung und warum wehrt ihr euch so gegen einen Sprung? Warum versucht ihr Euer Kind in ein Schema zu pressen wo er offensichtlich nicht reinpasst und ihm dann noch die Schuld geben ("Wie bringe ich meinem Sohn bei, dass er einsieht, was er sich mit seinem Verhalten kaputtmacht?")

Bei uns ist es auch so, dass die schnelleren anspruchsvollere Aufgaben bekommen können - O-Ton unserer Tochter (2. Kl) "Warum soll ich mich beeilen? Damit ich dann MEHR machen muss als die Anderen???"
OK - kann ich irgendwo auch verstehen...

Wenn sie den (Zeit-)Druck braucht bekommt sie ihn - dann werden z. B. die Hausaufgaben halt erst kurz vor dem Abendessen gemacht. Statt zu meckern (oder zu erpressen) lass ich sie machen und versuche nur ihren Ergeiz zu wecken. Das klappt schon ;-)

Kat

Beitrag von dassmarti 02.03.10 - 11:49 Uhr

Hallo!
Danke für Eure Antwort!
Wie soll das mit dem Springen denn laufen? Da müßte er ja erst mal einsehen, dass er trotz Allem die Aufgaben die alle machen schnell erledigen muß, um Zusatzaufgaben zu bekommen.
Ich glaube nicht, daß sich die Lehrer darauf einlassen, ihm schwerere Aufgaben zu geben, wenn er vorher nicht den üblichen Kram gut abliefert.
Zudem hat er wirklich null Ehrgeiz.
Ich habe ihm erzählt, daß sein Klassenkamerad ja nun in die zweite Klasse kommt nach den Ferien und deshalb in den Ferien die Schreibschrift übt. Da meinte er nur :"Der Arme. Was für ein Stress in den Ferien."
Wie bringe ich ihn dazu, einzusehen, daß es so langweilig bleibt, er vielleicht irgendwann noch den Anschluß verliert an die Klasse.
Ich habe einfach Angst, daß er eben auch Außenseiter wird.
Er hatte schon immer andere Interessen als andere Jungs in seinem Alter, das wird jetzt in der Schule noch deutlicher.
Und bin ich als Mutter denn "antreibende Kraft für die Schule"? Das sehe ich irgendwie nicht als meine Aufgabe.
Vor Allem weiß ich nicht, wie.
LG, Marti

Beitrag von danni64 02.03.10 - 13:20 Uhr

Hallo Marti,

clever ist er ja wirklich,wenn er solche Aussagen macht (Der Arme. Was für ein Stress in den Ferien." ) :-D !!

Es liest sich so,dass die Lehrerin dich und den Jungen unter Druck setzt.
Ich glaube,er ist in der falschen Klasse,falsche Schule und hat die falsche Lehrerin.
Dein Junge ist gerade mal sieben Jahre jung,was erwarten denn alle von ihm ?

Wenn ich deinen jetzigen Text lese,würde ich sagen,schaue dir andere Grundschulen in eurer Gegend an und was sie anbieten.Schildere den Rektoren dein Problem und schaue,wie sie darauf reagieren und damit umgehen.

Dein Junge findet wohl die Klasse und die Lehrerin doof und so stellt er immer mehr auf stur. Je mehr Druck ihm gemacht wird,umso mehr wird er sich zurück ziehen und bocken.
Ich sage dir,das wird schlimmer werden und irgendwann seit ihr alle am Ende eurer Kräfte.

Schule bedeutet Stress,keine Frage,aber sie soll auch Spass machen und das ist bei euch nicht gegeben,besonders nicht für deinen Sohn.
Wir hatten damals Glück,dass mein Grosser auf eine sehr gute Grundschule ging und die Lehrerin und ich zusammen gearbeitet haben.

Bei dir lese ich es so,dass die Lehrerin und Du auch nicht das beste Verhältnis haben und das fördert nicht gerade deinen Sohn.

Druck auf deinen Jungen bringt euch da alle nicht weiter.
Eine andere Schule und eine andere Lehrerin oder Lehrer können da Wunder bewirken.

Dein Junge hat schon aufgegeben,weil ihn ja sowieso keiner versteht,damit ist ihm der Sinn und Spass an der Schule vergangen. Sorry,wenn es harte Worte sind,aber so sehe ich es.

Ich hatte das bei meiner Stieftochter,eine Lehrerin,die sie auf den Kiker hatte und der Spass an der Schule war weg.
Sie war ein schlaues Mädel und hat den Spass erst auf der Hauptschule wieder bekommen,wo sie eine tolle Lehrerin hatte.Sie hat einen Realschulabschluss mit Qualifikation zum Abitur gemacht. Man sieht, nicht immer liegt es an den Kindern,oft sind es die Lehrer oder Lernkonzepte,die einfach nicht passen.

Darum,spreche echt mal liebevoll mit deinem Sohn,er möchte einfach nur ernstgenommen werden.

LG Danni !!

Beitrag von fraz 02.03.10 - 15:04 Uhr

Hallo

Ich bin ehrlich gesagt mehr als erstaunt über die Antworten, die du da bekommst.

Springen lassen bei DER Arbeitshaltung???

Das siehst du schon richtig, ich denke auch nicht, dass das was bringen soll!

Meine Schwester hat ihre Tochter springen lassen, gegen alle Empfehlungen der gesamten Lehrerschaft, der O- Ton war derselbe: Schule ist absolut langweilig!
Das Resultat war ein absolutes Fiasko, denn die Kleine hat auch in der neuen Klasse keinen Strich getan..

Deshalb wundere ich mich über die vielen Beiträge, deinen Sohn springen zu lassen, damit sei dann das Problem gelöst!

