Wie schnell wollt ihr wieder ss sein?

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von froschi0812 02.03.10 - 17:02 Uhr

Hallo liebe Sternenmamis....

ich habe mein Kind in der 12. Wochen hergeben mussen. Abbruch, Diagnose: Anencephalus...

Ich lese hier immer wieder, dass viele von euch schnell an eine neue SS denken, nach den Zyklen fragen (nach einem Abbruch)....

Wie ist das bei euch? Wieivle Zeit braucht ihr?

Bei mir ist der Abbruch ja erst eine Woche her und ich kann mir gar nicht vorstellen, jetzt wieder ss zu sein. Mir käme es so vor, mein Kind schnell "ersetzen" zu wollen.
Ich WILL um dieses Baby trauern und erst wenn es mir wieder gut geht, an ein weiteres denken.

Ich glaube, wenn ich in den nächsten Wochen wieder ss wäre, wäre alleine schon die Angst, dass wieder etwas passieren konnte, die mich schlichtweg umbringen würde.

Wie ist/war es bei euch? Wollt ihr schnell wieder ss sein? Braucht ihr eher noch Zeit?

Beitrag von schnuppell 02.03.10 - 17:21 Uhr

Hallo Froschi,

mir ging es so, dass ich schon während der SS immer das Gefühl hatte, dass etwas nicht gut geht. Wie erleichtert war ich, als ich dann das Herzchen gesehen hab - ich konnte es gar nicht glauben. Obwohl es wahrscheinlich schlicht krank ist, habe ich schon während der SS immer gerechnet, wann ich frühestens wieder ss werden kann, wenn uns dieses Baby verlassen würde... Leider wurde dann in der 11. SSW tatsächlich kein Herzschlag mehr gefunden, in dem Moment war mir aber natürlich ganz und gar nicht danach, direkt wieder ss zu werden, da ich ganz arg traurig war. Auch wenn ich das irgendwie im Gefühl hatte, kann man sich vor dem Traurig-Sein einfach nicht schützen - uns das soll man ja auch nicht. Ich bin nach wie vor traurig und glaube auch, dass einen der Verlust ein Leben lang begleiten wird. Aber das steht für mich in keinem Zusammenhang zu anderen Babys, die ja jedes für sich seine ganz eigene Berechtigung haben.

Ich kann mir gut vorstellen und hoffe sehr, in diesem Jahr wieder ss zu werden. Aber eben nicht als Ersatz, sondern mit unserem 2. Kind, auf das ich mich aber auch schon freue (in der Hoffnung, dass es den Weg zu uns finden wird). Wenn jemand seine ganze Kraft erst einmal darein stecken möchte, um sein 1. Baby zu trauern, dann ist es in diesem Moment genau so richtig. Das muss einfach jeder für sich selber erspüren.

Ich hoffe, dass Du genügend Zeit und Kraft zum Trauern findest und danach (wann auch immer das sein wird) wieder hoffnungsvoll auf eine neue SS zugehen kannst.

Liebe Grüße

Beitrag von frechdaxx 02.03.10 - 18:16 Uhr

Mein AS war letzten Freitag, 26.02.

Die Ärztin im KH empfahl, drei Monate zu warten, bevor man es wieder auf eine Schwangerschaft anlege.

Selbstverständlich geht es ab dem zeitpunkt, ab dem du wieder deine Regel bekommst. Ich habe für aber beschlossen, dass die 3 Monate Auszeit sicher NICHT verkehrt sind. Ich war bei 9+5.

Im Unterleib und der Gebährmutter ist bei uns einiges passiert - da muss auch erstmal wieder der "Normalzustand" wieder hergestellt werden und ein wenig "Ruhe" reinkommen.

Die Ärztin meinte auch, dass nach 3 Monaten die Aussicht auf eine intakte Schwangerschaft wesentlich besser seien!

Aber das ist sicher nur eine Empfehlung. Letztendlich muss jede Frau für sich selbst entscheiden, wann sie sich wieder dafür bereit fühlt, das erlebte verarbeitet hat und bereit ist, für einen Neustart in dieser Hinsicht.

Also, ich hoffe, dass es nach den 3 Monaten Pause ganz schnell wieder klappt :-)

Alles Gute #klee

Beitrag von buzzfuzz 02.03.10 - 18:16 Uhr

Hallo

ich hatte im dezember eine elss und mir war sofort klar,dass ich weiterüben werde. Ich habe schon 3 kinder und wir möchten eben noch eins haben und für mich war klar,dass es kein ersatz sein wird.

wir sind nun im 2üz und ich habe zwar schiss das wieder was passieren könnte:-(

Ich habe getrauert und trauer heute auch hier und da noch etwas,aber ich habe meiner meinung nach so gtrauert,dass ich wieder bereit bin wieder SSzu werden.

jeder ist da eben anders und das sollte man aktzeptieren.

