Wie haltet ihr's mit dem Konsum?

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von hanni123 03.03.10 - 07:34 Uhr

Hab grad irgendwie Schiss, dass mein Kind ein ein (materiell) verwöhntes Stück wird…

Wir gehören … sag ich mal… zur gehobenen Mittelschicht, beide berufstätig, kleines Einfamilienhaus, Winterurlaub, Sommerurlaub, …

Einzelkind…

Wir haben zwar eine beachtliche Hypothek aufs Haus, aber trotzdem ein Einkommen, was ein relativ komfortables Leben möglich macht. Sicher leben wir nicht im Luxus, aber wir müssen auch nicht jeden Cent zweimal umdrehen.

Mein Sohn ist jetzt 3,5 und für ihn ist es einfach total selbstverständlich, dass man immer alles kaufen kann, wenn man es möchte.
Ich überhäufe ihn sicher nicht mit Spielzeug, aber er bekommt durchaus auch ohne besondere Anlässe etwas neues, wenn ich z.B. die Kritik eines neuen Kinderbuchs lese, oder wenn wir im Garten arbeiten und er auch mithelfen will, dann bekommt er halt einen kleinen Rechen/Schaufel/Besen. (das waren die Beispiele aus dem letzten Monat.)

Ich erfülle natürlich nicht seine Wünsche, die er mal so beiläufig äussert (sonst hätten wir z.B. schon eine Carrerabahn oder diverse ferngesteuerte Autos ;-)), aber wenn ich zu irgendeinem Zeitpunt etwas für sinnvoll halte, dann kaufe ich es.

Meiner Einschätzung nach hat er durchschnittlich viel Spielzeug. Er hat vielleicht etwas viele Bücher… #hicks Er hat irgendwie alles, was er braucht, alle Bereiche sind abgedeckt (Konstruktionsspielzeug, Musikinstrumente, Fahrzeuge, Brettspiele, Puzzles, Rollenspielsachen, Bastelmaterial, you name it...).

Da wir beide Vollzeit berufstätig sind, bleibt nicht viel Zeit zum Einkaufen, und so bestelle ich viele Dinge (Bücher, Kinderkleidung, Kleidung für mich, Haushaltssachen, ...) online. Für unseren Sohn ist es das eine ganz normale Sache, dass da 1-2x im Monat ein Paket ankommt, in dem neue Sachen drin sind.

Irgendwie bekomme ich dabei ein bisschen Bauchgrimmen, dass er so automatisch die Vorstellung verinnerlicht, dass man nur auf dem Computer "klick" macht, und schon kommen die schönsten Sachen zu einem nach Hause.

Wenn ein Paket ankommt, fragt er sofort: Ist das für mich? und ist dann seeeehr enttäuscht, wenn da nur ein Topflappen oder ein Geschirrtuch drin ist. Wenn ihn die Oma aus dem KiGa abholt, hat sie IMMER eine kleine Tüte Gummibärchen für ihn dabei. Und mich fragt er fast jeden Tag, ob ich ihm aus der Arbeit etwas mitgebracht habe (was bisher nur einmal im halben Jahr vorgekommen ist, das war an Nikolaus). Dass er immer mal wieder etwas bekommt, scheint für ihn schon normal zu sein.

Andererseits hat er noch nie Fernsehwerbung gesehen und legt bisher null Wert auf Marken o.ä. (naja gut, er ist ja auch erst 3,5; aber nichtsdestotrotz kenne ich auch Kinder in dem Alter, die ziehen nur Pullis an mit einem bestimmten Fernsehcharakter drauf…) Er spielt mit gebrauchten oder sogar kaputten Dingen mindestens genauso gerne wie mit neuen und freut sich auch sehr über selbstgebasteltes. Ein grosser Teil unserer Spielsachen und Kleidungsstücke ist gebraucht - ist kein Thema. Wenn wir Lebensmittel einkaufen gehen, hat er hat noch nie etwas an der Kasse bekommen.

Ich weiss, einerseits ist das eine Frage in Richtung "Jammern auf hohem Niveau", andererseits habe ich immer das Bild meiner Neffen (5 und 7) vor Augen, die sich beim Einkaufen auf den Boden werfen und Brüllen, wenn sie an der Kasse keinen Spongebob Lolli bekommen und an Weihnachten gegen den Weihnachtsbaum treten, weil keine Nintendo DS als Geschenk dabei war. Die haben ein Anspruchsdenken jenseits von Gut und Böse!

Und ich möchte meinen Sohn schon in die Richtung lenken, dass er erfährt, dass es eben nicht selbstverständlich ist, immer das zu bekommen, was man gerne möchte, bzw sich einfach immer Sachen kaufen zu können. Aber wie, wenn es für uns im Moment (das sage ich absichtlich so, denn die Situation kann sich ja jederzeit ändern, Krankheit, Kündigung, etc.) ja selbstverständlich ist???

