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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von grisufamily 02.03.10 - 10:43 Uhr

eine spontane Geburt, aber jetzt sagen die Ärzte, dass ich lieber einen KS machen soll...


Moin zusammen


Ich hatte vor ein paar Jahren eine ziemlich große OP am Uterus. Bei einer spontanen Geburt besteht die Gefahr einer Ruptur. Soweit hatten wir uns damit ja schon abgefunden und gesagt, wir versuchen es spontan, wenn das Baby in der richtigen Lage ist und ansonsten keine weiteren Schwierigkeiten auftreten.

Baby hat sich dann auch in SL gedreht und ich wartete darauf, dass das Köpfchen endlich ins Becken eintritt. Pustekuchen. Jetzt bin ich 13 Tage vor ET und es ist noch rein gar nichts geschehen. Weder am MuMu noch sonstwas, absolut kein geburtsreifer Befund.
Zu allem Überfluss habe ich massive Wassereinlagerungen, es ist von einer Gestose die Rede. Dem Kleinen gehts aber noch gut. -zum Glück!-

Natürlich haben mir die Ärzte schon vorher zu einem KS geraten, eben wegen der Ruptionsgefahr. Einleiten geht nicht, weil die Gefahr dann noch mal steigt. Um so größer und schwerer das Baby wird um so größer die Gefahr.

bin mit meinem Latein und mit meinen Nerven total am Ende, weil ich mich jetzt schon als Versager fühle, wenn ich mein Baby nicht mal normal zur Welt bringen kann. Habe zu allem Überfluss auch noch entsprechende psychische Vorbelastungen.

Ich möchte mir nicht den Bauch aufschneiden lassen, kann mich noch zu gut an die OP Schmerzen erinnern. Will aber auch nicht das Baby in Gefahr bringen - ein NotKs ist absolut nicht anzustreben...

Am besten und schönsten wäre es, wenn er einfach jetzt sofort in Becken fiele und spontan käme...

Ich werde jetzt alle 2 Tage untersucht und habe ein sehr Bondingfreundliches Krankenhaus.
Ich weiss nicht, was die richtige Entscheidung ist. Bin doch kein Mediziner. Und wie soll ich auf meinen Bauch hören? Ich war doch vorher nie schwanger! Welches Zwicken und Zwachen muss ich da ernst nehmen und welches ist normal?

Ich spiele mit dem Gedanken bis zum 10. zu warten. Wenn dann kein geburtsreifer Befund ist, dann sollen sie ihn holen. Aber ist das die richtige Entscheidung?

Ich gebe die Diskussion mal frei - und hoffe, dass mir die Entscheidung dann leichter fällt!


Danke.

lg grisufamily mit #baby boy et 15.03.



Beitrag von muffin357 02.03.10 - 11:33 Uhr

hi --

also ich denke die ärzte müssen wohl am besten abschätzen, wie gross die gefahr einer ruptur wirklich ist ...

ich kann dir nur berichten, dass julian auch erst ganz kurz vor der geburt ins becken gerutscht ist, -- manche kinder tun das erst unter den wehen ... -- also am tieferrutschen würd ich jetzt die entscheidung nicht festmachen ...

lg und alles gute für deine entscheidung
tanja

Beitrag von grisufamily 02.03.10 - 11:48 Uhr

Hi Tanja,

ja, sollte man eigentlich meinen, dass die das einschätzen können. Leider steht im OP Bericht nicht drinnen, was empfohlen wird, KS oder spontan. Auch nicht ob die Narbe senkrecht oder horzontal verläuft.


Klar könnte der kleine noch ins Becken rutschen mit den Wehen, aber das dauert dann ja ewig, bis sich der MuMu öffnet, wenn kein gebrutsreifer Befund vorliegt...
also eine zusätzliche Belastung für den Uterus... Und die Narbe ist echt nicht klein - mindestens 10 cm und bis auf die Schleimhaut...

