Opa Opa Opa... alle Männer sind Opa`s

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von rheinhexe 02.03.10 - 22:43 Uhr

Hallo Ihr Lieben.

genau wie viele andere hier, hat auch der KV zu meinem Kind kein Interesse. Er hat sein Kind (nun 19 Monate) noch nie gesehen und will es auch nicht.#contra Für ihn existiert ES (seine Worte) nur auf dem Konto! Ich hab mich mittlerweile damit abgefunden, schließlich verpasst ER (s)ein wundervolles Kind!!!
Was mich aber immer wieder traurig stimmt, ist die Tatsache das mein Sohn sehr auf Männer fixiert ist, speziell auf seinen Opa. Da dies der konstanteste Mann in unserem Leben ist. Alle Männer sind Opa`s und wenn ich ihm versuche zu erklären, dass das nicht so ist, schaut er mich traurig an und sagt PAPA... es bricht mir jedesmal das Herz#schmoll... ich sag ihm dann immer das sein Papa arbeiten ist (mir ist noch nichts besseres eingefallen, da ich denke das er noch VIEL zu jung für eine (abgeflachte Version) der Wahrheit ist...
Mein Papa meinte das nun dringend mal ein Partner her müßte #kratz wär ich selbst nie drauf gekommen #rofl aber ich kanns ja nicht erzwingen...
Ihr Lieben, wie geht ihr damit um???

Tina

Beitrag von dodo0405 03.03.10 - 08:53 Uhr

Das hat jetzt nichts mit dem fehlenden Vater zu tun.

Meine Tochter lebt auch seit Geburt ohne Vater, und natürlich sind ältere Herren immer Opas. Aber sie hat schon früh erfahren, dass andere Kinder durchaus einen Papa haben. Mein bester Freund ist dann zum Beispiel ein "Onkel" :-) Und alle anderen werden halt beim Vornamen angesprochen - und sind halt "Männer"...

Es sollte dir nicht "das Herz brechen". Mach das Beste draus. Ich kenne diese Sprüche von wegen es müsste mal ein Partner her. Den höre ich seit mehr als 3 Jahren. Nichtsdestotrotz ist vom Partner zum "Papa" ein sehr langer Weg und ich denke nicht, dass man da so einfach einen Schalter umlegen sollte.

Und was spricht gegen die Wahrheit: Dein Papa ist weg und kommt nicht wieder.

Beitrag von rheinhexe 04.03.10 - 22:48 Uhr

DANKE für deine Antwort.

Ich sehe das genau so! Ein Partner sollte nicht gleich zu einem (Ersatz)Vater werden, da sollte man sich schon 110%ig sicher sein, dass das der Mann fürs Leben ist (bzw sein könnte) --wissen tut man es ja nie #schein--

Liebe Grüße

Beitrag von cliffi 03.03.10 - 11:23 Uhr

Der KV meines Sohnes hat uns verlassen als der Kleine 2 war. Anfangs hab ich den Umgang noch sehr unterszützt, bin sogar auf meine Kosten jedes Wochenende oder öfter die 40km hin und wieder zurück gefahren. Irgendwann wollte er dann eine feste Regelung, hab ich natürlich auch unterstützt, die hielt nur ein paar Wochen. Dann sah er sein Kind ein halbes Jahr gar nicht, weil der Kleine auch durch die Unzuverlässigkeit des Vaters sehr gelitten hat (wieder eingenässt, sehr schlecht geschlafen und extreme Verlustängste der Mama gegenüber). Er hatte immer keine Zeit, und ich hab es nicht weiter unterstützt, half meinem Kind wieder ein anständiges Leben aufzubauen, in dem Sinne das ich eben noch mehr als sonst auf ihn eingegangen bin ihn viel abgelenkt habe und so weiter. Irgendwann fragte er nicht mehr nach Papa. Dann wollte Papa plötzlich wieder Umgang, und hielt sich jetzt erneut wieder nicht dran!

