6 jahre uns totoal respektlos

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von alicja82 02.03.10 - 13:32 Uhr

würde mal gerne eure meinung hören-meine freundin hat ein 6 jahre altes kind was kein respekt hat vor erwachsenen.zumindest nicht vor allen.wenn ich ihr kind zurechtweisse wenn es was macht-weist sie mich vor dem kind zusammen.denke mal das das kind es so jetzt gelernt hat das ich von ihr dan ausgeschimpft werde das es auch so mit mir redet.auch mit oma und opa.sätze wie: du hast mir nix zu sagen du bist blöd,ich hasse dich, ich in froh wen du wieder fährst.schlägt,spuckt sachen extra aufs sofa und schlägt das geschwisterchen ganzentag.meine freundin meint das sei eine phase und er hat kein respekt weil ichmich früher immer um ihn gekümmert habe und jett nicht mehr.aber die phase geht schon seit über 2 jahren so.wenn sich erwachsene unterhalten schreit er ganze zeit rein das er was sagen will.wenn ich mit ihr telefoniere schreit er das er irgendwas wil jetzt sofort!!!!

meint ihr auch das ist nur eine phase oder sie erzieht ihn zu locker,er hat alles er bekommt alles er darf alles.

Beitrag von juniorette 02.03.10 - 13:48 Uhr

Jemand, der mir nicht gestattet im Bedarfsfall sein Kind zurecht zu weisen, kann niemals mein Freund/Freundin sein.

Zu einer Freundschaft gehört auch das Vertrauen/Zutrauen, dass ich dem Kind meiner Freundin mit meiner Zurechtweisung nicht schaden will, sondern nur versuche, Schaden von mir und meiner Umgebung fern zu halten.

Abgesehen davon könnte ich nicht mit jemanden befreundet sein, der sein Kind alles machen läßt. Selbst eine jahrelange Freundschaft würde das nicht überleben, außer meine Freundin würde akzeptieren, dass bei mir strengere Regeln gelten und sie ihr Kind in meiner Gegenwart entsprechend strenger behandelt.

LG,
J.

Beitrag von jazzbassist 02.03.10 - 13:51 Uhr

Also wenn meine Frau und ich immer vermutet haben, dass etwas eher eine "Phase" ist, haben wir uns einfach gemeinsam ein Datum ausgedacht und das in der Küche am Kalender markiert. Bis dahin haben wir es dann einfach mal sich entwickeln lassen und eher auf den friedichem Wege versucht, dass wieder "wegzubekommen". In den meisten Fällen hat das ziemlich gut funktioniert; wenn Tag X eingetraten war und immernoch keine Besserung in Sicht war, hatten wir ziemlich aktiv (erziehungstechnisch) etwas dagegen unternommen. Bis jetzt haben wir so alles wegbekommen. Wobei sich die absolute Mehrheit wirklich als Phase herausgestellt hat und ziemlich schnell von alleine wieder abgeklongen war.

Aber - wir hätten niemals einen Zeitraum von mehr als 2-6 Wochen als "Phase" bestimmt.

Wo "der Fehler/das Problem" in der Erziehung steckt, lässt sich aber pauschalisiert mit "zu locker, er bekommt alles, er darf alles" kaum konkretisieren. Aber ich würde schon sagen, dass das ein Erziehungsproblem ist. Eines, welches vor 2 Jahren sicherlich ziemlich leicht aus der Welt geschafft gewesen wäre, wie es jetzt aussieht, steht sicherlich in den Sternen.

Beitrag von xxtanja18xx 02.03.10 - 16:36 Uhr

Ich mag es auch nicht, wenn jemand in meiner Gegenwart, versucht meinen Kindern " zu erziehen"....das will ich einfach nicht. Denn ich bin dafür zuständig...und mein Freund...er muss ja mit erziehen...aber weder meine Mutter, Vater Geschwister oder sonst wer hat kein recht dazu, wenn ich dabei bin.
Wenn sie bei Oma+Opa schlafen oder bei der Uroma, dann ist es was anderes....Aber solange ich dabei bin, ist das nur Die Aufgabe von mir oder meinem Freund!!!
Aber ich kümmer mich darum und erziehe meine kinder auch.

Aber das scheint ja nich der Fall bei deiner Freundin zu sein....sie erzieht nicht...aber andere sollen es auch nicht, die wird ihren spass noch haben.

Gruß

Beitrag von breeze86 02.03.10 - 20:03 Uhr

Also ich muss ehrlich sagen ich mag es auch nicht sonderlich, wenn mir wer reinredet, was die Erziehung meines Kindes angeht, ABER 1. schaue ich selbst darauf (gemeinsam mit dem Papa) und 2. ist es ein Unterschied ob "reingeredet" wird (also ich selbst zur Stelle bin und etwas unternehme) oder ob zurechtgewiesen wird, wenn ich selbst nichts unternehme oder nicht anwesend bin.
Unter meinen Freundinnen und mir ist es so geregelt, dass wir alle gegenseitig eingreifen dürfen, es sogar erwünscht ist. Natürlich in Maßen und nicht mit dem Veto, dass man als Mutter hat, aber wenn XY von meiner Freundin etwas tut, von dem ich weiß, dass er es nicht soll und sie ist am WC oder sieht es nicht, dann greife ich ein, umgekehrt genauso. Meist bedanken wir uns noch nachher gegenseitig dafür. Es hat auch immer einen anderen Wert, wenn andere Leute dasselbe sagen wie Mama. Dann könnte es ja vielleicht doch wichtig sein! ;-)
Aber unter meinen Freundinnen (und damit meine ich nicht Bekannte, sondern wirklich langjährige Freundinnen) ist es auch so, dass ich ihnen so sehr vertraue, dass ich, ohne mit der Wimper zu zucken, mein Kind bei ihnen lassen würde um schnell etwas zu erledigen, was auch auf Gegenseitigkeit beruht.

Wenn das seit 2 Jahren so geht und er sich wirklich von niemanden was sagen lässt, wird deine Freundin es sicher noch lustig haben, denn das würde ich nicht als Phase abtun. Abgesehen mal davon, dass ich es schon schlimm finde, was er so alles sagt, geht Spucken und Schlagen meiner Meinung nach gar nicht. Und schon gar nicht um seinen Willen durchzusetzen und dann erst Recht nicht ständig. Alleine darüber würde ich mir mal Gedanken machen. #schein

Glg, Breeze

Beitrag von fraz 04.03.10 - 09:03 Uhr

Das ist mit Sicherheit keine Phase, ein sechsjähriges Kind ist definitiv aus dem Trotzalter raus und sollte schon einige Benimmregeln kennen!

Tja, dass deine Freundin DICH zusammenstaucht, wenn du ihren Sohn zurechtweisen möchtest, ist ein Zeichen, dass sie heillos überfordert ist und sich einfach hinter ihren Sohn stellt. Das wird sie sicherlich nicht nur bei dir machen, sondern auch in der Schule und wo auch immer.

Da stehst du auf verlorenem Posten und ich würde diese Freundschaft überdenken.
Wer einem allerdings gänzlich leid tun kann, ist der Junge. Der kann nur verlieren...

Eine Freundschaft, in der nur eigene Bedürfnisse durchgesetzt werden, ist für mich keine. Sprich mit deiner Freundin oder lass die "Freundschaft" einschlafen, wenn es dich zu arg belastet.
Deine Freundin wird einsehen müssen, dass sie bald keine Kontakte mehr hat, wenn sie so weiterfährt.....