Warum kann ein Mann....

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von beluleleba 02.03.10 - 15:07 Uhr

... nicht erwarten, dass mach seiner getaner Arbeit das Essen fertig ist und die Frau am Abend die Beine breit macht, wenn der Mann Bock auf Sex hat?


Zugegeben, meine Frage ist wirklich sehr provokant.
Was ich nur zu bedenken geben möchte ist folgendes:
Jeder Mensch hat doch gewisse Ansprüche, die er an seinen Partner stellt, oder?
Wenn dies nicht kompatibel zueinander ist, sollte dann daran gearbeitet werden, oder glaubt ihr, dass so eine Vorraussetzung erst gar keine Basis ist? ( Hätte im Vorfeld vermieden werden können, wenn direkt klar erkannt worden wäre, dass die Ansprüche aneinander zu hoch geschraubt sind )
Wir alle haben doch lernen müssen uns zu arrangieren, egal in welchem Bereich des Lebens. Wieso scheint das in einer Partnerschaft als Selbstverständlichkeit angesehen zu werden, dass alles zur besten Zufriedenheit läuft, ohne dass da jeder an sich selbst arbeitet bzw. an seinen Erwartungen herumschraubt?
Und was ist mit seinen Erwartungen, die man an sich selbst stellt? Was ist mit klarer Rollenverteilung? Und dem Bewusstsein der Konsequenzen daraus?
Ich weiß, dass es ein schwieriges Thema ist. Aber bevor man mit Unzufriedenheit auf eine Situation reagiert könnte man doch erst einmal in sich gehen und sich fragen, was man da einfordert und vor allem, wie der andere in der Lage wäre, dem gerecht zu werden, ohne sich beschnitten und gegängelt zu fühlen.

Meiner Meinung nach sollte man sich in einer Beziehung ( und Familie ) ergänzen, damit für alle ein zufriedenes Maß erreicht ist. Und eine Frau, die ganztägig Zuhause ist ( oder umgekehrt ) sollte sich vielleicht erst versuchen vorzustellen, welches Bild sich einem bietet, wenn man nach Hause kommt und noch Hausarbeit erledigen soll-um des lieben Friedens willen ( und nicht, weil es von der anderen Person allein einfach nicht geschafft werden KANN ).

Wenn ein Part in einer Partnerschaft ganztags Zuhause ist mit den Kindern, dann ist das sein Job, ganz klar, oder? Während der andere einen außerhäuslichen Job nachgeht. Und in erster Hinsicht sollte jeder seiner eigenen Aufgabe nachgehen und nicht vom anderen erwarten, dass dieser ergänzend tätig wird.
Wenn es so ist, dann ist das ein positver Nebeneffekt eines hilfs- und kompromissbereiten Partners, aber nicht Grundvorraussetzung, finde ich zumindest.

Wie seht ihr das? Generell und nicht auf das u.g. Beispiel ( auch wenn das Auslöser meines Schmons hier war ).

LG
H.


Beitrag von heike011279 02.03.10 - 15:19 Uhr

Hi,
grundsätzlich gebe ich Dir Recht. Wenn die Rollenverteilung so klar definiert ist, dass einer zuhause ist und den Haushalt schmeißt und der andere eben arbeitet, dann sollte auch jeder eben diese Rolle zu 100% leben.
Leider ist es oft so, dass durch Kinder der tägliche Haushaltsplan manchmal etwas durcheinander gerät und man eben doch nicht so das erwartete Pensum des Tages schafft, dann ist man natürlich froh über die Hilfe des Partners am Abend.
Allerdings vermute ich, dass das Problem, das hier oft geschildert wird, nicht zu hohe Erwartungen sind oder weil Frau eben prinzipiell Hilfe im Haushalt erwartet. Ich denke eher, dass viele Frauen genervt sind, weil sie das Gefühl haben, dass der Partner nicht nur nichts im Haushalt tut, sondern auch noch zusätzlich Arbeit verursacht (wie z. B. sein Geschirr nicht selbständig wegräumen, Wäsche in die Box usw.).
Bei reiner Hausarbeit kommt eben auch nie ein wirklich befriedigendes Gefühl auf á la "wieder ein Thema abgehakt", weil es eben eine neverending Story ist.
Das frustriert zusätzlich, zumal Haushalt und Kinder nicht annähernd eine so große geistige Herausforderung darstellt wie einem geregelten Job nachzugehen, bei dem man nunmal nach getaner Arbeit Feierabend macht und nicht innerhalb von ein paar MInuten wieder Chaos herrscht.

