Meine Mutter und das ewige Drama...

Archiv des urbia-Forums Familienleben.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von jumati 03.03.10 - 09:46 Uhr

Hallo zusammen,

hatte mich vor langer Zeit schon mal über das "tolle" Verhältnis zu meiner Mutter ausgelassen.

Nach der gefühlten 100-sten Aussprache geht derzeit alles seinen Gang.

Doch gestern habe ich mich erdreistet anzumerken, dass wir beim Schulranzenkauf unseres Sohnes mitkommen. (Meine Eltern haben sich förmlich aufgedrängt alles für die Schule zu sponsern)

Die Reaktion meiner Mutter:" Wir sind schon groß".

Ich glaub mein Schwein pfeift!

Sie kapiert gar nicht, dass es nicht im geringsten um sie geht, sondern darum, dass es ein Ereignis im Leben unseres einzigen Kindes ist, den wir als Eltern, was ja wohl selbstverständlich sein sollte, miterleben möchten.

Sie spielt sich auf, als wäre es ihr Vorrecht.

Meine Antwort war kurz und knapp. Sollten meine Eltern ohne uns einen Ranzen kaufen, kann sie ihn gleich wieder mitnehmen.

Als ich dann noch bemerkte, dass sie auch schon ohne uns und sogar ohne unseren Sohn sein Fahrrad gekauft haben, meinte sie nur, man kann halt nicht alles haben...

Tickt die Frau noch ganz sauber???

Das Telefonat war dann sehr schnell beendet.

Mein Sohn ist mittlerweile alt genug, dass er die Ungereimtheiten mitbekommt und blockt schon ab, wenn es darum geht bei ihnen zu übernachten.

Wofür ich natürlich die Schuld bekomme.

Derzeit geht er in den Schwimmunterricht und fängt an ohne Schwimmhilfen zu Schwimmen. Meine Mutter will dies ungebingt auch mal sehen. Ich sagte ihr dann, dass sie sich noch einen Monat gedulden soll, dann ist der Unterricht beendet und wir könnten alle zusammen ins Schwimmbad gehen. Da war sie auch schon wieder beleidigt.

Mich nervt diese Einmischerei immer mehr. Bin mal gespannt, lang das noch gut geht.

LG

die entnervte jumati

Beitrag von mips 03.03.10 - 09:59 Uhr

Hallo,

tja, meine Eltern haben auch immer viel für die Kinder getan. Fahrrad gekauf, Schulranzen für die Grosse, etc..
Ich fand immer, das Großeltern am Leben der Kinder teilhaben dürfen, wenn Sie wollen. Auch mal verwöhnen oder etwas "alleine" machen. Wir hatten kein Problem mit dem ausgesuchten Fahrrad von Oma und Opa. Im Gegenteil, wir haben uns mit den Kindern gefreut, weil es ihnen so gut gefallen hat. Ich würde alles dafür geben, dass unser Leben noch einmal so sein könnte. Leider ist meine Mutter letztes Jahr verstorben und mein Vater steht am finanziellen Ruin. Ich finde das so schade und ich meine damit nicht das Finanzielle und die Geschenke. Hautsächlich die Aufmerksamkeit, die meine Mutter den Kindern gewidmet hat, fehlt den Kindern und mir unsagbar. Mein Papa bemüht sich redlich, ist aber doch etwas anderes.

Deine Mutter meint es ganz bestimmt nicht böse. Sie möchte warscheinlich auch nur bei den "wichtigen" Ereignissen dabei sein.

LG
Birte

Beitrag von jumati 03.03.10 - 10:31 Uhr

Hallo Birte,

das mit Deiner Mutter tut mir sehr leid.

Ich habe nichts dagegen, dass sie teilhaben möchten, im Gegenteil.

Ich möchte aber auch teilhaben dürfen. Meine Mutter versucht diese Momente für sich alleine zu haben und versucht mich und meinen Mann auszuschließen.

Und das ist etwas, was ich nicht mitmache.