deswegen ist es ja so schwer #gruebel

lg grisufamily


Beitrag von jacky 02.03.10 - 18:47 Uhr

Wer sagt denn, dass das ewig dauert? Falsch. Ich war um 9.30 Uhr bei der FÄ: keinerlei Anzeichen für eine Geburt. Muttermund komplett zu. Bin nachmittags gegen 15 Uhr ins KH: Muttermund komplett zu. Sollte wieder heim oder in der Stadt spazieren.Entschied mich für spazieren gehen. Sollte um 19 Uhr wiederkommen. Unterwegs wurde es richtig heftig. Um 18 Uhr waren wir wieder im KH: Muttermund 2 cm. Ich kam auf ein Stationszimmer. 20 Uhr: Muttermund 4 cm. 21 Uhr: Ich kam in den Kreissaal, Muttermund war komplett auf, Gebärmutterhals komplett weg. Um kurz nach 23 Uhr wurde die Kleine geboren. Effektiv also nach einer Stunde im Kreissaal ohne zuvor auch nur eine Senkwehe gehabt zu haben.

Beitrag von 1374 02.03.10 - 12:08 Uhr

Hallo!
Also was den Geburtsreifen befund angeht, dass kann sich ja schnell ändern!
Mein 2. Kind rutschte erst ins Becken, als die Blase sprang und knapp 1 stunde später war sie auf der Welt.

Hast du eine Hebamme, mit der du reden kannst?
Gerade ein gespräch mit einer hebamme oder fA oder Arzt des KH kann vielleicht helfen Fragen zu beantworten, einsicht in beweggründe für medz. ratschläge geben und auch der Psyche helfen.
Gerade wenn du schreibst, dass du jetzt schon das gefühl des Versagen hast!
Du weisst ja hoffentlich, dass das so nicht ist!!!!
Ich kann das gefühl nachempfinden (bin bei meinem ersten Kind knapp an der Glocke vorbeigerutscht und dachte da schon h"nee, ich will das doch alleine schaffen").
wichtig ist halt, dass deine und die gesundheit des Kindes nicht auf dem spiel steht.
Keine Ahnung wie gross das Risiko bei dir ist, bin ja kein Mediziner.
Ich würde schauen, dass Du mit einer Hebamme sprichtst!!!!!!!

Hoffe sehr Du findest zu einer entscheidung, die Dich ruhig in die geburt gehen lässt!
Von herzen alles Gute für Euch,
1374

Beitrag von grisufamily 02.03.10 - 12:27 Uhr

Hallo 1374,

ja, ich habe eine sehr gute Hebamme, die schon beim ersten Mal, als das Thema KS auf den Tisch kam mir sehr geholfen hat. Leider konnte ich gestern nur kurz mit ihr telefonieren und sehe sie wahrscheinlich erst am Freitag.

Mein FA und die Oberärztin der Klinik, in der ich entbinden werde sind eher für einen KS - aber entscheiden muss ich das natürlich selber... #schwitz

wie gesagt, ich bin auch kein Mediziner und kann das ganze nicht wirklich beurteilen. Klar, die Verlockung ist gross einen KS zu machen - aber der Kleine soll doch einen guten Start bekommen.
Mut zur spontanen Entbindung machen sie mir mittlerweile irgendwie alle nicht mehr so richtig - sogar die Hebammen sind froh, dass ich im KH betreut werde. Eben wegen dieser doofen Schwangerschaftsvergiftung. Aber wie gross ist die Gefahr bei der Sontangeburt wirklich für das Baby und mich?

Sooo viele Fragen...


lg grisufamily

Beitrag von qrupa 02.03.10 - 13:44 Uhr

Hallo

zur OP vorgeschichte kann ich natürlich nichts sagen.
ich würde versuchen mit der Klinik zu klären iin wie weit sich die OP damals denn von einem KS unterscheidet bzw woran das Rupturrisiko gemessen wird. Wie hoch es nach einem KS ist läßt sich ja recht genau sagen. MIt einem "Das Risiko ist zu hoch" würde ich persönlich mich nicht zufrieden geben.

Wie die Narbe verläuft müßte sich doch per US herausfinden lassen.

was den Geburtsunreifen Befund angeht, das kann sich wirklich schlagartig ändern! Genau genommen hat dein Baby noch 4 Wochen Zeit.

ich hatte bis ET+10 einen absolut geburtsunreifen Befund. Der Kopf war nicht im Becken, ich hatte bis dahin nicht eine einzige Wehe. Dann öffnete sich der Mumu jeden Tag etwas mehr ohne große Wehen und bei ET+15 ging es endlich los, da war der Mumu dann schon bei 7 cm. Und erst als dann die Fruchtblase sprang senkte sich das Köpfchen ins Becken.

