Irgendwie... (sehr lang geworden)

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Beitrag von frechdachs2004 03.03.10 - 09:15 Uhr

...hab ich das Gefühl das ich die Zeit mit meiner Maus gar nicht richtig genießen kann!#schmoll

Guten Morgen ihr Lieben,

ich möchte das hier niederschreiben in der Hoffnung das es mir danach etwas besser geht und vielleicht gibt es hier Mamis denen es genauso geht/ging.

Vorab, meine Maus ist ein sehr liebes, anspruchsloses Baby.
Sie gedeiht wirklich prächtig und man kann täglich die Fortschritte die sie macht erkennen. Im Moment liegt sie in ihrem Laufstall und flirtet mit ihrem Bärchenmobile.#verliebt

Trotzdem mach ich mir ständig (wirklich ständig) Gedanken um sie! Manchmal glaub ich das ich nicht normal bin!

Sie ist ein extremes Speihkind! Ich mache mir schon beim geben der Flasche Gedanken wie viel wohl diesmal wieder raus kommt, anstatt das Füttern mit meiner Maus zu genießen!
Dazu kommen Gedanken, wie, nimmt sie genügend zu (obwohl das eigentlich ersichtlich ist), hat sie trotz der Spuckerei genügend Nährstoffe und behält sie genügend Flüssigkeit bei sich.

Ich musste mit ihr, als sie vier Wochen alt war, für zwei Tage ins Krankenhaus, weil sie sich einen Virus (Durchfall) eingefangen hatte. Das war für mich der absolute Horror.
Zu sehen wie sie, nach mehrmaligen Versuchen, meinem Baby (endlich) durch die Kopfvenen Blut entziehen konnten und einen Zugang legten. Die Kleine hat gebrüllt wie am Spieß und war danach fix und fertig, genauso wie ich!
Wir wurden auf die Isolierstation verfrachtet. Ich hab mich gefühlt wie im Knast. Wir durften das Zimmer nicht verlassen und ich musste jedes mal wenn sie Hunger bekam nach den Schwestern klingeln, damit sie mir ein Fläschchen bringt, was sie manchmal in ihrer Hektik vergaßen und dann saß ich da mit meinem schreienden, hungrigen Kind und die kamen nicht bei!

Ich weiß das es hier Mütter gibt, die schon einiges mehr mit ihren Kleinen durchmachen mussten, aber diese Geschichte hat sich total in meinem Kopf festgesetzt.

Bei jedem Windelwechsel, bei dem ich weiß das ein großes Geschäft drin ist, fang ich an zu zittern und sobald der Stuhlgang dünner ist als normal schnürt sich bei mir sofort die Kehle zu und ich denke gleich wieder das schlimmste!

Das kann doch nicht normal sein! Ich dachte eigentlich das man beim zweiten Kind noch lockerer ist. Hab mir bei meiner Großen nie Gedanken gemacht und konnte somit die Zeit mit ihr total genießen.

Und jetzt sitz ich hier und bin total traurig und frage mich wie ich wieder lockerer werden kann und einfach die Zeit mit meinem Baby wieder genießen kann!

Sorry, das ich euch damit zutexte, aber ich denke ihr könnt mich am besten verstehen. Vielleicht gibt es ja auch jemanden der mir diesbezüglich ein paar Tipps geben kann.

Für euch sind das sicher nur Kleinigkeiten, aber mir liegt viel daran endlich wieder eine Mutter sein zu können die stolz darauf ist zwei gesunde Kinder in die Welt gesetzt zu haben und diese auch genießen will, aber zur Zeit nicht kann und das tut mir verdammt weh!

Vielen Dank fürs zulesen, werd jetzt meine Tränen trocknen und wieder nach meiner Maus schauen.

traurige Grüße
Sandy mit zwei wundervollen Töchtern, die eigentlich total stolz sein müsste

Beitrag von angela5377 03.03.10 - 09:22 Uhr

Guten Morgen,

ich kann Dich verstehen.

Babys sind so klein und hilflos. Sie können Dir nicht sagen, wo es zwickt.

