Mein Kind passt nicht auf

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von kitty_cat 03.03.10 - 10:49 Uhr

Hallo.
Bin schon verzweifelt.
Mein Sohn, grad 6 geworden, macht gern viel Blödsinn.
Muß auch dazu sagen, wir sind erst vor ca 8 Monaten umgezogen und im alten Kiga ist er gemobt worden. In diesem fühlt, er sich wie der Boss und ihm gehts toll. Ich möchte es auch nicht ändern. Ich freu mich für ihn.
Inzwischen werde ich von allen angesprochen daß er einfach nicht macht was von ihm verlangt wird. Zuhause geht es schon. Macht auch gern quatsch aber bei uns weiß er wann es endlich schluß ist.
Im Kiga stört er den Vorschulunterricht und macht nicht die Übungen korrekt die von ihm verlangt werden. Die Kindergärtnerin spricht mich inzwischen an daß es ihm in der Schule schwer sein wird. Dabei ist er nicht dumm. Er kann bis 100 zählen kann die Buchstaben erkennen, seinen namen schreiben etc etc. Er kann nur nicht still sitzen und malen ist nicht seine stärke. Er malt nur das was ihm gefählt. Beim schwimmen will er immer der erste sein, also schubst er die andere Kinder beim überhollen. Da sprach mich der Bademeister auch an. Langsam wirds peinlich. Was mach ich nur. Das Reden nutzt nichts, haben wir schon so oft gemacht.
Kindergarten bestraft ihn schon und er wird sauer aber es nutzt wenig.
Was soll ich nur tun? Soll ich mir sorgen machen? Was ist mit der Schule?
Hat jemand auch so einen Schlitzohr?
Brauch dringend einen Rat.
Danke im vorraus.

Marina

Beitrag von muggles 03.03.10 - 11:13 Uhr

Hallo,

meine Ruebe (1. Klasse) ist zwar auch lebhaft, aber nicht so extrem wie Dein Sohn.

Kann es sein, dass Dein Sohn den Hampelmann gibt, um die anderen zum Lachen zu bringen? Dies wuerde m. E. bedeuten, dass er tief drin sehr unsicher ist. Vielleicht koenntet Ihr versuchen, eine Freundschaft zu einem etwas ruhigeren Kind zu knuepfen.

Ich denke das Verhalten im Kindergarten und beim Schwimmen sollte "sanktioniert" werden. Sprich: Macht er bei der Vorschulgruppe nicht das, was er soll, muss er eben nacharbeiten, waehrend die anderen schon spielen koennen (wird spaeter in der Schule auch nicht anders sein).

Beim Schwimmen muss er eben am Beckenrand sitzen bleiben und zuschauen, wenn er sich im Wasser nicht benehmen kann.

Zusaetzlich solltet ihr ein ernstes Wort mit ihm reden. Erklaert ihm, dass sein Verhalten andere stoert und auch gefaehrlich werden kann (z. B. beim Schwimmunterricht). Vielleicht ist es ihm gar nicht so bewusst.

Ich persoenlich finde solche "Vordraengelkinder" sehr unangenehm (obwohl diese in ihrem Verhalten noch von ihren Eltern unterstuetzt werden - was in Eurem Fall nicht so ist); und - die Kindergaertnerin hat Recht - er wird es in der Schule schwer haben, wenn er sich nicht unterordnen kann.

Er muss begreifen, dass sich die Welt nicht nur um ihn und seine Beduerfnisse dreht.

Viel Glueck,

Claudia

Beitrag von kitty_cat 03.03.10 - 21:22 Uhr

Hallo Claudia.
Na klar ist er ein Hampelmann. Er wäre nicht der Vaters Sohn wenn er nicht wäre.
Reden hilft gar nicht, das machen wir ständig. Irgendwie geht das in ein Ohr rein und am anderen Ohr raus wie durchzug. Heute hatten wir wieder das Gespräch und am ende weinte er. Was mir dann total leid getan hat. Aber was soll ich nur noch machen? Bestraft wurde er auch. Er sitzt auch am Beckenrand jedes mal beim Schwimmen für ca 5 min und irgendwie denke ich warum habe ich geld dafür bezahlt. Und wir sagten auch jetzt wenn er im Vorschulunterricht nicht aufpaßt dann darf er nicht mehr zum Fußball oder schwimmen. Im Kindergarten meinten sie daß sie ihn nicht so richtig bestrafen können und es funktioniert auch nicht.