Für mich bedeutete das schon immer, dass ich auf Dauer mit dem nur Hausfrauendasein definitiv nicht ausgelastet wäre, auch wenn es sicherlich genug zu tun gibt. Der Mensch braucht Perspektiven, Entwicklungsmöglichkeiten, Aufstiegschancen, Lob und Anerkennung. Die erfährt man eben meist im täglichen Staubsaugen und Bügeln nicht.
Das ist selbstverständlich. Ein frischgemachter Haushalt fällt nicht auf, aber es fällt eben sofort auf, wenn der Haushalt nicht erledigt wurde.

Ich hoffe, Du verstehst, was ich meine. #kratz

LG
Heike

Beitrag von xyz74 02.03.10 - 15:28 Uhr

------------
Wenn ein Part in einer Partnerschaft ganztags Zuhause ist mit den Kindern, dann ist das sein Job, ganz klar, oder? Während der andere einen außerhäuslichen Job nachgeht. Und in erster Hinsicht sollte jeder seiner eigenen Aufgabe nachgehen und nicht vom anderen erwarten, dass dieser ergänzend tätig wird.
Wenn es so ist, dann ist das ein positver Nebeneffekt eines hilfs- und kompromissbereiten Partners, aber nicht Grundvorraussetzung, finde ich zumindest.
---------------

Naja, aber in jedem Job hat man mal Feierabend.
Im Haushalt nie, da ist man 24/7 beschäftigt.
Daher ist es bei uns völlig normal, dass jeder was macht.
Wir arbeiten zwar beide außer Haus aber im ersten Jahr als ich Zuhause war, hat mein Partner trotzdem mitgeholfen.
Lag aber sicher auch daran, dass er an meinem Arbeitstag (ich hab nach vier Monaten 1 Tag pro Woche im Büro gearbeitet und er hat Home Office gemacht) den Kurzen vom Home Office aus im Auge behalten.
Ihm war also klar wie ein Tag mit so einem Zwerg aussehen kann.
Für ihn war es absolut selbstverständlich sich abends um den Zwerg zu kümmern und mich am WE auch schon mal ins Bett zu verfrachten damit ich etwas Schlaf bekomme.

Beitrag von frieda05 02.03.10 - 15:29 Uhr

pfffttt... - Häseken... - das rummst aber.

....

Grundsätzlich bin ich Deiner Ansicht. Ich bin der Meinung, daß die Problematik im Anspruch liegt. "jeder denkt an sich - nur ich..., ich denk`an mich".

Der/diejenige, die zu Hause im Chaos hockt, die Kinder pflügen Garten und Wohnung um, Du hast gerade alles weggeräumt, kommst um die Ecke, das nächste Chaos erwartet Dich, da die kleinen Terrorzwerge ihrer Kreativität freien Lauf ließen... etc.pp. ! Geschirr...? Welches verfluchte Geschirr eigentlich? Ach ja #klatsch ... Müüüüülllll / Tonne raus - ach ne... - scheiße...das war gestern!!!!! o.k. ich stell den Büdel anne Tür, nehme Dich nachher mit.... ... - - - -

Dann kommt der Gebieter heim - ins Haushalts-Nicaragua. Genervt... - Zahlen stimmten nicht, der Chef zog ihm gepflegt das Fell über die Ohren, die Kollegin hatte ihre Tage und war unausstehlich.... - und ...: fällt über die Mülltüte. Kurz danach öffnet er die Post mit den Kontoauszügen ..... -

soll ich weiter machen?