Hast du eine gute hebamme? Mit der solltest du vielleicht nochmal reden und auch mit deiner Wunschklinik. Allerdings gehört da einiges an Selbstvertrauen zu den Ärzten deutlich zu machen was du willst (wobei dann plötzlich oft alles nurnoch halb so dramatisch ist, wenn sie merken, dass man nicht einfach alles Schluckt was sie einem vorsetzen)

LG
qrupa

Beitrag von grisufamily 02.03.10 - 16:06 Uhr

hallo grupa,


nein, leider kann man nicht feststellen, wie die OP Narbe verläuft, da die Plazenta davorsitzt.
Der Operatör wird sich daran nicht mehr erinnern können, da das ganze 2004 gewesen ist... Im OP Bericht stehts leider auch nicht drinnen.

Die Ärzte wíssen DEFINITIV, dass ich keinen KS will - so war es auch im Geburtsplanung besprochen...

ich hoffe ja jeden Tag auf einen geburtsreifen Befund... - leider wird das Risiko davon ja nicht kleiner. :-[

lg grisufamily

Beitrag von jacky 02.03.10 - 18:44 Uhr

Ich war in der gleichen Situation was die Senkwehen angeht. Ich hatte schlichtweg keine. Und es war meine 1.Schwangerschaft. Meine Tochter hat sich erst unter der Geburt gesenkt. Ich war morgens noch bei der FÄ, nachmittags im KH. Die schickten mich wieder weg, weil noch nichts geburtsreif war ;-) Abends wurde meine Tochter geboren. Entgegen der Einschätzung von 2 Ärztinnen und 2 Hebammen! Leider hatte ich eine Saugglockenentbindung, da mein Becken viel zu eng war. Ich nehme an, dass dies auch ein Grund dafür war, dass die Kleine sich nicht weiter abgesenkt hat.

Mach dir keine Sorgen! Die meisten Erstgebärenden haben zwar Senkwehen, aber nicht ALLE. Man sieht es ja an mir... Und 13 Tage vor ET MUSS noch nichts geburtsreif sein! Bei mir war genau am ET morgens noch nichts geburtsreif. Und abends wurde die Kleine geboren. Soviel zu diesen Diagnosen.

Beitrag von brille09 02.03.10 - 19:47 Uhr

Ich finde es krass, wie Internet, entsprechende "sanfte Geburt"-Bücher und was sonst noch alles dazu beitragen, dass sich Mütter wie Versager fühlen, nur weil sie sich - zum eigenen und zum Wohl des Kindes - für einen Kaiserschnitt entscheiden. Gleiches gilt übrigens fürs Stillen. Ich mein, lasst es doch wirklich auf euch zukommen, wenns klappt, ists gut (ich hätt auch lieber eine Spontangeburt als nen Kaiserschnitt), wenn nicht, dann hat die moderne Medizin Methoden entwickelt, Mutter und/oder Kind am Leben (!) zu erhalten. Schaut euch die Sterblichkeitsraten von früher/Entwicklungsländern an. Ein Versager ist für mich eher wer, der auf Teufel komm raus was "Sanftes, Natürliches" will und damit sich und andere in Lebensgefahr bringt.

Ich mein, fühlst du dich auch als Versager, wenn du Antibiotikum nehmen musst, dir der Blinddarm oder die Mandeln rausgenommen werden, du zum Zahnarzt gehst, ... kurz: Irgendwelche medizinische Hilfe in Anspruch nimmst?

Mein Beitrag ist nicht böse gemeint, aber ich finde es wirklich extrem, was sich da in vielen Köpfen zu diesen Themen festgesetzt hat und ich denke, es braucht hier gelegentlich scharfe Worte.