LG

jumati

Beitrag von landmaus 03.03.10 - 10:41 Uhr

Hallo Birte,

leider sind die Motive nicht immer so positiv.

Ich hab auch eine Mutter, die immer alles an sich reisst. Die jeden entscheidenden Augenblick im Leben meiner Tochter für sich haben will. Mein Sohn interessiert sie nicht, der war ja unnötig (O-Ton).

Als ich mit meiner Tochter schwanger war hat sie gesagt, dass sie jetzt auch mal dran wäre und es ihr Recht sei dieses Kind aufzuziehen. Schließlich wäre ich ja auch von meiner Großmutter aufgezogen worden.

Sie hat meinem Baby gegenüber von sich als Mama gesprochen. Sie hat ohne jede Absprache gekauft und angeschafft, was sie für richtig hielt. Sie hat sich geweigert mit unserem Kiwa zu fahren (Teutonia), weil der nichts sei und hat einen eigenen gekauft. Sie wollte sogar entscheiden, was sie anzieht.

Als meine Tochter anfing zu sprechen, hat sie immer wieder zu ihr gesagt, dass sie doch bei Oma wohnen könnte, da wäre es viel schöner. Und eines Tages rief sie an, dass sie jetzt das perfekte Kinderzimmer gefunden habe, dann wolle unsere Tochter sicher gar nicht mehr zu uns zurück.

Es sind noch viel, viel mehr dieser Dinge passiert, die ich nicht aufzählen kann und möchte.

Ich habe immer versucht, ihr Verhalten nachsichtig zu beurteilen, aber es war irgendwann nicht mehr zu übersehen. Ich habe dann nach einem Streit über die Frage, ob unsere Tochter ohne Pampis laufen kann, den Kontakt zunächst völlig abgebrochen. Inzwischen ist er sehr distanziert und kühl wieder hergestellt. In der Zeit ohne Kontakt hat mein Großvater, der Vater meiner Mutter, zu mir gesagt, dass er befürchtet, sie wolle unsere Tochter wirklich für sich haben.

Inzwischen besuchen unsere Kinder meine Eltern alle paar Wochen und haben da auch große Freude dran. Und trotzdem kommen von meiner Mutter manchmal wieder so Sprüche, wie dass sie doch die besseren Eltern wären.

Ich habe in all der Zeit übrigens nie irgendeine positive Aufmerksamkeit von meinen Eltern bekommen. Ich war immer nur im Weg und wurde aufgefordert doch besser noch mehr zu arbeiten. Dazu muss ich sagen, dass ich selbständig bin und immer Vollzeit (zw. 45 und 60 Std./ Woche) berufstätig war.

Ich kann nicht einschätzen, wie es bei der TE ist, aber ich finde, dass es übers Ziel hinaus geschossen ist, in Anbetracht der Sterblichkeit der eigenen Eltern generell Nachsicht und Langmut zu fordern. Das ist nicht immer der richtige Weg.

LG

Beitrag von olle-deern 03.03.10 - 12:37 Uhr

Hi,
normalerweise bin ich hier immer nur stille Mitleserin, aber bei deinem Beitrag habe ich wirklich das Bedürfnis dir mein Beileid auszusprechen.
Das hört sich wirklich ganz schrecklich an und ich hoffe für dich (ganz besonders) und deine Familie, dass ihr euch da ohne größeren Schaden abgrenzen konntet.

Puh, sowas kann sich niemand ausdenken....

Gruß
o-d

Beitrag von lenesiegel 03.03.10 - 13:29 Uhr

Meine Güte, hatte Deine Mutter nicht ihre Chance bei Dir ?!

Also ehrlich - ich wär stinksauer, wenn meine Mutter meinen Kindern sagen würde, daß sie es bei ihr besser hätten als bei mir !!!

Der Gipfel der Unverschämtheit - die könnte warten bis sie schwart wird, eh sie die Kinder wieder sehen darf.

Wenn ich allerdings nachdenke, hat meine Oma früher auch immer auf mich eingeredet, daß ich doch bei ihr leben könnte und dort auf ein Musikgymnasium gehen könnte (war halt Näher, als am Heimatort) - rumgesponnen hab ich schon, aber nie hätt ich dafür meine Geschwister und Mutti "verlassen". Pahhh !!!

