Anforderung an ein 4,5 jähriges Kind 2. Teil

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von zuckerschneggle 02.03.10 - 16:31 Uhr

zunächstmal ein #herzlich es #danke schön an alle die auf meinen Beitrag "Anforderung an ein 4,5 jähriges Kind" geantwortet haben
Heute möchte ich euch mitteilen warum ich diese Frage gestellt habe.

Letzte Woche Freitag habe ich meine Tochter gegen 12 Uhr aus dem Kiga abholen wollen (normalerweise hole ich sie gegen 12:45 Uhr ab ), die meisten Kinder waren alle noch am Spielen so auch meine Kleine. Sie wolllte ihr Puzzel fertig machen und danach nochmal. Gut OK, da es ja ein kleines Puzzel war. In der Zeit sprach mich eine der beiden Erzieherin kurz an und ging dann weiter. Ca 15 Min später wollte ich dann meiner Tochter die Gummistiefel anziehen und was soll ich sagen, Knöchelhoch gefüllt mit Wasser. auf meine Frage wie das sein kann und ob niemand mit im Garten war bekam ich zur Antwort: Wir haben ihr mehrmals gesagt sie soll nicht auf die Wiese gehen und wenn sie es doch tut, können sie nichts machen und weg war die Dame mit dem Telefon am Ohr.
Wir also in den Hausschuhen gegen 12:15 Uhr zum Auto im Regen. #zitter
Zu Hause angekommen hat das Telefon schon mehrere Anrufe verzeichnet, beim nächsten Anruf ran gegangen , Erzieherin dran und meinte sie kann das nicht auf sich sitzen lassen das ich ihnen Unterstellen würde sie würden nicht auf die Kinder achten ( habe ich nicht behauptet ) es gäbe noch ander Kinder im Kiga zudem hätten sie ein Schnupperkind zu Besuch gehabt und die Buskinder hätte man fertig machen müssen ( Bus kommt um 12:40 Uhr) also noch genügend Zeit gewesen. Im laufe des Gesprächs wurde dann erwähnt, meine Tochter wird bald 5 und kommt nächstes Jahr in die Schule und müsste daher viel selbstständiger sein und sie hätten ihr schon noch gesagt sie sollte ihre nassen Sachen ausziehen. Die Frage ist nur wann hätten sie es gesagt ? #kratz den als sie an mir vorüber ging und kurz mit mir geredet hatte, hat sie es nicht getan.
Sie zieht sich alleine an, sie hilft Kleineren bei Schuhe anziehen und bei den Jacken und vieles andere mehr was ihr schon als Antwort geschrieben hattet also meiner Meinung nach schon sehr selbstständig, allerdings vergisst sie beim Spielen gerne mal die Regeln wie ZB nicht in Pfützen hüpfen wenn man aufgefordert wird damit aufzuhören ( kennen wir ja alle, macht riesen Spaß #ole)
Die Erzieherinnen habe nach ihren Angaben alles beobachtet aber nichts weiter unternommen als zu sagen sie darf das nicht ( beim telefonat und am Montag dann musste ich festellen das die Erzieherinen sich in ihren Ausagen widersprochen haben, den jeder erzählte mir was andres) . Dann wieder drinn hat sich keiner gekümmert und meine Kleine saß also mit patschnassen Strümpfen im Spielzimmer und puzzelte.
Die Wechselkleidung wird von den Erzieherinnen bereit gelegt (sind im Schrank wo die Kinder nicht ran kommen) und das Kind wird dann aufgefordert sich umzuziehen, was meine dann auch normaler weise macht, nur eben am Freitag nicht weil sich keine der Erzieherinen dafür interessiert hatte.
Das Ende vom Lied es wurde nun ein Elterngespräch angesetzt da sie es für notwendig halten sie aber jetzt nicht genauer darauf eingehen möchte.

Vielleicht sehe ich das ganze auch nur zu Eng aber ich bin der Meinung ein Kind mit 4,5 Jahren soll noch Kind sein dürfen und auch mal etwas was normalerweiße schon selbstverständlich ist vergessen dürfen und dann eben angeleitet werden müssen dieses zu tun.

LG zuckerschneggle

Beitrag von lisasimpson 02.03.10 - 16:42 Uhr

völlig egal was vorher oder nacher war, wer was gesagt oder geatn hat (und ich kennen deine ersten beitrag dazu nicht):
Es ist ein nogo das Kind mit nassen sachen sitzen zu lassen ohe dafür zu SORGEN (damit ist nicht gemeint, es ihr zu sagen!) daß sie trockene sachen anhat!