Wie haltet ihr es mit dem Konsum?

LG

Hanna

Beitrag von manavgat 03.03.10 - 07:55 Uhr

Ich selbst bin fast ein Non-Konsument und warte immer drauf, dass ich mal verhaftet werde, weil ich die deutsche Wirtschaft ruiniere.

Meine Tochter ist trotzdem ein verwöhntes Prinzesschen geworden, weil Omma sie nach Strich und Faden verwöhnt und ihr immer dann (fast) alles möglich macht, wenn ich aus pädagogischen Gründen (man kann im Leben nicht alles haben) Nein gesagt habe.

Sie ist heute 17 und ich habe wirklich Angst, dass sie sich später mal verschuldet mit Handyverträgen, Krediten und Ratenkauf. Sie will alles immer sofort oder gestern und wenn wir zuhause Krach haben, dann deshalb. Es ist schon besser geworden, seit sie mal für 6 Wochen in einer Bäckerei für 7 Euro/Std. gearbeitet hat. Da wurde dann die Relation klar.

Was ich damit sagen will: wenn Du es irgendwie kannst, bring Deinen Kindern bei, Dinge wert zu schätzen und sich Geld einzuteilen. Da das Leben kein Ponyhof ist, gibst Du ihnen damit etwas mit für's Leben und nimmst ihnen nichts weg.

Gruß

Manavgat

Beitrag von sandra7.12.75 03.03.10 - 20:01 Uhr

Hallo

Wir hatten das mal mit dem Taschengeld.Anna hatte am 2.10 schon alles ausgegeben.Das war ein harter Monat.

















Für Sie und für uns auch#schock.Aber das war eine Lehre.Die hat jetzt das Sparen gelernt #huepf.

lg

Beitrag von gismomo 03.03.10 - 08:04 Uhr

Hallo Hanna,

ich bin in der gleichen Situation wie du, abgesehen davon dass ich Teilzeit arbeite und zwei Kinder haben. Alles andere ist bei uns genau gleich.

Ich mache mir auch oft deshalb Gedanken. Und ich weiß auch, dass ich für meine Kinder sehr viel kaufe, sie bekommen nicht nur zu Festen etwas Neues - genau wie du es beschreibst: Schneeschaufel, Gartenwerkzeuge, Bastelmaterial etc.
Da ich selber unheimlich gern lese und für mich viele Bücher kaufe, kaufe ich auch für meine Kinder mehrmals im Monat neue Kinderbücher. Mein Sohn ist sieben und hat momentan ca. 300 Bücher im Kinderzimmer, die er alle schon selber gelesen hat, weil er eine echte Leseratte ist. Klar gehen wir auch in die Bücherei, aber die ist nicht sehr groß. Klavierstunden darf er auch nehmen, und die sind wirklich so richtig teuer...

Natürlich gibts nicht mal so nebenher eine neue Playmobilritterburg oder Ähnliches. Aber Bücher, Bastelmaterialien und auch mal etwas von Lego etc. kaufe ich mehrmals im Monat, ohne dass es dazu einen Anlass braucht.

Ich sehe es so, dass ich ihre Interessen fördern will so weit und so gut es geht. Und es ist nun mal so, dass ich arbeite, obwohl ich schon oft lieber ganz zuhause wäre und mehr Zeit hätte. Dann will ich wenigstens auch in der Lage sein, für meine Kinder Bücher und pädagogisch sinnvolles Spielzeug zu kaufen - verstehst du was ich meine? Einen Vorteil muss das ja haben...

Ich glaube, dass meine Kinder zwar schon in gewissem Sinn verwöhnt sind, weil wir es uns leisten können und ich es sinnvoll finde, z.B. viele Bücher zu haben und Klavier spielen zu können etc. Das ist für sie schon selbstverständlich, dass immer neue Bücher da sind, z.B.

Allerdings habe ich meine Kinder beim Einkaufen immer dazu erzogen, zum einen Preise zu vergleichen (z.B. sage ich ihnen, dass wir noch Klopapier kaufen, und mein Sohn - 7 - wählt dann aus. Wir haben uns vorher darüber unterhalten, nach welchen Kriterien man Dinge einkauft, z.B. Preis, Qualität, etc., und das bezieht er in seine Entscheidung dann mit ein.) und zum anderen, dass man nicht einfach kaufen kann, was man möchte - dass man sich also gut fragen sollte: Ist mir die Sache den Gegenwert in Geld wirklich wert? Und ich zeige ihnen Situationen, in denen ich auch gerne etwas kaufen würde, aber bewusst darauf verzichte, und ich erkläre ihnen das dann auch.

Ich denke, so lernen sie, dass man sich nicht jeden Wunsch erfüllen kann/muss und dass Geld einen Gegenwert hat und ich mir gut überlegen muss, wofür ich es ausgebe. Mein ältester Sohn ist sieben, und er geht sehr gut damit um. Er kauft sich schon mal ein unsinniges Kindermagazin von seinem Taschengeld, aber im Großen und Ganzen entscheidet er sehr vernünftig und kauft sich nicht alles, was ihm spontan gefällt, sondern er wählt aus und verzichtet auch.