Das schlimmste ist ich will nicht ihn zu verunsichern. Davor habe ich Angst. Aber er kommt im September in die Schule, so viel Zeit ist auch nicht mehr. Aber er findet alles so lustig wenn er blödsinn macht.#aerger
Was meiste?
Marina

Beitrag von barbarelle 04.03.10 - 02:33 Uhr

Hallo Marina,

das falscheste was man bei einem lebhaften Kind tun kann ist, ihm zur Strafe den Sport zu entziehen.

Wenn er im Schwimmen Blödsinn macht - dann finde ich es angemessen wenn er dann am Beckenrand sitzen muss. Aber Fussball und Sport streichen? Er wird seine überschüssige Energie dann in der Vorschule, in Form von negativem Verhalten, entladen.

Wenn er sich im Fussball nicht fair verhält, dann soll ihn der Trainer ein paar Strafrunden laufe lassen. Aber so lange und viele, bis er sich ausgepowert hat.

Was ist das für ein Kindergarten und was sind das für Erzieherinnen, die nicht in der Lage sind sich entsprechende Konsequenzen für ein etwas lebhafteres Kind einfallen zu lassen?

Was hat er sonst noch für Aktivitäten tagsüber? Hat er Zuhause viel Freiraum (Garten, Spielplatz etc.) um sich auszutoben?

Ich kenne manche Kinder die in der Vorschule so waren und die bei Eintritt in die Schule nicht sonderlich negativ aufgefallen sind.

Grüße und viel Kraft wünscht

Barbarelle




Beitrag von muggles 04.03.10 - 09:35 Uhr

Hallo Marina,

verstehe ich richtig, dass Dein Partner auch so ein Typ ist? Dann ist es ja kein Wunder, dass er sich seinen Vater als Rollenmodell sucht.

Vielleicht sollte dieser sein Verhalten mal ueberdenken (und gegebenenfalls aendern).

Mit Reden meinte ich nicht, dass Ihr ihn gnadenlos zutexten, sondern eine klare Ansage machen sollt, z. B. "Wenn Du Dich beim Schwimmen weiterhin so benimmst und staendig am Beckenrand sitzt, melden wir Dich nach dem Sommer nicht mehr an. Das Geld sparen wir lieber, da Du ja eh nicht im Wasser bist".

Ich persoenlich finde es ein bisschen merkwuerdig, dass die Erzieherinnen nicht wissen, wie sie ihn bestrafen sollen.

Unsere Tochter hatte diese Albernphase auch mal (bzw. kommt immer mal wieder durch - wohl normal in diesem Alter). Treibt sie es zu bunt, bekommt sie die Ansage: "Es nervt!". Macht sie weiter (z. B. beim Essen oder quatscht staendig dazwischen, wenn wir uns unterhalten wollen - ohne wirklich etwas sagen zu wollen), muss sie auf ihr Zimmer.

Ich habe den Eindruck, dass Ihr ihn viel zu lange wie einen kleinen Prinzen behandelt und letztendlich auch immer nachgegeben habt.

Barbarelles Vorschlaege mit dem Runden laufen beim Fussballtraining war schon gut.

Wichtig ist, dass er begreift, dass er auch Dinge tun muss, auf die er nicht unbedingt Lust hat, bzw. die ihm schwer fallen. Zeigt ihm auf, wo seine Talente liegen, aber auch seine Schwaechen, an denen er arbeiten muss.