Da muß man schon ein besonderer Mensch sein, ein Ausbund an Selbstbeherrschung und Parzifismus, wenn man sich da noch allabendlich strahlend in die Arme sinkt und sich aneinander freuen kann....

Ich wundere mich über die noch relativ überschaubare Kriminalitätsrate im häuslichen Bereich, angesichts der hier oft geschriebenen Beiträge...

GzG
irmi

Beitrag von so ist es eben 02.03.10 - 15:36 Uhr

...nicht erwarten, dass wenn Mann nach Hause kommt, das Essen auf den Tisch steht, die Kinder versorgt, der Haushalt erledigt, er dann abends gefälligst auch Bock auf Sex zu haben hat, wenn er eigentlich "nur" mit Arbeiten gehen beschäftigt ist?

Auch ein krasses Beispiel, aber ebenso leider oft Realität. Hat Frau keinen Bock, weil sie doch "nur" Kinder, Haushalt etc. zu erledigen hat, stimmt was nicht. Hat Mann keinen Bock, obwohl er "nur" arbeiten gehen muss, ihm sonst aber alles hinterher geräumt wird, keinen Bock hat, auch nicht Recht.

Tja, jede Partnerschaft ist verschieden. Und dieses auf ein gewisses Maß an "Gleichberechtigung" zu bringen, teilweise Schwerstarbeit.

Da ist es doch viel einfacher, den PC anzuschalten, mich über meinen "faulen" Partner auszukotzen, statt sich an einen Tisch zu setzen und Probleme wie vernünftige Menschen zu klären.

Bei uns herrscht klare Rollenverteilung, die mit dem 1.Kind geklärt wurde. Ich Hausfrau, er bringt das gemeinsame Familieneinkommen heim. Da aber auch mir als Hausfrau durchaus mal was bei der Erledigung meiner Arbeit etwas dazwischen kommen kann, ist sich mein Partner nicht zu fein, auch mal mit anzupacken, wenn es mal notwendig wird. Und da ich in naher Zukunft wieder 6 Stunden täglich arbeiten gehen werde, wurde bereits im Vorfeld ein Plan aufgestellt, wie es dann laufen soll/könnte. Ob wir es dann so umsetzen können, werden wir sehen, aber wir sind vernünftig genug, miteinander zu kommunizieren, wenn es Probleme gibt. Das klingt zwar jetzt einfach und vernünftig, war aber auch verdammt viel Arbeit, dieses Level der Ehe zu erreichen.

Grundsätzlich weiß ich zur genüge, wie schwer Kleinkinder teilweise sein können, verstehe aber oft trotzdem nicht, wie manche Mütter sich mit Hauhalt und EINEM Kleinkind oft überfordert fühlen und nix schaffen, während andere mit mehreren Kinder, Haus, Hof, Haustieren etc. es problemlos auf die Reihe bekommen. Aber zum Glück muss ich nicht alles verstehen. Wir haben eine Stufe erreicht, mit der wir sehr gut leben können, und das ist die Hauptsache.

Beitrag von nakiki 02.03.10 - 15:54 Uhr

Hallo!

Ich fange mal bei der gemeinsamen Basis an: Wenn man zu unterschiedliche Ansichten hat, dann kommt man meiner Meinung nach nie auf einen gemeinsamen Nenner. Entweder akzeptiert man die Ansichten des anderen und kann sich damit arrangieren oder aber man hat keine gemeinsame Zukunft.
Wenn die Ansichten nicht zu sehr auseinander weichen, findet man meistens Kompromisse und das macht meiner Meinung nach das gemeinschaftliche Familienleben aus. Wenn einer zu egoistisch ist, wird das nichts.