Und was das Klavierspielen angeht (er liebt es, ist eher der musikalische als der sportliche Typ), weiß er dass der Unterricht viel Geld kostet und wir deshalb von ihm erwarten dass er regelmäßig ohne Aufforderung durch uns übt. Würde er das nicht machen, würden wir die Stunden nicht mehr bezahlen. Also weiß er auch um den "Wert" der Stunden.

Liebe Grüße,
K.

Beitrag von tiffysb 03.03.10 - 08:06 Uhr

Hallo Hanna,

bei uns sieht es so ähnlich aus wie bei Euch. Wenn mir/uns was gefällt wird es meistens auch gekauft. Ebenso wenn halt was kaputt ist, wird es gekauft.

Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir eben auch mal zwischendrin ein paar neue Winterstiefel kaufen können ohne vorher zwei Monate sparen zu müssen :-)

Unsere Tochter ist 7, wird im Juli 8 und sie ist auch sehr verwöhnt. Ich habe mir aber seit einiger Zeit angewöhnt, sie bewußt kurz zu halten.

Sie hätte gerne z.B. eine WII, könnte ich kaufen, wäre kein Thema aber wieso im Gottesnamen soll ich Mittem im Jahr eine WII kaufen ? Ich habe gesagt, wir können zum Geburtstag drüber reden, wenn alle zusammenlegen.

Oder z.B. in den Weihnachtsferien, da wollte sie schwimmen gehen, in den Indoor-Spielplatz usw. Finanziell hätten wir gehen können aber ich habe ihr dann pädagogisch wertvoll erklärt, dass im Dezember nun ja Weihnachten ist, sie Geschenke will, ein Tannenbaum soll ja auch her, Weihnachtsmarktbesuche selbstverständlich auch und dass das halt eben alles Geld kostet. Und so muß sie dann entscheiden, ob sie lieber für 2 Stunden ins Schwimmbad geht oder eben auf Weihnachtsgeschenke verzichtet, weil Geld eben nicht unendlich vorhanden ist.

Oder das Beispiel Frisör, sie will dann Strähnchen. Hier kann ich auch gut sagen, Du bekommst Strähnchen, dafür fällt aber nächste Woche der Zoo aus, weil alles kann man nicht haben. Wenn ich sage, das Geld ist alle, dann glaubt sie mir das auch, noch zumindest *lach*.

Ich hoffe, dass ich so einen guten Mittelweg gefunden habe, denn warum soll sie auf alles verzichten, wenn wir gar nicht soooo arm sind ? Aber hintenreinblasen muß halt eben auch nicht sein.

Liebe Grüße
Tiffy

Beitrag von mel130180 03.03.10 - 08:20 Uhr

Hi Hanna,

also eins erstmal vorweg. Bücher kann man nie genug haben, damit verwöhnst du dein Kind nicht, sondern tust ihm einen großen Gefallen. Ich habe immer schon gesagt, wenn meine Tochter sonst nichts bekommt, Bücher kann sie immer haben.

Den Rest finde ich eigentlich völlig normal. Kleidung braucht man nunmal und wenn du keine Zeit hast einkaufen zu gehen, dann eben online. Kinder in dem Alter haben einfach noch kein Verständnis für Geld.

Das Oma ihm eine (kleine) Tüte Gummibären mitbringt, wenn sie ihn vom KiGa abholt, finde ich nicht schlimm. Außer sie holt ihn jeden Tag. Omas verwöhnen nunmal.

Solange du nicht sofort alles kaufst, wonach er schreit, finde ich das ok. Bei uns gibt es auch schonmal was außerhalb von Weihnachten, Geburtstag und Ostern. Ich kaufe mir ja auch zwischendurch mal was. Solange das im Rahmen bleibt, sehe ich da kein Problem.

Gruß
Mel

Beitrag von bine3002 03.03.10 - 09:09 Uhr

"also eins erstmal vorweg. Bücher kann man nie genug haben, damit verwöhnst du dein Kind nicht, sondern tust ihm einen großen Gefallen."

Das sehe ich genauso. Gleiches gilt bei uns für Gesellschaftsspiele und Bastelmaterial.

Beitrag von gismomo 03.03.10 - 12:04 Uhr

Exakt meine Meinung!

lg
K.

Beitrag von dodo0405 03.03.10 - 08:48 Uhr

Auch wenn ich es mir leisten könnte bekommt meine Tochter bei weitem nicht alles, was sie sich wünscht.

Eben, damit sie lernt, dass es nicht selbstverständlich ist. Zum Beispiel gestern im Supermarkt die rosa Glitzer-Aufkleber, die sie doch "sooo gerne" haben wollte. Oder noch mehr Kleider für ihre Barbies. Oder einen Badeanzug (sie hat schon 2).