LG,

Claudia

Beitrag von kitty_cat 04.03.10 - 10:12 Uhr

Hallo
Also ich würde nicht sagen daß wir ihn wie einen Prinzen behandeln. Wir sind schon Konsequent und er bekommt auch seine Strafen aber Zuhause ist es wirklich kein Problem. Bei meinen Eltern ist es was anderes. Und im Kiga, na ja, es geht aber wie gesagt mit diesen Übungen.... er möchte lieber spielen und halt schnell und ganz schön viel Quatsch macht. Ich finde auch Quatsch daß er perfekt malen soll, laut Kiga, so ein Stuss. Es sind nicht alle Kinder künstler. Aber Buchstaben und Rechnen, das kann er, und ich erwarte auch daß er es wenigstens versucht die Aufgabe richtig zu machen. Wie gesagt beim Schwimmen wird er bestraft und beim Fußball ist es auch schon besser geworden, weil die anderen Jungs auch ihn übertreffen beim Quatsch machen und streiten. Wenn die sich hauen dann bekommt er es auch ab, dann macht er halt nicht mehr. Ihm macht es auch Spaß.
Der Vater war als Junge so, er macht gern Quatsch mit Kindern aber im Ramen. Also hängt es nicht an ihm. Ich finde auch Kindergarten ist da etwas....... schwach. Warum soll ich für den Kindergarten der Bumann sein wenn ich nicht dabei bin. Jetzt ist es so wenn er die Aufgaben nicht macht wird mit Eltern gedroht.
In der Schule wird hoffentlich anders.
Ich finde auch daß mein Kind gar nicht dumm ist, im Gegenteil. Er kann Dir einen weg zeigen daß 15 km entfernt ist obwohl er dort nur 1-2 mal war. etc etc.
Ich weiß nicht, ich finde der Kindergarten macht sich einfach zu leicht. Dann kann ich doch mein Kind selber unterrichten.
Danke euch allen für Euere Meinungen
Marina

Beitrag von muggles 04.03.10 - 11:51 Uhr

Die Intelligenz Deines Sohnes wird, so glaube ich, nicht in Frage gestellt.

Die Drohung mit den Eltern ist ein Armutszeugnis der Erzieherin.

Die Klassenlehrerin unserer Tochter (streng, aber trotzdem sehr lieb zu den Kindern) wuerde ihn schon in den "Griff" bekommen. Die Freundin meiner Tochter war aehnlich drauf wie Dein Sohn und hatte in den ersten Schulwochen ernsthafte Schwierigkeiten mit der Anpassung. Die KL hat sie aber mit viel Strenge aber auch viel Lob "eingenordet". Das Maedchen geht gern zur Schule und bringt gute Leistungen.

Vertrau und hoffe darauf, dass er eine aehnlich gepolte KL bekommt.

LG,

Claudia

Beitrag von manavgat 04.03.10 - 12:25 Uhr

Wenn ich das richtig verstehe, dann ist das jetzt schon der 2te Kiga in dem es Probleme gibt und im Schwimmbad funktioniert es auch nicht.

Scheint, als hätte er ein Problem, sich in Gruppen zurecht zu finden.

Ich würde ihn in einem SPZ vorstellen, um sicher zu gehen, dass Du nichts übersiehst.

Gruß

Manavgat

Beitrag von kitty_cat 04.03.10 - 22:18 Uhr

Hallo
amm ich sagte nicht daß er gleiche probleme hatte in 2 Kigas. In dem ersten wurde er gemobt wie auch viele andere Kinder und füllte sich einsam, in diesem fühlt er sich jetzt wie der König und spielt Hampelmann. Freunde hat er. Das ist nicht sein Problem. Er will immer der erste sein und das stört im Schwimmunterricht weil er die anderen dabei schubst. Er hat absolut keine Probleme in Gruppen sich zurecht zu finden. Wir hatten gerade eine Geburtstagsfeier von 8 Kindern und die Kinder nehmen in als " Teamleiter" auf.
Sein Problem ist das er nicht auf Kindergartenleiter hört und die Vorschule mitmacht wie er sollte. Er stört auch andere.
Marina