Von der klassischen Rollenverteilung (Frau zu Hause kümmert sich um den Haushalt und den Mann, Mann bringt das Geld nach Hause und Kinder haben zu gehorchen und wachsen nebenbei auf) halt ich gar nichts.
Ich war auch in der ersten Zeit zu Hause, aber wegen der Kinder und nicht um den Haushalt zu schmeißen und meinem Mann zu dienen.
Während dieser Zeit habe ich den Löwenanteil an der Hausarbeit geleistet, klar ich konnte es ja auch einrichten, aber die Zeiteinteilung haben meine Kinder vorgegeben. Gerade als sie noch kleiner waren, kam es öfter vor, dass ich den ganzen Tage nichts geschafft habe, da sie sehr anhänglich waren.

Mein Mann fand es auch in Ordnung, wenn es nicht pikobello war, dafür aber die Kinder glücklich und zufrieden, weil man zB stundenlang auf dem Spielplatz war.
Es gab auch deshalb kein warmes Essen für meinen Mann abends, denn wenn er nach Hause kommt, werden die Kinder fürs Bett fertig gemacht.
Außerdem erledige ich keine arbeiten, die mir keinen Spaß machen: Ich bügel nicht und mache auch den Garten nicht, da könnte ich noch soviel Zeit zu Hause verbringen.

Entscheidend ist jedoch, ob sich beide Partner wohlfühlen und dann ist es egal, ob der Mann nach 12 Stunden noch bügelt oder nicht. Für einige ist bügeln zB auch reine Entspannung und sie machen es gerne. Man muss nicht immer alles als Arbeit sehen.

Wenn die Frau ganztags zu Hause ist, dann sollte sie auch (unter der Woche!) die meiste Hausarbeit erledigen. In den meisten hier beschriebenen Fällen geht es auch nicht darum, dass der Mann noch abends das Bad putzen soll, sondern das er sich am Familienleben beteiligt!
Ich erwarte von meinem Mann, das er abends die Kindern mit ins Bett bringt, denn sonst würde er sie gar nicht sehen! Wenn er sich nicht im Familienleben einbringt, dann hätte er auch keine Familie gründen sollen. Mein Mann sieht es genauso und daher haben wir auch keine Probleme.
Hier liest man jedoch oft, dass sich der Mann gar nicht ins Familienleben einbringt und dann kommt natürlich auch sehr schnell der Frust bei den Frauen hoch, wenn sie ihm dann auch noch alles nachräumen müssen. Verständlicherweise finde ich.

Es steckt meistens mehr dahinter, wenn der Mann den Müll nicht rausbringen will und die Frau jedoch darauf besteht.

Gruß nakiki

Beitrag von gunillina 02.03.10 - 15:55 Uhr

IM Prinzip hast du recht. Nur, wenn der eine den ganzen Tag arbeitet, der andere auch, nur eben zu Hause, wann haben beide dann ihre Freiräume? Wie kommen beide auf ihre Kosten, wann gibt es Ruhezeiten, die sich vielleicht sogar überschneiden? Wo bleibt das Eheleben, die Zweisamkeit, die LIEBE???#verliebt
Ich finde, es ist auch eine Frage der Definition: Was ist für mich Arbeit, was Freude und Überzeugungstat?
Also: Mein Haushalt, der ist Arbeit, klar.
Die Kinder sind Teil meines Lebens, die liebe ich, die sind an und für sich keine Arbeit im eigentlichen Sinne, auch wenn sie ganz schön anstrengend sein können. Aber mit Kindern zu spielen kann auch entspannen, ablenken, erheitern.
Reine Ansichtssache.
Und Situationsabhängig, na klar. Gerade heute Nacht z.B. habe ich als Mutter 100% meine Arbeit getan, meinen Mann habe ich zwangsweise ins Bett verfrachtet: Töchterchen mit Dauerbrechreiz, Eimer ausleeren, Haare aus dem Gesicht streichen und den Mund mit Küchentuch abwischen waren halbstündlich meine Aufgabe. Weil ER nämlich heute früh 300 KM zur Arbeit zurückzulegen hatte, und zwar bitte schön ausgeschlafen. Denn ein müder Mensch kann nicht arbeiten, zumindest nicht gut. Also, für mich war klar, ich arbeite heute eh nicht, wenn das Kind bricht. Also mache ich auch die Nachtschicht, ohne mich zu beschweren (bis auf die angemessene Portion Selbstmitleid, die mir zustand).