Beitrag von h-m 03.03.10 - 08:49 Uhr

Ich selbst wurde von meinen Eltern immer "kurz" gehalten. Aber es hat einen gegenteiligen Effekt erzielt. Ich hatte einen wahnsinnigen Nachholbedarf! Sobald ich mein eigenes Geld verdient habe, habe ich absolut nichts davon gespart, sondern lauter Zeugs gekauft, dass ich vorher nicht haben durfte (Markenklamotten und -schuhe, Playstation,...).

Bei meiner Tochter ist es ähnlich wie bei Deinem Sohn. Sie hat recht viele Sachen und bekommt auch zwischendurch etwas. Ich bin Vollzeit berufstätig und wir können gut von meinem Gehalt leben. Dazu kommt, dass ich ae bin, und ihr Vater ihr auch recht häufig Geschenke ohne besonderen Anlass macht bzw. Kleinigkeiten mitbringt, wenn er sie besucht/abholt.

Beitrag von sandy_1 03.03.10 - 14:15 Uhr

Hallo,

also bei mir war es ähnlich, das wir eher weniger Geld zur Verfügung hatten. Meine Mutter alleinerziehend und daher nur ein Lohn. Allerdings haben wir das auch selber mitbekommen und so war es für uns (ab einem gewissen Alter) klar das wir nicht alles haben können, gerade an Sachen die man eben einfach nur hat und nicht unbedingt braucht. Aber alles andere hatten wir auch. Räder usw. bekam ich meist von meiner größeren Cousine "vererbt" und nicht neu, aber habs auch überlebt.
Mein Bruder und ich haben dann mit 14 angefangen Zeitungen auszuteilen, Rasen mähen usw. und so gesehen, wie schwer es ist Geld zu "verdienen" oder einfach wie lange und wieviele Zeitungen man einstecken muß das das verdiente Geld für paar supercoole neue Turnschuhe langt. Da habe ich mir manches mal überlegt ob ich die Schuhe jetzt brauche, nur weil sie eben toll aussehen obwohl ich schon andere habe.
Ab diesem Zeitpunkt dann war ich noch sparsamer, und auch als ich dann in meiner Ausbildung recht gut verdient habe, habe ich relativ viel auf die Seite gemacht. Denn oftmals habe ich einfach zweimal überlegt ob ich das denn brauche oder nicht.

Noch heute kann ich relativ gut mit Geld umgehen. Genau das möchte ich meinen Kindern auch beibringen. Da wir beide arbeiten, langt es mit dem Geld ganz gut und muß zugeben wir kaufen den Kindern oftmals mehr, weil ich einfach oft denke ich hatte das nicht. Dennoch müssen auch wir schauen das es nicht überhand nimmt und auch Kinder lernen auf gewisse Sachen zu sparen und nicht immer etwas haben können.
Mein Großer (7,5Jahre) bekommt Taschengeld und wenn er sich das dann 3Wochen gespart hat und davon am ende noch seinem kleinen Bruder und sich ein ÜEi kauft, aber dennoch ein Lego Kasten möchte (weil der eben gerade reduziert ist) dann gebe ich ihm auch den Rest mit dazu. Sind dann allerdings auch nicht so teure sondern im Rahmen von insgesamt 10-15Euro. Da muß er dann selber wissen, ob es ihm das Wert ist, das sein ganzes Geld weg ist.
Fahrrad usw. gibt es auch nicht mal zwischendurch sondern dann zu Geburtstagen usw.
So hoffe ich halt das wir unseren Kids die richtige Balance und Umgang mit Geld beibringen können.

Lg, Sandra

Beitrag von h-m 03.03.10 - 14:58 Uhr

Meine Eltern hätten mir rein unter finanziellen Gesichtspunkten schon mehr kaufen können oder mehr Taschengeld geben können. Und ich habe es sehr lange einfach als Missgunst und vielleicht sogar Boshaftigkeit betrachtet, dass sie es nicht getan haben.

Ich kann mit meinem Geld auch gut umgehen; ich habe mich nie verschuldet, aber eben auch erst angefangen mal was auf Seite zu legen, als meine Tochter unterwegs war. Noch immer konsumiere ich gern und viel.

Beitrag von bine3002 03.03.10 - 09:06 Uhr

Wir leben in einer Konsumgesellschaft und einem Kind beiuzubringen, dass es nicht selbstverständlich konsumiert ist ebenso schwierig wie einem Affen das Klettern zu verbieten.

Ich halte es für normal, dass ein Kind im gehobenen Mittelstand eben auch aufwächst wie im gehobenen Mittelstand.

Was ich jedoch wichtig finde ist, dass das Kind lernt, dass das Spielzeug gepflegt werden muss. Es darf nicht geworfen oder fahrlässig kaputt gemacht werden, Bücher werden nicht bekrickelt und Puzzles beim Verpacken auf Vollständigkeit überprüft.

