Aberglaube: Schwangere nicht zur Beerdigung

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von sabrina.2 02.03.10 - 21:36 Uhr

Hallo!

Habt Ihr schon mal was von dem Aberglauben gehört, dass Schwangere nicht zur Beerdigung sollen?

Was hat es damit genau auf sich?

LG
Sabrina

Beitrag von tadeya 02.03.10 - 21:59 Uhr



Glaube, dem die Tür versagt,
steigt als Aberglaub' durchs Fenster.
Wenn den Schöpfer ihr verjagt
kommen die Gespenster.



Liebe Sabrina,

ich gehe bei kreuzenden schwarzen Katzen fröhlich weiter, gehe auch unter Leitern hindurch (sogar absichtlich wenn ich auch drumherum gehen könnte) und Freitag der 13. schreckt mich nicht von Risiken ab. Das alles hat mir nie im Geringsten geschadet.

Der Besuch einer Beerdigung wird Mutter und Kind nichts anhaben, rein rational gesehen gehören Leben und Tod in dieser Welt eng zusammen.

Es grüßt
Tadeya

Beitrag von 72010 06.03.10 - 22:57 Uhr

Ich würde nicht von Aberglaube sprechen. Ich weiß nur das meine Ma als sie mit mir Schwanger war auf der Beerdigung eines sehr guten Freundes war und sie mich deshalb fast verloren hat. Sie war psychisch so fertig, das ich im 5. Monat schon fast geboren wäre. Die Ärzte überlegten schon ihr einen Ring um die Gebärmutter zu setzen. Zum Glück halfen ihr die Medikamente die angesetzt wurden. Wir hatten im Februar einen Todesfall in der Familie, die Schwester meiner Oma war verstorben. Ich bin nicht hingegangen, da ich nicht dasselbe erleben wollte. Ich finde nicht das es eine frage des Aberglaubens ist. Ich denke eher das man vorsichtig sein sollte denn bestimmte Situationen wirken sich auf eine Schwangerschaft aus.

Carmen 21.ssw

Beitrag von tapsitapsi 02.03.10 - 21:59 Uhr

Hey,

ich glaube, dass es eher darauf ankommt keine Frühgeburt zu wollen, weil eine Beerdigung ja nun doch einen seelisch sehr mitnimmt.

Denke ich zumindest.

LG

Beitrag von cahahi 03.03.10 - 07:37 Uhr

Hallo Sabrina!!

Ich bin nicht wirklich abergläubisch.
Darum war ich auch schwanger auf einer Beerdigung. Meinem 3-jährigen Sohn und mir geht es bestens!!!


Gruss Carmen

Beitrag von boreh 03.03.10 - 08:02 Uhr

Hallo,

der Aberglaube besagt dass der oder die Verstorbene das werdende Leben mit sich nehmen könnte.
Ich war in allen drei Schwangerschaften auf Beerdigungen, in dieser Schwangerschafts sogar auf 2. Mir wäre es viel schlechter gegangen wenn ich nicht dabei gewesen wäre.

Der Aberglaúbe ist quatsch, wer auch immer sowas mal gesagt hat. Ich weiss dass niemand aus meiner Familie mein kleines Leben in mir mit sich nehmem würde....

Lg

Beitrag von crybaby11 03.03.10 - 09:49 Uhr

hallo sabrina!

es heißt immer: geht eine schwangere frau zur beerdigung, trägt sie auch das kind zu grabe!

wie viel nun dran ist, bloß weils bei manchen gerade zutraf, weiß ich nicht! ich denke einfach selber nur, man macht sich fertig, manche noch viel mehr und schwupp schlägt es aufs kind! so könnte ich mir das erklären!

ich selber gehe und leitern durch, wenn kein platz drumrum da ist! gebe über kreuz die hand, beim verabschieden oder hallo sagen! und es ist nie was passiert! das sind ehr alles nur zufälle, und schon kommt ein aberglaube zum vorschein:-D

lg nadine

Beitrag von blacknickinblue 03.03.10 - 10:11 Uhr

Da ist gar nichts dran.

Meine Mutter war - als sie mit mir schwanger war - auf der Beerdigung ihrer Schwester. Meine Mutter war damals etwa im 6. Monat.