Liebe Grüße

Beitrag von luka22 03.03.10 - 10:31 Uhr

Was du schreibst - die Einmischungen, dass dir das nicht gefällt - verstehe ich sehr gut. Fahrrad kaufen, Schulranzen kaufen, das ist unsere Sache, die wir gerne mit unseren Kindern machen und das nach unserem Geschmack. Der erste Schulranzen ist auch etwas Besonderes. Außerdem achtet man als Mutter doch auf Dinge, die den Großeltern wahrscheinlich gar nicht auffallen.

Aber.
Wenn du dir solche Einmischung verbittest, dann würde ich gleich das Angebot der Großeltern den Schulranzen zu bezahlen, ausschlagen. Das gibt es bei uns auch nicht. Und ich fände es auch komisch, wenn es heißt: bezahlen dürft ihr und das wars dann. Da regt sich deine Mutter vielleicht ein wenig zurcht auf, bzw. fühlt sie sich zurecht "ausgenutzt". Wenn du gleich gesagt hättest: "Nein danke, den Ranzen bezahlen wir!", dann hättest du jetzt dieses Problem nicht.
Bei uns in der Familie gibt es das sowieso nicht, dass Oma/Opa etwas Größeres anschaffen. Sie haben mehrere Enkel und da muss es gerecht zugehen. D.h. sie würden maximal eine Summe beisteuern und das dann bei jedem Kind. In der Regel kauft bei uns jeder das seinem Kind, was man sich leisten kann oder will - ohne sponsoring.

Wie gesagt: Für mich wäre es undenkbar, dass Oma/OPa den Schulranzen für mein Kind kaufen. Von ihnen bezahlen lassen, würde ich ihn aber auch nie.

Liebe Grüße
Luka

Beitrag von jumati 03.03.10 - 11:14 Uhr

Hallo Luka,

da liegt ja der Hase im Pfeffer. Es ist nicht so, dass ich meine Eltern darum bitte größere Sachen anzuschaffen.

Wenn es darum geht Sachen zu kaufen, wie z. B. das Fahrrad, dann machen meine Eltern eine Ansage und die wollen sie sich auch nicht nehmen lassen.

Glaube nicht, dass ich meinen Eltern nicht gesagt habe, dass wir das schon selber finanzieren können.

Es geht ja noch nicht einmal um das Kaufen an sich. Es geht darum, dass sie für mich wichtige Ereignisse einfach für sich beanspruchen möchten.

Würde ich jetzt sagen, nee is nich mit Ranzen kaufen, dann wäre würde der Kontakt gleich wieder abreißen.

LG

jumati

Beitrag von luka22 03.03.10 - 11:32 Uhr

...ja, das ist gemein.

Sie bezahlen im Prinzip nicht die Dinge, sondern sie erkaufen sich ihre Einmischung.

Wenn alles Reden nichts hilft und solche Fälle gibt es definitiv, dann musst du eben das tun, was DU willst. D.h. an einem schönen Nachmittag deinen Sohn schnappen, einen schönen Schulranzen kaufen, ihn bezahlen und es deinen Eltern einfach mitteilen. Ich würde es mir auf keinen Fall nehmen lassen mein Leben so zu gestalten, wie ich es möchte. Deine Eltern haben diese Dinge doch auch mit ihren Kindern erleben dürfen? Nichts anderes möchtest du jetzt auch. Das würde ich dann meinen entsetzten Eltern mitteilen. Erpressen lassen, würde ich mich nicht.

Furchtbar, wenn sich Großeltern so aufdrängen und einem unnötig das Leben schwer machen. Was sagt denn dein Mann dazu? Meiner hätte da schon rumgewütet wie Rumpelstilzchen.

Liebe Grüße
Luka

Beitrag von jumati 03.03.10 - 11:39 Uhr

Mein Mann ist normalerweise ein ganz ruhiger Mensch, aber meine Mutter schafft es, dass sogar er ungläubig drein schaut, wenn meine Mutter mal wieder was vom Stapel gelassen hat.