Beispiel:
Meine Schwiegermutter war neulich zu Besusch. Sie hatte damals nicht viel Geld und demzufolge hatten die beiden Jungs auch nicht viel Spielzeug. Sie ist jedes Mal überrascht wieviel Spielzeug unsere Tochter hat. Sie war aber ebenfalls überrascht wie gepflegt das ganze Zeug ist, das war es nämlich bei ihren Jungs nicht (und das merkt man heute auch noch, denn beide konsumieren viel, haben aber nicht lange Spaß daran und dann landet es in der Ecke). Bei meiner Tochter ist sehr wenig kaputt (hier und da mal ein Auto oder so), es ist alles vollständig, selbst kleinstes Playmobil halten wie penibel zusammen. Nicht falsch verstehen: Wenn mal etwas kaputt geht, dann macht da niemand ein Drama draus, das kann passieren. Wenn es aber mutwillig kaputt gemacht wird, dann gibt es schon großen Ärger.

Ich selbst habe das so gelernt und pflege meine Sachen heute noch. Ich habe sogar noch Dinge (wie z. B. Gläser), die ich als Kind geschenkt bekommen habe. Ich weiß, von wem ich sie geschenkt bekommen habe und habe sie die ganzen Jahre gehütet wie meinen Augapfel.

Meine Tochter hat viel Spielzeug, ebenfalls vieles gebraucht oder geschenkt bekommen. Sie kann aber noch genauso im Wald spielen und sich irgendwas aus Stöckchen basteln. So lange das nicht verloren geht, mache ich mir keine Gedanken.

Beitrag von onlyboys 03.03.10 - 14:26 Uhr

Das sehe ich genauso!!!Gute einstellung

Naomi

Beitrag von gunillina 03.03.10 - 09:24 Uhr

Bei uns ist es auch ähnlich wie bei dir. Es geht uns gut und das spüren wir alle. Ich kaufe ein, und wenn es ein tolles Puzzle gibt, dann nehme ich das mit für die Kinder.
Aber ich lege Wert darauf, dass nicht jeder Mist gekauft wird (das definiere ich dann...), Transformers und Polly Pocket kaufen sich die Kinder von ihrem Taschengeld, da sehen sie dann auch, dass eine Sache seinen Wert hat.

Ich habe als Kind eine sehr kurze Leine gehabt, die aus finanzieller Not auferlegt worden war. Wir konnten keine Pommes im Freibad kaufen, wir mussten auf das Eis im Zoo verzichten, es gab immer gebrauchte Kleidung, ins Kino ging es nur als Ausnahme, Spielzeuge gab es nur zu Geburtstagen und Weihnachten etc.
Ich habe es gehasst, meine Eltern konnten im Prinzip nichts dafür, aber ich habe mir geschworen, dass, wenn es mir möglich ist, meine Kinder so leben sollen können, wie ich es mir gewünscht habe.
Es ist so, dass ich mir z.B. öfter mal ein Buch oder eine CD kaufe, oder eine schöne Bluse, Schuhe etc. Nicht, weil ich diese Dinge dringend benötige, sondern weil sie mir gefallen und ich es mir leisten kann.
Warum soll ich mir selbst Dinge kaufen "dürfen", es meinen Kindern aber aus pädagogischen Gründen vorenthalten?
Das ist ein großer Knackpunkt in meiner Ehe, weil mein Mann meint, damit würden die Kinder verdorben.
Ich denke aber, wir arbeiten ja mit den Kindern, wir leben mit ihnen, ich bin ein sehr sozialer Mensch, ich sehe genau hin und fordere auch meine Kinder auf, dies zu tun.
Wir reden über Armut, über Hunger und Bedürfnisse, wir haben ein Patenkind in Asien, meine Kinder schenken ihr Taschengeld schon mal dem Stammobdachlosen vor dem Saturn (sieht aus wie der Weihnachtsmann:-)).

Wenn es um große Anschaffungen geht, rechnen wir vor, wie teuer z.B. eine Wii wäre. Da ist dann ganz schnell klar, dass eine Wii nicht einfach so gekauft wird (der Schritt vom Puzzle zur Wii ist ja auch enorm), sondern man sich eine Wii ggfs. für die ganze Familie wünschen KÖNNTE.
Die Drachenburg von Playmobil hätten wir allein vom Preis her niemals gekauft, aber die Großeltern haben den Wunsch unseres Großen dann doch zu Weihnachten erfüllt.

Also, Konsum ja, aber in einem gewissen Rahmen.

Ich möchte, dass meine Kinder kleine Wünsche erfüllt bekommen können.

Ich möchte gleichzeitig, dass sie den Wert von Gütern zu schätzen wissen.