Ich finde, es muss einfach klar sein, was wer zu tun hat in einer Beziehung. Das geht nur, wenn man miteinander über die Vorstellungen spricht.#aha Und dass eine Beziehung bedeutet, 1000 Kompromisse einzugehen, musste mir nicht erst mein guter Freund von früher sagen (interna)...

Und trotzdem kann es vorkommen, dass man sich gegenseitig mächtig auf den Senkel geht, weil man meint, man bekommt keine positive Resonanz vom anderen, man ackert sich kaputt, ohne dass das gesehen wird etc.

Aber, wer miteinander redet, anstatt sich bei urbia auszulassen, ist klar im Vorteil (am lustigsten/besten ist es, beides zu tun, das rettet die Beziehung und löst Spannungen - und kann na klar neue Spannungen auslösen, hier geht's ja auch mal rund), denn Beziehungen bestehen nur dann, wenn eine Beziehung besteht.#kratz

So. Geschwafele ohne Ende. Zur Frage: Warum die Olle ihre Beine abends nicht breitmacht, H.? Vielleicht sollte Mann sie an ihre ehelichen Pflichten erinnern;-) Oder sie war einfach noch nicht duschen...#schein

Beitrag von luka22 02.03.10 - 16:14 Uhr

"Wenn ein Part in einer Partnerschaft ganztags Zuhause ist mit den Kindern, dann ist das sein Job, ganz klar, oder?"

Das ist die Krux an der Sache. Familie und co sind eben keine normalen Jobs. Ich lass hier auch nicht um 17 Uhr alles stehen und liegen und lass mich den REste des Abends nach STrich und Faden verwöhnen. Na ja, schön wäre es, aber genauso unfair, wie wenn mein Mann diese Ansprüche hätte. Wobei das nicht heißt, dass er hier den Staubwedel schwingt. Aber er erwartet auch nicht, dass ich ihm die Schuhe ausziehe, die Puschen anziehe, das Badewasser einlaufen lasse, der gekühlte Sekt wartet natürlich schon am Wannenrand und (bei Bedarf) spring ICH noch in die Wanne, um ihn in jeder Hinsicht zu verwöhnen.
Manchmal überkommt es meinen Göttergatten und er meckert schon ein wenig rum, also nicht wegen des zu heißen Badewassers, sondern wegen dem Chaos... aber dann kommt ein Samstag und ein Sonntag. Und dann wird ihm wieder einmal bewusst, wie wenig freie Zeit der Tag mit drei Kindern bringt. In unserem Fall noch ein ganz Kleines , das am liebsten den ganzen Tag getragen werden will.
Für mich ist es einzig und allein wichtig, dass man sich gegenseitig vertraut. Mein Mann vertraut mir, dass ich hier alles nach bestem Wissen und GEwissen regle und ich vertraue ihm genauso.
Manchmal habe ich bei den postings das GEfühl das jeweils der eine Partner vom anderen denkt, er mache sich auf den Kosten des anderen einen faulen Lenz.
Und ja, ich finde es gar nicht in Ordnung, wenn der "arbeitende" Part meint, das Wochenende sei nur fürs Chillen da, inklusive 24 Stunden Verwöhnprogramm. Aber auf diese Idee kann ein verantwortungsbewusster Partner eigentlich gar nicht kommen. Man wird es unter "normalen" Bedingungen wohl immer so regeln, dass man das, was noch zu tun ist, gemeinsam tut und die restliche Zeit miteinander genießt.