Ich kann ja in diesem Forum nur ganz kleine Einsichten in mein Familienlegen geben... ich hatte zu meiner Mutter immer ein sehr gutes Verhältnis..bis mein Sohn kam.

Sie war die ersten Jahre allein erziehend und berufstätig, dadurch hat sie einiges bei mir verpasst, dass versucht sie nun nachzuholen.

Soll sie ja auch, aber sie soll uns nicht ausschließen.

LG

jumati

Beitrag von luka22 03.03.10 - 13:29 Uhr

"aber sie soll uns nicht ausschließen."

Les ich jetzt richtig?

Der Satz müsste wohl heißen: Wir wollen SIE nicht ausschließen. Nicht umgekehrt.

Liebe jumati,
es ist schwierig mit Menschen vernünftig zu reden, die einfach nicht vernünftig sind. Und deine Mutter handelt und ist nicht vernünftig. Wenn sie das wäre, dann wäre sie beschämt darüber, dass sie das Leben ihrer Tochter unnötig erschwert und permanent ihre eigenen Bedürfnisse über deine stellt.

Deine Mutter hätte schon lange einsehen und akzeptieren müssen, dass du nicht mehr ihr kleines Töchterlein bist, die so zu spuren hat, wie es ihr beliebt. Sie respektiert nicht dein Familienleben, deine Bedürfnisse und schlussendlich auch nicht die Bedürfnisse deines Sohnes. So wie ich das lese, schwelgt sie in irgendwelchen Allmachtsphantasieen und glaubt, die Erde müsse sich nach ihr und ihrem Belieben drehen.
Ich denke, du hast in den letzten Jahren, um des lieben Friedens Willen schon viel zu viele Zugeständnisse gemacht. Ich denke, dass DEIN Magen sich in den letzten Jahren häufiger umgedreht hat, als ihrer.
Du hast zwei Möglichkeiten. Du lässt es einfach so, wie es ist und arrangierst dich mit dieser Situation oder du redest einfach mal Tacheles und machst glasklare Ansagen. Ich meine, umbringen wird sie dich nicht. Oder? #zitter Ich kann mir vorstellen, dass du befürchtest, dass dann der Kontakt ganz abbricht. Wenn deine Mutter auch nur einen Funken verstand hat, wird es nicht dazu kommen. Wenn sie nicht im Besitze dieses Funken ist, dann ist ihr einfach nicht zu helfen. Auch du, kannst ihr dann nicht mehr helfen.
Ich denke, es wäre einfach auch eine Chance für SIE, sich mehr auf ihr eigenes Leben und ihre eigenen Freunde zu besinnen. Vielleicht wird sie dann auch endlich einsehen, dass du längst eine erwachsene Frau bist, die selbstbestimmt leben möchte, was natürlich nicht heißt, dass man nicht einen normalen, vielleicht sogar herzlichen Kontakt pflegen kann!

Liebe Grüße
Luka

Beitrag von hedda.gabler 03.03.10 - 10:44 Uhr

Guten Tag.

>>> Doch gestern habe ich mich erdreistet anzumerken, dass wir beim Schulranzenkauf unseres Sohnes mitkommen. (Meine Eltern haben sich förmlich aufgedrängt alles für die Schule zu sponsern)

Die Reaktion meiner Mutter:" Wir sind schon groß".

Ich glaub mein Schwein pfeift!

Sie kapiert gar nicht, dass es nicht im geringsten um sie geht, sondern darum, dass es ein Ereignis im Leben unseres einzigen Kindes ist, den wir als Eltern, was ja wohl selbstverständlich sein sollte, miterleben möchten. <<<

Stimmt, Dein Schwein pfeift ... wenn für Dich der Schulranzen-Kauf ein solch wichtiges Ereignis ist (man kanns auch übertreiben, echt, zumal ein Kind sowas durchaus auch mit den Großeltern erleben kann ... allerdings nur, wenn die Mutter ihren Egoismus ein wenig zügelt und sich mal weniger in den Mittelpunkt drängt), dann müsst Ihr eben darauf verzichten, dass die Großeltern die Schulausstattung sponsorn ...