Meine Kinder mosern momentan, dass ich arbeite. Sie wollen, dass ich immer zu Hause bin und sie nie in den Kindergarten/Hort, zum Babysitter müssen#schock (ich liebe meine Arbeit).
Ich habe ihnen dann vorgerechnet (grob), dass mein Gehalt dazu beiträgt, dass wir in die Oper und in Ausstellungen gehen können, dass sie zum Sport gehen können (den Geigenunterricht für meinen Sohn habe ich nicht erwähnt, denn er hasst das Üben;-)), dass wir in den Urlaub fahren können. Dass wir in einer recht großen Wohnung leben können, mit recht großen Kinderzimmern.

Ohne mein Einkommen, das trotz allem niedriger ist als das meines Mannes, könnten wir uns vieles nicht leisten.
Das hat sie nachdenklich gemacht.

Und keine Angst, ich verbringe jeden Nachmittag mit meinen Kindern, es ist nicht so, dass sie zu kurz kommen.:-)

Also, ich denke, es ist das Problem der Wertschätzung. Wenn Dinge kaputt gemacht werden, sollten nicht einfach neue Dinge als Ersatz gekauft werden. Wenn immer möglich, sollten Kinder einbezogen werden in die Überlegungen, ob eine Anschaffung sinnvoll ist oder eher zu teuer.

Wir halten uns in Ratenkäufen extrem zurück (wir haben nur eine Ratenzahlung laufen, und das auch nur, weil Mediamarkt dieses Zinsfreie Angebot hatte vor Weihnachten.), wir leben (bis auf diese eine Ausnahme) nie auf Pump.
Wenn die Haushaltskasse zum Ende des Monats leerer wird, rechne ich den Kindern vor, dass es nun nicht noch tausend süße Sachen zu kaufen gibt, keine Zeitschrift und keine Pixies, denn das Geld wird für die normalen Lebensmittel benötigt.

Ich finde, wir fahren so ganz gut.
Ich finde es immer schwer, meinen Kindern etwas vorzuenthalten, das ich mir selbst jederzeit gönne (die Brezel beim Bäcker, zum Beispiel, oder das kleine Buch im Buchladen). Den pädagogischen Sinn sehe ich da einfach nicht so ganz.

L G
G, das war ein schöner Thread, danke dafür!#liebdrueck

Beitrag von marion2 03.03.10 - 09:42 Uhr

Hallo,

überleg doch einfach, ob das was du da kaufst wirklich alles sein muss....

Gruß Marion

Beitrag von mamamaja 03.03.10 - 09:43 Uhr

hy....

"kinder bekommen zu wenig von dem was sie brauchen, wenn sie zu viel von dem bekommen was sie wollen"

finde....das dieser spruch zum nachdenken anregt.....

bei uns ist es aber ähnlich wie bei euch.
ich habe die einstellung "ich lebe nur einmal" .....und ich will mein leben genießen......und gönne mir gerne etwas#freu

wichtig ist doch dabei, dass man seinem kind die richtige/wichtigen werte vermittelt.....

mein sohn bekommt auch nicht immer etwas, sobald er sich etwas wünscht.....aber meist bringt es dann der weihnachtsmann, wenn es ein größerer wunsch ist;-) oder er muss bis zum geburtstag warten. außer beim lamborghini .....da sagen wir immer, denn kann er sich kaufen, wenn er groß ist und selbst ganz viel geld verdient#rofl

kleinigkeiten bekommt er auch zwischendurch. wir gönnen uns ja auch mal was.....warum auch nicht mein sohn #gruebel

was kleidung angeht sucht sich mein kleiner seine klamotten beim kaufen schon selber aus und sagt klar was ihm gefällt oder nicht #augen kann auch mal anstrengend sein.

klar findet er pullover mit cars oder spongebob motiv #cool

ich trage auch spongbob-tshirts#hicks

naja ich denke man sollte nicht übertreiben aber solang man es kann sein leben genießen und sich auch mal was gönnen......#ole

lg
maja

Beitrag von mama.anja 03.03.10 - 10:07 Uhr

Hab dir über die Vk geschrieben :-)

Beitrag von mamamaja 03.03.10 - 10:17 Uhr

hab nichts erhalten#kratz
meinst du denn mich#gruebel

lg

Beitrag von kathrincat 03.03.10 - 09:58 Uhr

bei uns ist es so wie bei euch, gut ich bin noch hausfrau bis meine in der kiga geht halbtags, dann such ich mir was für 15 stunden die woche. aber sie bekomm auch was zwischen durch, einfach weil es und geflällt, das sind aber meist kleine sachen nicht mehr als 20 euro. große sachen gibt es zu weihnachten als was was mehr als 50 euro kostet. ich kauf mir ja auch sachen zwischen durch oder wenn was kaputt ist, warum sollte da mein kind nichts bekommen. wir waren vorriges wochenende einkaufen und polly puppen und tiere gab es im angebot und ein polly auto, weil meine zur zeit so drauf steht haben wir ihr was gekauft zu ihren sachen und sie hat sie gleich bekommen. obwohl ostern bald ist, aber da haben wir schon einiges.