Eine Einsicht, dass gewisse Dinge so und so gemacht werden, muss einfach da sein, meiner Meinung nach. Du diskutierst ja auch nicht jeden Tag 3x mit deinem Sohn, warum jetzt Zähneputzen notwendig ist, es wird gemacht, und basta.

So auch mit der Schule.
So, wie unser Schulsystem funktioniert, MUSS er gewisse Dinge einfach tun, ob es ihm passt oder nicht, ist nicht gefragt.
Klar können wir hier nun diskutieren, ob das Sinn macht oder nicht. Nur: Was bringt es?

Auch später im Arbeitsleben gibt es doch gewisse Dinge, die einfach SO gemacht werden, ob uns das passt oder nicht. Diskutieren wir darüber? Wohl eher nicht, wenn wir unsere Stelle behalten wollen, oder?

Ich bin auch Pädagogin. Raten kann ich dir nur eins: Lass dich nicht auf Diskussionen ein mit deinem Sohn. Wenn er Zusatzstoff will, so muss er die einfachen Übungen erledigen. So lauten die Spielregeln nun mal. Punkt.



Beitrag von danni64 02.03.10 - 16:26 Uhr

Vielleicht hat sie solche Antworten bekommen,weil die Anderen ,Mütter sind und keine Pädagogen.

Egal,ob das Kind da glücklich ist oder nicht,er hat sich zu ducken und zu machen,was die Anderen wollen oder wie soll ich das verstehen #aerger ?

Sorry,aber müssen immer nur die Kinder funktionieren ? Ich glaube,inzwischen ist es bei uns in Deutschland so.

Ist doch kein Wunder,dass wir bei der Pisastudie immer durchfallen,wenn unseren Kindern mit aller Macht irgendein Wissen in den Kopf gehämmert wird.

Es geht nicht darum,einen ganzen Tag mit einem Kind rumzudiskutieren und ja,es gibt auch Punkte,wo nicht diskutiert wird,keine Frage.

Aber wenn ein Erstklässler eigentlich ein cleveres Köpfchen ist und so garkeine Lust zum Lernen hat,dann macht das Kind nicht was falsch,sondern die Menschen,die um das Kind herrum sind.

Menschen und schon garnicht Kinder kann man in eine Schablone packen und dann hat er zu funktionieren. Aber das ist ja typisch deutsch. Wir haben unsere Schubladen und da muss ein Kind reinpassen und wenn nicht,dann wird ihm das Leben schwer gemacht. ich habe da auch meine Erfahrungen gemacht und das kotzt mich oft so an.

In anderen Ländern gehen die Kinder gerne in die Schule und die Pisastudien stimmen da,also muss hier mal nachgedacht werden,warum es so ist. Wenn man nur Druck macht und unsere Kinder schon als junge Kinder unter Stress stehen,da muss man sich nicht wundern,wenn unsere Kinder mit Aggressionen und Gegendruck reagieren.

Ich kann es nicht fassen,wie gefühllos manche Menschen mit Kindern umgehen.

LG Danni,die froh ist,nur Mutter und nicht Pädagogin zu sein #aerger !

Beitrag von frau.mecker 02.03.10 - 14:34 Uhr

Hi Marti,

was für eine Pädagogin bist du, wenn du dein Kind mit sieben abstempelst und hier sagst, daß er sich damit alles kaputt macht?

Seine Zukunft in der 1. Klasse?

Und warum projezierst du mangelnde Motivation unbedingt auf dein Kind und nicht auf die Lehrerin?

Weißt du etwas über den Unterricht, inwiefern dieser sich gestaltet?
Was sagt dein Kind dazu, warum es ihm langweilig ist und frag mal nach, was ihm Spaß machen würde.

Im übrigen, die Eltern, die ihr Kind auf ein Gymnasium schicken wollen (weil man es selbst nie schaffte oder gerade weil man selbst war) ist der falsche Weg.
Erwartungshaltung an einen Menschen (dein Kind) zu stellen, sollte man vermeiden, auch wenn du weißt, wofür er in die Schule geht.
Dein Kind kann das Ausmaß nicht verstehen, warum er in die Schule geht und warum er sich als Roboter unserer Marktwirtschaft sehen muss(spitz gesagt).


Nur kurz:
Frühe Aussortierung ist sowieso das Bekloppteste, dennoch kommen wir ja leider nicht dran vorbei. Aber vielleicht schafft es ja die Regierung das Ein-Schul-System oder spätere Aussortierung zu regeln?


So langsam scheint er nicht zu sein, wenn er in Tests mitkommt.

mfg

Beitrag von loonis 02.03.10 - 19:36 Uhr




Habe hier auch so einen cleveren Erstklässler ...
Luca ist den Kids in seiner Klasse auch meilenweit voraus ...wir haben uns gegen einen Sprung in d.2.Klasse entschieden ....unser Sohnemann wird erst Ende März 7 u.
das Sozialverhalten spielt ja auch eine wichtige Rolle ...

Hier läuft es aber anders ...
Luca bekommt sehr oft völlig and. Aufgaben als seine Mitschüler ...er hat momentan nen Matheübungsheft der 3.Klasse ...seine Mathelehrerin bringt ihm hin u. wieder ein anspruchsvolles Sudoku mit usw.

Seine Klassenlehrerin hat Übungsblätter extra für Luca zusammengestellt ...darin kann er üben/machen wie er möchte ...wenn er z.Bsp. schon mit d. Aufgaben fertig ist ...
Er darf z.Bsp. auch Mathe im Deutschunterricht machen,wenn er fertig ist u. sich langweilt ...

Ich finde es super so ....
Kind wird gefordert/gefördert u. darf auch selbst mitentscheiden.

Die Lehrer sind immer bemüht den Unterricht interessant zu gestalten...

Wir fahren mit d.Methode sehr gut ...

LG kerstin