... auch die Nummer mit dem Fahrrad ist geradezu lächerlich, von Deiner Seite aus ... ich habe 80% meiner Fahrräder von Oma & Opa bekommen, wo ist das Problem?

Mensch, Ihr seid eine Familie ... macht doch dem kleinen Prinzen abwechselnd eine Freude, jeder sponsort mal was und hört auf, Euch in so einem Kleinkrieg zu ergehen ... insbesondere Du solltest echt mal ein bißchen runterkommen.

>>> Mein Sohn ist mittlerweile alt genug, dass er die Ungereimtheiten mitbekommt und blockt schon ab, wenn es darum geht bei ihnen zu übernachten. <<<<

Logisch, DU bringst ihn durch die Animositäten Deiner Mutter gegenüber in einen Loyalitätskonflikt ... und der kleine Prinz stellst da lieber auf Mamas Seite, um es sich nicht mit ihr zu verderben. Mit der muss er es ja noch länger aushalten;-)

>>> Derzeit geht er in den Schwimmunterricht und fängt an ohne Schwimmhilfen zu Schwimmen. Meine Mutter will dies ungebingt auch mal sehen. Ich sagte ihr dann, dass sie sich noch einen Monat gedulden soll, dann ist der Unterricht beendet und wir könnten alle zusammen ins Schwimmbad gehen. Da war sie auch schon wieder beleidigt. <<<

Tooooolllll ... da hast Du ihr ja jetzt so richtig einen ausgewischt und konntest mal die Bestimmerin sein#augen

Gruß von der Hedda.

Beitrag von glu 03.03.10 - 11:08 Uhr

Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen! #pro

lg glu

Beitrag von jumati 03.03.10 - 11:28 Uhr

Hallo Hedda,

jeder hat seine eigenen Prioritäten, was wichtige Ereignisse sind und was nicht.

Für mich ist der Ranzenkauf oder drücken wir es besser aus, das Aussuchen des Ranzens eine wichtige Sache.

Für den einen lächerlich für mich nicht. Und wenn das egoistisch ist, dann ziehe ich mir diesen Schuh gerne an.

Ja, du hast Recht, wir sind eine Familie und da sollte solch ein Kleinkrieg nicht stattfinden, aber so ist es nunmal.

Es geht nicht darum, dass meine Eltern schön brav alles bezahlen und dann den Mund halten sollen, es geht darum, dass sie alles an sich reißen möchten.

LG

jumati

Beitrag von luka22 03.03.10 - 11:38 Uhr

Sehe ich genauso.

Was mir wichtig ist, darf immer noch ich bestimmen....und wenn wir mal bei dem Beispiel bleiben, kenne ich keinen einzigen Erstklässler aus meinem Bekannten- oder Verwandtenkreis, wo die Eltern beim Ranzenkauf nicht dabei gewesen wären. So absurd ist es wohl nicht.

Beitrag von mimi08152004 03.03.10 - 22:21 Uhr

Ich glaube eher, das Problem mit dem Ranzen oder dem Fahhrard ist,
a)dass du/ihr da Vorstellungen habt, was es sein soll..was völlig in Ordnung ist
und
b)dass deine Mama das alleine mit dem Knirps machen möchte
was auch völlig in Ordnung ist
und c)
dass auf Grund eures schlechten Verhältnisses da keinerlei Absprachen getroffen werden können

Meine Mama hat auch ein Fahrrad gekauft, hat das aber vorher mit mir besprochen.
Wenn sie einen Ranzen kaufen möchte, würde ich ihr dann sagen, er soll dies und das und jenes aber erfüllen und geht los und tobt euch aus.

Weiß du was ich meine? :-)

Eigentlich ist es sehr schade, du hast für dein Kind eine Oma, die sich kümmern möchte und ihr verliert euch im Kleinkrieg...