Beitrag von jazzbassist 03.03.10 - 10:08 Uhr

Die Wahrheit ist ...

... ich bin jetzt fast 40 und für mich ist es immer noch selbstverständlich, dass ich alles kaufe, was ich haben möchte. Das war m.E. auch der Zweck von Geld; es befriedigt (volkswirtschaftswissenschaftlich) das subjektive Mangelempfinden durch Konsum.

Kinder erlernen das "sich leisten können" respektive die "Vernumpft" dabei fast ausschließlich durch ihr eigenes Taschengeld. Denn das stellt Sie dann vor diversen Planungen bei Konsumentscheidungen. Ist es das Wert? Kann ich das bezahlen? Sollte ich Sparen? Wenn ich es ausgebe, wie lange muss ich dann sparen, bis ich wieder was kaufen kann etc. Dies erreichen Sie nicht dadurch, in dem Sie ihm etwas vorenthalten.

Mein Sohn hat in dem Alter auch so ziemlich alles bekommen, was wir für sinnvoll erachtet haben. Auch Spielzeug gab es auch mal völlig grundlos so nebenbei. Ich denke nicht, dass ihn das in irgendeiner Weise geschadet hat oder das aus ihm ein verwöhntes Kind gemacht hat. Das lässt mit dem Alter nach, da die Kleinen irgendwann ja auch immer mehr Taschengeld bekommen und sich immer mehr selbst "erfüllen" können. Das einzige Problem (auch wenn ich es so nicht nennen würde) das ich festgestellt habe, ist, dass mein Sohn wöchentlich um mehr Taschengeld kämpft und subjektiv gefühlt immer blank ist. Er hat also den Wert/Nutzen von Geld ziemlich früh erkannt. Aber ich denke, diese Situation stellt ihn allmonatlich alleine bei iTunes und Xbox vor ziemlich altersgerechten Konsumentscheidungen; und, dafür ist das Taschengeld ja schließlich da.

Größere Konsumwünsche werden hier auch fast ausschließlich (außnahme Kleidung) vom Postboten erfüllt. Mein Sohn hat ihn aber noch nie als Weihnachtsmann bezeichnet; zumindest nicht ernsthaft. Mein Spatz ist jetzt 11 und für ihn das völlig normal, Sachen dort zu kaufen, wo man die beste Auswahl, die beste Beratung und den besten Preis findet. Ich merke das bei ihm allmonatlich, dass er zu jedem Xbox Spiel, dass er haben möchte (eigentlich ist das grundsätzlich mal jedes :-p) vor dem Kauf das halbe Internet danach durchsucht nach "in-game" Szenen, Reviews etc. etc. Dieses: Ich gehe mal in die Stadt und greif mir das erst beste Spiel, dessen Verpackung ich interessant finde, habe ich bei ihm nie festgestellt. Das war mit 8 schon völlig normal für ihn, daddy zu fragen, ob wir uns ein Spiel mal im Internet anschauen können.

Ansonsten denke ich, den Materialismus können wir ohnehin nicht aufhalten. Das fängt in der Tat bereits mit dem DS im Kindergarten/Grundschule an und - mein Spatz ist jetzt in der 5. Klasse - das hört auch da nicht auf. Es verschiebt sich nur immer weiter. Meiner ist mit 10 in die Pubertät gekommen und dann hatte es sich ziemlich schnell entwickelt, dass er sich nicht mehr "wie ein Kind" Kleiden wollte und daher (mehr oder weniger) das letzte Tabu gebrochen hat und seiner Mutter "verboten" hat, Kleidung für ihn zu kaufen. Was - angesichts seiner Körpergrößer - total niedlich ist, da er trotzdem nur in einer "Kinderabteilung" shoppen kann :-p

Konsum gehört einfach zu unserer Gesellschaft; ob wir das gut finden oder nicht. Wir können das weder daran hindern, in dem wir unseren Kids den DS vorenthalten, noch, in dem wir ihn diesen kaufen. Wir können aber versuchen, ihnen auch den Wert dieser Dinger langsam beizubringen. Das Taschengeld ist dabei eine sehr große Hilfe und vorher würde ich damit auch nicht anfangen. Aber, auch das ändert nichts daran, dass wir unseren Sohn gerne mal glücklich machen oder ihm noch was kaufen, wenn wir das Gefühl haben, dass das "sinnvoll, nützlich oder ihm gefallen" könnte. Für uns ist das völlig normal und es hat die letzten 11 Jahre nicht geschadet. Ich bin fast 40 Jahre so aufgewachsen; ich denke - auch mir hat es nie geschadet.

Beitrag von frauke131 03.03.10 - 10:18 Uhr

Hallo,

wir halten unsere Kinder materiell gesehen relativ kurz. Klamotten gehören nicht dazu, aber besonders schöne Teile bekommen sie dann schon mal erst zu Weihnachten und Geb.