Beitrag von widowwadman 02.03.10 - 20:14 Uhr

#pro

Beitrag von grisufamily 03.03.10 - 08:48 Uhr

hallo brille,

wenn ich wüsste, es wäre besser für den kleinen würde ich mich ja FÜR den KS entscheiden.

aber irgendwie steh ich mit den Diagnosen der Ärzte voll auf m schlauch...
Und mit einer Ruptur des Uterus ist echt nicht zu spassen... soviel ist mir schon klar.

ach ja, ich hasse Ärzte im allgemeinen - aber eine Geburt ist doch noch was anderes als eine MandelOP -- ;-)


lg grisufamily

Beitrag von silberlocke 03.03.10 - 20:01 Uhr

Hi du

kein Arzt macht einfach SO einen KS. Und wenn Dir mehrere Ärzte unabhängig sagen, daß es für Dich besser ist, per KS zu entbinden, dann würde ich dies beherzigen!

Wenn dann unter der Geburt wirklich die Narbe reist kann es unter Umständen zu spät für Dich und das Kind sein, auch wenn ein KS-Team zur Verfügung steht.
Ganz zu schweigen von den Folgen - schlecht sehen, Ausfälle vom Sprachzentrum, enormer Blutverlust, lange Genesungszeit, sich lange nicht ums Kind alleine kümmern können, Notop wenn der KS beendet ist,... (einer Freundin ist dies passiert - keine Narbenruptur, aber die Gbm ist hinten der Länge nach bei den Wehen aufgeplatzt wie eine überreife Melone).
Und was alles auch beim Kind passieren kann... nein, sorry, da verstehe ich dann nicht mehr, wie man von Versagen reden kann.

Ein KS ist doch KEIN VERSAGEN, SONDERN in DEINEM FALL NÖTIG. Und es ist genauso eine Entbindung - halt eine Bauchentbindung! Du hast "nur" halt NACH der Geburt die Schmerzen - und das sogar vermutlich länger, spontan gebärende Frauen eben während der Geburt.

Spontan gebärende Frauen sind kein bischen fraulicher, sondern sie haben das Glück einfach schneller wieder fit zu sein in der Regel und haben es nach der Geburt ein wenig einfacher mit ihrem Baby (Stillen, versorgen während der ersten Tage).

Klar hat eine spontane Entbindung klare Vorteile für Mutter und Kind, aber nicht in Deinem Fall.
In Deinem Fall würde ich sagen ist es falscher Stolz!

Sprich nochmal mit Deiner Hebamme und Deinem FA und ggf. auch mit der Klinik!

Ärzte sind doch auch nur MENSCHEN. Die einen kann man leiden und gut auskommen, bei den anderen ist keine Sympathie da. Das ist doch wie überall auf der Welt. Wie kann man da sagen "ich hasse Ärzte allgemein"....Ich würde sagen, nur weil man schlechte Erfahrungen gemacht hat, darf man doch nicht alle über eine Kamm scheren.

Mach eine Liste mit Pro und Contra, wenn Du mit allen, die es angeht - Fachpersonal, Deinem Mann,.... - Dich ausgetauscht hast und dann entscheide.


LG Nita

Beitrag von svala 02.03.10 - 20:01 Uhr

Hallo,

ich kann Dich gut verstehen. Mir würde es wohl genauso gehen wie Dir #liebdrueck.

Aber hinsichtlich des geburtsunreifen Befundes kann ich mich den anderen nur anschließen. Ich hatte bis zum ET einen fest geschlossenen Muttermund und einen Gebärmutterhals mit einer Länge von 5 cm. Ich hatte mich deswegen noch mit meiner FÄ darüber unterhalten, wann eingeleitet würde, wenn sich das nicht ändert. Am nächsten Tag begannen am Nachmittag die Wehen und der Muttermund öffnete sich dann gegen Abend recht schnell komplett.

Es wurde dann in der Austreibungsphase zwar doch noch ein NotKS mit Vollnarkose, aber das hatte einen anderen Grund.

Ich weiß jetzt nicht, inwieweit Deine Vor - OP mit einem KS vergleichbar ist, aber ich würde mir unbedingt noch eine zweite Meinung einholen. Ich möchte bei einem zweiten Kind auch gerne spontan entbinden auch wenn ein leicht erhöhtes Risiko für eine Ruptur besteht. Dementsprechend werde ich mich dann auch zur Not bei verschiedenen Krankenhäusern informieren um zu sehen, wer mein Vorhaben am ehsten unterstützt ohne dabei meiner Meinung nach ein zu großes Risiko einzugehen.