LG

Beitrag von dominiksmami 03.03.10 - 15:28 Uhr

#pro dem habe ich auch nichts mehr hinzuzufügen #pro

gut formuliert!

lg

Andrea

Beitrag von king.with.deckchair 03.03.10 - 17:48 Uhr

#pro

Wie bei manchen getrennten Eltern: Tragen den Stunk übers Kind aus. Albern und affig.

Beitrag von manavgat 03.03.10 - 10:54 Uhr

Ich finde, wenn die Großeltern schon so großzügig sponsern und auch keinen Mist kaufen, dann solltest Du da loslassen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von jumati 03.03.10 - 11:44 Uhr

Hallo Manvagat,

klar kaufen meine Eltern keinen Mist. Sie achten sehr darauf, dass alles von guter Qualität ist.

Ich möchte einfach nur die Augen meines Sohnes sehen, wenn er in den Laden geht und "seinen" Ranzen aussucht, mehr will ich gar nicht.

Das Gleiche wollen meine Eltern auch, nur halt eben nicht mit meinem Mann und mir.

Wenn es nur nach mir ginge, würden wir den Ranzen selber bezahlen, aber dann wären sie beleidigt.

Da beißt sich die Katz in den Schwanz.

LG

jumati

Beitrag von magnoliagarden 03.03.10 - 11:59 Uhr

Ohje, furchtbar!
Das Töchterchen ist ganz Mutters Kind. Ich will die wichtigste sein, ich will bestimmen, ich bezahle, mein Kind, mein Vorrecht und ich soll schuld sein, obwohl sie es ist!!!
Ich frage mich, muß so ein Machtkampf denn wirklich sein? Ist der Sohn nicht trotzdem nur eines Elternpaares Sohn und bleibt auf ewig deren Sohn? Und ist es ihm nicht einfach schlicht und ergreifend Wurscht, wer seine glücklichen Augen beim Anblick des ersten Schulranzen/Fahrrads/sonstiges sieht. Liebt er seine Eltern trotzdem nicht über alles?
Und möchte ich-als Kind- nicht mal auch meinen Eltern die Freude erweisen?
Grüße, Magnolia

Beitrag von jumati 03.03.10 - 12:16 Uhr

Hallo Magnolia,

Du hast vollkommen Recht, ich bin ganz Mutters
Töchterchen ,).

Was meinst Du denn, von wem ich diese fiese Kriegsführung gelernt habe??? - ironie off -

Und weiter hast Du Recht! Mein Kind mein Vorrecht.

Mein Mann und ich sind Erziehungsberechtigte, so einfach ist die Sache und ich habe es satt mich von meiner Mutter bei Entscheidungen ausschließen zu lassen.

Ich habe meine Eltern, weiß der Teufel genug "Freude erwiesen" , nur meine liebe Mutter kriegt den Hals nicht voll.

LG

jumati

Beitrag von magnoliagarden 03.03.10 - 12:40 Uhr

Weißt Du, ich war weit davon entfernt Dich kränken zu wollen. Ich wundere mich nur, weshalb (letztendliche) Kleinigkeiten zu Grundsatzentscheidungen werden, ist es wirklich so, dass Deine Autorität untergraben wird?
Ich bin auch keine, die gerne klein beigibt und ich kann auch den Anspruch, Recht behalten zu wollen mehr als gut verstehen:-), habe mir tortzdem angewöhnt, bei aufkommenden Konflikten immer zu fragen, ist es die Sache wert? Und wenn es noch so oft der Fall ist, manche Menschen ändern sich nicht, ich für mich möchte beanspruchen, entwicklungsfähig zu sein, also versuche ich daran zu arbeiten.
Deine Mutter kriegt ihren Hals nicht voll, was sich aber auch nicht ändert, wenn Du mit ihr darüber Krieg führst. Wäre nicht vielleicht so etwas möglich:
binde Deine Mutter (übertrieben) ein, lass sie Deinen Sohn zum Schwimmen bringen, dann abholen, ihn dahin und dorthin zu kutschieren, bitte sie Sachen für ihn zu besorgen, zum Friseur, zum Arzt, also richtig viel, vielleicht Kindergarten, dies und jenes (was Du dir guten Gewissens ausdenken kannst). Wäre gespannt zu sehen, was passieren könnte..
Grüße, Magnolia

Beitrag von jumati 03.03.10 - 13:26 Uhr

Hallo Magnolia,

es ist natürlich schwer für einen anderen eine beschriebene Situation einzuschätzen, wenn man nicht mehr über die ganze Geschichte eines Menschen weiß, aber dafür ist das Forum einfach "zu klein".