Ich habe die Erfahrungen gemacht, dass Kinder, die ständig was bekommen, sich nicht mehr so freuen. Ich finde, man nimmt ihnen damit mehr, als das man gibt. Es gibt schon genug Anlässe: Weihnachten, Ostern, Geburtstage, Kindertag un Urlaub. Noch häufiger muss es nicht sein.

Konsum macht mich persönlich immer nur kurze Zeit glücklich. Wo wir nicht sparen ist an Urlauben, Freizeitbeschäftigungen und Kinderhobbys. Das ist das, was bleibt!

Warum soll ich meinen Kindern die Erfahrung der Vorfreude nehmen? Ein Herzenswunsch kann ja nur entstehen, wenn man warten lernt. Genauso wird hier nicht sofort ersetzt, was verloren oder kaputt geht. So lernen sie ja nicht, dass Dinge einen Wert haben.

Leuchtende Kinderaugen zu Weihnachten sind mir lieber, als kurze Freude zwischendurch. Der neffe meines Mannes bekommt ständig etwas, er reißt Geschenke nur noch unmotiviert auf.

Es ist einfach ein Unterschied, ob ich mir was gönne. Ich bin erwachsen. Man sollte Kindern nicht Bedürfnisse einreden, die sie eigentlich nicht haben.

Beitrag von mauerbluemchen86 03.03.10 - 10:59 Uhr

Hallo,
jetzt hast Du ja schon viele Antworten bekommen und Vergleiche wie andere es handhaben.

Ich kann da so nicht viel zu sagen, weil wir selbst noch keine Kinder haben. Trotzdem möchte ich einmal kurz sagen, was mir aufgefallen ist bei Deinem Beitrag.

Nämlich hatte ich das Gefühl, dass Dein Sohn es sehr wohl zu schätzen weiß, dass er Dinge bekommt. Er freut sich ja ganz offensichtlich, wenn ein Paket kommt und hofft, dass es für ihn ist. Ihn hat es wahrscheinlich sooo sehr gefreut, dass Du ihm an Nikolaus etwas mitgebracht hast, dass er einfach nochmal gerne diese Freude hätte.
Ich kenne das von mir selbst als Kind, ich habe mich auch immer RIESIG gefreut, wenn ich außer der Reihe etwas bekommen habe. Und habe immer wieder gehofft, dass es nochmal passiert (ist es meistens nicht ;-) )
Also für mich klingt es einfach so, dass Dein Sohn sich einfach so sehr über diese Überraschungen gefreut hat, dass er einfach nochmal gerne dieses Gefühl der unerwarteten Freude hätte.

Vielleicht liege ich da grundlegend falsch und seine hoffnungsvollen Fragen sind in Wirklichkeit habgierige Fragen...das kann ich nicht beurteilen, wollte das aber auf jeden Fall mal loswerden.

Achso, und dann ist auch relativ klar, dass es mehr Sinn macht, wenn Du versuchst solche wirklichen/großen Überraschungen nicht übermäßig zu strapazieren, damit es auch weiter ein hoffnungsvolles Freuen ist :-)

Liebe Grüße
#blume

Beitrag von hanni123 03.03.10 - 11:11 Uhr

Ui, vielen Dank, so viele tolle Antworten! Das ist wirklich sehr interessant zu lesen, wie ihr damit umgeht. Leider komme ich nicht dazu, allen persönlich zu antworten.

Wertschätzung von Dingen ist etwas wichtiges, dass ich vermitteln möchte, und ich hoffe (denke), dass mir das auch gelingt, da habe ich hier auch so einige Anregungen mitgenommen. #pro

LG

Hanna

Beitrag von mamavonyannick 03.03.10 - 11:24 Uhr

Hallo,


ich finde, dass du deine Prioritäten sehr unterschiedlich setzt. Auf der einen Seite bekommt dein Sohn 1-2x im Monat ein Paket (was ich SEHR viel finde, obwohl das bei uns auch mgl. wäre) und dann betonst du, dass er noch nie an der Kasse etwas bekommen hat. Ist die Tatsache, ihm das schokoei zu "verweigern" jetzt besser als ihm so oft neue Sachen außer der Reihe zu kaufen?
Ansonsten kenne ich es auch von meinem Sohn, dass er fragt: Hast du mir etwas mitgebracht. Aber die Antwort "Nein" wird ohne negative Reaktion aufgenommen.
Vllt solltest du es wirklich etwas einschränken, denn ich denke nicht, dass ein Kind ALLES haben muss, selbst dann wenn die Kinderbuchkritik noch so toll ist. Wenn ich so etwas kaufen würde, dann würde ich es vermutlich für Ostern oder so weg legen.
Was die Haribos von Oma betrifft: Find ich jetzt nicht so schlimm, die frage ist aber, wie er reagiert, wenn sie mal nichts dabei hat?


vg, m.

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