Das zur kleinen Vorgeschichte. Mein Vater, also der Opa, ist für meinen Sohn auch eine der wichtigsten Personen in seinem Leben. Wenn Mama schimpft weint er sogar nach Opa, weil Opa immer alles durchgehen lässt ;-)
Der RICHTIGE Vater des KV ist auch sein Opa, den sehen wir zwar echt selten, aber wenn wir da sind sagt er auch nach 5 Minuten Opa Michael.
Der STIEFvater des KV (Eltern lebten in Scheidung, neuer Partner der Mutter halt) bei dem wir damals sogar im Haus gewohnt haben war als der Kleine noch zu klein zum sprechen war auch Opa Dieter. Das hab ich ihm nach der Trennung aber ganz schnell ausgeredet. OPA ist nur wirklich im herkömmlichen Sinne OPA. Alles andere sind ONKELS!
Wenn ich im Auto schimpfe und sage "Mensch Opa nu fahr doch" dann sagt mein Sohn immer: "Das ist nicht Opa, das ist ein Onkel".
Du solltest deinem Kind das auch klar machen das es Onkels sind. Und klar fragt Kind auch manchmal nach "Papa". Es ist weiß Gott nicht einfach, aber der KV meines Kindes ist auch immer "arbeiten" wenn er fragt. Auch mit 3 1/2 sind sie dafür noch zu jung.
Mein Kind sagt immer er will einen neuen Papa haben. der ihn ganz doll lieb hat, und ganz viel mit ihm spielt. SIcher würde ich mir auch nichts sehnlicher wünschen, als das mein Kind wieder eine heile Familie hat, aber leider geht das manchmal nun nicht so schnell. Kommt Zeit, kommt Rat. Irgendwann werden wir den perfekten Vater für unsere kids gefunden haben. Alles andere sind eh keine Väter oder Papas, sondern Erzeuger sofern sie kein Interesse an ihrem eigen Fleisch und Blut haben!

Beitrag von petunia72 03.03.10 - 16:32 Uhr

Ich verstehe nicht, warum es so wichtig ist, dass der Junge genau weiss, wer seine Opas sind und zu allen anderen Männern Onkel sagen soll.

Warum können das nicht einfach Männer sein? Sagt er auch zu allen Frauen Tante?

LG Tina

Beitrag von king.with.deckchair 03.03.10 - 17:44 Uhr

#augen

Ich hätte nicht gedacht, dass es heutzutage immer noch Mütter gibt, die so bekloppt (ja, sorry, aber das ist bekloppt) sind, ihren Kindern "Onkel" für alle möglichen MÄNNER! beizubringen!

Schon mal von sexuellem Missbrauch gehört, hm?!

Beitrag von dodo0405 04.03.10 - 08:55 Uhr

Naja, nicht jeder "Onkel" ist ja ein Onkel im negativen Sinne...

Natürlich stellt man durch so einen Begriff eine Nähe her, die bei Fremden nicht existiert... so nach dem Motto "Das ist ein Onkel, der darf das..."
Wenn man aber bedenkt, dass ein Großteil der Missbrauchsfälle in der eigenen Familie, von Vätern, Stiefvätern, Brüdern und natürlich "Onkeln" geschehen, dann ist diese "Nähe" ja schon da - da ändert auch die Bezeichnung nichts...

Generell bin ich allerdings (was das rum-Onkeln betrifft) deiner Meinung. Ein Mann ist ein Mann. :-)

Beitrag von rheinhexe 04.03.10 - 22:54 Uhr

DANKE für deine Antwort!

Alles was Du sagst kann ich nachempfinden.. aber ich für mich habe entschieden das es keine Onkels und Tanten gibt, außer den Tatsächlichen natürlich.. er soll von Anfang an klar abgrenzen können, wer zur Familie gehört und wer 'nur' Bekannte sind...
Zitat: "Das ist nicht Opa, das ist ein Onkel".#rofl
Auf so Sprüche freu ich mich auch schon ;-)

Grüße

Beitrag von butler 04.03.10 - 13:44 Uhr

Ich habe meiner Tochter im Fotoalbum ein Foto von Ihrem Erzeuger reingeklebt andere Seite eines von Mir und in der Mitte daunter Von meiner Tochter. Jedes mal wenn Sie Papa plapperte (OPA war und ist heute noch Mann Nr.1)haben wir uns hingesetzt und ich habe ihr Ihren Papa gezeigt. Als sie später fragte wo Papa ist kam von mir: Wir wollten uns nicht streiten und deshalb wohnt er woanders. Denn streiten ist ja doof. Damit bin ich ganz gut gefahren. Von meinem späteren Freund hat Sie sich zum 3. Geburtstag gewünscht Papa sagen zu dürfen.
lg.