Gruss Diana

Beitrag von candis84 02.03.10 - 21:40 Uhr

hallo froschi0812,

bei jedem ist das unterschiedlich. als ich meine erste fehlgeburt (9 ssw) hatte, war für mich auch erstmal an keine weitere ss zu denken. als ich aber das zweite mal schwanger war (das war drei jahre später) habe ich mich doch sehr gefreut. auch dieses kind habe ich verloren (10 ssw). danach ging es mir wieder sehr schlecht und trotzdem war ich mir sicher, irgendwann ein kind zu wollen. das problem bei uns war nur, dass mein mann nur eingeschränkt zeugungsfähig war und es deswegen dazwischen so lange dauerte. letztes jahr habe ich mich von meinem mann getrennt und habe später einen neuen partner gehabt. was passierte: ich wurde schwanger, aber auch dieses kind habe ich in der 7 ssw verloren. nach der 3 fg bin ich mir aber sicher, ich möchte es auf jeden fall wieder versuchen.

ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen und wünsche dir alles gute und ich hoffe das du diese traurige zeit gut überstehen wirst.

lass dich gedrückt sein.
lg marta#liebdrueck

Beitrag von darismama 02.03.10 - 21:48 Uhr

Hallo Froschi,
meine Totgeburt ist nun 2 Monate her, Samstag wäre der eigentliche ET. Mein Mann und ich möchten auf jeden Fall irgendwann unser leibl. Kind gesund im Arm halten, die Sehnsucht ist jetzt so groß, so groß war sie noch nie! Klar ist, es wird nie einen Ersatz geben. Wir haben uns so auf unser Wunderkind gefreut nach 10 J. Kinderlosigkeit. Aber ich sehe auch mein Alter, ich bin schon 36. Ich lasse es meinen Körper entscheiden, wann er wieder soweit ist. Ich würde auf keinen Fall mehr verhüten. Wenn es passieren soll, dann ist es ok. Obwohl mein Körper bis jetzt noch keine Anzeichen gibt, dass die Eierstöcke die Arbeit wieder aufnehmen. Ich denke, das wird noch 2-3 Monate dauern. Ist dann auch ok. Aber ich hoffe schon, dieses Jahr noch ss zu werden, aber das Jahr hat ja erst angefangen.
Die Trauerarbeit ist auch sehr wichtig. Wir sind in einer Angehörigengruppe und wollen noch eine psych. Betreuung ausprobieren, die Verarbeitung bzw. die Trauer ist doch echt heftig und wird einen das ganze Leben begleiten....... Und auch um in der Folge ss nicht zu viel Angst zu haben, sonst macht man sich ja nur verrückt und schadet dann vielleicht auch dem ungeborenen Kind. Ich glaube, das tut bei der Psychologin ganz gut professionelle Ratschläge zu bekommen.
Liebe Grüße Meike

Beitrag von dany-sven 03.03.10 - 09:21 Uhr

Hallo!!

Meine AS in der 9. Ssw war am 22. Februar, also erst letzte Woche. Nachdem ich eine Woche fix und fertig war geht es jetzt so langsam wieder aufwärts!

Bin zwar immer noch unendlich traurig und würde alles dafür geben meinen Krümel zurückzubekommen, aber es hilft ja leider alls nix!

Für uns steht aber fest, dass wir direkt wieder anfangen zu üben!!! Wenn mein Körper bereit ist wird es klappen, wenn nicht, dann nicht!

Ich hoffe auch, dass es schnell klappt und wir wieder schwanger werden!

Ich habe für mich entschieden, dass ist, wie wenn man vom Pferd gefallen ist:
Man muss so schnell wie möglich wieder aufsteigen!

Aber wie ja auch schon gesagt wurde muss das jeder für sich selbst entscheiden und man sollte sich nicht von andreen beeinflussen lassen!!!

Ich wünsche dir alles gute und viel Kraft!!!
Dany

Beitrag von sunny393 03.03.10 - 11:16 Uhr

Hallöchen!

Ich habe meins am 01.02. hergeben müssen. Wir wollen direkt wieder jetz schwanger werden, wir haben 2 Jahre drauf gewartet. Klar der Schmerz ist total groß, aber umso mehr der Tag näher rückte an den wir wieder üben durften ging es mir viiiiel viiiel besser.
ich gebe die Hoffnung nicht auf.
Habe ich ja die letzten 2 Jahre ni gemacht.
Wünsche euch allen viiiiiiiiel Glück