Liebe Grüße
Luka

Beitrag von asimbonanga 02.03.10 - 16:25 Uhr

Hallo Bel,

viele Stolpersteine einer Ehe mit Kindern blieben mir erspart.Ich habe spät eine Familie gegründet, mein Ex-Mann war ehe erfahren.Deshalb wurden z.B. unangenehme Tätigkeiten delegiert( im Haushalt-oder an handwerklichem)die Kinder hatten täglich mindestens 2 gemeinsame Mahlzeiten mit Mutter und Vater und in Schreiphasen wurde sich mit dem Herumtragen abends abgewechselt.
Meine Eltern waren noch jung und willig -wir konnten oft Kurzreisen machen, für abends hatten wir einen festen Babysitter.
Eine klare Aufgabenteilung hilft ungemein-auch wenn es die verpönte klassische ist.Mir ist kein Zacken aus der Krone gefallen das Essen pünktlich auf den Tisch zu bringen o.ä.
Grundsätzliche Aussagen können hier nur schwer getroffen werden---die Ausgestaltung hängt von der beruflichen und finanziellen Situation der Familie ab.
Außerdem bedarf es immer wieder Korrekturen , damit alle Bedürfnisse Berücksichtigung finden-und das geht nur mit viel..............
genau reden.
Großzügigkeit,#herzlich und Toleranz erleichtern das Miteinander auch ungemein.
L.G.
Asbo

Beitrag von thyme 02.03.10 - 16:31 Uhr

Tja, schon recht. Nur dass der Job der Hausfrau nicht abends um 17 Uhr endet.

Weil da erst noch gekocht, abgeräumt, Küche gemacht und und und werden muss. Sind die Kinder noch klein, ist man ausserdem mit hinterherräumen ausgelastet. Ohne dass mann hinterher wirklich sieht, was man den ganzen Tag wirklich für Arbeit geleistet hat. Und das kann WIRKLICH frustrierend sein.

Und der Gang auf den Spielplatz etc. mag zwar wie die reine Freude erscheinen, ist es aber lange nicht. Da Nasen geputzt und Knie gepflastert werden. Ausserdem aufgepasst, nachgerannt, Essen ein- und ausgepackt, Windeln gewechselt, gespielt und getröstet werden. Ich weiss ja nicht, wie es andern geht, aber Zeit zum Nägellackieren hab ich da nicht. :-p

Und weil eben Kinderhüten und Haushalt ebenso harte Arbeit ist, wie der Job auf dem Bau - nur ohne die Befriedigung, das mal was wirklich FERTIG ist - muss abends halt auch Männe ran und seinen Nachwuchs bettfertig zu machen.

Und noch was: Mein Liebster hat 1x pro Woche Papatag und kriegt nicht die Hälfte von dem geschafft, was ich erledige. Ich kenne also das Gefühl, abends in eine Räuberhöhle zurückzukommen. Aber weder ihm noch mir käme in den Sinn den andern deswegen zu kritisieren. Schliesslich weiss ja jeder, was es bedeutet, Haushalt und Kinder unter einen Hut zu bringen.

LG thyme

Beitrag von manavgat 02.03.10 - 16:35 Uhr

Grundsätzlich hast Du sicher Recht. Aber: Du vergißt dabei, dass uns Frauen die Rolle zuhause zu sein, durch die Umstände regelrecht aufgedrückt wird. Der Zorn über die Glasdecke im Beruf/in den Beruf, die mangelnden Möglichkeiten sich den Alltag wirklich! zu teilen, ergießt sich dann oft über den Mann.

Selbst freiheitlich denkende Männer und Frauen finden sich in gesellschaftlich geforderten Rollenkonstrukten wieder sobald ein Kind da ist und versuchen dann irgendwie zu überleben.