Beitrag von rheinhexe 04.03.10 - 22:59 Uhr

Oh nein wie süß ist das denn bitte? *schwärm*

auch Dir DANKE für deine Antwort... das mit dem Foto hab ich auch schon probiert, aber das hat ihn nicht interessiert!
Den Satz mit dem --um nicht zu streiten-- finde ich SUPER! Den werd ich Dir mal mopsen ;-)

Alles Liebe

Beitrag von jasminf 04.03.10 - 14:47 Uhr

Hallo Tina,

ich kann Dich sehr gut verstehen!

Bin seit nun mehr einem Jahr von meinem Mann getrennt seit über 10 Monaten besteht kein Kontakt zwischen Vater und Sohn (wird vom Vater nicht als notwendig empfunden!)...als wir ausgezogen sind konnte Felix gerade "Mama" sagen...somit entstand das Wort "Papa" erst nach "Opa und Onkel" in seinem Wortschatz!

Gestern hatte er seinen zweiten Geburtstag und mittlerweile fragt er auch schon nach "Papa"... das kommt auch daher das er den ganzen Tag in der Kita ist und die anderen Kinder eben nicht nur von Mama sondern auch mal von Papa abgeholt werden!

Ich hab Felix momentan immer diese Antwort gegeben wenn er nach Papa gefragt hat: Dein Papa heisst XY und wohnt in XY und wir wohnen hier mit Oma und Opa!

Das hat meinem Sohn derweilen gereicht! Ich möchte ihm immer dem Alter entsprechend die Wahrheit sagen, darauf hat er ein Recht so weh es mir tun wird an manchen Tagen darüber zu sprechen!

Bisher ist mir noch kein neuer potenzieller "Papa" über den Weg gelaufen, wobei ich noch nicht soweit bin...will erst mal im Mai die Scheidung hinter mich bringen..dann sieht die Welt schon anders aus!

Liebe Grüße und immer Mut zu Wahrheit,

Jasmin

Beitrag von rheinhexe 04.03.10 - 23:08 Uhr

auch Dir ein DANKE!!!

Genau das Problem hab ich auch. Mein Zwerg geht zwar noch nicht in den Kindergarten, aber ich kenne nur Pärchen mit Kind/ern. Was ja auch nicht weiter schlimm ist. Aber manchmal, wenn die Kids toben und das Kind dann seinen Papa herbei ruft, ruft meiner dann halt auch PAPA. Blöde Situation, für alle (irgendwie)! Oder wenn die Eltern eines Kindes mit uns toben und man dann dieses glückliche Gespann sieht, kommt es mir so vor, als wenn Sohnemann und ich im Abseits stehen würden. Klar toben wir mit, aber ich merke meinem an, das er auch genau DA jetzt mit DEM Papa toben will... klar, sobald der Papa dann mit seinem Sohn 'fertig' ist, schnappt er sich meist meinen.. aber es ist wie es ist: mein Sohn muß immer 'hinten anstehen'
Kann keiner was für.. aber mich macht das immer wieder sehr traurig #schmoll

Grüße

Beitrag von marion2 05.03.10 - 08:45 Uhr

Hallo,

vorab: Ich bin gar nicht Allein erziehend. Aber das Thema #rofl

Also: Zurzeit sagen meine Töchter zu jedem, der an ihnen vobei läuft und drei Tage älter ist: "Oh, ein Opa" (ein paar davon kucken komisch #rofl)
Jüngere Männer sind Papas (davon kucken auch ein paar komisch, tja wenn man nicht weiß, was man wann mit wem - also mit mir nicht #rofl)

Dein Papa hat Recht, aber nicht wegen des Kindes sondern wegen dir. ;-) Kinder scheinen - wenigstens im KiGa-Alter - recht gut mit solchen Familiensituationen umgehen zu können.

LG Marion