Alles Liebe
lisasimpson

Beitrag von engelchen28 02.03.10 - 17:17 Uhr

hallo!

wenn die erzieherin dem kind mehrere male sagt, es möge nicht in die pfütze / auf die wiese etc. gehen und es dies dann trotzdem tut, muss es mit der logischen konsequenz umgehen. und wenn die erzieherin das kind bittet, sich die nassen strümpfe auszuziehen, würde ich auch erwarten, dass ein 4jähriges kind dies entweder tut oder eben mit nassen strümpfen da sitzt.

die erzieherinnen können nicht schuhe / strümpfe von 25 kindern kontrollieren, einer der vielen lernprozesse im kiga ist es ja, auf anweisungen zu reagieren und diese auszuführen.

was ist so schlimm daran, ein paar wassergefüllte gummistiefel zu haben und dann in hausschuhen zum auto zu gehen? zur not hätte man das kind auch eben auf den arm nehmen können.

lg
julia

Beitrag von zuckerschneggle 02.03.10 - 17:47 Uhr

es gab eben KEINE Konsequenzen und die Erzieherinnen haben nicht das da sitzen mit patschnassen Strümpfen als Konsequenz genommen sondern schlichtweg sich eine Ausrede einfallen lassen und dabei vergessen sich abzusprechen, da die eine vom tun der anderen nichts wusste obwohl sie angeblich beide anwesend waren

Beitrag von mysterya 02.03.10 - 19:08 Uhr

Ähm nein! Kinder in Klitschnassen Sachen hat nichts mit Konsequnzen zu tun, sondern ist fahrlässig. Das Kind kann sich ganz schnell richtig was weg lauern. Das kann folgen haben, die das Kind ohnehin nicht überblickt. Infekte, Blasenentzündung und und und...

Keine Erziehrin der Welt darf das oder lernt das in ihrer Ausbildung.

Im Gegenteil. Es ist absolute Pflicht ein Kind mit nassen Sachen schnell und zügig umzuziehen und im trockenen Zustand seinen Eltern zu übergeben.

Wenn das Kind eine Konsequenz braucht, dann ist es die, dass es nicht mit den anderen Kindern toben darf, sondern beim Erzieher an der Hand bleibt auf dem Hof, damit es nicht in die Pfütze springt oder auf einer Bank bleibt oder so.

Solche mitterlalterlichen Methoden mit nass frieren lassen, gibt es nicht!

Beitrag von engelchen28 02.03.10 - 20:00 Uhr

so schlecht kann es dem kind nicht gegangen sein ("nass frieren"), sonst wäre es selber auf die idee gekommen, sich die nassen strümpfe auszuziehen, anstatt fröhlich puzzelnd auf dem boden zu sitzen.

ein kind, das in pfützen springt und durch und durch nass wird, ist falsch angezogen. meine tochter ist waldkind und springt jeden tag in tiefe pfützen...sie war noch nie ansatzweise nass unter ihrer oberen kleidungsschicht.

Beitrag von mystery80 02.03.10 - 17:21 Uhr

Hallo!

Ich bin auch Kindergärtnerin.
Ich bin entsetzt! Auch wenn ein Kind nicht auf meine Anweisung (nasses Gras) nicht reagiert hat, darf es nicht sein, dass es mit nassen Socken weiterspielt!
Es ist schon gut wenn das Kind nass wird, dann sieht es das Ergebnis. Es sieht was passiert wenn ich nicht gehorche. Und das ist ein perfekter Moment um mit dem Kind darüber zu reden , und ihm zu erklären warum ich das vorher gesagt habe!
Ich würde mich schon auf das Elterngespräch freuen und gespannt auf die Antwort der Frage:"Warum lassen sie meinem Kind die nassen Socken an?" warten.

Aber vielleicht ist das ja eine neue Erziehungstheorie von der wir hier in Österreich noch nichts wissen!

Ach ja erinnern sie die Kindergärtnerin an ihre Aufsichtspflicht. Auch Telefonate sind in der "Kinderzeit" zu vermeiden! Es sollte dann immer eine andere bei den Kindern sein!

Beitrag von bine3002 02.03.10 - 17:34 Uhr

Ich bin ehrlich gesagt auch immer wieder entsetzt, was Erzieherinnen sich alles erlauben und wie gelassen manche Eltern damit umgehen (siehe andere Antwort hier). Es gehört zur Aufsichts- und Sorgfaltspflicht der Erzieherinnen, Kinder nicht nur aufzubewahren sondern sie auch zu versorgen. Das ist meine Meinung.

Und wer denkt, dass zwei Erzieherinnen nicht 25 Kinder mit allem Drum und Dran versorgen KÖNNEN, der ist herzlich eingeladen, in unserem Kindergarten zu schauen wie das geht. Das ist ein Waldkindergarten und die Kinder werden manchmal ZWEI mal täglich (morgens und mittags nach dem Essen im Haus) komplett angezogen, falls nötig danach oder auch zwischendurch nochmal umgezogen, eingecremt, sie bekommen Hilfe beim Toilettengang (und zwar alle, weil das mit Schneeanzug draussen nicht anders geht) und was sonst noch so alles dazu gehört. Zwei Kinder brauchen sogar noch Windeln und bekommen diese notfalls auch bei Eis und Schnee im Wald (!!!) gewechselt. Das ist zweifelsohne sehr anstrengend, aber die Erzieherinnen wechseln sich ab und kriegen es hin.

Ich persönlich wäre auch nicht böse, wenn mein Kind mal nasse Socken hätte. Ich hätte Verständnis dafür. Es ist aber noch NIE vorgekommen.