Aber...

wenn Dir wieder solche Gedanken kommen, dann sieh Dir Deine kleine Maus an und zähle auf, was alles toll an ihr ist.
Z.B: beim Füttern: sie trinkt gut und zieht kräftig
sie sieht Dich mit ihren schönen Augen an und lächelt
sie hat nur ...ml von ... gespuckt. Was vielleicht ein viertel der Flasche ausmacht, usw.
Setze negativen Gedanken immer sofort eine positiven Gedanken entgegen.
Und nach ein paar Tagen, denkst Du nur noch die positiven Gedanken.

Viel Erfolg

LG
Angela

Beitrag von frechdachs2004 03.03.10 - 09:48 Uhr

Danke für deine Antwort.
Werde mal ausprobieren ob so es klappt.

Liebe Grüße

Beitrag von kleenerdrachen 03.03.10 - 09:25 Uhr

Puh, die haben dich dabei sein lassen, als sie die Maus in den Kopf gestochen haben? Das kenn ich überhaupt nicht. Normal schickt man die Mutter raus, erstens, weil es für die Mutter ein Horror ist, das mit anzusehen und zweitens hat das Kind das Gefühl, dass die Mama ihm nicht helfen kann oder will. Normal sollte die Mama nach dieser Prozedur als Retter wieder hereinkommen und das Kind vor den "bösen" Ärzte und Schwestern schützen und trösten. Ich hoffe du verstehst, wie ich das meine.

Dass das für dich dramatisch war, glaube ich. Hast du schon mal versucht, dir Hilfe zu holen? Mit einem Profi über deine Ängste zu sprechen? Ich denke, dass dir geholfen werden muss.

Du kannst dir in der Apotheke auch Rescue Tropfen besorgen, das sind Bachblüten, die tropfst du in ein Glas Wasser (4 Tropfen pro Glas) und trinkst das über ne Zeit verteilt. Das hilft dir, etwas ruhiger zu werden.

Ich hoffe, dass du die Zeit mit deiner kleinen Maus bald richtig genießen kannst!

Evtl. suchst du mal nen Heilpraktiker auf, der dir Homöopathische Mittel zeigt, die dir helfen können, mit deinen Ängsten umzugehen?

Beitrag von frechdachs2004 03.03.10 - 09:53 Uhr

Danke für deine Antwort.

Sie haben mich damals gefragt ob ich mit dabei sein möchte oder ob ich lieber vor die Tür gehen will.
Ich wollte mit dabei sein, weil ich vor der Tür wahrscheinlich durchgedreht wäre.

Im nach hinein denke ich das es wohl doch besser gewesen wäre raus zu gehen, aber ich wollte meiner Maus so gut es geht beistehen!

Werde mal diese Rescue Tropfen ausprobieren und wenn das nichts hilft werde ich mir wohl professionelle Hilfe holen müssen.

Liebe Grüße

Beitrag von susannew 03.03.10 - 09:28 Uhr

Hallo Sandy,

ich kann dich gut verstehen. Du warst ja fast noch im Wochenbett als ihr ins Krankenhaus kamt. Es war eine Art Trauma für dich. Vielleicht hilft es dir ja mit einer Psychologin (Frauen sind da meistens besser) zu sprechen. Das ist kein Akt. Ich habe das nach einer schlimmen Geburt und anschließenden Trennung von meinem Sohn auch gebraucht.

Liebe Grüße und fühl dich umarmt.

Susanne

Beitrag von frechdachs2004 03.03.10 - 09:56 Uhr

Danke für deine Antwort.

Scheinbar hast du auch schon einiges hinter dir. Werd erstmal versuchen ob ich es selbst hin bekomm und wenn ich merk es klappt nicht, dann werd ich mir professionelle Hilfe holen.