Ich sitze heute fröhlich hier und habe keinen Schaden davongetragen.

Beitrag von michi0512 03.03.10 - 13:08 Uhr

ich denke, wie eine andere dame schon schrieb, dass es wohl etwas mit dem frühgeburtsrisiko und der emotionalen stabilität der frau zu tun hat.

ich selbst war während meiner SS auf grund von frühwehen NICHT zur beerdigung. und ich weiß: ich hätte es nicht verkraftet.

glg

Beitrag von lieke 03.03.10 - 22:59 Uhr

Hallo,

ich war in meiner letzten SS auf 4 Beerdigungen, und mein Kleiner ist gesund und munter.

Es ist eben nur ein AberGLAUBE und kein Fakt. Wenn es dir gut geht, geh hin.

Ich war übrigends auch superoft schwanger auf dem Friedhof, denn dort liegt sein kleiner Bruder begraben. Vermutlich hätte es mir/uns mehr geschadet, auf die Besuche zu verzichten.

Ich halte das für großen Unsinn.

LG,
Lieke

Beitrag von fliegenpilzz 04.03.10 - 06:32 Uhr

halte ich nichts von


ich bin damals auch zur beerdigung meienr Schwiegermama gegangen. Ich war in der 15.ssw :-(
Wäre nicht schön gewesen wenn ich nicht gegangen wäre. Somit konnte auch mein ungeborenes abschied nehmen.

Klar es ist schwer und anders weil man imer angst hat sich zu sehr reinzusteigen-so nenn ich es mal- und man hat angst vor lauter trauer wehen zu bekommen ect...

ich habe es nicht bereuht. bereuht hätte ich es wenn ich ihr nicht den letzten gang gewärt hätte.

ich vermisse sie wahnsinnig :-(#kerze

Beitrag von blahblah 04.03.10 - 14:24 Uhr

Also eine Bekannte von mir hat ihr Baby bei ner Beerdigung bzw auf Grund dessen verloren.

Allerdings war sie auch so fertig wegen dem Tod eines geliebten Menschen das sie das Kind wohl auch zu Hause verloren hätte.

Ich geh von aus das dieser Aberglaube entstanden ist weil manche Schwangere sich derart gegrämt hat das das Kind geschädigt wurde.

Genau wie man ja sagt wer übern Sonntag liegt holt noch 2 Verwandte nach...

Die Oma meines Ex lag übern Sonntag und es starben kurz drauf Onkel und die andere Oma (wie aus heiterem Himmel). Die andere Oma lag auch wiederrum übern Sonntag, aber da ist dann keiner mehr gestorben.
LG

die#bla

Beitrag von marion0689 05.03.10 - 10:02 Uhr

Ich kenne den Aberglauben auch.

2006 ist mein Onkel plötzlich mi 52 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben.

Meine Cousine war zu dem zeitpunkt im etwa 4. Monat schwanger und natürlich wollte sie sich von ihrem Vater verabschieden.

Und da haben ihr ALLE reingeredet, von wegen sie darf sich ihren toten Vater im Sarg nicht anschauen, sonst kommt der Kleine kreidebleich zu Welt (?!?!?!) und auf die Beerdigung soll sie auch nicht, weil "das Kind dann auch zu Grabe getragen wird".

So, sie hat sich ihren Vater trotzdem nochmal im Sarg angeschaut, war auf der Beerdigung und ihr Kleiner ist mittlerweile fast 3 Jahre alt und kerngesund.
Und zudem sieht er seinem Opa sowas von ähnlich...

Beitrag von kathleen2605 05.03.10 - 17:33 Uhr

huhu

als ich mit meiner tochter schwanger war, is meine lieblingstante sehr plötzlich verstorben und ich bin NICH zur beerdigung gegangen.

das hat irgendwie was damit zu tun(wenn man dran glaubt) das wenn man in der schwangerschaft zu einer beerdigung geht, verliert man das kind oder so.....

hab das irgendwie ma so gehört und hab es mir deswegen nich getraut.

was aber ein nachteil bis heute is(fast 5jahre später) hab ich den tot immer noch nich verarbeitet, geschweige denn akzeptiert.

LG