Verkauf ETW Kauf Haus, viele Fragen:-/

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Forum: Haushalt & Wohnen

In diesem Forum haben Haushaltstipps und alle Fragen rund ums Wohnen und den Garten ihren Platz. Fragen zur Baufinanzierung sind besser bei Finanzen & Beruf aufgehoben. Viele Tricks und Kniffe zum Thema Haushalt findet ihr in unserem Service Die besten Haushaltstipps.

Beitrag von melly74 02.03.10 - 14:13 Uhr

Hallo zusammen,

zur Zeit besitzen wir seit 04/2005 einen Eigentumswohnung. Nun habe ich im Internet beim schauen/surfen ein Haus gefunden, was uns sehr gefällt. Wäre was älter uns steht halt drin Renovierungsbedürftig. (Würde aber „nur“ 28 Tausend Euro mehr kosten, als wir damals für unsere Wohnung bezahlt haben)Soweit erstmal kein Problem, mein Mann ist Handwerker und kann vieles (nicht alles) selber machen. Da er auch auf dem Bau arbeitet, kennt er natürlich ein paar Leute die in anderen Bereichen eher die Fachmänner sind. Und man hilft sich halt auch mal untereinander.

So nun meine eigentliche Frage:

Wie würde so was funktionieren, ich meine man bekommt ja die Wohnung nicht zeitgleich mit dem Haus verkauft. Bekommt man überhaupt eine Finanzierung? Das wäre ja dann für den Zeitraum X eine schöne Doppelbelastung!

Mit was für Kosten muss ich bei einem Haus rechnen. Ich meine jetzt bezahlen wir monatlich Hausgeld, Strom und alle 3 Monate Grundsteuer.

Da man ja Rücklagen fürs Haus bilden muss/sollte, würde ich den Betrag Hausgeld, dementsprechend zur Seite legen pro Monat. Aber womit muss man noch rechnen? Wohngebäudeversicherung käme ja nun noch hinzu, (würde ich aber dann auch mit zum Hausgeld rechnen, wie jetzt auch)

Worauf sollte man, noch achten? Ich überlege ob es Sinn macht, und wenn ja wo man das nachschaut, ob für die Straße was geplant ist (Kanal oder so) wo auch die Eigentümer mit zur Kasse gebeten werden.

Uff ich habe keinen Plan von der Sache und überlege hin und her?!


Lg

Melly

Beitrag von wemauchimmer 02.03.10 - 14:33 Uhr

Hi Melly,

grundsätzlich kannst Du entweder versuchen, die Wohnung zu verkaufen und dann das Haus zu kaufen, oder die Wohnung behalten, vermieten und das Haus kaufen.
Im ersten Fall genau das Problem - woher so schnell einen Käufer kriegen? Da heißt es im Zweifel mit dem Preis stark runtergehen. Sozusagen Ende mit Schrecken statt Schrecken ohne Ende. Denn die Alternative bedeutet halt, daß Du Dich um Mieter kümmern mußt und einen gewissen Verwaltungsaufwand hast und ein gewisses Mietausfallrisiko. Ob es finanzierbar ist, hängt davon ab, wie hoch Eure Wohnung noch belastet ist (wieviel Ihr schon abbezahlt habt). Unter Umständen ist das kein großes Problem (Man sagt, die erste Immobilie ist immer am schwersten zu stemmen, danach wird's leichter). Weil eben beide Objekte dann als Sicherheit für die Kredite herhalten. Allerdings sollten die Mieteinnahmen natürlich möglichst deutlich über den Kreditkosten (Zinsen) liegen.

Man kann hier aus der Ferne schlecht einen Rat geben. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Entscheidend ist sicher die Frage, wie gut Ihr die ETW verkaufen könntet.

Die Unterhaltskosten für das Haus hängen von vielen Faktoren ab. Als Daumenregel gilt 2-3€ pro Quadratmeter Wohnfläche und Monat. Am besten, Du fragst einfach die Vorbesitzer. Also die Kosten sind im Normalfall: Gebäudeversicherung, Grundsteuer, Müll, Wasser, Abwasser, Strom, Heizung, Schornsteinfeger, Wartung Heizung.

LG

Beitrag von spatzele 02.03.10 - 19:59 Uhr

Hallo Melly !

Wir sind gerade in der von Dir beschriebenen Situation. Sprich wir habe eine ETW und uns im November 09 ein älteres Haus gekauft. Momentan ist es so das wir die Wohnung zwischenfinanzieren, was günstiger ist aber halt auch Geld kostet. Zudem zahlen wir die neuen Raten fürs Haus. Noch sind wir am renovieren und wollen bis zum 15.5 umziehen. Wir hoffen entweder bis dahin einen Käufer gefunden zu haben und wenn nicht dann warten wir noch bis Oktober, dann müssen wir wohl ans vermieten denken. Denn es ist halt schon ne Menge Geld die flöten geht, aber was will man machen.

Bevor Du ernsthaft ans Haus kaufen denkst würde ich es mir erstmal ansehen, denn oft sehen die Sachen im Internet sehr schön aus und in Wirklichkeit ist es nichts.

Mit den Nebenkosten machen wir es so das wir extra ein Konto eröffnen auf das wir jeden Monat einen gewissen Betrag überweisen und von dem halt alles gezahlt wird. Bleibt am Ende des Jahres was übrig ist es toll und wenn nicht dann halt nicht :-) .

Bei weiteren Fragen kannst Du mich gerne anmailen.

LG Tanja

Beitrag von melly74 03.03.10 - 07:31 Uhr

Danke für eure Tipps und Meinungen.

Ich habe dann gestern mal unseren Finanzmakler kontaktiert, da er wieso gerade an einer neunen Zinsfeschreibung für einen Teil des Kredites bei uns dran ist. Er guckt sich das mal an und meldet sich dann bei uns, ob das machbar wäre.

Und wenn nicht, warten wir halt noch knapp 6 Jahre^^ 2016 lösen wir einen großteil der Finanzierung ab und haben dann ca. über die Hälfte abgetragen.

Und das Objekt gucken wir uns bestimmt trotzdem an, ich meine den Grundriss kennen wir, da mein Mann auf dieser Straße aufgewachsen ist und die Häuser halt alle im selben Stiel gebaut wurden. Uns gefällt halt das an den alten Häusern viiiiel Garten ist. Und ich immer zu meinen Mann gesagt habe, hier ziehen wir wieder hin!:-)

Naja träumen darf man ja^^ Ich warte nun ab was unser Finanzmakler sagt und dann schauen wir weiter!

Aber machbar scheint sowas ja zu sein, mal gucken, ob auch für uns!

Lg

Melly

Beitrag von coppeliaa 03.03.10 - 12:20 Uhr


unsere vorbesitzer waren auch in derselben situation. unterschied war aber: hier war das neue objekt günstiger als das verkaufte (weil kleiner etc). hier hat die bank zwischenfinanziert, mit dem verkauf wurde der kredit dann zurückbezahlt. zwischen kauf und verkauf war ein knappes jahr.

ich denke, fragt einfach, ob ihr eine finanzierung bekommen würdet. hängt von sehr vielen faktoren ab.

was das haus betrifft: unbedingt anschauen. ist einfach was anderes als nur den grundriss zu kennen. und falls es doch nix ist, dann seid ihr immerhin um eine erfahrung reicher. für das nächste häuschen :-)

lg