Liebe Grüße

Beitrag von susannew 03.03.10 - 10:23 Uhr

Ich würde gar nicht lange warten und schauen ob du es so hinbekommst. Erstens muss man eh lange warten bis man einen Platz bekommt und dafür sind die Psychologen ja da. Manchmal meint man es ist besser und dann setzen sich aber so Dinge auch später fest, wie dass man z.B. übervorsichtig mit dem Kind ist oder sowas.
Wir FRauen denken immer wir müssten perfekt funktionieren. Müssen wir aber nicht. Du bist trotzdem ne super Mutter oder gerade deshalb weil du dir Hilfe holst...
Liebe Grüße

Beitrag von frechdachs2004 03.03.10 - 10:33 Uhr

Muss ich das über meinen Hausarzt machen (Überweisung oder so) oder mache ich direkt nen Termin beim Psychologen aus? Was kostet so was normalerweise, glaub nicht das das die Kasse bezahlt oder?

Beitrag von butzmaus 03.03.10 - 10:00 Uhr

das kenn ich nur zu gut,musste mit unserer kleinen(auch das 2.kind)als sie 4 wochen alt war mit dem RS virus ins KH,10 Tage Isolation,davon 5 Intensivstation.war fertig mit der welt,da hat sie sich auch noch einen magen darm virus eingefangen und nicht mehr richtig getrunken daheim,dass wir beinah wieder hin mussten.ich bin auch in ständiger sorge ausserdem hat sie wohl einen schaden im kh erlitten,seitdem is sie sehr unruhig schreit viel und ich geh jetzt mal zu osteopathen mit ihr.ich kann dich sooo gut verstehen,hoffe auch,dass es bald besser wird.rechne mittlerweile immer mit dem schlimmsten,kann ja net normal sein.fühl dich gedrückt!!!#liebdrueck

Beitrag von frechdachs2004 03.03.10 - 10:13 Uhr

Danke für deine Antwort.
Ich denke, bei dem was wir mit unseren Mäusen mitgemacht haben, ist es normal das man etwas "überempfindlich" ist.
Ich hoffe nur das es bald besser wird, denn ich merke das es mich selbst körperlich mit nimmt (Durchfall, Bauch- und Kopfschmerzen) und das ist auf Dauer echt nervend!

Werde mir, wenn es gar nicht besser wird, professionelle Hilfe holen, aber ich hoffe das ich es selbst hin bekomm.

Liebe Grüße

Beitrag von glueckskleechen 03.03.10 - 10:22 Uhr

mh...klar, dass sich so ein Erlebnis festsetzt.

Versuch trotzdem immer wieder, mehr die positiven Dinge zu sehen!
Denk dran, deine Einstellung überträgt sich ja auch auf dein Baby!

Und vielleicht hilft dir ja die Tatsache, dass deine Maus ja mit jedem Tag "robuster" und kräftiger wird. Je älter sie wird, umso weniger wird sie ein evtl. Infekt so umhauen wie damals!

Aber man kann ja manchmal leider nicht aus seiner Haut, ich versteh das gut. Ich hab drei Kinder und wenn ich anfange, darüber nachzudenken, ob sie auch alle gesund und munter groß werden und bleiben,......da kommen dann auch immer Sorgen hoch und ich "zwinge" mich, das Schöne zu sehen und mich nicht in angstvollen Gedanken zu verlieren!

LG #klee

Beitrag von s-hibbel 03.03.10 - 11:27 Uhr

Oh Mann, lass dich mal drücken
#liebdrueck
Du hast echt viel Übles erlebt und das hört sich echt total schlimm an. Hinzu kommt - und das meine ich jetzt ernst, dass die Hormone sich bei dir ja gerade wieder am Umstellen sind.
Ich schätze, du hast eine kleine verlängerte Wochenbettdepression - versteh mich nicht falsch - ich würde mal mit meiner Hebamme reden und mir was verschreiben lassen - du leidest ja regelrecht darunter, dass jetzt nicht alles plötzlich wieder wunderschön und himmelhochjauchzend ist....
Du machst dir zu viele schlechte Gedanken und das liegt bestimmt nur an den blöden Hormonen...
Ich würd mir an deiner Stelle ein bisschen Hilfe holen, dann wird es wieder besser !!!
#schein
GLG, Tanja
PS: Was ist mit deinem Mann ???