Es gibt wohl auch Krankenhäuser, die trotzdem einleiten (nach KS). Allerdings ist dabei einer Bekannten tatsächlich die Gebärmutter gerissen und es musste ein NotKS gemacht werden. Allerdings war sie auch eine Woche über ET und das Kind hatte über 4.000 g. Mutter und Kind sind zwar wohlauf, aber unter solchen Vorzeichen würde ich dann wohl doch einen KS aktzeptieren um mein Kind nicht zu gefährden.

Wenn Dein Kind aber nicht zu schwer geschätzt wird und Du ein KH findest, das Dich unterstützt, würde ich wahrscheinlich schon mindestens bis zum ET abwarten bevor ich mich zum KS entschließe, vor allem, wenn Du eigentlich gerne spontan entbinden willst.

Ich wünsche Dir viel Glück.
Svala

Beitrag von hebigabi 02.03.10 - 21:37 Uhr

Ich kann einfach nicht dieses "Versagerdenken" nachvollziehen- wieso ist frau ein Versager, wenn sie nicht spontan entbindet????

Es geht um dein Leben und das Leben deines Kindes, da hast du nicht versagt und kannst dankbar und froh sein, wenn es für euch beide Mittel und Wege gibt euch gesund und heile durch die Situation zu lotsen.

Ich bin ein absoluter Verfechter der Spontangeburt, aber es gibt einfach Situationen, da ist ein KS auch ein Segen ( und ich meine nicht den WKS weil ich Angst vor Schmerzen habe, die ich nicht kenne, weil ich noch nie versucht habe spontan zu entbinden).

Wenn die im Krh. der Meinung sind die Narbe macht das nicht mit - und ich kenne die OP nicht, die Schnittführung und die Dicke der Narbe - dann gehe ich mal davon aus, dass die wissen was sie tun und dir nicht irgendeinen Blödsinn erzählen.

Warum sich selbst schlecht reden und nicht einfach darauf freuen, bald sein Kind in den Arm nehmen zu können und sich gegenseitig bestaunen und genießen.

Zieh dich selbst nicht runter- das ist absolut nicht nötig

LG

Gabi

Beitrag von grisufamily 03.03.10 - 09:08 Uhr

Hallo Gabi,

ein grundsätzliches Problem ist es, dass es eben nicht im OP Bericht steht, wie die Narbe verläuft. Es ist seinerzeit ein ca. 10 cm messendes Myom entfernt worden, es ist bis auf die Schleimhaut der GBM geschnitten worden. Der Arzt sagte damals, es sei schon ein kleines Wunder, dass sie erhalten bleiben konnte - normalerweise hätten sie sie entfernt, komplett. Von daher ist es eh ein kleines Wunder, dass ich überhaupt ein Baby erwarte.

Eigentlich waren wir ja auch schon zur Geburtsplanung - mit dem primären Wunsch spontan zu entbinden und zu schauen, ob`s eben geht - entsprechend ohne PDA, um die "Schmerzen" zu kontrollieren.

Aber jetzt soll wieder ein KS heran - weil ich Wasser in den Beinen habe und eine beginnende Gestose vorliegt...
Klar, sobald das gefährlich wird gehts in den OP. Keine Frage. Aber warum darf ich nicht trotzdem sopntan versuchen das Kind auf die Welt zu bringen? Wieso ist das Risiko jetzt plötzlich größer?!?!?

Das sind eben die Gründe, die mich einfach total durcheinander bringen...

lg grisufamily

Beitrag von hebigabi 03.03.10 - 11:44 Uhr

Die werden aufgrund des Risikos der Uterus-OP ( und das muss wohl ne ziemlich große Narbe gewesen sein und wenn die bis auf die Schleimhaut runter ist sehen die bestimmt auch Probleme bei der Plazentalösung) und der beginnenden Gestose- die sowohl für dich als auch dein Kind ein Risiko birgt doppelte "Gefahr im Verzug" und werden dann nicht lange fackeln.