Das mit dem Schwimmkurs ist auch so eine Sache. Den Aufbaukurs haben sie finanziell übernommen, was beinhaltete, dass sie meinen Sohn abholten, zum Schwimmen fuhren und wieder zurück brachten.

Was ich auch klasse fand, denn schließlich war es ein freier Sonntagvormittag für mich und meinen Mann. (Soviel zum Thema ich kann nicht loslassen *g*)

Nach der Hälfte des Kurses gingen mein Mann und ich dann als Begleitung zum Kurs, da meine Eltern auf einer Feier eingeladen waren. Allerdings wollte mein Sohn dann nicht mehr mit meinen Eltern Schwimmen gehen, sondern bat uns (meinen Mann und mich) die Begleitung zu übernehmen. Meine Eltern waren nicht gerade begeistert, aber er weigerte sich schlicht mit ihnen zu gehen.

Früher hatten meine Eltern Tim z. B. einmal im Monat für ein ganzes Wochenende. Als er aber älter und anstrengender wurde, nahm das Übernachten recht schnell wieder ab.

Wenn ich mal nachfragte, ob er bei ihnen schlafen könne, wurde abgeblockt. Rief sie an und wollte, dass er über Nacht blieb musste ich springen oder ertragen, dass Funkstille herrscht, wenn ich ablehne.

Ich könnte eine ganze Litanei vom Stapel lassen, aber das würde in`s unendliche gehen.

Ich hoffe, ich konnte Dir die Sachlage etwas besser veranschaulichen.

LG

jumati

Beitrag von magnoliagarden 03.03.10 - 13:52 Uhr

Hallo,
ja, das konntest Du. Es ist ja ziemlich verfahren...In der Einschätzung die ich im Stillen hegte, dass eine tatsächliche Einbindung und Verantwortungsabgabe Frau Mama "zu anstrengend" ist, lag ich nicht ganz falsch. Nun ist aber immer noch die Frage im Raum, wie gehst Du damit um. Ausprachen erledigt, noch mehr Ausprachen erledigt. Was mir zu denken gibt, ist das am Schluß angesprochene "wenn ich nachfrage, blockt man ab, wenn sie nachfragen, muß ich springen". Ich meine, Du möchtest eine Besserung der Lage erreichen, vielleicht kannst Du vermeintlich keine Angriffsfläche bieten, indem Du auf mütterliche Vorschläge eingehst, ohne zu denken, dass sie Ihren Kopf durchgesetzt hat (so wie Du über die freien Sonntage schriebst) und lässig daran denkst, dass bei Deinem Tim DU sowieso vorne bist und Dich nicht so ärgerst und aus dem Schulranzenkauf ein ganz "wichtiges Ereignis" machst. Wichtig wird in ein paar Jahren sein, dass Sohnemann mit Dir (und garantiert nicht mit OMA) über die erste Freundin reden wird, er mit Dir/Euch seine Schullaufbahn abschließt und Ihr alles, was er jemals tun wird näher und intesiver miterleben werdet als jeder andere. Lässigkeit ist im Grunde genommen die einzige Lösung, denn sie bedeutet Überlegenheit. Also "ja, gerne, kauft den tollsten Schulranzen, den es in dieser Stadt gibt, wäre auch super, wenn es noch passende Turnschuhe dazu gäbe und wenn ihr zurückseid, dann komme ich vorbei und wir feiern das bei einem leckeren Kuchen, nimmt am besten einen von der Konditorei xy!!!"
Grüße!