LG

Manavgat

Beitrag von dominiksmami 02.03.10 - 16:40 Uhr

Huhu,

hmmm....kurz zusammengefasst....:

mein Mann bekommt Abends sein Essen wenn er von der Arbeit kommt...ist nämlich mein JOB. ebenso wie ich ihm morgens meist die Brote schmiere die er mitnimmt und dergleichen mehr.
Ja ich weiß...viele halten es für altmodisch, macht aber nix...wir fühlen uns pudelwohl so.

Beine breit..gibts nur wenn wir beide Lust haben *g* da bin ich vollkommen Kompromisslos.
Wenn jemand denkt er müsse das tun auch wenn er keine lust hat ist das bitte schön seine Sache.....ich bin einmal nicht nach meiner Meinung gefragt worden ( um es in der Kürze mal "nett" zu formulieren) das passiert mir kein zweites Mal mehr.

Ansonsten denke ich eben...mein Mann hat seinen schweren Beruf...ich bin Hausfrau und habe somit sowiso schon den leichteren Part, also kann ich auch dafür Sorgen das er Abends wirklich Feierabend hat.

Ok, ich habs gern das er die schweren Sachen trägt, aber das macht er von ganz alleine, danach hab ich nichtmal fragen müssen, ganz im Gegenteil...er siehts gar nicht gern wenn ich sowas selber mache.

Wenn beide Partner arbeiten gehen...ist das selbstverständlich alles ein wenig anders.

lg

Andrea

Beitrag von dominiksmami 02.03.10 - 16:42 Uhr

mal wieder zu früh abgeschickt..ich halt *g*

Meiner Meinung nach ist es eben wichtig das man sich verständigt..miteinander redet und nicht ständig auf den eigenen Vorteil bedacht ist, bzw. alles immer aufrechnet.


lg

Andrea

Beitrag von frauke131 02.03.10 - 16:48 Uhr

Bis auf die "ehelichen Pflichten";-) gebe ich Dir recht. Ih farge mich immer, wie man mit normalem Haushalt und 1-2 Kindern überfordert sein kann. Wenn man nicht gerade eine Landwirtschaft hat oder einen 3000qm Garten sollte ein moderner Haushalt eigentlich zu schaffen sein!( Am WE und was die Erziehung betrifft sollte sich der arbeitende Elternteil schon einbringen.) Gut, den Frühjahrsputz schafft man mit nem Baby vielleicht nicht, aber Wäsche, Abwasch, Kochen, staubssaugen und mal das Bad putzen dürftte unter der Woche zuscahffen sein. Vielleicht haben manche zu hohe Ansprüche oder ich bin ne Shlampe, weil ich nicht ständig putze#putz.

Da wir beide arbeiten. teilen wir uns die Arbeit, wäre ich zu Hause würde ich alles machen, bis aufs Kümmern ums Auto!

Beitrag von juniorette 02.03.10 - 16:54 Uhr

"und die Frau am Abend die Beine breit macht, wenn der Mann Bock auf Sex hat? "

Der einzige Job, wo eine Frau auf Kommando "die Beine breit machen muss" #augen, ist der einer Prostituierten (und selbst die kann Freier ablehnen).

Wenn du deine Frau als solche siehst - deine arme Frau.

Mein Mann sieht mich Gott sei Dank nicht als eine Nutte oder sein jederzeit zur Verfügung stehendes Sexspielzeug an :-)

LG,
J.

Beitrag von frieda05 02.03.10 - 17:03 Uhr

Mein Frauenarzt bestand auch darauf, daß ich daß für ihn mache... - also... echtjetzt... - ich bin dann zu ner Ärztin gewechselt... - hat aber nicht mit meinen sonstigen Neigungen zu tun #rofl......

#fest

GzG
Irmi

Beitrag von juniorette 02.03.10 - 17:08 Uhr

Meinen Frauenarzt sagt immer "setzen Sie sich mal auf den Behandlungsstuhl" und nicht "Machen Sie mal die Beine breit" #rofl

Brutaler Tonfall bei norddeutschen Ärzten #schein

#glas

LG,
J.