Sollte dein Blutdruck okay sein vielleicht noch eine winzige Restchance, aber nachdem was du mir zur Op erzählst kann ich die ärztlichen Bedenken zur Spontangeburt gut verstehen, weil es nicht nur die Narbe an sich sondern auch die Plazentalösung betrifft und wenn die nicht von alleine kommt bist du eh auch wieder im OP.

Ich drück dir trotzdem mal die Daumen.

Ich denke, da ist ein in Ruhe gemachter KS mit im OP Baby in den Arm nehmen und schmusen deutlich besser für euch beide, als eine Hoppla-Hopp Beendigung weils irgendwo hakt.

Und man ist keine schlechtere Mutter oder hat keine schlechtere Beziehung zum Kind nur weil man einen KS hatte und dieser "Versagensdruck" unter den sich manche setzen - den kann ich schlecht nachvollziehen, weil MIR war es immer wichtig meine Kinder kommen gesund raus -WIE war mir sowas von wurscht und lieben tu ich auch beide von Herzen.

LG

Gabi

Beitrag von grisufamily 03.03.10 - 15:15 Uhr

Hallo Gabi,


vielleicht ist es in diesem Fall wirklich egoistisch auf eine Spontangeburt zu pochen. Ich weiss es ja auch nicht.

Meine größte Sorge ist natürlich, dass dem Kleinen nur irgendetwas passiert - die reinste Horrorvorstellung. Und gleichzeitig möchte ich ihm den bestmöglichen Start geben...

Ist schon ganz schön schwer Mutter zu werden - wenn ich jetzt schon solche schweren Entscheidungen treffen muss...

besten Dank für Deine Meinung...

lg georgina



Beitrag von kroeti75 05.03.10 - 22:15 Uhr

Hi,

ich kann deinen Wunsch nach einer spontanen Geburt absolut verstehen. Auch ich habe mir immer eine natürliche Geburt gewünscht und habe sehr, sehr darunter gelitten, dass bei mir beide Geburten in einem KS endeten. #heul

Lass diese Gefühle ruhig zu - sie sind normal. Und du musst dich bestimmt nicht dafür rechtfertigen. #liebdrueck Es geht ja auch ein Stück weit um Trauer, etwas, das man sich sehr gewünscht hat, nicht erleben zu können.

Möchtest du denn noch weitere Kinder haben? Dann würde ich - so sehr ich deinen Wunsch auch verstehen kann - doch eher die sichere Bank und damit den KS wählen. Kommt es nämlich unter der Geburt tatsächlich zu einer Ruptur, kann es im schlimmsten Fall nötig werden, den Uterus komplett zu entfernen.

Egal, wie du dich entscheidest: Ich drücke dir ganz doll die Daumen, dass du die Geburt deines Sohnes als etwas wirklich Schönes in Erinnerung behältst!

Liebe Grüße

Andrea mit den KS-Mäusen Lilly (05/06) und Jakob (02/09)

@ hebigabi:
Zum Thema "Sich-als-Versager-fühlen": Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade Hebammen vor der Geburt das Thema KS regelrecht wie ein Tabu behandeln. Ich habe in beiden SS einen Geburtsvorbereitungskurs besucht. Da ging es ums Gebären im Wasser, im Vierfüßler, im Sitzen, Liegen etc., etc. Aber es wurde mit keinem Wort darüber gesprochen, wann ein KS nötig werden könnte, wie er abläuft, was einen dabei und danach erwartet. Und das, obwohl doch mittlerweile 20 - 25 % der Kinder per KS kommen. Ist es da ein Wunder, dass sich frau als Versagerin fühlt, wenn es dann halt nicht spontan klappt?

Beitrag von grisufamily 06.03.10 - 19:03 Uhr

hallo Andrea,

danke für deine lieben und aufbauenden Worte.
Es ist leider immer sehr schwer, etwas, was man gerne möchte nicht bekommen zu können.
Ich glaube, dass es bei einer Geburt am schwersten ist.

Aber natürlich geht die Gesundheit von dem Kleinen vor!
Deshalb habe ich mich auch schweren Herzens für den KS entschieden - am Mittwoch haben wir jetzt den Termin. Einen Vorteil hat das natürlich: die Warterei hat dann bald ein Ende. Man muss ja alles positiv sehen... ;-)

lg grisufamily KSTermin -4