Beitrag von frieda05 02.03.10 - 17:19 Uhr

jepp - so sind die ... - zart besaitet darf man hier echt nicht sein. Schnauze halten und mitsingen... - ähmm - -saufen... #fest#fest#fest

Beitrag von juniorette 02.03.10 - 17:21 Uhr

Okay, wenn deine Frauenärztin vor der Behandlung erstmal 3 Flaschen Sekt/Champus spendiert, ziehe ich zu dir in den Norden #schein

Prost #fest#glas

Beitrag von frieda05 02.03.10 - 17:25 Uhr

macht sie...

- dann braucht sie nämlich nicht mehr sagen "nu rutsch mal weiter runter" - - - #rofl... da biste dann schon von alleine hingesackt...#fest.

Beitrag von silk.stockings 02.03.10 - 17:09 Uhr

Und was sagt die Ärztin? Immer schön zusammenkneifen? #schock

Beitrag von asimbonanga 02.03.10 - 17:04 Uhr

Habe ich überlesen, da sicher nicht ernst gemeint.Manchmal müssen die Jungs hier einfach mal über die Stränge schlagen :-)

Beitrag von juniorette 02.03.10 - 17:15 Uhr

Ich denke schon, dass er eine gewisse Erwartungshaltung diesbezüglich an Frauen hat, auch wenn er sicher (hoffentlich) noch keiner Frau gesagt hat "Ey, mach mal die Beine breit!".

Natürlich wollte er provozieren (schreibt er ja selber), und deswegen erlaube ich mir genauso überspitzt zu schreiben wie er.

Ich finde blubberbabbas Beiträge ansonsten sehr sympathisch, ich sehe hier nur den Sinn hinter der Provokation nicht :-)

Beitrag von asimbonanga 02.03.10 - 17:31 Uhr

Stimmt -sonst ist sehr sympathisch......;-)

Beitrag von lieber so 02.03.10 - 17:25 Uhr

Job und Haushalt/Kinder sind nicht zu vergleichen. Da ich vorher auch gearbeitet habe, traue ich mir ein Urteil zu. Hast Du dich jemals über einen längeren Zeitraum um Haushalt und Kinder gekümmert? Wenn die Antwort nein lautet, kannst Du auch nicht beurteilen wie das ist.

Im Job kommt in der Regel niemand an und macht deine eben erledigte Arbeit zunichte. Im Job versuchst Du nicht in einer Ecke sauber zu machen während in einer anderen Ecke gerade ein Kindertornado fegt. Im Job bekommst Du Geld, Urlaubs- und Krankentage bezahlt. Es gibt einen Vertrag, klare Bedingungen. Und vor allem gibt es nie wirklich Feierabend, weil man den Haushaltsjob einfach immer macht. Man hat die Arbeit ja vor Augen und ereldigt so vieles nebenbei.

Wenn Du erwarten darfst, dass eine Frau die Beine breit macht und dir ein Essen auf den Tisch stellt, dann darf die Frau auch erwarten, um 17 Uhr ihren Feierabend einzuläuten. Mein Tag beginnt um 6.20 Uhr und endet um 20 Uhr. In den ersten drei Jahren mit unserem Kind hatte ich NIE Feierabend, weil auch in der Nacht die Mami gefragt war. Ich habe 3 Jahre lang 24 Stunden gearbeitet. Der Haushalt ist nicht verwahrlost, aber es stand kein Essen auf dem Tisch und die Bügelwäsche blieb auch liegen für meinen Mann. Der hat einen 10-Stunden-Job und musste dann eben nochmal 3/4 Stunden am Wochenende bügeln dran hängen... ausgleichende Gerechtigkeit. Und ich denke, damit ist er noch ganz gut weggekommen.

Ich erwarte von einem Mann in der klassischen Rollenverteilung, dass er sich nicht aufführt wie ein weiteres Kind und sich zumindest um seinen eigenen Kram bemüht, d.h. kein Zeug rumliegen lässt, keinen Dreck hinterlässt usw.


  • 1
  • 2